Feuer, Drohnen und Tote in drei Ländern – kein Ende in Sicht

VonRainer Hofmann

März 3, 2026

In der Nacht auf Dienstag schlugen zwei iranische Drohnen auf dem Gelände der US-Botschaft in Riad ein. Das saudische Verteidigungsministerium sprach von einem begrenzten Brand und geringen Schäden. Kurz zuvor war bereits die US-Botschaft in Kuwait angegriffen worden. Washington reagierte mit der Evakuierung von nicht notwendigem Personal aus Kuwait, Bahrain, Irak, Katar, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der diplomatische Raum versinkt. Der militärische weitet sich aus.

Gleichzeitig erschütterten Explosionen Teheran. Kampfflugzeuge waren zu hören, Ziele zunächst unklar. Die Internationale Atomenergiebehörde meldete Schäden an der Atomanlage in Natanz, ohne radiologische Folgen zu erwarten. In Iran spricht der Rote Halbmond von mindestens 787 Toten infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe. In Israel starben elf Menschen durch iranische Raketen. Im Libanon kamen bei israelischen Angriffen auf Hisbollah-Strukturen mindestens 52 Menschen ums Leben. Sechs US-Soldaten starben in Kuwait, drei Menschen in den Emiraten, jeweils einer in Kuwait und Bahrain.

Die Straße von Hormus steht im Zentrum der Eskalation. Ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert diese Meerenge. Ein iranischer Revolutionsgardist erklärte sie für geschlossen und drohte Schiffen mit Brand. Energieanlagen in Katar und Saudi-Arabien wurden getroffen, Frachter attackiert. Die Preise für Öl und Gas steigen. Auch digitale Infrastruktur gerät ins Visier: Rechenzentren in den Emiraten meldeten Schäden. Donald Trump spricht von einer Operation, die Wochen dauern könne. Munition sei in nahezu unbegrenzter Menge vorhanden. Ziel sei die Zerstörung der iranischen Raketenfähigkeit, die Ausschaltung der Marine, die Verhinderung eines Atomprogramms und das Ende der Unterstützung für die Hisbollah. Israels Premier Netanyahu behauptet, Iran baue neue unterirdische Anlagen. Belege legte er nicht vor.

In Beirut steigen Rauchwolken über südlichen Vororten auf. Die libanesische Armee räumt Stellungen an der Grenze. Hisbollah feuert Drohnen, Israel meldet Abschüsse. In Kuwait schoss die eigene Luftabwehr drei US-Jets ab, die Piloten konnten sich retten. Die Region steht unter Strom. Flughäfen schließen, Bürger stecken fest. Millionen sind bereits vertrieben. Eine erkennbare Exit-Strategie existiert nicht. Was als Trumps große Friedens- und Befreiungsaktion begann, droht zu einer globalen Katastrophe zu werden.

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Muras R.
Muras R.
4 Tage zuvor

Die Prognose dieser Entwicklung: Horror und Chaos. Aber für was? Die wahren Gründe für des US-amerikanisch/israelischen Überfalls auf Iran will sich mir nicht erschließen.

Zuletzt bearbeitet am 4 Tage zuvor von Muras R.
Birgit Ottenweller
Birgit Ottenweller
4 Tage zuvor
Antwort auf  Muras R.

Damit sich ein alter Narzisst profilieren kann. Und das eigene Volk und die Welt lässt ihn gewähren. Selbstverständlich hat der Iran Dreck am Stecken und handelt menschenverachtend, auch und vor allem, dem eigenen Volk gegenüber, doch dies hier ist keine Lösung. Da wird die ganze Welt, und ich meine wirklich die GANZE WELT, sich noch sehr lange davon erholen müssen. Und warum? Weil ein selbsernannter Verrückter sich für gottgleich hält. Ich darf gar nicht laut sagen, was ich ihm wünsche.

Ela Gatto
Ela Gatto
4 Tage zuvor
Antwort auf  Muras R.

Ressourcen, ganz oben auf der Liste
Zusammenarbeit mit Russland und China.
Unterstützung der Hamas,der Hisbollah und der Huthi.

Sonja Gang
Sonja Gang
4 Tage zuvor
Antwort auf  Muras R.

Das wurde gestern, in etlichen politischen Sendungen, hoch und runter diskutiert.

Man geht wirklich davon aus, dass Trump von den Epstein Listen ablenken will.
Man sagte, dass sowohl Trump als auch Netanjahu innenpolitisch unter Druck stehen.
Zu allen Zeiten versuchten dann solche Machtpersonen ihre Beliebtheit durch einen Krieg nach oben zu korrigieren.

Gelingt es Beiden, werden sie gefeiert und ihre Werte werden steigen.
Läuft es hingegen schlecht, dann ist es ein irres Wagnis.

Jeder fragte sich jedoch warum Trump sich von Netanjahu hat einwickeln lassen!

Zu diesem Thema will Lanz wohl die komplette Woche seine Sendung ausrichten – täglich unter einem neuen Gesichtspunkt.

Muras R.
Muras R.
4 Tage zuvor
Antwort auf  Sonja Gang

„Jeder fragte sich jedoch warum Trump sich von Netanjahu hat einwickeln lassen!“
Oh, dazu fällt mir spontan ein, dass es milliardenschwere Geschäfte für den Trump-Clan sein könnten, die Netanyahu dem Donald in Aussicht gestellt hat

Zuletzt bearbeitet am 4 Tage zuvor von Muras R.
Ela Gatto
Ela Gatto
4 Tage zuvor

Das passiert, wenn zwei alte Säcke, einer davon dement, beschließen „etwas zu unternehmen“.

Bomben werden es richten.
All die wunderschönen Bomben und Raketen.
So erfolgreich der Erstschlag mit der Tötung von Chameni. (Ironie)

Nur es scheint, wie meist bei Trump, keinen Plan zu geben, wie es wirklich weiter gehen soll.
Trump denkt maximal drei Tage weit.
Mehr kann er nicht, das überfordert ihn.

Wenn das „iranische Volk“ in einer Woche nicht die Regierung stürmt und absetzt, dann wird er das Interesse verlieren.
Alles was zu lange dauert, zu komplex und schwierig ust.
Wie ein Kleinkind, dass sein Puzzle nicht schafft.

Ob Israel einen Plan hat?
Wer weiß das schon.
Vielleicht soll die Hamas auf die Art weiter geschwächt werden, weil sie den wichtigsten Unterstützer verliert.
Gleiches gilt für Hisbolla und Huthi.
Und natürlich auch das feindliche extrem-religiöse Regime im Teheran.

Es wird sicher kein „kuurzes Bomben werfen und fertig“.

Derzeit kann Keiner sagen, wie sich das entwickeln wird.

Die arabischen Staaten haben kein Interesse aktiv einzugreifen.
Es geht nur um Verteidigung.
Man will den Status „stabile Region für Luxus“ nicht verlieren.
Neben Öl die größte Einnahmequelle.

Mal sehen, wie der Tourismus reagieren wird.

Die Menschen im Iran sind jedenfalls die größten Leidtragenden. 😞

Zuletzt bearbeitet am 4 Tage zuvor von Ela Gatto
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