Nachdem er auf dem Südrasen des Weißen Hauses gewonnen hatte, brüllte der Schwergewichtler Josh Hokit eine widerlegte Verleumdung über Michelle Obama ins Mikrofon, live übertragen von Paramount+. So sieht die Feier zum Jubiläum der Nation aus!
Beim Käfigturnier Freedom 250 auf dem Südrasen des Weißen Hauses sorgte der Kämpfer Josh Hokit dafür, dass der Abend nicht ohne Skandal verging. Kaum hatte er gewonnen, brüllte er ins Mikrofon, Michelle Obama sei ein Mann, in einem Wortwechsel, der von Flüchen durchsetzt war. Hokit hatte Derrick Lewis in der dritten Runde ihres Schwergewichtskampfes k. o. geschlagen und blieb damit ungeschlagen. Schon in der Woche zuvor hatten seine spaltenden Auftritte die Schlagzeilen beherrscht, und genau darin lag der Sinn der Sache. Wer am lautesten provoziert, bekommt die größte Aufmerksamkeit, und so belohnt sich die Niedertracht von selbst.
Was er da hinausschrie, war eine längst widerlegte Verleumdung gegen eine frühere First Lady, die nicht zugegen war, um sich zu wehren. Es ist das Niedrigste, was ein Mann mit einem Mikrofon tun kann, vorgetragen an der vornehmsten Adresse des Landes. Es als Siegesschrei zu verkleiden macht es nicht größer, sondern kleiner. Paramount+ trug das Ganze live über seine Leitungen. Ein großer Sender lieh seine Übertragung der Obszönität, schnitt nicht weg, sondern reichte sie weiter in die Wohnzimmer, und das ist eine Schande, die auf dem Sender ebenso lastet wie auf dem Schläger.

Gefeiert wurde an diesem Abend der zweihundertfünfzigste Geburtstag der Nation, Freedom 250, Freiheit 250. Eine Republik, die auf großen Worten gegründet ist, beging ihr Vierteljahrtausend mit einem Schwergewichtler, der eine gemeine Lüge über den Rasen des Volkes brüllte. Was für eine Blamage. Die Schlagzeilen gingen an den, der das Hässlichste sagte, und also war das Hässlichste die Ernte des Abends. Die Freiheit, die man auf das Banner geprägt hatte, erwies sich als die Freiheit, eine Abwesende zu beschmutzen. So verkommt die öffentliche Rede, bis eine Schmähung als Trinkspruch durchgeht und niemand mehr den Unterschied zu hören meint.

Ein Nachspiel kam hinzu, das vom Zustand der Dinge mehr sagt als der Abend selbst. Als wir einen Ausschnitt jenes Auftritts auf Facebook stellten, nicht von uns gefilmt, sondern dem entnommen, was zur selben Stunde öffentlich über die Schirme lief, sperrte die Facebook sofort. Sie sei verpflichtet, hieß es, das geistige Eigentum aller zu schützen, und der Beitrag enthalte einundvierzig Sekunden, die der UFC gehörten. Aus journalistischen Gründen und zur Wahrung journalistischer Sorgfalt nutzen wir ausschließlich 13 Sekunden des Materials, über das wir in diesem Artikel berichten.

Es ist ein sonderbarer Gedanke, dass ein Geschehen, das sich am Haus des Volkes zutrug und offen vor Millionen lief, in dem Augenblick jemandes Besitz wird, in dem einer es aufgreift, um es zu bedenken. Was als Schaustück allen gehören sollte, gehört, sobald man es befragt, einem Einzigen. Die große Übertragung durfte es verbreiten, der kleine Beitrag, der es betrachtet, darf es nicht, und so endet die Freiheit, die man Freedom 250 nannte, an der Schwelle dessen, der sie nur ein zweites Mal ansehen wollte.
Mark Zuckerberg spricht mit Alex Pereira nach dessen T.K.O.-Niederlage in der zweiten Runde gegen Ciryl Gane bei UFC Freedom 250 – Mark Zuckerberg genoss den Abend in der ersten Reihe, denn wer dem Hause Trump großzügig genug spendet, ist dort jederzeit ein gern gesehener Gast, und sei es am Rand eines Käfigs.
Das Haus, das für das Wort gebaut wurde, beherbergte an diesem Abend die Schmähung, und es wird, von Mal zu Mal, erbärmlicher. Eine Nation, die ihren Geburtstag in dieser Stimme sprechen lässt, sollte sich fragen, was aus ihr wird. Sie nannte den Abend Freiheit und gab ihn aus für eine Lüge über eine Frau, die nicht anwesend war.
Fortsetzung folgt …
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Komplette Dekadenz. Nach dieser Ära wird es die USA sehr schwer haben wieder als 9artner anerkannt zu werden.
Erbärmlich, besser kann man es nicht ausdrücken.
Mich wundert gar nichts mehr.
Habe auf YouTube (Premium) eine Playlist, die beim Song „Hiroshima“ von Wishful Thinking stoppt („möglicherweise unangemessen“)
ICH! HABE! DIE! SCHNAUZE! SO! VOLL!!!
Dann heißt der Sieger dieses Gladiatoren Kampfes also Michelle Obama!
War der Typ mal eine Frau und ließ sich zum Mann umbauen?
DAS wäre die richtige Antwort an diesen Loser.
Wahrscheinlich hat er einen winzigen Schniedel und einen Hass auf kluge, schwarze attractive Frauen.
Schon heute Morgen beim Lesen des 1. Artikels über die „Feier“ schmeckte mir der Kaffee nicht mehr. Nach der Lektüre der Fortsetzung ist mir speiübel
…sorry, ja aus den usa kommt wenig gutes aktuell
Wie ist das denn mit „unwahrer Tatsachenbehauptung“? Oder zählt das Verbreiten von solchem Dreck in den USA unter Meinungsfreiheit?
…rechtlich natürlich angreifbar, denke aber, die stehen über so einem müll
An Obszönität war diese Veranstaltung nicht zu überbieten.
Trump, der mit debilen Grinsen den Anhänger entgegen nahm.
Zuckerberg der alls Nerd sich mehr Muskeln und Männlichkeit wünscht 🤣
Und dann dieser Schläger der eine Unwahrheit ins Mikrophon brüllt.
Michelle Obama ist sicher über jeden Zweifel erhaben.
Aber sie sollte Klage einreichen.
Gegen Joshi und ggf Paramount.
So wie Macrons Frau.
Und Euch zu zensieren ist auch unglaublich.
Wenn ihr das gefeiert und gelobt hättet, wäre es mit Sicherheit nicht gesperrt worden 😞
…mit das peinlichste was wir je gesehen haben diese ganze farce