Im amerikanischen Verteidigungsministerium berät ein Mann über Glaubensfragen, der Einwanderer als „absolute Tiere“ bezeichnet und Muslimen unterstellt, ihre Religion lehre den Tod aller Andersdenkenden. Ryan Higgins gehört zum engsten religiösen Beraterkreis von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er sitzt damit an einer Stelle, an der persönliche Überzeugungen auf Entscheidungen über Krieg und militärische Gewalt treffen. Was Higgins öffentlich über andere Menschen verbreitet hat, lässt an seiner Vorstellung christlicher Nächstenliebe allerdings erhebliche Zweifel aufkommen. Auf seinem Benutzerkonto bezeichnet er sich als „amerikanischen Siedler“.

Im Januar 2026 schrieb er: Gewalttätige Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und selbst viele Asylsuchende zerstörten den gesamten Planeten. Sie verhielten sich wie Barbaren, töteten Menschen und vergewaltigten „unsere weißen Frauen“. Bereits 2024 behauptete er, der Islam lehre den Tod aller, die sich ihm nicht unterwerfen. Einen Monat nach seiner Tirade gegen Migranten nannte Higgins diese „absolute Tiere“ und sprach ihnen pauschal jeden Willen ab, sich in die Gesellschaft einzufügen. Dann fragte er, wann die Monarchie endlich von Muslimen entthront werde. Welche Monarchie er meinte, erschließt sich aus dem vorliegenden Zitat nicht. Die Verachtung für Menschen anderen Glaubens hingegen benötigt keine Übersetzung. Ein Ministerium, das über die Sicherheit einer ganzen Nation entscheidet, hat sich damit einen geistlichen Berater ins Haus geholt, der die Würde ganzer Bevölkerungsgruppen öffentlich bestreitet. Seine Texte sind keine beiläufigen Missverständnisse. Die Aussagen stehen über mehrere Jahre verteilt auf seinen eigenen Konten.

Ryan Higgins (@RyanHigginsUS):
„Wichtige Botschaft aus dem Oval Office: Eine Trennung von Kirche und Staat existiert nicht. Jetzt liegt es an den gläubigen Menschen, aufzustehen und furchtlos zu sein.“
Higgins kam über politische Netzwerke ins Pentagon. Er arbeitete 2016 für den Präsidentschaftswahlkampf von Ben Carson und später mit Charlie Kirk von Turning Point USA zusammen. Seit Hegseths Amtsantritt berät er den Minister unmittelbar. Im Januar forderte Higgins amerikanische Christen zur Wahlteilnahme auf, andernfalls werde Amerika für immer verloren sein. Im Sommer erklärte er, eine Trennung von Kirche und Staat existiere überhaupt nicht. Der amerikanischen Frauen-Basketballliga unterstellte er „Hass auf das Christentum“. Frauen, die berufliche Erfüllung suchen, belehrte er im Mai, keine Karriere könne ihnen geben, was einzig die Mutterschaft biete. Schwangerschaftsabbrüche verglich er mit Menschenopfern und setzte Frauen, die einen solchen Eingriff vornehmen lassen, mit Satan in Verbindung. Menschen, die von einem Zellhaufen sprachen, beleidigte er als geistig behindert und Lügner; jede Abtreibung müsse als Mord behandelt werden. Die Gemeinschaft homosexueller und anderer sexueller Minderheiten bezeichnete er als „satanischen Kult“. Bereits 2020 hatte er erklärt, in den Vereinigten Staaten gebe es keinen gesellschaftlich verankerten Rassismus. Ausgerechnet dieser Mann soll dem Verteidigungsminister bei Fragen des Glaubens Orientierung geben. Higgins betrachtet offenbar einen großen Teil der Menschen, für deren Rechte der amerikanische Staat einzustehen hat, als Feinde seiner Weltordnung.
Beinahe zur eigenen Abschiebung gedrängt
Tatiana „Tanja“ Zamataykina lebt in Los Angeles, arbeitet als Tätowiererin und Stylistin. Ihr Ehemann ist amerikanischer Staatsbürger. Nach einem häuslichen Streit wurde die aus Russland stammende Frau festgenommen. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Anklage. Trotzdem verbrachte Zamataykina mehr als sechs Monate im Abschiebegefängnis Adelanto, mitten in der Mojave-Wüste Kaliforniens. Ein ehemaliges Gefängnis, in dem fast 1.800 Menschen festgehalten werden. Ein Leben lässt sich dort auch ohne strafrechtliche Verurteilung für Monate zum Albtraum bringen.

Zamataykina war völlig verzweifelt. Ihre Gesundheit verschlechtere sich, ihre psychische Kraft sei vollständig aufgebraucht. Sie habe kurz davor gestanden, eine Erklärung zur freiwilligen Ausreise zu unterschreiben. Überall in der Einrichtung hingen entsprechende Hinweise und Anleitungen. Wer lange genug eingesperrt bleibt, beginnt irgendwann selbst, den Weg hinaus zu wählen, den die Behörden ihm vorgeben. Gerade darin liegt die Grausamkeit einer Haft, deren Ende niemand zuverlässig absehen kann. Tatiana arbeitete sofort wieder. Über ihren Antrag auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis ist weiterhin nicht entschieden.
Über ein Netzwerk vermitteln wir alle Rechtsbeistände und sammeln Geld für Lebensmittel oder Trinkwasser. Auch Telefongespräche müssen finanziert werden. Aus dem Gefängnis erhält Zamataykina weiterhin verzweifelte Nachrichten. Ein Mann schrieb ihr, er werde krank, seine Familie brauche ihn. An manchen Tagen wolle er einfach die Erklärung zur freiwilligen Ausreise unterschreiben. Die Verzweiflung über die Haftbedingungen und die Entfernung zu Angehörigen ist groß. Die Isolation von Rechtsanwälten, Unterstützern und Familien gehört zur Strategie. Ein derzeit Inhaftierter schilderte, wie verlassen er sich fern seiner Familie und rechtlichen Unterstützung fühle.
Seit September 2025 starben in Adelanto vier Menschen. Ein gerichtlich eingesetzter Kontrolleur dokumentierte verschlissene Matratzen sowie Schimmel und Larven in Duschräumen. Nach einem unangekündigten Besuch berichtete die Kongressabgeordnete Norma Torres, inhaftierte Frauen hätten ihr von einem tagelangen Abwasseraustritt erzählt. Ungeklärtes Abwasser sei aus Duschabflüssen und Waschbecken gedrungen. ICE widerspricht. Es habe lediglich eine kurzzeitige Störung der Toiletten gegeben, die innerhalb weniger Stunden behoben worden sei. Vorwürfe unzureichender Bedingungen seien falsch. Die Gefangenen erhielten täglich drei Mahlzeiten sowie sauberes Wasser. Medizinische Versorgung und Telefonmöglichkeiten stünden ebenfalls zur Verfügung. Tatiana Zamataykina ist wieder draußen. Die Menschen, die ihr weiterhin aus Adelanto schreiben, sitzen noch dort. Manche überlegen, ihre Ausreise zu unterschreiben, weil sie die Haft nicht länger ertragen.

UPDATE; Im Abschiebegefängnis Adelanto verbrachte nicht nur Tatiana Zamataykina ihre Haftzeit. Auch konnten wir heute dort 18 der über inhaftierten 40 Menschen aus Corona finden. Wir haben darüber heute berichtet. Damit kann man ihnen Rechtsanwälte und die nötigsten Dinge vermitteln.
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Auf dem Capitol Hill liefert der republikanische Abgeordnete Randy Fine aus Florida unterdessen eine bedrückende Vorstellung davon, wie unsicher amerikanische Staatsbürgerschaft nach dem Willen mancher Trump-Anhänger werden könnte. Fine fordert, Einbürgerungen seit 1990 erneut zu untersuchen. Wer bei seinen Einbürgerungsunterlagen gelogen habe, müsse die Staatsbürgerschaft verlieren und abgeschoben werden, erklärte er am Montag. Die Journalistin Nichole Berlie fragte ausdrücklich, ob seine Forderung auch für Melania Trump und Elon Musk gelte, die selbst eingebürgert wurden und zum Umfeld des Präsidenten gehören. Fine nahm beide nicht aus. Seine erste Zielperson steht allerdings schon fest: die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota. Sie solle die Erste sein, ausdrücklich jedoch nicht die Letzte. Fine behauptete, der aus seiner Sicht bekannt gewordene Einbürgerungsbetrug in Minnesota sei weit verbreitet. Belege für eine solche allgemeine Behauptung lieferte er in dem zitierten Gespräch nicht. Bei der Ehefrau des Präsidenten und einem seiner prominentesten Verbündeten ließ er zumindest die theoretische Konsequenz seiner Forderung stehen. Gerade darin steckt eine unerfreuliche Aussicht: Die Staatsbürgerschaft könnte für Millionen Menschen wieder zum Gegenstand politischer Verdächtigungen werden.

Gegen Omar kursiert seit 2016 die falsche Behauptung, sie habe ihren eigenen Bruder geheiratet, um Einwanderungsrecht zu umgehen. Sie weist den Vorwurf entschieden zurück; eine belastbare Grundlage für die Anschuldigung liegt nicht vor. Entstanden war die Geschichte durch eine anonyme Aussage auf einer konservativen Internetseite. Ein Name und die Behauptung einer Verwandtschaft genügten damals, um eine jahrelange Kampagne gegen die Abgeordnete auszulösen. Vor etwa 2 Wochen durchsuchten Beamte des Heimatschutzministeriums Omars Wohnung. Sie berichtete, die Beamten seien Zimmer für Zimmer vorgegangen und hätten 17 Gegenstände mitgenommen. Die Untersuchung betraf laut dem vorliegenden Bericht die Frage, ob ihre Altersangaben mit früheren Einbürgerungsunterlagen übereinstimmen. Omar sprach von einem empörenden Machtmissbrauch und dem gezielten Einsatz staatlicher Ermittler gegen politische Gegner. Fine verlangt jetzt weitere Überprüfungen. In Washington reicht der alte, nie belegte Vorwurf über eine Ehe offenkundig aus, um neue Forderungen nach Aberkennung der Staatsbürgerschaft zu befeuern. Wer sich vor solchen Anschuldigungen rechtfertigen muss, hat den Schaden häufig längst erlitten, bevor irgendein Gericht die Akten sieht.
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Bei Jared Kushner, dem Schwiegersohn des Präsidenten, geht es um eine andere Art des Umgangs mit ausländischen Regierungen. In seinem neuen Buch „Princes and Thieves“ erhebt der Journalist Matthew Cole den schweren Vorwurf, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten Kushner 50 Millionen Dollar dafür gezahlt, Außenminister Rex Tillerson aus dem Amt zu drängen. Tillerson hatte sich 2017 und 2018 gegen die Blockade Katars gestellt. Die Führung der Emirate und Saudi-Arabiens wollte seine Entlassung. Cole zufolge betrieb Kushner sie hinter den Kulissen bereits seit Monaten, bevor Trump den Außenminister schließlich per Internetnachricht feuerte. Ein mit der angeblichen Vereinbarung vertrauter Informant berichtete dem Autor, Kushner habe den Präsidenten der Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan, persönlich gedrängt, die vereinbarte Zahlung zu beschleunigen. Einen Monat später seien 50 Millionen Dollar über Aserbaidschan auf ein Konto in Zypern geflossen. Kushners Anwalt bestreitet ausdrücklich, dass sein Mandant ein solches Konto besessen oder von Mohamed bin Zayed Geld verlangt beziehungsweise erhalten habe. Ein gerichtlicher Nachweis der behaupteten Zahlung liegt in der vorgelegten Darstellung nicht vor. Der Vorwurf bleibt ungeheuerlich: Der Zugang zum amerikanischen Präsidenten soll für einen ausländischen Staat zum käuflichen Mittel geworden sein, einen Minister loszuwerden.
Nach Coles Darstellung löste Tillersons Entlassung in Katar erhebliche Unruhe aus. Die dortige Regierung habe daraufhin einen eigenen Weg gesucht, sich Kushners Einfluss zu sichern. Ende März oder Anfang April 2018 habe sie ihm Hilfe bei der Finanzierung seiner Immobilie an der 666 Fifth Avenue in Manhattan angeboten. Anschließend milderte Trump seine zuvor harte Haltung gegenüber Katar. Ob der Präsident von der behaupteten Absprache mit Kushner wusste, ist nach dem vorliegenden Bericht unklar. Schon diese zeitliche Abfolge verlangt Aufklärung, ohne daraus eine erwiesene Bestechung zu machen. Ein Außenminister widerspricht einer Blockade, wird entlassen, und ausgerechnet der Schwiegersohn des Präsidenten soll von ausländischen Regierungen finanziell umworben worden sein. Wer tatsächlich Einfluss kaufte und welche Entscheidungen dadurch verändert wurden, lässt sich aus den bisherigen Angaben nicht abschließend feststellen. Entscheidend wären belastbare Zahlungsunterlagen und Aussagen der Beteiligten. Bis dahin stehen Coles schwere Anschuldigungen und das ausdrückliche Dementi Kushners gegeneinander.
RFK: „Es gibt 500 Millionen Araber auf der Welt. Und trotzdem bringen sie keine wissenschaftlichen Leistungen hervor. Sie gewinnen keinen Nobelpreis. Sie gewinnen keine Fields-Medaille. Sie gewinnen keinen Wolf-Preis. Sie bringen keine Literatur hervor.“
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. fand am Montag in Grand Rapids, Michigan, derweil Zeit für eine Rede über angebliche kulturelle Minderwertigkeit von Arabern. Vor Republikanern im Kent County behauptete er, unter den weltweit 500 Millionen Arabern gebe es keine wissenschaftlichen Leistungen. Sie gewännen weder Nobelpreise noch bedeutende mathematische Auszeichnungen und brächten keine Literatur hervor. Wenige Sätze später erinnerte er selbst daran, dass arabische Herrscher im 13. Jahrhundert über Bibliotheken mit mehr Büchern verfügt hätten als ganz Europa. Den angeblichen Niedergang schrieb er der Muslimbruderschaft zu, die Gesellschaften geschaffen habe, die nur Hass und Krieg hervorbrächten und sich als Opfer darstellten. Aus dem Mund des amerikanischen Gesundheitsministers kam damit eine pauschale Herabsetzung von Hunderten Millionen Menschen. Die historischen Tatsachen lassen sich wesentlich leichter überprüfen als Kennedys Vorstellungen. Nagib Mahfuz erhielt 1988 den Literaturnobelpreis, Ahmed Zewail 1999 den Chemienobelpreis. Der palästinensisch-amerikanische Forscher Omar Yaghi wurde 2025 ebenfalls mit dem Chemienobelpreis ausgezeichnet. Schon diese Beispiele zerlegen seine Behauptung.
Auch der Journalist Mehdi Hasan widersprach Kennedy öffentlich. Weitere Stimmen erinnerten an arabische Beiträge zur Algebra sowie zur Medizin. Der saudische Kommentator Eyad Al-Hamoud verwies unter anderem auf die Entwicklung mathematischer Verfahren und die Arbeiten des Gelehrten Ibn al-Haytham zur Optik. Kennedy sprach, als ließe sich die Geschichte der Wissenschaft durch eine einzige rassistische Behauptung auslöschen. Seine Rede hatte allerdings auch einen unmittelbaren politischen Hintergrund. In Michigan kandidiert der ägyptischstämmige amerikanische Arzt Abdul El-Sayed für den Senat. Konservative bringen ihn wiederholt mit der Muslimbruderschaft in Verbindung, obwohl er eine solche Unterstützung ausdrücklich zurückgewiesen hat. El-Sayed besitzt neben seiner medizinischen Ausbildung einen Doktortitel in öffentlicher Gesundheit von der Universität Oxford. Kennedy wollte vor republikanischem Publikum einen politischen Gegner treffen und wertete dafür eine gesamte Bevölkerungsgruppe ab. Der Gesundheitsminister verantwortet ein Ressort, dessen Arbeit auf wissenschaftlicher Erkenntnis beruht. Seine eigene Rede hielt dieser elementaren Anforderung keinen Augenblick stand. Ein Wissenschaftler muss Behauptungen an der Wirklichkeit messen lassen. Kennedy tat das Gegenteil und verlangte von seinem Publikum, die Leistungen realer Menschen zugunsten seines Feindbildes zu übersehen. Dass die Widerlegung mit wenigen bekannten Namen gelingt, macht die Verachtung in seinen Sätzen besonders offensichtlich.
Trump wird bei seiner Rede in Mississippi zum dritten Mal von einem Zwischenrufer unterbrochen:
„Schieb dir deinen Ballsaal in deinen fetten Arsch!!“
Trump selbst demonstrierte am Montagabend in Corinth, Mississippi, wie wenig Widerspruch seine Anhänger bei öffentlichen Auftritten ertragen. Der Präsident war gekommen, um die republikanische Senatorin Cindy Hyde-Smith im Wahlkampf gegen den Demokraten Scott Colom zu unterstützen. Wieder einmal sprach er ausführlich über seinen geplanten Ballsaal am Weißen Haus. Das Bauprojekt soll 600 Millionen Dollar kosten. Aus dem Publikum rief ein Mann: „Schieb dir deinen Ballsaal in deinen fetten Arsch!“ Trump lachte und antwortete: „Geh nach Hause.“ Es war bereits mindestens die dritte Unterbrechung an diesem Abend. Tausende Anhänger buhten, erhoben die Fäuste und skandierten „USA“. Trump behauptete anschließend, George Soros habe dem Protestierenden 250 Dollar bezahlt. Einen Beleg dafür legte er nicht vor. Vielmehr ärgerte ihn, dass der Zwischenruf ausgerechnet seine Pointe zerstört habe. Der Ballsaal, über den er sprechen wollte, wurde bereits im vergangenen Jahr durch den Abriss des historischen Ostflügels vorbereitet. Dafür hatte Trump nach den vorliegenden Berichten weder die Zustimmung des Kongresses noch die erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt.
Die geplante Erweiterung umfasst rund 90.000 Quadratfuß. Trump behauptete wiederholt, die Kosten würden vollständig von privaten Geldgebern getragen und die amerikanische Bevölkerung müsse nichts bezahlen. Tatsächlich drängte er den Kongress bereits in diesem Jahr, 400 Millionen Dollar für den Bau bereitzustellen. Republikanische Abgeordnete unterstützten die Idee, Gelder aus dem Bereich der Nationalparks sowie Zolleinnahmen umzulenken. Eine Untersuchung seiner öffentlichen Äußerungen ergab im April, dass Trump seinen Ballsaal damals in ungefähr jeder dritten Rede erwähnte. An diesem Montagabend wurde der Präsident dafür verspottet. Seine Anhänger beantworteten den Zwischenruf mit nationalistischen Rufen, während Trump ohne Belege einen bekannten politischen Gegner als Geldgeber des Protestes bezeichnete. Im Pentagon verbreitet ein religiöser Berater rassistische Beschimpfungen. Im Kongress verlangt ein Republikaner weitreichende Einbürgerungsprüfungen. Der Präsident hat derweil vor allem einen Wunsch: Er möchte endlich seine Pointe über den Ballsaal zu Ende erzählen.
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