Omar Abdulkadir Artan sollte als erster Somalier ein WM-Spiel pfeifen. In Miami ließ man ihn nicht ins Land, und der Weltverband, der an diesem Fest verdient, erklärt sich für nicht zuständig. Auch andere Mannschaften wurden gedemütigt und behandelt, als wären sie Verbrecher und keine Gäste!
Ein Turnier, das sich das Turnier der Welt nennt, beginnt damit, dass es die Welt vor der Tür stehen lässt. Drei Tage vor dem Anpfiff steht der Mann, der als erster Somalier ein Spiel einer Weltmeisterschaft hätte leiten sollen, nicht auf dem Feld, sondern wurde abgewiesen. Omar Abdulkadir Artan, vom afrikanischen Verband 2025 zum Schiedsrichter des Jahres gekürt, landete am Samstag aus Istanbul auf dem internationalen Flughafen von Miami und wurde nach einer Überprüfung nicht ins Land gelassen, wegen Bedenken bei der Sicherheitsprüfung, wie die amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde erklärte, und das, obwohl er Berichten zufolge ein gültiges Visum in der Hand hielt.

Die FIFA bestätigte, dass Artan beim Turnier weder trainieren noch pfeifen wird. Es beginnt am 11. Juni in den Vereinigten Staaten, in Mexiko und Kanada, die meisten Spiele tragen die Staaten aus. Die Behörde nannte keinen Namen, doch unter allen Schiedsrichtern ist er der einzige aus Somalia. Wer über die Regeln des Spiels wachen sollte, scheiterte an den Regeln eines Staates. Seine eigene Antwort fiel würdevoller aus, als die Sache es verdient. Er sei trotz allem guter Dinge, sagte Artan, und richte den Blick auf die nächsten Aufgaben. Er danke der FIFA und dem afrikanischen Verband, danke der Fußballfamilie für ihre Nachrichten und wünsche seinen Kollegen jeden Erfolg, in der Hoffnung, bei künftigen Wettbewerben wieder dabei zu sein. So spricht ein Mensch, dem Unrecht geschah, über jene, die ihm hätten beistehen müssen und es nicht taten.
Die FIFA fand dafür kühle Worte. An den Verfahren der Einwanderung sei sie nicht beteiligt, hieß es, die Behörden hätten ihr mitgeteilt, an Artans Status werde sich vorerst nichts ändern, und wie bei früheren Veranstaltungen entscheide am Ende die gastgebende Regierung über Visum und Einlass. Es ist die Sprache eines Hauses, das die Einnahmen behält und die Verantwortung weiterreicht. Unterstützung seitens der FIFA: Fehlanzeige
Der Gastgeber entschied bereits vor einem Jahr. Im Juni 2025 setzte Trump in einer Verfügung die Einreise somalischer Staatsbürger aus und nannte ihr Land einen sicheren Hort für Terroristen. Im Januar war eine Anordnung vorausgegangen, die ermitteln ließ, welche Länder mangelhafte Angaben zur Überprüfung machten, im Zuge eines harten Kurses gegen die Einwanderung. Gesperrt ist neben Somalia auch die Einreise aus Afghanistan, Birma, dem Tschad, der Republik Kongo, Äquatorialguinea, Eritrea, Haiti, dem Iran, Libyen, dem Sudan und dem Jemen.
Die Grenzbehörde hüllte den Vorgang in das übliche Tuch der Verfahren. Alle Einreisenden würden geprüft, hieß es, der Reisende sei einer zusätzlichen Kontrolle unterzogen worden, wie es üblich sei, wenn Beamte Angaben bestätigen oder über die Zulässigkeit befinden müssten. Danach habe man den Reisenden, einen Schiedsrichter der Weltmeisterschaft, für unzulässig erklärt und abgewiesen. Solche Entscheidungen fielen von Fall zu Fall, gestützt auf die jeweils verfügbaren Erkenntnisse der Strafverfolgung und der nationalen Sicherheit, dazu der Einwanderung. So wird aus einem Menschen, dem man die Tür weist, ein Vorgang, der sich selbst erklärt und nichts erklärt.
Artan steht nicht allein. Die Nationalmannschaft Usbekistans wurde in New York eingehend durchsucht, man nahm ihr Gepäck und Papiere ab und ließ sie durch Metalldetektoren treten. Schon zuvor hatte man die Auswahl Senegals und jene des Irak gründlich kontrolliert. Der Gastgeber lädt die Welt ein und tastet sie an der Schwelle ab.

Der frühere Spieler des FC Arsenal und heutige Kommentator Ian Wright nannte das Ganze eine Weltmeisterschaft des Chaos. Alle paar Stunden, sagte er, komme eine neue Geschichte, abgewiesene Fans, abgewiesene Spieler, abgewiesene Funktionäre, abgewiesene Journalisten, und nun die Schiedsrichter. Er lache, doch komisch sei es nicht. Die Karten seien die teuersten aller Zeiten, dazu die Unterkünfte und die Fahrtkosten ins Unermessliche getrieben. So also benehme sich ein Gastgeber für das größte Spiel der Welt? Sei das der Geist des Fußballs? Ihm tue es leid um die amerikanischen Fans, die sich nach diesem Turnier sehnten, und er ahne, wie beschämt sie sein müssten. Wer dieses Chaos am Ende gewinne, werde sich durch ein gewaltiges Chaos haben kämpfen müssen.
Die senegalesische Delegation und das Team wird bei ihrer Ankunft in den USA so behandelt. Vollständige Kontrollen direkt auf dem Rollfeld, Schuhe ausziehen, Taschen komplett ausleeren – als wären sie Kriminelle
Der Fußball trägt seit jeher das Versprechen vor sich her, er bringe zusammen, was die Politik trennt. An den Schaltern von Miami und an den Kontrollen von New York hat dieses Versprechen seine Unwahrheit gezeigt. Es regiert das Geld, und wo es regiert, schweigen die, die einschreiten müssten, die Verbände zuerst, dann die Mannschaften, denen ein Kollege fehlt, ohne dass ihr Spiel deshalb anhielte. Vielleicht ist das die bitterste Lehre dieser Tage, dass der Abgrund, in den sich dieser Sport gespielt hat, gar nicht mehr auffällt, weil das Fest darüber so laut ist. Man wird die Tore zählen und den Sieger feiern. Den Schiedsrichter aus Somalia, der die Regeln hüten sollte und an einer Grenze hängen blieb, wird in dem Lärm kaum einer vermissen.
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Einfach nur noch zum 🤮!
Auch wenn ich ein Fussball Fan bin und mein Herz natürlich für die Schweizer Nationalmannschaft schlägt, werde ich die Spiele nicht verfolgen. Das nicht nur wegen den USA, auch wegen der FIFA, die schon immer korrupt war, unter Sepp Blatter, aber Infantino hat dem noch viel mehr drauf gesetzt. Dieser Typ hat weder Gewissen noch Moral. Trump den FIFA Friedenspreis zu überreichen, zeigt seinen wahren Charakter.
Da braucht es keine Worte mehr, eher ein Gefängnis in dem dieser ganze Abschaum Platz findet.
Was mich betrifft, so habe ich sinnvollere Ideen mein Geld auszugeben und meine Zeit zu verbringen. Kaizen-Blog lesen und unterstützen! Das weiss ich was ich bekomme und tue Gutes. So landen meine Euros bei Menschen die es verdient haben und brauchen!
Danke für den Artikel und Danke für eure wertvolle Arbeit!
Ganz lieben Dank in komischen Zeiten
Die FIFA ist ein korrupter Haufen, denen es nur ums Geld geht. Der Sport ist ihnen total egal und die Sportler und Fans sowieso. Man kann die FIFA nur kriegen, wenn man keine Tickets mehr kauft und die Spiele boykottiert.
Die letzte WM hat schon ohne mich stattgefunden und die in Nord- und Mittelamerika bevorstehende,wird wohl auch ohne mich auskommen müssen. Nach dem IOC ist die FIFA der korrupteste Sportverband, den ich in keinem Fall unterstützen möchte.