Verschwunden im Krieg – Eine Mutter, ein letzter Kontakt, ein leiser Albtraum!

Am Montag schickte Shelly Kittleson noch Fotos aus dem Irak. Ein kurzer Moment Alltag, festgehalten in Bildern, die nun wie ein letzter Gruß wirken. Einen Tag später erfährt ihre Mutter aus den Nachrichten, dass ihre Tochter entführt wurde. Nicht durch einen Anruf, nicht durch eine offizielle Mitteilung, sondern durch eine Meldung, die alles verändert. Am selben Abend stehen FBI-Beamte vor der Tür ihres Hauses in Mount Horeb, Wisconsin. Barb Kittleson ist 72 Jahre alt. Sie sagt nur wenige Worte, als sie nach ihren Gefühlen gefragt wird. Sie habe Angst. Große Angst. Und sie werde für ihre Tochter beten. Mehr bleibt nicht. Keine Gewissheit, keine Kontrolle, nur Warten.
Siehe auch unseren Artikel: Bagdad, offener Zugriff am helllichten Tag – Bewaffnete zerren US-Journalistin von der Straße in ein Fahrzeug
Shelly Kittleson verließ ihr Zuhause bereits 1995, damals war sie 19 Jahre alt. Ihr Weg führte sie zunächst nach Italien, wo sie lebte, arbeitete und zur Schule ging. Etwa zehn Jahre blieb sie dort, bevor sie sich entschied, in den Irak zu gehen. Ein Schritt, der ihr Leben prägte und sie endgültig weit weg von ihrer Familie brachte. Seit 2002 haben sich Mutter und Tochter nicht mehr persönlich gesehen. Der Kontakt lief über E-Mails, regelmäßig, mehrmals pro Woche. Auch am Montag noch. Zwei Bilder, ein paar Zeilen, nichts Ungewöhnliches. Jetzt ist daraus Stille geworden.
Die Hoffnung der Mutter ist einfach und gleichzeitig alles, was bleibt. Ihre Tochter soll nicht verletzt sein. Sie soll zurückkommen. Lebend. Mehr verlangt sie nicht. Während Regierungen reagieren und Sicherheitsbehörden arbeiten, spielt sich die eigentliche Geschichte in einem Haus in Wisconsin ab. Dort sitzt eine Frau, schaut auf ihre letzten Mails und weiß nicht, ob sie je wieder eine Antwort bekommen wird.
Wenn ein Präsident zum Glauben wird

Lindsey Graham telefoniert mit Trump und erklärt danach, dieser habe alle Erwartungen übertroffen und dem Land einen klaren Weg gezeigt. Draußen läuft ein Krieg. Drinnen wird eine andere Sprache gesprochen.Fast zeitgleich geht Paula White, Trumps spirituelle Beraterin, einen Schritt weiter. Sie spricht von Verrat, von falschen Anschuldigungen – und zieht einen Vergleich, der nicht mehr im Politischen liegt. So wie bei Jesus, sagt sie. Und Trump sei aufgestanden.
„Du wurdest verraten, verhaftet und falsch beschuldigt. Das ist ein bekanntes Muster, das uns unser Herr und Erlöser gezeigt hat … Durch seine Auferstehung bist du aufgestanden.“
Ab diesem Punkt geht es nicht mehr um Argumente. Wer erhöht wird, kann nicht mehr kritisiert werden – zumindest nicht ohne den Verdacht, auf der falschen Seite zu stehen. Zweifel wirkt dann nicht mehr wie gesunder Menschenverstand, sondern wie Angriff. Graham nennt es einen klaren Weg. White nennt es Auferstehung. Dazwischen liegt ein Konflikt, der weiter eskaliert – und eine Öffentlichkeit, die selbst entscheiden muss, was sie davon hält.
Krieg, Preise, Absturz – Warum Trumps Zahlen kippen

69 Prozent lehnen Trumps Umgang mit der Wirtschaft ab, nur 31 Prozent stimmen ihm noch zu. Vor einem Jahr waren es 39 Prozent. Diese Entwicklung kommt nicht zufällig. Sie läuft parallel zu einem Krieg, der längst im Alltag angekommen ist. Seit Beginn der Kämpfe ist der Ölpreis deutlich gestiegen. Das trifft nicht nur Märkte, sondern jeden einzelnen. Tanken wird teurer, Transporte werden teurer, und damit steigen auch die Preise für Lebensmittel und Grundversorgung. Was weit weg beginnt, landet direkt im Einkaufswagen.
Die Straße von Hormuz ist gestört, ein zentraler Korridor für die weltweite Energieversorgung. Wenn dort weniger durchkommt, verschiebt sich alles. Preise reagieren schneller als Politik. Gleichzeitig fehlt eine klare Linie. Aussagen wechseln, Ziele bleiben unklar, ein Ende ist nicht in Sicht. Genau das spiegelt sich in den Zahlen. Die Ablehnung ist kein Stimmungsbild aus dem Nichts. Sie ist die Reaktion auf das, was Menschen täglich sehen und bezahlen. 31 Prozent Zustimmung sind kein stabiler Wert. Sie sind ein Rest.
Ein Satz aus Rom – und plötzlich geht es um den Ausweg
„Ich habe gehört, Präsident Trump habe zuletzt gesagt, er wolle den Krieg beenden. Hoffentlich sucht er nach einem Ausweg.“ Dieser Satz kommt nicht aus Washington, sondern aus dem Vatikan und genau das verleiht ihm Gewicht. Er ist vorsichtig formuliert und wirkt dennoch eindeutig. Es geht nicht um neue Schritte, sondern darum, überhaupt einen Weg heraus zu finden. Während in den USA weiter über Druck und militärische Optionen gesprochen wird, setzt diese Aussage einen anderen Akzent, leise, aber klar. Ein Ausweg setzt voraus, dass der aktuelle Kurs nicht einfach fortgesetzt werden kann, ohne weitere Folgen. Genau dort liegt der Bruch zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was passiert. Der Krieg geht weiter und ein Ende ist nicht absehbar. Die Kosten steigen und erreichen längst Bereiche, die Menschen direkt betreffen. Die Frage bleibt, ob dieser Hinweis aus Rom in Washington überhaupt ankommt oder ob er ungehört verhallt.
Vor Gericht – und der Präsident sitzt im Raum
Donald Trump sitzt im Supreme Court und verfolgt eine Anhörung zu seiner eigenen Politik. Das allein ist ungewöhnlich und verändert die Situation im Raum, auch wenn niemand ihn direkt anspricht. Es geht um das Geburtsrecht auf Staatsbürgerschaft, ein zentraler Bestandteil der US-Verfassung, seit Jahrzehnten klar verstanden und angewendet. Untere Gerichte haben Trumps Dekret bereits deutlich zurückgewiesen und als klar verfassungswidrig bezeichnet. Einer der Richter sagte sogar, er habe in vierzig Jahren keinen Fall erlebt, der so eindeutig gewesen sei. Im Supreme Court klingt das anders. Die konservativen Richter zeigen Zweifel, nicht unbedingt am Ergebnis, aber an der Frage, wie eindeutig die Grundlage wirklich ist. John Roberts sagt, die Welt habe sich verändert, die Verfassung sei dieselbe geblieben. Genau darin liegt die Spannung.
Es geht plötzlich nicht mehr nur um das Ergebnis, sondern um die Auslegung von Begriffen aus dem 19. Jahrhundert, um Worte wie „Gerichtsbarkeit“ und darum, wen sie heute einschließen. Die liberalen Richter warnen vor einem Bruch mit dem bisherigen Verständnis und fordern klare Belege, bevor man so weit geht. Gleichzeitig stellen auch konservative Richter kritische Fragen an die Regierung. Es ist keine einfache Linie erkennbar. Trump selbst sagt nichts. Seine Präsenz wirkt trotzdem. Ein konservativer Jurist spricht offen davon, dass der Auftritt wie ein Versuch wirken könne, Druck aufzubauen. Entscheidend bleibt, dass der Name Trump während der gesamten Anhörung nur einmal fällt. Am Anfang, als Teil des Fallnamens. Danach nicht mehr. Trotzdem ist er die zentrale Figur. Eine Entscheidung wird im Sommer erwartet. Bis dahin bleibt offen, ob das Gericht den bisherigen Kurs bestätigt oder ihn verändert.
Riss im Bündnis – Wie der Iran-Krieg die NATO auseinanderzieht

Donald Trump greift die NATO offen an und stellt sogar einen Austritt in den Raum. Gleichzeitig fordert er von europäischen Staaten, sie sollten sich selbst um ihre Energieversorgung kümmern und nicht auf die USA setzen. Hintergrund ist der Krieg gegen Iran und die Blockade der Straße von Hormuz, die den globalen Ölfluss massiv beeinträchtigt. Während Washington Druck macht, reagieren europäische Staaten zurückhaltend. Sie wollen keine direkte militärische Beteiligung im Persischen Golf und setzen stattdessen auf diplomatische Lösungen. Genau hier entsteht der Bruch. Trump bezeichnet Verbündete als unzuverlässig, während in Europa Zweifel wachsen, ob die USA noch berechenbar sind. Gleichzeitig sind die rechtlichen Hürden hoch.
Ein Austritt aus der NATO kann nicht allein vom Präsidenten entschieden werden, der Kongress müsste zustimmen. Das begrenzt den Spielraum, ändert aber nichts an der politischen Eskalation. Auch innerhalb der USA gibt es Gegenstimmen. Republikaner und Demokraten betonen gemeinsam die Bedeutung der NATO als militärisches Bündnis. Trotzdem verschiebt sich die Realität. Spanien verweigert Überflugrechte, Italien blockiert einzelne militärische Anfragen, Frankreich setzt klare Bedingungen. Das sind keine Randentscheidungen, sondern sichtbare Zeichen wachsender Distanz. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit über Artikel 5, also die Beistandspflicht im Bündnis. Angriffe auf Türkei und eine britische Basis auf Zypern zeigen, wie schnell sich die Lage ausweiten kann. Die NATO reagiert bislang nicht geschlossen. Entscheidungen erfordern Zustimmung aller Mitglieder, und genau daran fehlt es. Währenddessen versucht Washington, den Druck zu erhöhen. In Europa dagegen wächst die Sorge, in einen Krieg hineingezogen zu werden, dessen Ziele unklar bleiben. Das Bündnis steht damit unter Spannung wie lange nicht mehr.
Grönland mehr und mehr im Fokus – Militärpläne und ein wachsender Druck

Die USA wollen ihre militärische Präsenz in Grönland ausbauen und verhandeln mit Dänemark über Zugang zu weiteren Standorten. Es geht um Häfen, Landebahnen und neue Optionen in einer Region, die strategisch immer wichtiger wird. Zwei der Orte waren bereits früher amerikanische Stützpunkte, heute sind sie weitgehend zurückgebaut, aber weiterhin nutzbar. Offiziell läuft alles über ein bestehendes Abkommen aus dem Jahr 1951, das den USA weitreichende Möglichkeiten einräumt. Genau das verschiebt die Ausgangslage. Dänemark kann formal widersprechen, praktisch ist der Spielraum begrenzt. In Kopenhagen weiß man das, in Grönland spürt man es.
Vor Ort wächst die Skepsis. Bewohner sprechen offen davon, dass sie mehr Militär nicht wollen, gleichzeitig aber kaum Einfluss auf die Entscheidung haben. Diese Spannung zieht sich durch die gesamte Entwicklung. Auf amerikanischer Seite wird der Ausbau mit Sicherheitsinteressen begründet. Es geht um den Arktisraum, um neue Routen, um militärische Beweglichkeit. Gleichzeitig steht im Hintergrund weiterhin Trumps Forderung, Grönland stärker unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Diese Debatte ist nicht verschwunden, sie hat nur ihre Form verändert. Statt offener Drohungen laufen nun Gespräche, statt öffentlicher Forderungen entstehen konkrete Pläne. Für Europa bleibt das ein heikler Moment. Vertrauen ist beschädigt, Abhängigkeiten bleiben bestehen. Und während in Washington von Partnerschaft gesprochen wird, wächst vor Ort das Gefühl, dass Entscheidungen längst woanders getroffen werden.
Danke 😃

Thank you
… it means more to us than you knowThe response and support have truly meant a lot to us.
We were already carrying a lot on our shoulders — this work, this chaotic world, this daily struggle with it.
Knowing you’re not alone in it changes something.
This is a fight worth winning.
And we will give everything we have.

Irgendwie endet der letzte Satz im Nirgendwo. Zitat: „Vertrauen ist beschädigt, Abhängigkeiten bleiben bestehen. Und während in Washington von Partnerschaft…. „
Danke CSS Fehler = Vor Ort wächst die Skepsis. Bewohner sprechen offen davon, dass sie mehr Militär nicht wollen, gleichzeitig aber kaum Einfluss auf die Entscheidung haben. Diese Spannung zieht sich durch die gesamte Entwicklung. Auf amerikanischer Seite wird der Ausbau mit Sicherheitsinteressen begründet. Es geht um den Arktisraum, um neue Routen, um militärische Beweglichkeit. Gleichzeitig steht im Hintergrund weiterhin Trumps Forderung, Grönland stärker unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Diese Debatte ist nicht verschwunden, sie hat nur ihre Form verändert. Statt offener Drohungen laufen nun Gespräche, statt öffentlicher Forderungen entstehen konkrete Pläne. Für Europa bleibt das ein heikler Moment. Vertrauen ist beschädigt, Abhängigkeiten bleiben bestehen. Und während in Washington von Partnerschaft gesprochen wird, wächst vor Ort das Gefühl, dass Entscheidungen längst woanders getroffen werden.
Ich denke hier sollten die NATO und insbesondere Dänemark und die europäischen Länder nun ihr Gewicht in die Waagschale legen und dementsprechend vereint auftreten. Vielleicht sollte man dem Clown in Washington mal sagen, das mit einem NATO-Austritt auch alle amerikanischen Basen, wie z.b. Ramstein weg wären….
was aus den USA an News kommt ist schwer zu verstehen, schwer zu verdauen und überwiegend unerträglich. Ich hoffe, das die Midterms eine Wendung in die richtige Richtung bringen und es trotzdem friedlich bleibt…
Danke für die Arbeit 🙏🏼 und so unermüdlich ihr seid, so unermüdlich werde ich mit meiner Unterstützung bleiben. Ich wünsche dem ganzen Team erholsame Ostertage
… ja, Made in USA ist aktuell nicht der Bringer. Ganz, ganz lieben Dank dafür und auch wir wünschen ein frohes und hoffentlich ruhiges Osterfest-
Wie furchtbar für die Mutter von Kittleson.
In Anbetracht der instabilen Lage im Irak und der generellen Unsicherheit für US Bürger in der Region, hat sie im Inneren wohl schon länger mit einer schlechten Nachricht gerechnet 😞
Nun ist dieser Fall eingetreten.
Kittleson ist spurlos verschwunden.
Von wem? Warum? Lebt sie noch?
Drängende Fragen, auf die es keine Antwort gibt.
MAGA wrfüllt alle Kriterien einer Sekte.
Und diese Sekte steht an der Spitze eines der mächtigsten Länder der Welt.
Alles was nicht dem evangelikalen Glauben und ideologischen Vorstellungen entspricht, ist woke, links, irr etc.
Hält man einem MAGA Trumps Verfehlungen vor, bekommt man Matthäus um die Ohren gehauen „das nur Gott richten darf“
Den Widerspruch, dass MAGA richtet, sehen sie nicht.
Gott, Kirche und MAGA sind heilig 🤬🤬🤬
Wer dagegen ist, ist unpatriotisch, links-radikal und ungläubig.
Woher kennt man die Formulierung „die Ungläubigen“?
Genau, aus dem radikalen Islam.
Evangelikale sind der radikal Islam der USA.
Paula White (die muss doch absolut soziopathisch-Schizophren sein… oder die falschen Pillen nehmen) treibt es auf die Spitze.
Und immer noch unterstützen 31% Trump.🤬
Sind es so viele Hard-core MAGA?
1/3 der US-Bevölkerung…. und die verschwinden nicht, auch wenn die Demokraten in den Midterms gewinnen sollten.
Ich fürchte, dass sie sich neu formieren, stärker zusammenrücken und den MAGA Kurs mit Gewalt durchsetzen wollen.
Wie am 6. Januar.
Das Trump in seinem Marionetten Supreme Court aufgetaucht ist, war zu erwarten.
Druck auf die Richter durch persönliche direkte Blicke.
Wer weiß, was da noch im Hintergrund läuft.
Das ist eines der „Prestigeprojekte“ von Trump.
Das will er mit allen Mitteln durchdrücken.
Und so wie die üblichen MAGA Richter sich geäußert haben, sehe ich schwarz für das Geburtsrecht.
Trotzdem es in der Verfassung steht.
Die Verfassung.
Darauf berufen sich Trump und seine Entourage, wenn es ihnen nutzt.
Sonst wird die Verfassung gebogen und gebrochen.
Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis.
Die NATO ist kein Bündniss um einem Land bei einem völkerrechtswidrigen Kampf beizustehen und zu unterstützen.
Trump kennt den Unterschied nicht.
Oder es interessiert ihn nicht.
Er will die NATO dominieren und regieren.
Jeder hat auf ihn zu hören und seinen Befehlen zu folgen.
So darf es in der NATO nicht laufen.
Die anderen Staaten müssen aufhören sich zu ducken.
Jeder Staat ist gleichberechtigt.
Die USA sind NICHT der Anführer.
Nicht, wie Rutte sagte „es sind viele NATO Staaten vereint, um Trumps Visionen umzusetzen“ 🤬🤬🤬
Kanada, Spanien, Frankreich und auch Italien machen es richtig.
Man muss Trump Grenzen setzen. Hart und klar.
Nur das versteht er.
Auch im Hinblick auf die Bedrohung von Grönland.
Dieser Vertrag war ein großer Fehler. Quasi alles Mitspracherecht aufzugeben.
Je höher der Sockel auf dem Don Orange steht, um so tiefer fällt er.
Hoffentlich.