Die stille Flucht aus Washington!

Washington verliert gerade nicht einfach Beschäftigte. Es verliert einen Teil jener Menschen, die den Staat im Inneren zusammenhalten. Seit Beginn des Jahres haben mehr als zehntausend Juristinnen und Juristen die amerikanische Bundesregierung verlassen. Das entspricht ungefähr jedem fünften Regierungsanwalt innerhalb weniger Monate und trifft ausgerechnet jene Behörden, die Gesetze verteidigen, Verfahren absichern und politische Entscheidungen vor Gericht tragen sollen. Besonders hart traf es Ministerien, die bisher als klassische Stationen für öffentliche Karrierewege galten. Das Bildungsministerium verlor mehr als die Hälfte seiner Anwälte. Auch Justiz, Wohnen, Arbeit, Energie und weitere Behörden verzeichneten starke Rückgänge. Gleichzeitig baut ausgerechnet das Heimatschutzministerium seine juristischen Strukturen weiter aus und gewinnt Personal hinzu.
Der Hintergrund reicht tiefer als normale Fluktuation. Neben Stellenabbau und Umstrukturierungen verließen zahlreiche Juristen ihre Behörden freiwillig. Ein Teil wollte bestimmte politische Richtungen nicht mehr mittragen. Andere sahen ihre Rolle nicht mehr in einer Verwaltung, die sich nach ihrer Wahrnehmung zunehmend an Loyalität statt an institutioneller Distanz orientiert. Das verändert die Kräfteverhältnisse. Während Washington Personal verliert, profitieren ausgerechnet jene Organisationen, die regelmäßig gegen die Regierung klagen. Generalstaatsanwälte demokratisch regierter Bundesstaaten, Bürgerrechtsgruppen und gemeinnützige Organisationen berichten von einer wachsenden Zahl erfahrener Bewerber aus Bundesbehörden. Menschen, die gestern noch die Bundesregierung vor Gericht verteidigten, arbeiten heute daran, ihre Entscheidungen juristisch anzugreifen.
Die Folgen werden inzwischen sichtbar. Weniger Juristen bedeuten weniger Menschen für Klagen, Regulierungen, Ermittlungen und die Verteidigung eigener Programme. Gleichzeitig wächst innerhalb der Regierung der Druck, offene Stellen schneller zu besetzen und Auswahlverfahren zu verkürzen. Für Donald Trump entsteht daraus ein doppelter Effekt. Weniger interne Gegenstimmen können politische Projekte beschleunigen. Gleichzeitig fehlen genau jene Fachleute, die diese Projekte später rechtlich absichern müssen. Aus dem Versuch, den Staatsapparat stärker auf politische Ziele auszurichten, entsteht damit ein neues Risiko. Denn am Ende entscheidet nicht nur, wer Wahlen gewinnt. Sondern auch, ob noch genug Menschen bereit sind, den Staat aus dem Inneren heraus zu tragen.
Belgrad, alte Netzwerke und die neue internationale Rechte

Wer verstehen will, wie sich Teile der europäischen extremen Rechten heute organisieren, musste an diesem Wochenende nicht nach Brüssel, Berlin oder Rom schauen. Der Blick ging nach Belgrad. Dort fand unter dem Titel „Die Zukunft der europäischen Nationen“ eine Konferenz statt, die nach außen wie ein politisches Treffen wirkte, bei genauerem Hinsehen aber ein deutlich größeres Bild zeigte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Miša Vacić, einem serbischen Nationalisten, der seit Jahren mit prorussischen Positionen auftritt und von den Vereinigten Staaten sanktioniert wurde. Washington wirft ihm vor, im Interesse Russlands gehandelt und unter anderem die russischen Scheinreferenden in besetzten ukrainischen Gebieten unterstützt zu haben.

Organisiert wurde das Treffen von Miša Vacić, einem serbischen Nationalisten und Vorsitzenden der Partei Serbische Rechte. Vacić steht seit Jahren für einen offen prorussischen Kurs und wurde von den Vereinigten Staaten mit Sanktionen belegt. Nach Angaben des US-Finanzministeriums soll er politische Aktivitäten im Interesse Russlands unterstützt und die russischen Scheinreferenden in besetzten ukrainischen Gebieten öffentlich unterstützt haben.
Die Veranstaltung wurde als Treffen des Bündnisses „Allianz für Frieden und Freiheit“ präsentiert. Hinter dem Namen steht seit Jahren ein Netzwerk europäischer ultrarechter Parteien und Gruppen, die sich gegen die Europäische Union, gegen Migration und gegen gesellschaftliche Liberalisierung stellen.

In Belgrad standen dann genau diese Themen im Mittelpunkt. Redner sprachen gegen Brüssel, gegen die NATO, gegen die Vereinigten Staaten und gegen Migration. Gleichzeitig wurde die Unabhängigkeit des Kosovo offen zurückgewiesen und Russland als politischer Gegenpol hervorgehoben.
Besonders auffällig war jedoch die Teilnehmerliste.
Unter den Rednern befand sich Roberto Fiore, Vorsitzender der Allianz und Gründer der italienischen Partei Forza Nuova. Die Partei vertritt seit Jahren einen offen ultranationalistischen Kurs, lehnt Einwanderung ab, stellt sich gegen Rechte sexueller Minderheiten und wirbt für einen katholisch-traditionalistischen Staat. Bekannt wurde Forza Nuova immer wieder durch Straßenmobilisierung und Kontakte in die europäische Rechtsextremenszene.

Ebenfalls vertreten war Gloria Callarelli, Generalsekretärin von Forza Nuova.
Aus Spanien nahm Gonzalo Martín teil, Vizepräsident der Partei Democracia Nacional. Auch diese Partei tauchte bereits früher bei internationalen Treffen ultrarechter Gruppen auf. Nach veröffentlichten Recherchen soll Martín selbst bereits bei einem früheren Treffen in Sankt Petersburg anwesend gewesen sein.
Aus Griechenland sprach Yannis Zografos vom patriotischen Bündnis K-21. Die Gruppe entstand nach dem Zusammenbruch der Goldenen Morgenröte. Deren Führung wurde in Griechenland 2020 im Rahmen eines viel beachteten Verfahrens als kriminelle Organisation eingestuft. Zahlreiche Mitglieder wurden verurteilt.
Auch aus Serbien selbst kamen bekannte Namen.
Genannt wurde unter anderem Goran Davidović, der unter dem Spitznamen „Führer“ bekannt wurde und früher mit der verbotenen Organisation Nationaler Aufbau in Verbindung stand. Die Gruppe wurde in Serbien wegen religiöser und nationaler Hetze verboten. Davidović war mehrfach Gegenstand von Strafverfahren und wurde bereits wegen Angriffen auf antifaschistische Veranstaltungen verurteilt. Ebenfalls beteiligt war Pavle Bihali, der mit den Bewegungen Levijatan und Fortis verbunden wird und zu den Mitgründern der Partei serbischer Nationalisten zählt.
Besonders bemerkenswert ist dabei nicht, dass diese Gruppen existieren. Neu ist, wie offen sie heute auftreten, wie selbstverständlich internationale Kontakte gepflegt werden und wie wenig verborgen solche Treffen inzwischen organisiert werden. Belgrad war deshalb nicht einfach eine Konferenz. Es war ein sichtbarer Versuch, aus vielen kleinen nationalen Szenen eine gemeinsame politische Infrastruktur aufzubauen – mit bekannten Namen, bekannten Positionen und einem Netzwerk, das längst nicht mehr an Landesgrenzen endet.
Das Meer bleibt offen – nur nicht für alle

Recherchen zeigten, dass die Unternehmen der Rotenberg-Brüder die historischen Anwesen der Schauspielerin Sokolowa übernommen haben, in denen Lesja Ukrajinka zur Erholung verweilte, außerdem das Haus des Bürgermeisters Michaili, die Datscha des Arztes Pedkow, das Jagdhaus von Fürst Jussupow sowie mehr als ein Dutzend Grundstücke entlang der Uferpromenade von Balaklawa. Auf Flächen mit archäologischen Denkmälern, zerstörten Datschen und historischen Anwesen entstehen dort nun zwei große Hotelkomplexe, die sich bis unmittelbar an die Wasserkante ausdehnen.
In Balaklawa auf der annektierten Krim könnte sich gerade ein Konflikt entwickeln, der weit über Tourismus hinausgeht. Die Besatzungsverwaltung in Sewastopol bereitet neue Regeln für das Schutzgebiet Kap Aja vor. Offiziell geht es um Naturschutz. Für viele Menschen vor Ort geht es um ihre Existenz. Der Entwurf sieht vor, dass Boote und andere Wasserfahrzeuge sich künftig praktisch nicht mehr im geschützten Küstenbereich aufhalten dürfen. Erlaubt bleiben soll im Wesentlichen nur die direkte Durchfahrt ohne Zwischenstopps. Auch das Anlanden von Menschen würde eingeschränkt. Für die Besitzer kleiner Ausflugsboote, traditioneller Jalik-Boote und lokaler Anbieter könnte das gravierende Folgen haben. Seit Jahrzehnten gehören Fahrten von Balaklawa zu Orten wie Inschir, zum Goldstrand oder nach Batiliman zu den bekanntesten Sommerangeboten der Region. Nach Angaben lokaler Betreiber leben hunderte Familien zumindest teilweise von diesen wenigen Monaten im Jahr.
Die Begründung der Behörden lautet Umweltbelastung. In Berichten wird auf Schäden durch Ankerplätze, Wasserverkehr und Auswirkungen auf Fischbestände verwiesen. Gleichzeitig enthält derselbe Regelentwurf bemerkenswerte Ausnahmen. Denn an Land soll touristische Infrastruktur weiter ausgebaut werden dürfen. Genannt werden neue Aufenthaltsflächen, touristische Anlagen, Versorgungssysteme, Wege und weitere Erschließung in mehreren Küstenabschnitten. Diese Debatte fällt nicht zufällig in eine Zeit, in der Balaklawa grundlegend umgebaut wird. Seit Jahren entsteht dort ein großes Projekt mit Marina, Hotels, Gastronomie und neuer Ferienbebauung. Geplant sind bis 2030 rund 600 Liegeplätze für Yachten. Mit dem Vorhaben werden Strukturen in Verbindung gebracht, die den Brüdern Arkadi und Boris Rotenberg zugerechnet werden. Bereits zuvor wurden für das Projekt Schutzgrenzen verändert, Flächen umgewidmet und Grundstücke übernommen. Die Brüder Arkady Rotenberg und Boris Rotenberg sind zwei russischen Milliardären aus Putins engstem Umfeld, die seit den 1990er Jahren als langjährige Weggefährten des russischen Präsidenten gelten und durch milliardenschwere Infrastruktur-, Energie- und Staatsaufträge bekannt wurden.
Für viele Bootsbesitzer bleibt deshalb nicht die Frage, ob sich Balaklawa verändert. Sondern für wen diese Veränderung am Ende gebaut wird.
Die Straße von Hormus bleibt offen – bis sie es plötzlich nicht mehr ist

Während hinter verschlossenen Türen weiter über ein Ende der Kämpfe gesprochen wurde, wurde am Wochenende erneut geschossen. Die Vereinigten Staaten griffen nach eigenen Angaben iranische Radarstellungen sowie Einrichtungen zur Steuerung von Drohnen auf den Inseln Qeschm und bei Gorik in der Provinz Hormosgan an. Vorausgegangen sei der Abschuss einer amerikanischen MQ-1-Drohne. Nach Angaben des US-Militärkommandos für den Nahen Osten wurden zusätzlich zwei iranische Angriffsdrohnen abgefangen, die eine Gefahr für Schiffe dargestellt hätten. Aus Teheran kam wenig später die Antwort. Die Revolutionsgarden erklärten, auf die Angriffe reagiert zu haben.
Kurz darauf meldete Kuwait Alarm.
Die Streitkräfte des Landes erklärten am Montagmorgen, dass Raketen- und Drohnenangriffe auf das Land registriert worden seien. Herkunft und Umfang wurden zunächst nicht öffentlich benannt. In mehreren Regionen wurden Warnsysteme aktiviert. Die neue Eskalation kommt zu einem Zeitpunkt, der kaum ungünstiger sein könnte. Noch kurz vor dem Wochenende hatten Vermittler und politische Vertreter signalisiert, dass eine Vereinbarung zur Verringerung der Kämpfe näher rücken könnte. Doch genau an den entscheidenden Punkten blieben die Unterschiede bestehen – vor allem bei den iranischen Verpflichtungen und der Frage, wann und in welchem Umfang Entlastungen folgen könnten.
Damit zeigt sich erneut das Problem solcher Verhandlungen. Gespräche können laufen und trotzdem fallen gleichzeitig Raketen. Militärische Aktionen erzeugen dabei ihre eigene Dynamik und schaffen auf beiden Seiten neuen Druck. Besonders sensibel bleibt dabei die Straße von Hormus. Ein großer Teil des weltweiten Energiehandels passiert diese Region. Jede neue Konfrontation verändert dort nicht nur militärische Abläufe, sondern erzeugt sofort wirtschaftliche Unsicherheit weit über den Nahen Osten hinaus. Kuwait gehört zu den Staaten, die in früheren Phasen des Konflikts bereits besonders stark betroffen waren. Dass das Land nun erneut Angriffe meldet, zeigt vor allem eines: Selbst wenn über Deeskalation gesprochen wird, bedeutet das noch lange nicht, dass die Eskalation bereits vorbei ist.
Gesund erklärt – aber viele Zahlen fehlen

Gesundheit gehört zu den wenigen Bereichen der Politik, in denen nicht nur Aussagen zählen, sondern auch das, was nicht gesagt wird. Der aktuelle Bericht zur jährlichen Untersuchung von Donald Trump zeigt genau dieses Problem. Das Weiße Haus erklärte nach mehreren Stunden Untersuchungen im Militärkrankenhaus Walter Reed, der Präsident befinde sich in ausgezeichneter körperlicher Verfassung. Herz, Lunge, Nerven, allgemeine Leistungsfähigkeit – alles wirke stabil. Mehrere Ärzte, die die veröffentlichten Angaben ausgewertet haben, verweisen jedoch auf etwas anderes. Nicht auf schlechte Werte, sondern auf fehlende Werte.
Der Bericht nennt Untersuchungen des Herzens, darunter eine Herz-Computertomographie, Ultraschall und eine durch künstliche Intelligenz unterstützte Auswertung des Elektrokardiogramms. Gleichzeitig fehlen Angaben, die solche Aussagen normalerweise nachvollziehbar machen würden. Nicht genannt wurden unter anderem genauere Angaben zu möglichen Ablagerungen in Gefäßen, eine Einordnung der Gefäßverengung oder Messwerte zur tatsächlichen Pumpleistung des Herzens. Im Bericht steht lediglich, dass keine Verengungen oder strukturellen Auffälligkeiten festgestellt worden seien.
Besonders auffällig ist das deshalb, weil dieselbe Untersuchung in früheren Jahren teilweise mehr Einzelwerte enthielt. Auch an anderen Stellen bleiben Fragen offen. Trump hatte im vergangenen Jahr wiederholt medizinische Termine wegen Schwellungen in den Unterschenkeln. Damals wurde eine chronische Venenschwäche genannt. Im neuen Bericht heißt es nur, die Schwellung habe sich verbessert. Wie genau diese Verbesserung erreicht wurde, wird nicht erläutert.
Dazu kommt die Diskussion über Medikamente. Die veröffentlichten Cholesterinwerte liegen in einem Bereich, den mehrere Ärzte als außergewöhnlich gut beschrieben. Gleichzeitig fehlen Angaben zur aktuellen Dosierung einzelner Mittel, obwohl in früheren Gesprächen unter anderem Aspirin eine Rolle spielte. Das Weiße Haus weist die Kritik zurück und argumentiert, der veröffentlichte Bericht sei eine Zusammenfassung und nicht als vollständige medizinische Akte gedacht. Fehlende Einzelwerte seien kein Hinweis auf Probleme. Die Debatte erinnert viele Beobachter an die Diskussionen während der Amtszeit von Joe Biden. Auch dort wurden gute Gesundheitsberichte veröffentlicht, bevor später eine schwere Erkrankung bekannt wurde. Am Ende bleibt deshalb weniger die Frage, ob Donald Trump krank ist. Dafür liefern die veröffentlichten Angaben keinen Beleg. Die eigentliche Frage lautet, warum bei einem so detailliert angekündigten Gesundheitscheck ausgerechnet an mehreren Stellen die Details fehlen, die Aussagen überprüfbar machen würden.
Sanktionen lockern, Dialog nennen – und auf Wirkung hoffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidung der Trump-Regierung kritisiert, Sanktionen gegen russisches Öl zu lockern. Seine Argumentation richtet sich dabei nicht gegen Diplomatie als solche, sondern gegen die Annahme, wirtschaftliche Entlastung könne politischen Druck ersetzen. Selenskyj formulierte es deutlich. Wer Sanktionen lockert, unterstütze am Ende nicht nur russische Exporte, sondern indirekt auch die Strukturen, die den Krieg tragen. Geld aus Energieverkäufen bleibe ein wichtiger Teil der staatlichen Einnahmen und wirke damit auch auf die russische Rüstungsindustrie. Besonders scharf fällt seine Kritik an der wirtschaftlichen Begründung aus. Nach seiner Darstellung habe die Lockerung keine sichtbaren Effekte auf die internationalen Preise für Öl, Gas oder Diesel gebracht. Russland stehe nur für einen vergleichsweise kleinen Anteil des weltweiten Ölangebots. Daraus leitet Selenskyj die Frage ab, welchen praktischen Nutzen die Maßnahme überhaupt gehabt habe.
Für ihn liegt die Antwort woanders. Er vermutet hinter dem Schritt weniger eine Preisstrategie als den Versuch, Gesprächskanäle mit Moskau zu öffnen und politische Annäherung zu ermöglichen. Genau diesen Ansatz hält er jedoch für falsch. Russland reagiere aus seiner Sicht nicht auf Entgegenkommen oder politische Gesten. Jede Lockerung werde dort nicht als Einladung zu Verhandlungen verstanden, sondern als Zeichen dafür, dass Druck nachlasse. Deshalb fordert Selenskyj das Gegenteil. Nicht weniger Sanktionen, sondern mehr. Nicht wirtschaftliche Entlastung, sondern höhere Kosten. Die Aussage zeigt zugleich einen größeren Streit, der weit über die Ukraine hinausreicht. Die Frage lautet inzwischen nicht nur, wie Kriege beendet werden. Sondern ob wirtschaftlicher Druck ein Hebel für Verhandlungen ist – oder ob sein Abbau aus Sicht von Gegnern als Einladung verstanden wird, weiterzumachen.
Wenn selbst CNN nicht weggeklickt wird

Donald Trump nennt CNN seit Jahren „Fake News“. Am Sonntagabend wirkte es allerdings so, als würde ausgerechnet dieses Programm ziemlich aufmerksam verfolgt. Auslöser war ein Beitrag über die laufenden Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und die Frage, wie weit ein mögliches Abkommen tatsächlich reicht. Trump reagierte kurz nach der Ausstrahlung auf seiner Plattform Truth Social. Er warf CNN vor, falsch darzustellen, dass sein geplantes Iran-Abkommen das Atomprogramm nicht ausreichend behandle. Nach seiner Darstellung sei genau das Gegenteil der Fall. Die Vereinbarung stelle ausdrücklich sicher, dass Iran keine Atomwaffe erhalten werde und beschäftige sich ausführlich mit weiteren nuklearen Fragen.
CNN blieb bei seiner Darstellung. Im Bericht wurde beschrieben, dass die Verhandlungen weiterlaufen und unter anderem die iranischen Verpflichtungen beim Atomprogramm, die Zukunft hoch angereicherten Urans und die Lage rund um die Straße von Hormus Teil der Gespräche seien. Gleichzeitig wurde berichtet, dass Trump auf eine härtere Formulierung in einzelnen Passagen dränge. Der Konflikt wirkt deshalb weniger wie ein Streit über Inhalte als über Darstellung.
Bemerkenswert war jedoch der zeitliche Ablauf.
Weniger als eine Stunde nach der Sendung erschien Trumps öffentlicher Kommentar. Für einen Präsidenten, der den Sender regelmäßig angreift, entstand dadurch ein ungewöhnliches Bild. Der politische Gegner im Fernsehen bleibt offenbar trotzdem Teil der täglichen Beobachtung.
Noch auffälliger wurde es später am Abend. Nur wenige Minuten nach einem weiteren CNN-Beitrag über das inzwischen geschlossene Abschiebezentrum „Alligator Alcatraz“ veröffentlichte Trump einen eigenen Beitrag über die Wiedervereinigung eines freigelassenen Mannes mit seiner Tochter. Die Szene stammte aus genau dem Bericht, den CNN ausgestrahlt hatte. Der Vorgang zeigt einen bekannten Mechanismus moderner fragwürdiger Politik. Medien werden öffentlich angegriffen, gleichzeitig aber sehr genau verfolgt. Und manchmal entsteht dadurch ein seltsamer Moment, in dem dieselbe Berichterstattung erst als unbrauchbar bezeichnet und kurz darauf öffentlich aufgegriffen wird.

Danke für die vielen interessanten Kurznachrichten.
Erschreckend, wie sich der Faschismus festigt.
Belgrade sollte der Weckruf für westliche Demokratien sein.
Keine Randnotiz.
Bzw in den Medien wurde gar nicht darüber berichtet.
Selbstverständlich schauen Trump und Co CNN.
Wie sonst sollten sie detailliert deren news attackieren?
Da fällt mir der alte Spruch ein „Halte Deine Freunde nah bei Dir, Deine Feinde noch näher“
Der Kuschelkurs von Trump mit Putin ist unsäglich.
Lockerung von Sanktionen etc.
Die Ukraine steht da und uch möchte nicht in Selenskys Haut stecken, da noch diplomatisch-freundlich zu reagieren.
Das Trumps Gesundheit alles Andere als fantastisch ist, sieht ein Blinder.
Der Arzt muss viel Geld bekommen um solche Lügen zu verbreiten.
Vollkommen unethisch.
Jemand, der in 18 Monaten einen Demenztest macht (machen muss) und duesen als IQ Test bezeichnet …. normalerweise wird ein Demenztest ein biszweimal im Jahr gemacht.
Die Häufigkeit deutet daher wohl auf ein schnelles voranschreiten hin.
Und Putin schafft derweil Fakten auf der Krim.
Nicht militärisch, sondern wirtschaftlich.