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Die große Absage – Wie Trumps Jubiläumsfeier zum Problem für das Weiße Haus wurde

VonRainer Hofmann

Mai 31, 2026

Donald Trump wollte die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten zu einem patriotischen Großereignis machen. Nun droht ausgerechnet ein Konzertprogramm, das Teil dieser Feierlichkeiten sein sollte, zu einer peinlichen Belastung für das Weiße Haus zu werden.

Trump forderte inzwischen überraschend die Absage einer Konzertreihe, die im Rahmen der sogenannten Great American State Fair auf der National Mall stattfinden sollte. Mehrere Künstler hatten sich zuvor von den geplanten Auftritten zurückgezogen. Für Trump war die Konsequenz klar. Statt teurer Musiker solle es lieber eine große Wahlkampfveranstaltung im Stil seiner politischen Bewegung geben. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der Präsident, man solle die Konzerte absagen und stattdessen eine große Veranstaltung unter dem Motto „Make America Great Again“ organisieren. Die Sänger seien überbezahlt, ihre Musik langweile die Menschen und dennoch würden sie ständig Beschwerden äußern.

Lesen Sie auch unseren Artikel: Wenn die Künstler gehen, kommt Trump selbst

Bereits zuvor hatte Trump vorgeschlagen, selbst die Hauptattraktion der Veranstaltung zu werden. In einem weiteren Beitrag bezeichnete er sich als die größte Attraktion der Welt und erklärte, er ziehe größere Menschenmengen an als Elvis Presley zu dessen besten Zeiten. Er schlug vor, den Platz der Künstler einzunehmen und stattdessen eine große Rede zu halten, die das Land nach vorn führen solle. Auslöser der Debatte war die Ankündigung von Freedom 250, der Organisation hinter den Jubiläumsveranstaltungen. Diese hatte erst wenige Tage zuvor bekannt gegeben, dass neun Musikacts während einer sechzehntägigen Ausstellung auf der National Mall auftreten sollten. Die Veranstaltung ist Teil der landesweiten Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.

Doch kurz nach der Bekanntgabe begann die Liste der Künstler zu schrumpfen. Mehrere Musiker erklärten öffentlich, dass sie ihre Teilnahme zurückziehen würden. Einige von ihnen gaben an, sie hätten ursprünglich nicht gewusst, dass die Veranstaltung Teil eines Programms der Trump-Regierung sei. Zu den Künstlern, die ihre Auftritte absagten, gehörten Young MC, die Commodores, Bret Michaels sowie Morris Day and the Time. Bret Michaels erklärte in sozialen Netzwerken, ihm sei eine Feier des Landes vorgestellt worden. Inzwischen habe sich das Projekt jedoch zu etwas entwickelt, das deutlich spaltender sei als das, wofür er ursprünglich zugesagt habe. Auch die Country-Sängerin Martina McBride erklärte, man habe ihr die Teilnahme an einer parteiunabhängigen Veranstaltung angeboten. Diese Darstellung habe sich später als irreführend herausgestellt. Innerhalb der Regierung sorgte die Entwicklung offenbar für erhebliche Verärgerung. Ein hochrangiger Mitarbeiter beschrieb die Organisation der Konzertreihe als Chaos und deutete an, dass personelle Konsequenzen folgen könnten. Hinter den Kulissen werde bereits darüber gesprochen, wer die Verantwortung für die Einladungen und die Kommunikation mit den Künstlern trage.

Nicht alle Musiker haben sich jedoch zurückgezogen. Der Rapper Vanilla Ice bestätigte öffentlich seine Teilnahme. Er erklärte, die Veranstaltung solle Menschen zusammenbringen und nicht zu einer politischen Debatte werden. In einem Interview sagte er, er spiele für seine Fans und sei bereit, praktisch überall aufzutreten. Politik spiele für ihn dabei keine Rolle. Die Organisatoren halten bislang an den Feierlichkeiten fest. Nach Angaben von Freedom 250 soll Trump die Great American State Fair am 24. Juni mit einer Eröffnungszeremonie persönlich starten. Die eigentlichen Konzerte sollen einen Tag später beginnen.

Unklar bleibt, ob weitere Künstler abspringen werden. Die Gruppe C+C Music Factory prüft ihre Teilnahme nach eigenen Angaben noch. Auch Flo Rida hat sich bisher nicht öffentlich geäußert. Zusätzliche Verwirrung entstand um Milli Vanilli. Obwohl die Gruppe als Programmpunkt angekündigt wurde, erklärte Sänger Jodie Rocco, niemand habe die Band überhaupt gefragt, ob sie auftreten wolle. Damit droht eine Veranstaltung, die nationale Einheit und Stolz vermitteln sollte, schon vor ihrem Beginn von Absagen, Missverständnissen und Streit überschattet zu werden. Ausgerechnet ein Jubiläum, das die Geschichte der Vereinigten Staaten feiern soll, entwickelt sich für das Weiße Haus zunehmend zu einer Diskussion darüber, wer überhaupt noch bereit ist, auf dieser Bühne zu stehen.

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1 Kommentar
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Ela Gatto
13 Tage vor

Ihm bleiben doch noch Kid Rock, P-Diddy, wenn er ihn begnadigt, die Chöre der evangelikalen Kirchen, die Bands der Streitkräfte.

Für die Tanzeinlage sorgt dann Donny 🙈

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