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In Idaho fürchten die um ihre Höfe, die ihn gewählt haben – Das Umdenken beginnt …

VonTEAM KAIZEN BLOG

Juni 22, 2026

Eine Befragung aus Idaho, wo zwei von drei für ihn stimmten, zeigt eine breite Mehrheit gegen die Razzien und für einen Weg zu legalem Status. Während die Regierung fast drei Millionen Menschen hinausdrängt und die Felder sich leeren, sagen sogar die eigenen Leute Nein!

In Trumps zweiter Amtszeit hat das Land Massenabschiebungen erlebt und eine Verschärfung der Einwanderungskontrolle, wie es sie lange nicht gab. Das Heimatschutzministerium gibt an, die Härte habe im ersten Jahr seiner Rückkehr fast drei Millionen Menschen aus dem Land gedrängt. Zum ersten Mal seit den sechziger Jahren schrumpft die Zahl der Einwanderer, die in den Vereinigten Staaten leben, und weil die meisten Feldarbeiter im Ausland geboren sind, spüren es die Farmen zuerst. Sechsundachtzig Prozent der Feldarbeiter des Landes sind im Ausland geboren, fünfundvierzig Prozent ohne Papiere. Die Regierung ließ 2025 verlauten, sie werde die Farmen nicht ins Visier nehmen, und doch trauen sich die Arbeiter kaum noch zur Arbeit. Zwischen März und Juli desselben Jahres sank die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft um sieben Prozent, Farmen meldeten fehlende Hände in Staaten, die für Trump gestimmt hatten, etwa Pennsylvania, und in solchen, die es nicht taten, etwa Kalifornien. Die Furcht, die in keinem Haushalt verbucht wird, ist zur eigentlichen Politik geworden, und sie bedroht die Versorgung des Landes mit Nahrung.

Idahos rechten Republikaner, „Hardliner“, erleiden schwere Verluste bei den Vorwahlen.

Im ganzen Land beginnt die Zustimmung zu bröckeln. Das Meinungsforschungsinstitut Pew berichtet, die Hälfte der Befragten lehne den Kurs der Regierung in der Einwanderung ab, mehr als die Hälfte sage, Trump tue des Guten zu viel bei den Abschiebungen. Unter den Republikanern ist der Anteil kleiner, zwanzig Prozent, doch er wächst. Idaho ist die deutlichste Probe aufs Exempel. Die Agrarwirtschaft macht zwanzig Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung des Staates aus, die Milch ist ihr Fundament, denn Idaho ist der viertgrößte Milcherzeuger des Landes, und neun von zehn Arbeitern in seinen Molkereien sind im Ausland geboren. Zugleich ist es tiefrot, rund sechzig Prozent der Wähler sind als Republikaner eingetragen, siebenundsechzig Prozent stimmten 2024 für Trump. Nirgends lässt sich besser sehen, wie die nationale Rhetorik und die schärfere Kontrolle auf jene treffen, die am meisten zu verlieren haben.

Kürzungen des Bundes treffen auch in Idaho Empfänger von Lebensmittelhilfen – und die Landwirte, die sie versorgen. – Die Stimmung kippt langsam, aber stetig

Die elfte jährliche Befragung zur Politik Idahos, vorgelegt von Sozialwissenschaftlern der Boise State University, befragte im Herbst 2025 tausend Erwachsene. Weil Einwanderer seltener straffällig werden als im Land Geborene, war die Frage um langjährige Bewohner ohne Vorstrafen gebaut, um Molkereiarbeiter und ihre Familien, die seit mehr als zehn Jahren in Idaho leben. Das Ergebnis war eindeutig, fünfundachtzig Prozent sprachen sich für einen Weg zu legalem Arbeitsstatus aus, sechsundfünfzig stark und neunundzwanzig in Maßen, nur neun Prozent waren dagegen. Und der Befund lief quer zu den Parteien, neunundsiebzig Prozent der Republikaner waren dafür, bei den Unabhängigen achtundachtzig, bei den Demokraten fünfundneunzig.

Auf die Frage, ob eine stärkere Präsenz der Einwanderungsbehörde ICE der Landwirtschaft Idahos helfe oder schade, sagten dreiundfünfzig Prozent, sie schade, neunzehn, sie helfe, achtzehn sahen keine Wirkung, zehn waren unsicher. Am deutlichsten fiel das Urteil dort, wo es am meisten zählt, in den Gegenden, die von der Landwirtschaft leben. Die Republikaner sagten häufiger als andere, ICE nütze, und doch waren es nur fünfunddreißig Prozent von ihnen, bei den Unabhängigen elf, bei den Demokraten keine drei.

Viele in Idaho sagen, sie sähen, welche Rolle die Eingewanderten für das Leben der ländlichen Wirtschaft spielen, und die Forschung zeigt, dass dieses Sehen die Haltung verändert und die Bereitschaft zu großzügigeren Regeln wachsen lässt. Was hier gilt, dürfte auch anderswo gelten, wo das Land von der Landwirtschaft abhängt, von Wisconsin bis Delaware melden sich die Bauern zu Wort und sprechen von ihrer Angewiesenheit auf die Hände der Eingewanderten.

Es gibt einen Abstand zwischen dem Wort vom Einwanderer, das in den Reden fällt, und dem Mann, der vor Sonnenaufgang die Kühe melkt. In dem Wort lässt sich ein Feind erfinden, in dem Mann nicht. Was die Befragung aus dem rötesten Agrarstaat zeigt, ist nicht, dass die Menschen ihre Politik gewechselt hätten, sondern dass sie den Nachbarn kennen, den die Politik vertreiben will. Eine Regierung, die fast drei Millionen hinausdrängt und die Felder leert, handelt hier gegen den erklärten Willen derer, die sie gewählt haben, und sie tut es weiter. Das ist das Verstörende, nicht dass eine Macht hart ist, das war sie oft, sondern dass sie taub bleibt gegen die, in deren Namen sie zu sprechen vorgibt, und blind für den, der ihr das Brot baut.

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2 Comments
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Ela Gatto
2 Stunden vor

Erst wenn die eigene Existenz bedroht ist, sieht man das große Problem von Trumps Politik.

Immerhin sind noch gut 35% der Menschen für Trumps harte Einwanderungspolitik.

Das und die Ablehnung von Abtreibung, Transgender, gleichgeschlechtliche Ehen, mehr Sozialstaat wird das Kreuz wieder, auch aus Tradition, bei den Republikanern landed.

Im günstigsten Fall wählen die, die sich ärgern, aus Frust gar nicht.
Das wäre ein Erfolg.
Trump hatte auch vor allem wegen der vielen Nichtwähler gewonnen.

Andy B
Andy B
2 Stunden vor

Danke für den Artikel, den man sonst nirgendwo lesen kann, geschweige solche Dinge erfährt. Hoffentlich unterstützen die Menschen Euch.

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