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26. Juni 2026 – Kurznachrichten

VonTEAM KAIZEN BLOG

Juni 26, 2026

Die Frau, die ihren Hund erschoss, leitete die Behörde, die Hunde zurückließ!

Kristi Noem hat in ihrer Autobiografie „No Going Back“ beschrieben, wie sie ihren vierzehn Monate alten Vorstehhund Cricket zu einer Kiesgrube geführt und erschossen hat. „Ich hasste diesen Hund“, schrieb sie. Das Buch erschien 2024. Es kostete sie nichts. Trump ernannte sie zur Chefin des Heimatschutzministeriums und damit zur Vorgesetzten von ICE. Vierzehn Monate später, im Januar 2026, nahmen ICE-Agenten unter ihrer Aufsicht in Oklahoma den Besitzer zweier Hunde fest, deportierten ihn und verließen die Wohnung, ohne die Tierschutzbehörde zu informieren. Die Hunde blieben zurück. Eine Woche lang, ohne Futter, ohne Wasser. Das ist Kontinuität. Die Hunde fraßen Möbel. Sie durchwühlten den Müll. Als ein Tierschutzbeamter sie schließlich fand – nachdem ein Nachbar Alarm geschlagen und der Hausverwalter gerufen hatte – kauerten sie zitternd im hinteren Schlafzimmer. Der Beamte, der unter dem Pseudonym „Animal Welfare Guy“ ein Video der Rettung veröffentlichte und anonym bleiben wollte, sagte, er sei noch immer wütend. „ICE deportierte die Besitzer und fuhr dann einfach weg, die Tiere blieben etwa eine Woche in der Wohnung eingesperrt“, sagte er.

Gesetzlich ist die Situation eindeutig: Strafverfolgungsbehörden sind verpflichtet, den Tierschutz zu benachrichtigen, wenn eine Festnahme Tiere ohne Betreuung zurücklässt. Dieser Anruf erfolgte nicht. Das DHS hatte bereits im vergangenen Sommer erklärt, ICE beschlagnahme kein Eigentum – und Tiere fallen in diese Kategorie. Es gibt kein Protokoll. Es gibt keine Zuständigkeit. Es gibt eine leere Wohnung und zwei hungernde Hunde. Die offizielle Antwort des DHS auf Presseanfragen war von einer Dreistigkeit, die ihren eigenen Kommentar liefert. Festgenommene erhielten „jede Möglichkeit, nach ihrer Verhaftung für ihre Haustiere zu sorgen“, hieß es. Außerdem bestehe für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus „die Möglichkeit, sich freiwillig mit ihren Haustieren selbst abzuschieben“ – über die Regierungsanwendung CBP Home. Wer sich selbst abschiebt, könne sicherstellen, dass er seine Tiere behalten dürfe. Das ist die offizielle Position einer Bundesbehörde: Das Problem der zurückgelassenen Tiere löst sich, wenn die Menschen einfach freiwillig das Land verlassen.

Das Muster ist bundesweit dokumentiert und lässt sich nicht wegdiskutieren. In St. Paul verzeichnete der städtische Tierschutzdienst im Januar 2026 einen Anstieg von 38 Prozent bei streunenden, beschlagnahmten und abgegebenen Hunden und Katzen – deckungsgleich mit der Operation Metro Surge in den Zwillingsstädten. In Los Angeles verdreifachten sich die Hundeabgaben innerhalb einer einzigen Woche, als ICE dort im vergangenen Juni Razzien durchführte. Das sind keine Ausreißer. Das ist die wiederkehrende Nebenwirkung einer Behörde, die Menschen festnimmt, ohne sich für das zu interessieren, was sie hinterlassen. Noem stand an der Spitze dieser Behörde, als der Oklahoma-Fall geschah. Sie, die Cricket erschossen hat, weil der Hund ihr auf die Nerven ging. Sie, die das in einem Buch beschrieb und es als Zeichen von Entschlusskraft verkaufte. Sie, unter deren Führung ICE keine Protokolle für zurückgelassene Tiere entwickelt hat, keine Koordination mit Tierschutzbehörden eingeführt hat, keine institutionelle Verantwortung für das übernommen hat, was nach einer Festnahme zurückbleibt.

Der Tierschutzbeamte, der die beiden Hunde rettete, betonte, seine Kritik sei nicht politisch – er habe Bezirkspolizisten genauso hart kritisiert, wenn sie verletzten Tieren nicht geholfen hätten. Zu Noems Cricket-Geständnis sagte er: „Es mag sein, dass der Hund es gebraucht hätte, aber es hätte nicht so passieren dürfen.“ Das ist der ruhigste Satz in dieser Geschichte. Und der schärfste. Trump entließ Noem im März nach 14 Monaten. Was bleibt, ist eine Behörde ohne Tierprotokoll, ein Land mit steigenden Tierheim-Aufnahmezahlen und eine Autobiografie, in der eine Ministerin stolz beschreibt, wie sie ein Problem mit einer Kiesgrube gelöst hat.

Zwei Hunde in Oklahoma haben eine Woche überlebt, weil ein Nachbar etwas bemerkt hat. Cricket hatte niemanden, der etwas bemerkt hätte. Der Unterschied zwischen den beiden Fällen ist, wer die Waffe in der Hand hielt.

ICE verhaftet einen unschuldigen Militär-Veteranen – und niemand zeigt sein Gesicht dabei

Am 23. Juni 2026 nahmen mehrere Bundesagenten einen Mann in Marydel, Maryland, fest. Unschuldig. Was zu hören ist: „Er ist Veteran. Er ist vollständig legal.“ Was zu sehen ist: ICE-Agenten mit verdeckten Gesichtern. Was danach kam: Stille von der Behörde. Ein Soldat der US-Armee – ein Bürger mit Veteranenstatus und anerkanntem Aufenthalt in der Gemeinschaft – wurde von ICE-Agenten festgenommen. Der Bruder des Mannes gab an, es handle sich um Vergeltung dafür, dass der Betroffene Strafverfolgungsbeamte bei einer früheren Aktion beobachtet hatte. Die Ausübung eines verfassungsmäßig garantierten Rechts, nämlich des Rechts auf freie Meinungsäußerung, sei der eigentliche Anlass für die Verhaftung gewesen. ICE hat sich zu dem Vorfall bis zum Redaktionsschluss nicht öffentlich geäußert. Eine Anklage gegen den Mann konnte abgewendet werden und er ist wieder frei.

Was bleibt, ist das Bild: Männer in Uniformen ohne Namen, ohne Dienstnummer, ohne erkennbare Zurechenbarkeit nehmen einen Mann fest, dem sein Bruder öffentlich Veteranenstatus und legalen Aufenthalt attestiert. Die Reaktion der Behörde: Schweigen. Ein Mann, ein Anwohner, sagte: „Bemerkt ihr, dass ICE-Agenten heutzutage ihre Gesichter bedecken? Sie wissen, dass sie zutiefst unbeliebt sind.“ Ein anderer formulierte es politisch: „Die Republikaner verhaften Militär-Veteranen. Sie sind nicht pro-Militär und nicht pro-Familie.“ Es wurde laut nach Bundesklage gegen ICE gerufen. Andere wiesen darauf hin, dass dieser Vorfall belege, dass die verfassungsmäßig garantierten Freiheiten in den USA nicht immer gelten – jedenfalls nicht für alle.

Ein Staat, der seine eigenen Veteranen unter Verdeckung von Dienstmarken und Gesichtern auf der Straße festnimmt, hat aufgehört, das zu sein, wofür er sich ausgibt. Die Tarnmaske ist kein Detail. Sie ist Programm. Wer sein Gesicht verbirgt, wenn er staatliche Gewalt ausübt, rechnet nicht damit, Rechenschaft ablegen zu müssen. Und wer nicht mit Rechenschaft rechnet, handelt entsprechend. In den USA gilt der Militär-Veteran als eine der wenigen politisch unantastbaren Figuren – oder galt. Dass ICE einen Mann festnimmt, dem sein Bruder öffentlich Veteranenstatus bescheinigt, und das ohne jede öffentliche Erklärung, zeigt, wie weit die Behörde sich inzwischen außerhalb jedes politischen Rahmens bewegt. Es gibt keine Rücksicht mehr. Nicht auf Status, nicht auf Gemeinschaft, nicht auf Verfassungsrechte, nicht auf die öffentliche Meinung.

Dass die Agenten ihre Gesichter bedecken, ist die physische Entsprechung der institutionellen Intransparenz: keine Namen, keine Nummern, keine Antworten, kein Kommentar. Eine Behörde, die so operiert, hat die demokratische Kontrolle nicht nur abgestreift – sie hat entschieden, dass sie ihr nicht mehr unterliegt. Der festgenommene Mann sagt: „Er ist vollständig legal.“ Er sagt es laut, er sagt es wiederholt, er sagt es in die Kamera. Niemand antwortet ihm. Die Frage, die bleibt, ist nicht, ob dieser konkrete Vorfall sich so zugetragen hat, wie er dargestellt wird. Die Frage ist, warum es selbstverständlich geworden ist, dass eine Bundesbehörde auf solche Szenen mit Schweigen reagiert – und warum das Schweigen niemanden mehr überrascht. Daher war es wichtig, dass seine Freilassung erreicht werden konnte.

Fortsetzung folgt …

500 Millionen Dollar gegen die Angst vor der Künstlichen Intelligenz

Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf einen Arbeitsmarkt vor, den viele Politiker noch vor wenigen Jahren für Zukunftsmusik hielten. Mit RAISE US ist jetzt eine überparteiliche gemeinnützige Organisation gestartet, die Arbeitnehmer für Berufe weiterbilden soll, die durch den rasanten Einsatz Künstlicher Intelligenz entstehen. Mehr als 500 Millionen Dollar stehen zum Start bereit. Gegründet wurde die Initiative von der früheren Handelsministerin Gina Raimondo und dem ehemaligen Gouverneur von Indiana, Eric Holcomb. Die ersten Programme beginnen in Arkansas, Connecticut, Maryland und Utah. Gemeinsam mit Bundesstaaten, Unternehmen und Stiftungen sollen neue Ausbildungswege entstehen, damit Beschäftigte nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes schneller in besser bezahlte Tätigkeiten wechseln können. Zu den Partnern gehören unter anderem Amazon, Microsoft, Anthropic, die OpenAI Foundation, Bank of America, UPS, General Motors, Eli Lilly, Mastercard, AMD, Cisco und IBM.

Gina Raimondo übernimmt die Leitung der Organisation. Im Beirat sitzen unter anderem der frühere republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan, Investor Stephen Schwarzman, AFL-CIO-Präsidentin Liz Shuler sowie die Ökonomen David Autor, Erik Brynjolfsson und Raj Chetty. Raimondo warnt, dass eine steigende Arbeitslosigkeit das Land und seine Demokratie destabilisieren könne. Wenn die Vereinigten Staaten bei Künstlicher Intelligenz führend bleiben wollten, müsse jetzt gehandelt werden. Die Zahlen zeigen, warum der Druck wächst. Nach Schätzungen der Boston Consulting Group wird Künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren rund die Hälfte aller Arbeitsplätze verändern. Innerhalb von fünf Jahren könnten bis zu 25 Millionen Stellen wegfallen. Goldman Sachs geht davon aus, dass bereits ein Viertel aller Arbeitsstunden automatisiert werden könnte. Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology und des Oak Ridge National Laboratory kommt zu dem Ergebnis, dass schon heute 11,7 Prozent der amerikanischen Beschäftigten technisch ersetzt werden könnten. Ihre jährlichen Löhne summieren sich auf rund 1,2 Billionen Dollar.

Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump verlor die amerikanische Industrie nach Angaben des Bureau of Labor Statistics 68.000 Arbeitsplätze. Im Güterverkehr gingen weitere 28.300 Stellen verloren. Trump erklärte dagegen, derzeit sehe er keinen Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz und verwies auf den bestehenden Arbeitskräftemangel. Neurobiologin Vivienne Ming hält diese Einschätzung für gefährlich. Nach ihrer Auffassung verändert Künstliche Intelligenz mehrere Wirtschaftszweige gleichzeitig schneller, als Politik und Bildungssystem darauf reagieren können. RAISE US soll deshalb zunächst in den Bundesstaaten Lösungen entwickeln, die später als Vorbild für Entscheidungen auf Bundesebene dienen könnten.

Der Preis des Datenrausches landet jetzt auf dem Küchentisch

Wer einen neuen Mac oder ein iPad kaufen will, muss weltweit deutlich tiefer in die Tasche greifen. Apple hat die Preise für zahlreiche Modelle um rund zwanzig Prozent angehoben. Nach Angaben des Unternehmens steckt dahinter kein gewöhnlicher Produktwechsel, sondern der sprunghafte Anstieg der Preise für Speicherbausteine. Der Ausbau riesiger Rechenzentren für Künstliche Intelligenz habe die Nachfrage nach Arbeitsspeicher und Datenspeichern so stark erhöht, dass Apple die zusätzlichen Kosten an seine Kunden weitergebe. Besonders deutlich zeigt sich das bei einzelnen Geräten. Das MacBook Air mit 512 Gigabyte Speicher steigt von 1.099 auf 1.299 Dollar. Das iPad Pro mit 256 Gigabyte kostet statt 999 nun 1.199 Dollar. Am stärksten trifft es das erst im März vorgestellte MacBook Neo. Sein Preis steigt um 25 Prozent von 599 auf 749 Dollar. Die iPhone-Reihe bleibt vorerst von den höheren Preisen verschont, obwohl sie rund die Hälfte des Apple-Umsatzes ausmacht. Firmenchef Tim Cook hatte bereits vergangene Woche erklärt, Preissteigerungen seien in diesem Jahr kaum noch zu vermeiden.

Apple steht mit diesem Schritt nicht allein. Auch Dell, HP, Lenovo und Asus haben ihre Notebookpreise erhöht. Samsung verlangt in den USA für zwei Modelle der Baureihe S26 jeweils 100 Dollar mehr. Gleichzeitig verdienen die großen Speicherhersteller so viel wie nie zuvor. Micron, SK Hynix und Samsung kontrollieren den Markt für Arbeitsspeicher. Alle drei Unternehmen überschritten in diesem Jahr erstmals eine Bewertung von einer Billion Dollar. Der Quartalsgewinn von Micron stieg nach Unternehmensangaben auf das Fünfzehnfache. Apple prüfte zwischenzeitlich den Einsatz von Speicher chinesischer Hersteller wie YMTC und CXMT, stieß damit jedoch auf Widerstand der amerikanischen Regierung. Außenminister Marco Rubio verwies auf Sicherheitsbedenken. Gleichzeitig versucht Apple weiter, günstigere Geräte anzubieten. Beim MacBook Neo kommen nach früheren Angaben des Unternehmens Prozessoren zum Einsatz, deren Grafikeinheit teilweise deaktiviert wurde, um die Produktionskosten zu senken. Jetzt zeigt sich jedoch, dass selbst solche Maßnahmen den starken Anstieg der Speicherpreise nicht mehr ausgleichen können.

25.000 falsche Konten – Der Kampf um die wertvollste Technik der Welt wird härter

Der Wettbewerb um die leistungsfähigsten Modelle für Künstliche Intelligenz wird immer aggressiver. Das amerikanische Unternehmen Anthropic wirft dem chinesischen Technologiekonzern Alibaba und dessen Sparte für Künstliche Intelligenz vor, versucht zu haben, die Fähigkeiten des Systems Claude in großem Stil zu kopieren. Die Vorwürfe legte Anthropic in einem Schreiben an den Bankenausschuss des US-Senats vor. Nach Angaben des Unternehmens sollen Mitarbeiter von Alibaba rund 25.000 gefälschte Benutzerkonten angelegt haben. Zwischen dem 22. April und dem 5. Juni seien darüber fast 29 Millionen Anfragen an Claude gestellt worden. Ziel seien vor allem die anspruchsvollsten Funktionen gewesen, darunter eigenständiges Schlussfolgern, Softwareentwicklung und die Bearbeitung komplexer Aufgaben.

Anthropic spricht von der bislang größten bekannten sogenannten Destillierungsattacke gegen das Unternehmen. Dabei werden Antworten eines leistungsfähigen Modells genutzt, um ein kleineres System mit ähnlichen Fähigkeiten anzulernen. Nach Darstellung von Anthropic ging es nicht um einzelne Tests, sondern um eine gezielte und umfangreiche Aktion. Bereits im Februar hatte das Unternehmen erklärt, drei groß angelegte Versuche entdeckt zu haben, Fähigkeiten von Claude auszulesen. Damals richteten sich die Vorwürfe gegen DeepSeek, Moonshot AI und MiniMax.

Der Streit fällt in eine Zeit, in der der politische Druck auf amerikanische Entwickler weiter wächst. Erst Anfang Juni verlangten US-Behörden von Anthropic, den Zugang aus dem Ausland zu den Modellen Fable 5 und Mythos 5 einzuschränken. Hintergrund war die Befürchtung, bekannte Schutzmechanismen könnten umgangen werden. Anthropic erklärte daraufhin, die festgestellten Schwachstellen seien gering gewesen und hätten sich auch bei anderen öffentlich verfügbaren Modellen nachweisen lassen. Während Regierungen über Sicherheitsgrenzen diskutieren, kämpfen die Entwickler längst darum, wer die leistungsfähigsten Systeme zuerst nachbauen kann.

Kanada macht die Tür zu – Für Abgeschobene aus den USA gibt es kaum noch einen Ausweg

Für viele Syrer und Haitianer endet der Weg nach einer Abschiebung aus den Vereinigten Staaten inzwischen nicht mehr an der amerikanischen Grenze, sondern auch an der kanadischen. Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA hofften viele Betroffene auf Schutz im Norden. Doch Kanada hat seine Einwanderungspolitik in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Das Land gilt längst nicht mehr als das Kanada von 2015, als Premierminister Justin Trudeau syrische Flüchtlinge persönlich am Flughafen begrüßte. Nach der Pandemie änderte sich die Stimmung im Land. Die Regierung verschärfte ihre Regeln für Asylbewerber, Studenten und andere Einwanderer. Erstmals seit Jahren schrumpft die Bevölkerung wieder.

Hinzu kommt das Abkommen über den sicheren Drittstaat zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Es sieht vor, dass Asylsuchende ihren Antrag grundsätzlich in dem Land stellen müssen, das sie zuerst betreten haben. Wer aus den USA nach Kanada einreist und dort Schutz beantragt, wird deshalb häufig wieder zurückgeschickt. Besonders sichtbar wurde diese Entwicklung nach dem starken Anstieg haitianischer Migranten, die 2023 über die Roxham Road nach Québec gelangten. Das Abkommen wurde anschließend weiter verschärft. Zwar gibt es Ausnahmen, etwa für unbegleitete Minderjährige oder enge Familienangehörige in Kanada, doch Anwälte berichten, dass selbst Geburtsurkunden oder genetische Abstammungstests häufig nicht mehr ausreichen, um diese Ausnahmen anerkennen zu lassen.

Recherchen zeigen, dass viele Menschen nach ihrer Rückweisung innerhalb weniger Stunden wieder in Gewahrsam der amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE landen. Mehrere Familien haben deshalb gemeinsam mit Amnesty International Kanada und dem Canadian Council for Refugees Klage gegen das Abkommen eingereicht. Sie halten es für unvereinbar mit der kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten. Amnesty erklärte nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, Asylsuchende seien in den Vereinigten Staaten nicht mehr ausreichend geschützt und Kanada dürfe daran nicht länger mitwirken.

Wenn ein Staat Menschen wegen Krieg, Verfolgung oder humanitärer Krisen aufnimmt, entstehen oft Erwartungen an einen langfristigen Schutz. Ändern sich später Gesetze, politische Mehrheiten oder die Einschätzung der Lage im Herkunftsland, kann derselbe Staat diesen Schutz wieder beenden und Abschiebungen anordnen. Für die Betroffenen wirkt das häufig so, als würden sie erst willkommen geheißen und später wieder fortgeschickt. Auf der einen Seite steht das staatliche Interesse, Einwanderungsregeln zu ändern oder Schutzprogramme zu beenden. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die ihr Leben auf Grundlage des zuvor gewährten Schutzes aufgebaut haben und nun mit einer Abschiebung rechnen müssen.

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Ela Gatto
19 Stunden vor

Noem ist eine Soziopathin, das war wohl ihre „Qualifikation“ für den Posten als Leiterin des Heimatschutzes.

Tiere sind, wie Kinder, die Schwächsten.
Sie sind auf Schutz angewiesen.

Stattdessen werden sie behandelt wie Abschaum.
Mit Desinteresse.

Was ist eigentlich aus Noem geworden?
Sie hat doch einen extra für sie geschaffenen Posten bekommen.

Arbeiten bei ICE nur noch Soziopathen?
Man bekommt den Eindruck.

Erst die Tiere, dann der Veteran.
Auch nicht zum ersten Mal passiert.

Aber dennoch hat Trump bei den Veteranen einen großen Rückhalt.
Obwohl sich unter seiner Regierung noch mehr verschlechtert hat.

Ich kenne selber 2 Veteranen.
Einer Vietnam, einer Irak.
Beide totale MAGA.

Solche furchtbaren Vorfälle werden abgetan mit „es konnen schon mal Fehler bei der Masse der Verhaftungen passieren“.

Manchmal wünschte ich, dass es Ihnen selber mal passieren würde.
Aber beide sind weiß ….

Ich kenne viele Tierschützer in den USA und kann das mit den zurück gelassenen Tieten aufgrund Deportationen nur bestätigen.

Ela Gatto
19 Stunden vor

Einerseits kann ich Kanada verstehen.

Die USA entziehen, mit Segen des Supreme Court, immer mehr Menschdn das Aufenthaltsrecht.

Diese Schutzsuchenden drängen nach Kanada, In der Hoffnung auf Hilfe.

Kanada macht dicht.
Nicht unbedingt, weil es den Menschen bicht helfen will, sondern, weil die Regierung weiß, dass solche Mengen an Menschen eine Herausforderung sind.

Eine Herausforderung in mehrfacher Hinsicht.
Der Stast muss sehr viel Geld investieren.
Es braucht Unterkünfte, Infrastruktur.

Und dann sind da noch die Probleme der Akzeptanz.
Je mehr Flüchtlinge kommen, desto geringer wird die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Das widerrum stärkt die Rechtspopulisten massiv.

Es ist schwierig die Balance zu finden.

Die Menschen brauchen Schutz, keine Frage.

Aber wie kann man das erreichen ohne die Stabilität einer Demokratiie, dines Landes zu riskieren?

In Deutschland begann der Aufwind der AfD mit der großen Flüchtlingswelle 2015.
Und bekam erneut massiv Aufwind mit den Flüchtlingen aus der Ukraine.
Das gleiche Bild bietet sich in anderen Staaten.

Wie kann man mehr Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen, damit der Schutz gewährleistet werden kann?

Ela Gatto
19 Stunden vor

KI, der Ausbau und Boom hat sich längst verselbständigt.

Ohne staatliche Reglementierung oder Kontrolle.

Ob Raise Us den Menschen helfen kann, wird sich zeigen.
Es ist jedenfalls ein Interessantes Projekt.

Ela Gatto
18 Stunden vor

Trumps irre Weltpolitik macht das Leben für uns Alle teurer.

Von Grundnahrungsmitteln bis hin zu Computern.

Die Techunternehmen und Börsenspekulanten, wie Trump, sind die Gewinner.

Gerade wegen dieser geldgierigen Milliardäre hoffe ich, dass diese Bubble platzt.
Wie einst das Drama um Lehmann Brothers und die große Immobilienkrise.

Aber noch wird die Bubble größer und größer.

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