Es gibt einen Widerspruch, der das ganze Vorhaben erklärt, und man findet ihn im Kommentarbereich eines einzigen Kontos. Unter den Beiträgen einer amerikanischen Unterstaatssekretärin sammelt sich seit Monaten die Zustimmung offen neonazistischer Kreise, und niemand löscht sie, niemand ordnet sie ein, niemand weist sie zurück. Dieselbe Regierung, deren Stimme hier spricht, hat unterdessen eine lose Bewegung namens Antifa zur Terrororganisation erklärt. Der eine Rand darf jubeln, der andere gilt als Feind des Staates. Wer diesen Unterschied begriffen hat, versteht, was Washington den Regierungen Europas in dieser Woche als gemeinsame Sache angeboten hat.
Die Frau, um die es geht, heißt Sarah B. Rogers und bekleidet das Amt der Unterstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie im amerikanischen Außenministerium. Sie verantwortet die internationale Kommunikation der Regierung, die strategische Auslandsansprache, die Vermittlung amerikanischer Positionen gegenüber fremden Gesellschaften. Was über ihre Kanäle in die Welt tritt, ist nicht private Meinung, sondern staatliche Rede. Es ist, in aller vermeintlichen Autorität, die Stimme des Staates selbst.

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Wie diese Stimme klingt, hat unsere Recherche im Januar dokumentiert. Deutschland erscheint in ihren Veröffentlichungen nicht als Partner, sondern als Fall von exemplarischer Verwahrlosung. Das Land habe unter Angela Merkel, so ihre Wortwahl, barbarische Vergewaltigerhorden importiert und unterdrücke bis heute jene Opposition, die darauf hinweise. Diese Formulierung ist keine Zuspitzung durch Dritte, sie stammt aus ihrem amtlichen Kanal, und sie übernimmt ein Vokabular, das seit Jahren in rechtsextremen Milieus zirkuliert. In einem weiteren Beitrag ist von jüdischen NGO-Netzwerken die Rede, die politische Entscheidungen nach verborgenen Interessen lenkten. Die Grammatik dieser Andeutung ist uns aus den dunkelsten Kapiteln der Geschichte vertraut. Sie dient nicht der Erkenntnis, sondern der Schuldzuweisung, und dass sie über den Kanal einer Regierungsvertreterin verbreitet wird, hebt sie aus dem Rand ins Zentrum.

Text oben: **„Deutschland hält bekanntermaßen nur sehr wenige Juden, hat unter Merkel jedoch barbarische Vergewaltigerhorden importiert (als Amerikaner darf ich sie so nennen). Noch heute unterdrückt Deutschland politische Opposition, die darauf hinweist.
Ihr werdet sagen, das liege an ‚jüdischen‘ NGO-Tentakeln oder euch darüber beklagen, dass Hitler (der sein Land zerstört hat) von der Geschichte zu hart behandelt werde. Ihr werdet das sagen, weil ihr dummer Abschaum seid, der lieber Verschwörungstheorien verbreitet, als Deutschen (oder irgendwem sonst) Verantwortung für die Zukunft ihrer Länder zuzuschreiben.“** (15. Januar 2026)
Text unten: **„Im Zuge der Kölner Übergriffe sah sich ein deutscher Abgeordneter mit offiziellen Sanktionen konfrontiert und wurde mit Gefängnis bedroht, weil er den Ausdruck ‚barbarische, gruppenvergewaltigende muslimische Horden‘ getwittert hatte. Deutschland verabschiedete daraufhin zügig ein weiteres ‚Hassrede‘-Gesetz, das sich gegen soziale Medien richtet.“** (15. Januar 2026)
Auffällig war schon damals die Auswahl. Einzelne Gewaltverbrechen, mit religiöser oder ethnischer Zuschreibung versehen, dienten als Beleg für ein angebliches Staatsversagen. Der Kontext fehlte, die Quelle blieb zweifelhaft, die Verallgemeinerung war beabsichtigt. Deutschland erschien als Gemeinwesen, das die eigene moralische Verfassung preisgegeben habe, als sei es bereits gefallen. Die aggressive Sprache richtete sich dabei selektiv gegen Deutschland, während andere Verbündete verschont blieben. Es war keine momentane Verstimmung, sondern eine Entscheidung, getroffen in Kenntnis ihrer Tragweite. Aus Berlin kam darauf keine erkennbare Antwort, keine Zurückweisung, keine Einordnung, und dieses Schweigen hatte seine eigene Beredsamkeit.
Ein halbes Jahr später hat dieselbe Frau denselben Feind auf eine internationale Ebene gehoben, nur trägt er nun ein anderes Etikett
Am 16. Juli eröffnete Außenminister Marco Rubio im Harry-S-Truman-Gebäude einen Gipfel von mehr als 60 Nationen, das Ministertreffen zum Wiedererstarken des politischen Terrorismus, über das wir bereits berichtet haben. Rogers hat die Veranstaltung im Haus beworben, mit einem Schreiben, das ihre Unterschrift trägt. Der Gipfel sei ein wesentlicher erster Schritt gegen die weltweit wachsende politische Gewalt, den linksextremen Terrorismus eingeschlossen.
Wortgleich steht dieser Satz in einem vertraulichen diplomatischen Telegramm vom 13. Juli, das uns vorliegt
Was das Ministerium intern verschickte und was Rogers hausintern bewarb, ist derselbe Satz. Ihr Name steht unter beidem.

Das interne diplomatische Schreiben von Sarah Rogers, Unterstaatssekretärin für Öffentlichkeitsdiplomatie im US-Außenministerium. Darin kündigt sie an, dass Außenminister Marco Rubio am 16. Juli Vertreter aus mehr als 60 Staaten in Washington empfangen werde. Ziel sei ein erster internationaler Schritt gegen zunehmende politische Gewalt weltweit, wobei ausdrücklich auch „far-left terrorism“, also Terrorismus der extremen Linken, genannt wird. Die Formulierung zeigt, mit welcher politischen Schwerpunktsetzung die US-Regierung das Treffen intern angekündigt und begründet hat.
Politischer Terrorismus meint hier weder Al-Qaida noch den sogenannten Islamischen Staat, sondern die innenpolitische Opposition, im eigenen Land und jenseits seiner Grenzen. Der Ausdruck stammt aus der Regierung Richard Nixons und aus den dunkelsten Tagen des Vietnamkriegs, als das FBI unter dem Kürzel COINTELPRO linke Organisationen überwachte und unterwanderte und an ihrer Zersetzung arbeitete, von der Bürgerrechtsbewegung bis zu den Black Panthers. Die einzige offizielle Bestimmung dessen, was der Begriff überhaupt meint, findet sich in einem Bericht der CIA vom 12. Juni 1970, freigegeben erst 2017. Politischer Terrorismus, heißt es dort, sei symbolisches Handeln jener, die keine Macht besitzen. Der Bericht grenzt ihn ausdrücklich gegen den staatlichen Terror ab, der sich als Strafverfolgung ausgebe. Man lese diese Zeile zweimal, denn ein Papier der CIA aus dem Jahr 1970 beschreibt darin mit unfreiwilliger Genauigkeit, was ein Außenministerium 56 Jahre später betreibt.

Ein internes Schreiben des US-Außenministeriums vom 13. Juli 2026. Darin wird angekündigt, dass am 16. Juli im Harry S. Truman Building in Washington das Ministertreffen „Ministerial on the Resurgence of Political Terrorism“ stattfindet. Das Schreiben regelt umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, gesperrte Gebäudebereiche und geänderte Zugänge für Mitarbeiter und Besucher. Bemerkenswert ist vor allem der offizielle Titel der Veranstaltung: Die US-Regierung spricht intern ausdrücklich von einem „Wiedererstarken des politischen Terrorismus“ und macht das Thema zur Grundlage eines internationalen Ministertreffens.
Voltaire hat den Fanatismus die Seuche genannt, die einen Staat befällt, sobald er einen inneren Feind braucht, und hinzugefügt, dass die Vernunft sie wohl eingrenzen, aber nie ganz heilen könne. Genau eine solche Feindschöpfung geschieht hier. Verschiedene Werkzeuge wurden unter ein gemeinsames Dach gezogen, die nationale Sicherheitsdirektive mit der Nummer 7, die das Außenministerium, das Finanzministerium und das Justizministerium anweist, linke Gewalt vorrangig zu verfolgen, dazu die Einstufung des nihilistischen Extremismus und die Anordnung gegen die Antifa. Das Dach trägt in den Papieren des Ministeriums ein Kürzel aus 3 Buchstaben, FLT, für linksextremen Terrorismus. Ein Kürzel für eine erfundene Bedrohung, das den Ehrgeiz eines Politikers verstrahlen könnte wie einst die irakischen Massenvernichtungswaffen, deren Nachweis nie gelang und deren Schlamassel die Welt mehr als 20 Jahre später noch beschäftigt.
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Weit genug gefasst ist die Sache, damit sie jeden trifft. Die neue Visabestimmung, die der Gipfel einführte, richtet sich nicht nur gegen Gewalt an Menschen, sondern gegen wirtschaftliche Sabotage, auch gegen öffentliches und privates Eigentum, eine Formel, die eine eingeworfene Scheibe ebenso erfasst wie einen Boykott. Wer solche Handlungen unterstütze, finanziere oder logistisch begünstige, dem soll die Einreise verwehrt werden. Beobachtet werde, so die Sprachregelung des Ministeriums, eine Annäherung zwischen linksextremen und anarchistischen Netzwerken und anderen Gewalttätern, darunter judenfeindliche und iranfreundliche Gruppen sowie technikfeindliche und ökoterroristische Bewegungen. Im Jahr 2024 habe es in der Europäischen Union 21 linksextreme und anarchistische Anschläge gegeben, beinahe so viele wie dschihadistische. Die Zahl stammt aus demselben Haus, das den Begriff erfindet, den sie belegen soll.
An dieser Stelle kehrt der Widerspruch vom Anfang mit voller Wucht zurück. Der Feind, den Washington ausruft, ist der linke Rand, bis hin zur zerbrochenen Schaufensterscheibe. Der Rand jedoch, der unter Rogers Beiträgen applaudiert, der Aussagen wie jene stehen lässt, Juden hätten Deutschland absichtlich destabilisiert, taucht auf keiner Liste auf. Die Antifa gilt als Terrororganisation, der Neonazi als Kommentator. Wer wissen will, was politischer Terrorismus im ursprünglichen Sinn der CIA-Definition ist, symbolisches Handeln zur Einschüchterung des politischen Gegners, muss nicht in den Chatgruppen linker Studenten suchen. Er findet es im Vokabular eines Amtes.

Text oben: **„Dies könnte ein unbeholfener Versuch sein, die in Europa und dem Vereinigten Königreich zu beobachtenden Zustände zu vermeiden, wo Bürger für das Zitieren der Bibel oder sogar für stilles Gebet ins Gefängnis kommen. Doch das Problem mit ‚Hassrede‘-Gesetzen – eines von vielen – ist, dass sie von genau den Menschen durchgesetzt werden, die tatsächliche gewalttätige Fanatiker hätscheln, solange diese als untergeordnet erscheinen.“** (13. Januar 2026)
Text unten: „Länder verbieten und beschränken seit Langem Visa auf intransparenten, willkürlichen weltanschaulichen Grundlagen. Lauren Southern wurde um etwa 2018 aus dem Vereinigten Königreich verbannt, weil sie Allah als ‚schwul‘ und ‚trans‘ gelästert habe. Medien und Kommentatoren, die zu diesen Entscheidungen schwiegen oder sie gutheißen, werfen nun der Trump-Regierung ihre Politik vor.“** (14. Januar 2026)
Wie erfunden dieser Feind ist, zeigt der Fall, der die ganze Besessenheit auslöste. Die Ermordung des rechtskonservativen Kommentators Charlie Kirk, eines Freundes des Präsidenten, galt sofort als linker Terror. Der mutmaßliche Schütze Tyler Robinson, ein 23-Jähriger aus mormonischem Elternhaus, war nach allem, was bekannt wurde, weder ein Linker noch überhaupt politisch. Sein Lebenspartner Lance Twiggs, der mit den Bundesanwälten kooperiert, hat vorige Woche unter Eid ausgesagt, dass Robinson kaum je über Politik gesprochen und Kirk vor der Tat kein einziges Mal erwähnt habe. FBI-Direktor Kash Patel hatte dem Kongress zuvor eine organisierte Zelle und eine mögliche ausländische Verbindung in Aussicht gestellt. Die Theorie zerfiel, kaum dass sie ausgesprochen war. Übrig blieb ein junger Mann mit einer Waffe, aufgebracht über das, was Kirk über queere Menschen gesagt hatte. Aus diesem Toten, die Tat bleibt natürlich unentschuldbar, hat man eine weltweite Verschwörung geformt und 60 Regierungen eingeladen, sie zu bekämpfen.

Hier gelangen Sie zu unserem vollständigen Charlie Kirk Dossier inklusive Auftakt des Mordprozesses
Wer die Sache betreiben darf, sagt über sie das Letzte

Im Antiterrorbüro sitzt Tera Dahl, eine frühere Autorin des Portals Breitbart, die den ägyptischen Machthaber Abdel Fattah al-Sisi als Demokraten pries, während er seine Kritiker einsperrte. Ihre Laufbahn begann bei einer Abgeordneten, die 2012 behauptete, die Muslimbruderschaft habe die Regierung unterwandert, ein Vorwurf so haltlos, dass der Republikaner John McCain im Plenum ein Mitglied der eigenen Partei rügen musste. Es ist eine Besetzung wie geschaffen für die Wiederkehr eines alten Lehrstücks.

Der CIA-Bericht von 1970 enthält einen Satz, der wie ein Fluch über allem liegt. Terrorismus, heißt es dort, könne freie Gesellschaften herausfordern, in denen große soziale Ungerechtigkeit herrsche, gedeihe aber schlecht dort, wo keine verbreiteten Missstände bestünden. Ein Glück für die Regierung, dass die Amerikaner heute angeblich keine großen Ungerechtigkeiten wahrnehmen. Unter dieser Annahme hat Sarah B. Rogers ihren Namen gesetzt, im Januar über Deutschland und im Juli über halb Europa.

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In Europa hört man dazu nichts, und man sollte sich vom Wort Unwissenheit nicht täuschen lassen. Das deutsche Innenministerium war auf diesem Gipfel vertreten. Es saß im Saal, als ein Bündnis entstand, das die Opposition zum Terroristen erklärt und die Einreise schon dem verwehrt, der eine Scheibe einwirft oder zu einem Boykott aufruft. Ein Zeuge, der zusieht, wird zum Teilnehmer. Was danach aus Berlin kam, trägt darum den falschen Namen, wenn man es Versäumnis nennt. Es war eine Wahl. Wenn Desinformation aus Moskau oder Peking auftaucht, stehen dieselben Stellen binnen Stunden bereit, hier verstummten sie.
Der Preis wird an anderer Stelle beglichen. Auf beiden Seiten des Atlantiks geraten Menschen unter einen Verdacht, für den es keines Beweises bedarf, denn das Wort trägt das Urteil bereits in sich. Wer als Journalist danach fragt, wird angegangen, wo er Schutz erwarten dürfte. Montesquieu hat notiert, dass die Furcht das Prinzip des despotischen Staates sei, und dass ein solcher Staat sich einen Feind schaffen müsse, sobald die Furcht zu erlöschen droht. Genau das läuft, und ein Kontinent, der seine Grundrechte gern nach außen predigt, hält den Atem an, während sie im Inneren schmaler werden. Die Presse hält das für eine Nebensache. So legt man sich den Verband selbst vor den Mund. Ein Recht jedoch, um das niemand mehr streitet, hört auf, ein Recht zu sein, und wird zur bloßen Auskunft darüber, dass es eines gab.
Auf Nachfragen von uns erhielten wir keine Antwort. Das Schweigen aus Berlin dauert an. Vielleicht ist es selbst schon eine Antwort.
Fortsetzung folgt …
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Auf Grund dieser Aussagen und der damit wohl vielfältigen Einstellung dieser Behörde , sollte doch eine eingeschränkte Reisewarnung für die USA ausgesprochen werden.
…das wäre ratsam, so kann jeder entscheiden …