Schlechte Tage für die Rechten: Erst der AfD-Hack, jetzt ICE – Daten von 41.000 Mitarbeitern enthüllt, Datenbank bei uns einsehbar

VonTEAM KAIZEN BLOG

29. Oktober 2026

Nach dem Hackerangriff auf die AfD trifft es nun den amerikanischen Abschiebeapparat. Mehr als 41.000 Beschäftigte und Auftragnehmer des US-Heimatschutzministeriums sind von einem massiven Datenabfluss betroffen. Damit muss man rechnen, wenn man böse Dinge macht. Darunter befinden sich Tausende ICE-Beamte, Angehörige verdeckter Ermittlungseinheiten und Mitarbeiter der Grenzschutzbehörde. Die veröffentlichten Unterlagen offenbaren weit mehr als Personalangaben. Sie gewähren Einblicke in geheime Überwachungsprogramme und die Organisation eines Sicherheitsapparats, dessen Einsatzkräfte ihre Gesichter bei Festnahmen häufig hinter Masken verbergen. Während die AfD nach ihrem eigenen Datenleck mit den Folgen offengelegter interner Informationen konfrontiert ist, verliert in den USA ein Ministerium die Kontrolle über einen Teil seiner eigenen digitalen Verwaltung. Für eine politische Bewegung, die staatliche Härte zum Versprechen erhoben hat, sind es unangenehme Tage.

Sie verdecken ihre Gesichter, verbergen ihre Namen und greifen Menschen auf offener Straße auf. Wer ihnen gegenübersteht, soll sich ausweisen, gehorchen und seine persönlichen Verhältnisse offenlegen. Die Beamten selbst bleiben häufig unerkannt. Jetzt trifft ausgerechnet das amerikanische Heimatschutzministerium ein gewaltiger Datendiebstahl. Mehr als 41.000 Beschäftigte und Auftragnehmer sind in veröffentlichten Unterlagen erfasst. Ihre Namen, dienstlichen Kontaktdaten und Aufgabenbereiche liegen offen. Doch weit schwerer wiegt, was sich hinter diesen Personalangaben verbirgt: verdeckte Operationen gegen politische Protestgruppen und Programme zur Überwachung der Kommunikation. Eine Regierung, die Menschen bis in ihre privaten Lebensverhältnisse durchleuchten lässt, konnte ihre eigenen dienstlichen Verzeichnisse nicht ausreichend schützen.

Diese Karte zeigt die Verteilung der im „Icepick“-Archiv erfassten Mitarbeiter des amerikanischen Heimatschutzministeriums. Besonders auffällig ist die Konzentration im Großraum Washington mit 1.098 Personen. Weitere Schwerpunkte liegen an der Westküste und entlang der mexikanischen Grenze. Die roten Kreise verdeutlichen, an welchen Standorten besonders viele Beschäftigte registriert sind. Tausende weitere Datensätze aus kleineren Orten und Überseegebieten sind auf der Karte nicht dargestellt.

Am 28. Oktober 2026 wurde die Datensammlung unter dem Namen „Icepick“ in das Internet gestellt. Die Unterlagen stammen nach Angaben der Beteiligten aus dem amerikanischen Heimatschutzministerium DHS und wurden zuletzt am 19. August aktualisiert. Hinter dem Zugriff steht eine Gruppe, die sich Department of Peace nennt. Mehr als 21.000 erfasste Personen gehören zur Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP. Rund 10.000 Datensätze betreffen die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE einschließlich ihrer Ermittlungsabteilung Homeland Security Investigations. Weitere 6.200 entfallen auf die Einwanderungsbehörde USCIS. Fast 1.000 betreffen die Behörde für Cybersicherheit und Schutz kritischer Infrastruktur, CISA. Insgesamt reicht die Sammlung über sieben nachgeordnete Behörden und umfasst ungefähr ein Siebtel der Beschäftigten des Heimatschutzministeriums.

Hier gelangt ihr zur Datenbank, die wir auch deshalb zugänglich machen, damit Angehörige, die weiterhin nach vermissten oder festgenommenen Familienmitgliedern suchen, möglicherweise zuständige Ansprechpartner oder Einrichtungen finden können:

ICEPI

Besonders aufschlussreich ist die Verbindung zwischen den Bundesbehörden und der örtlichen Polizei. Dutzende Datensätze führen Berufsbezeichnungen wie „Designated Immigration Officer“ oder „287(g) Officer“. Dahinter stehen örtliche Polizeibeamte, die im Rahmen entsprechender Vereinbarungen bestimmte Aufgaben der Einwanderungskontrolle übernehmen dürfen. Als Arbeitsorte erscheinen unter anderem Dienststellen örtlicher Sheriffs und Gefängnisse. Trumps Abschiebepolitik greift damit weit über die eigentlichen Einwanderungsbehörden hinaus. Selbst Polizeikräfte, deren ursprüngliche Aufgaben im örtlichen Gesetzesvollzug liegen, werden in die bundesstaatliche Abschiebepolitik eingebunden. Die Grenzen zwischen gewöhnlicher Polizeiarbeit und der Durchsetzung migrationspolitischer Entscheidungen werden für Betroffene immer schwerer erkennbar.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Recherchen decken auf: Kopfgeldliste – Wie ICE lokale Polizei für Verhaftungen bezahlt, selbst bei Kindern

Hinzu kommen rund 4.400 Personen mit unterschiedlichen unterstützenden Tätigkeiten. Unter ihnen befinden sich Softwareentwickler und Datenwissenschaftler ebenso wie Pflegekräfte und Beschäftigte in Abschiebehaftanstalten. 145 werden ausdrücklich als Auftragnehmer oder Auftragnehmer mit erhöhtem Sicherheitsrisiko geführt. Mehr als 300 Einträge betreffen höhere Funktionen in der Ministeriumszentrale, von der früheren Heimatschutzministerin Kristi Noem bis zu leitenden Mitarbeitern für Geheimdienstangelegenheiten und Datenschutz. In den meisten Datensätzen sind auch die jeweiligen Vorgesetzten angegeben. Dadurch lässt sich die Verwaltungsstruktur über zahlreiche Hierarchieebenen nachvollziehen. Was nach gewöhnlicher Personalverwaltung aussieht, enthüllt bei näherer Betrachtung die Verteilung staatlicher Entscheidungsgewalt.

Noch brisanter sind mehr als 55.000 interne Berechtigungsgruppen. Sie regeln, welche Beschäftigten auf bestimmte Computersysteme zugreifen dürfen. Bei Homeland Security Investigations gehören 39 Mitarbeiter aus mehr als 12 Außenstellen Gruppen an, deren Bezeichnungen auf offiziell genehmigte verdeckte Ermittlungen hinweisen. Eine weitere Gruppe verweist auf die Operation „Keyhole“. Amerikanische Gerichtsunterlagen bringen diese Operation mit der verdeckten Überwachung von Protestgruppen in Minneapolis in Verbindung. Andere Gruppenbezeichnungen betreffen Programme zum Abhören von Telekommunikation. Die Unterlagen öffnen einen seltenen Blick auf die verborgene Arbeitsweise eines staatlichen Überwachungsapparats. Seine Macht reicht bis in private Gespräche, während die Betroffenen häufig nicht einmal erfahren, dass sie beobachtet werden. Für einen Staat, der den Bürger ständig durchleuchten kann, wird die eigene Undurchsichtigkeit zu einem außerordentlichen Privileg.

Die Karte zeigt die geografische Verteilung der Beschäftigten des amerikanischen Heimatschutzministeriums, deren Daten durch den Hackerangriff öffentlich wurden. Jeder rote Kreis steht für einen Standort, seine Größe für die Zahl der dort erfassten Personen. Besonders hohe Konzentrationen finden sich an der Ostküste, in Kalifornien und entlang der Grenze zu Mexiko. Tausende weitere Betroffene sind auf der Karte nicht dargestellt, darunter 3.349 Personen aus 531 kleineren Orten. Die Daten aus dem veröffentlichten „Icepick“-Archiv verdeutlichen, wie weit sich der Apparat der amerikanischen Einwanderungs- und Sicherheitsbehörden über das Land erstreckt.

Gerade Minneapolis besitzt in diesem Zusammenhang eine bedrückende Bedeutung. Dort erschossen ICE-Einsatzkräfte in diesem Jahr Alex Pretti und Renee Good. Beide waren nach den vorliegenden Berichten keine Zielpersonen der jeweiligen Festnahmen. Zugleich fanden in Minnesota umfangreiche Ermittlungen gegen Menschen statt, die sich der Abschiebepolitik widersetzten. Im Juni wurden 15 Einwohner wegen mutmaßlicher Nachstellungen und Gewaltandrohungen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft brachte die Vorwürfe mit Aktivitäten gegen ICE in Verbindung. An einer weiteren Operation waren mehr als 100 Ermittler von Homeland Security Investigations beteiligt, darunter verdeckt eingesetzte Beamte. Die Maßnahmen umfassten eine weitreichende Überwachung und das Eindringen in private Gesprächsgruppen. Der Staat beobachtete damit auch jene Menschen, die gegen sein Vorgehen protestierten.

Die technischen Mittel dafür reichen tief in die private Kommunikation. Interne Zugriffsgruppen verweisen auf Falcon, eine Ermittlungsplattform des Unternehmens Palantir, und auf PenLink, mit dem Telefonverbindungen sowie Aktivitäten in sozialen Netzwerken ausgewertet werden können. Mehr als 700 Benutzerkonten sind einer Gruppe zugeordnet, deren Name auf den verschlüsselten Nachrichtendienst Signal verweist. Über 200 Konten der Grenzschutzbehörde gehören einer Gruppe an, die mit der Gesichtserkennungsanwendung Mobile Fortify verbunden sein dürfte. Unter den Beschäftigten finden sich Angehörige taktischer Einheiten und der Nachrichtenauswertung. Etwa die Hälfte dieser Konten entfällt auf Texas sowie Kalifornien und Arizona. Die Gruppenzugehörigkeiten belegen allein noch keinen konkreten Einsatz jedes einzelnen Programms. Sie zeigen jedoch, wie viele technische Überwachungsmöglichkeiten innerhalb dieser Behörden verwaltet werden.

Selbst der unmittelbare Führungsbereich des Heimatschutzministeriums erscheint in der Datensammlung. Die beiden Berechtigungsgruppen „Executive Leadership“ und „AI Access“ enthalten dieselben 13 Personen. Sie scheinen Ausnahmen von internen Internetsperren zu ermöglichen. Genannt werden die frühere Ministerin Kristi Noem und der ausgeschiedene IT-Verantwortliche Antoine McCord, der inzwischen wieder für das Rüstungstechnologieunternehmen Anduril arbeitet. Ebenfalls aufgeführt sind Philip Hegseth, der jüngere Bruder von Verteidigungsminister Pete Hegseth, sowie Jayce Krachenfels, der zuvor für Donald Trumps Wahlkampf 2024 tätig war. Die Genannten beantworteten entsprechende Anfragen nicht. Weitere Gruppen verweisen auf ChatGPT und Googles Gemini. Eine Gruppe namens „Grok.com“ umfasst 8 technische Verantwortliche des Ministeriums, darunter frühere Spitzenmitarbeiter. Ob und welche behördlichen Informationen über diese Anwendungen verarbeitet wurden, ist aus den Unterlagen nicht ersichtlich.

Die politische Brisanz des Datenabflusses liegt allerdings noch tiefer. Die Trump-Regierung verfolgt Menschen strafrechtlich, weil sie Informationen über einzelne ICE-Beamte veröffentlichen. Andere wurden wegen entsprechender Beiträge in sozialen Netzwerken von Bundesbeamten aufgesucht und zum Löschen ihrer Veröffentlichungen aufgefordert. Zugleich versucht das Heimatschutzministerium, anonyme Kritiker zu identifizieren und Angaben über Teilnehmer politischer Proteste zu beschaffen. Selbst Überwachungsmaßnahmen gegen Journalisten sind dokumentiert. Eine Regierung, deren bewaffnete Einsatzkräfte vielfach vermummt auftreten, verlangt für ihre Mitarbeiter einen Schutz vor öffentlicher Identifizierung, der zunehmend auch gewöhnliche berufliche Angaben erfasst. Der Bürger soll für den Staat durchsichtig sein. Der Staat selbst beansprucht das Recht, seine Gesichter zu verbergen. In diesem Verhältnis ist die Angst vor Identifizierung längst zu einer höchst einseitigen Angelegenheit geworden.

Der amerikanische Bürgerrechtsanwalt Adam Steinbaugh von der Organisation FIRE widerspricht dieser weitreichenden Auslegung. Die Regierung stütze sich unter anderem auf das Bundesgesetz 18 USC 119, das die Veröffentlichung geschützter persönlicher Angaben über Bundesbeamte oder deren Familien bei entsprechender Bedrohungsabsicht untersagt. Namen und grundlegende dienstliche Angaben, wie sie auf einer gewöhnlichen Visitenkarte stünden, dürften jedoch nicht pauschal kriminalisiert werden. Der Unterschied zwischen dem Schutz vor persönlichen Bedrohungen und der öffentlichen Verantwortlichkeit staatlicher Bediensteter ist entscheidend. Ein Beamter erhält seine Befugnisse durch das Gesetz. Daraus folgt auch, dass sein Handeln rechtlich überprüfbar bleiben muss. Eine Maske darf diese Verantwortung nicht beseitigen.

Die Veröffentlichung ist aber notwendig wegen der fehlenden Rechenschaft innerhalb des Heimatschutzministeriums. Zahlreiche Mitarbeiter wüssten selbst um die Unbeliebtheit ihrer Behörde und verschleierten ihre tatsächliche Tätigkeit. In beruflichen Internetprofilen stehe teilweise lediglich, man erledige irgendwelche Aufgaben für die amerikanische Regierung. Würden Beschäftigte ihre Beteiligung am repressiven Staatsapparat nicht verbergen, müsse sie niemand aufdecken. Die Veröffentlichung der Datensammlung ist deshalb ausdrücklich als Mittel öffentlicher Kontrolle gedacht. Die Behörden verfügen über Informationen der Bevölkerung, weshalb nun auch ihre eigenen Angaben offengelegt wurden. Besondere Zeiten bedürfen manchmal auch besonderer Maßnahmen.

Das Heimatschutzministerium bestätigte, es prüfe einen möglichen Sicherheitsvorfall und arbeite an dessen Bewältigung. Bedrohungen gegen Mitarbeiter würden ernst genommen. Die Angreifer behaupten, sie hätten über den zentralen Anmeldedienst Okta Zugang zu den Informationen erhalten. Okta erklärte dagegen, es gebe keine Hinweise auf eine Verletzung der eigenen Systeme. Wie der Zugriff tatsächlich gelang, bleibt ungeklärt. Bereits im September hatte die Gruppe ShinyHunters nach eigenen Angaben persönliche Informationen über nahezu sämtliche FBI-Beschäftigten und deren Familien entwendet. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen. Erst kürzlich wurde außerdem die amerikanische Bundeswahlkommission nach einem vermuteten Angriffsversuch vorübergehend abgeschaltet.

Der Sicherheitsexperte Alexander Leslie von Recorded Future warnte vor den Folgen. Sollten die Angaben authentisch und aktuell sein, könnten sie für Angreifer von außerordentlichem nachrichtendienstlichem Wert sein. Gemeinsam mit bereits erbeuteten Informationen ließen sich Mitarbeiter gezielt täuschen und laufende Ermittlungen gefährden. Die Gefahr betrifft auch Menschen, deren Tätigkeit mit den umstrittenen Abschiebemaßnahmen überhaupt nichts zu tun hat. Die unkontrollierte Veröffentlichung solcher Daten schafft eigene Risiken. Sie ersetzt weder eine gerichtliche Untersuchung noch die rechtliche Verantwortung einzelner Beamter. Doch ausgerechnet das Ministerium, das immer tiefere Einblicke in das Leben anderer Menschen verlangt, konnte seine eigenen Informationsbestände nicht ausreichend schützen. Staatliche Macht besitzt offenbar eine empfindliche Stelle, sobald ihre Kontrolleure selbst zum Gegenstand der Kontrolle werden.

Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus wurden nach Angaben des Migration Policy Institute nahezu eine Million Menschen abgeschoben. Mehr als 70 Prozent hatten keine Vorstrafen, rund 20 % geringfügige Vergehen. Allein in diesem Jahr schossen ICE-Beamte bei Einsätzen auf mehr als 24 Menschen. Mindestens neun starben. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, deren Leben durch staatliche Gewalt beendet wurde, und Familien, die Antworten verlangen. Währenddessen treten Einsatzkräfte häufig ohne erkennbare Kennzeichnung auf, obwohl ihre Identifizierung gesetzlich vorgeschrieben ist. Amerikanische Abgeordnete haben das Heimatschutzministerium bereits aufgefordert, diese Pflicht durchzusetzen.

Die Enthüllung von 41.000 Personalangaben macht nun sichtbar, wie weit Trumps Abschiebeapparat organisatorisch reicht und welche technischen Möglichkeiten seine Behörden verwalten. Sie legt zugleich die erschreckende Unfähigkeit einer Regierung offen, ihre eigenen Informationsbestände zu schützen. Die persönliche Sicherheit unbeteiligter Beschäftigter darf dabei ebenso wenig preisgegeben werden wie das Recht der Bevölkerung, staatliche Gewalt zu überprüfen. Zwischen beiden Verpflichtungen verläuft eine Grenze, an der sich der Wert rechtsstaatlicher Ordnung entscheidet. Doch während Washington die Veröffentlichung dienstlicher Angaben über ICE-Beamte mit strafrechtlicher Härte verfolgt, bleiben die Gesichter zahlreicher bewaffneter Einsatzkräfte verborgen. Der Hackerangriff hat diese Widersprüche bis in die Verwaltungsstrukturen des Heimatschutzministeriums freigelegt. Für die Familien von Alex Pretti und Renee Good liegt die entscheidende Frage weiterhin dort, wo sie bereits vor dem Datenabfluss lag: bei den Menschen, die staatliche Waffen führten, und bei jenen, die ihnen diese Macht übertrugen. Die Namen ihrer getöteten Angehörigen kennt Amerika. Die Verantwortung für ihren Tod verlangt weiterhin nach Antworten.

Fortsetzung folgt …

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4 Comments
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Ela Gatto
14 Stunden vor

Diese Recherche und Veröffentlichung hat es in sich.

Die Regierung fordert für sich die absolute Anonymität und will gleichzeitig den kontrollierbaren gläsernen Bürger.

Es ist wichtig und richtig, dass das ans Licht kommt.
Der Verweis auf Ermittlungen, die nichts mit der Abschiedemaschinerie zu tun haben, ist richtig.
Aber in der Gesamtbetrachtung sicher nur ein winziger Teil.

Und wäre die Regierung transparent, wären solch Hackerangriffe nicht notwendig.
Es ist gut, dass man diese Datenbank einsehen kann.

Ich bin mir sicher, dass Jeder dankbar ist zu wissen, ob neben ihm ein ICE Handlanger wohnt.
Und ob man selber im Visier des DOJ ist.

Klingt vielleicht naiv, aber genau so etwas habe ich mir gewünscht.
Da muss auf der Ebene noch viel mehr passieren, bevor mit Palantir und Co eine totale irreversible Kontrolle eingerichtet ist.

Rainer Hofmann
Administrator
8 Stunden vor
Antwort auf  Ela Gatto

… es ist die Geschichte vom Krug und Brunnen

Patricia
Patricia
11 Stunden vor

Man ist geneigt, das positiv zu sehen, solange es gute Kräfte sind, die die Datenbanken der Bösen hacken. Aber Tech-Know How kennt kein Gut oder Böse, es liebt wohl vor allem die sportliche Herausforderung. Moralisch ist das ein zweischneidiges Schwert. Denn wenn man den gläsernen Menschen nicht will, ist Hacken auch dann nichts per se Wünschenswertes, wenn es dem Guten dient.

Allerdings darf man es auch nicht der Gegenseite überlassen. Das alte Dilemma: Darf man sich selbst auch dann mit allen Mitteln verteidigen, wenn man Pazifist ist? Ein Problem, vor dem abgewandelt Demokratien derzeit stehen, wenn antidemokratische Kräfte sich für ihr Emporkommen demokratischer Strukturen bedienen. Man kann nur hoffen, dass all das am Ende zu etwas Gutem führt. Brasilien hat es trotz massiver Intervention geschafft, sich neu aufzustellen. Ungarn und Serbien haben eine Wende herbeigeführt. Jetzt müssen die Amis beweisen, dass sie doch noch wissen, was Recht und was Unrecht ist, und dass sie erkennen: Nicht immer ist der, der am lautesten brüllt, auch kompetent. Auch der deutsche Verfassungsschutz muss endlich Nägeln mit Köpfen machen und ein Verbotsverfahren der Nazi-Sekte einleiten, das längst überfällig ist.

Es sieht vielversprechend für die Midterms aus. Leider ist wohl nicht davon auszugehen, dass die Republikaner einen für sie negativen Wahlausgang einfach so akzeptieren werden. Siehe Alaska schon jetzt. Die Wahlbetrugsmasche wird auf die Spitze getrieben werden. Es wird sich danach also vermutlich noch nicht so viel ändern, mit Chance sogar erst einmal noch schlimmer werden. Narzissten ertragen keine Niederlage, sie werden wütend und unkontrollierbar. Aber möglicherweise wird es dennoch schwieriger, diese korrupte, gewalttätige, wirtschaftlich wie politisch desaströs inkompetente Narzissten-Politik durchzubringen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Bislang ist nicht erkennbar, dass Trump endlich das Handwerk gelegt werden könnte, weder politisch, noch juristisch. Einfach weil es zu viele reiche Profiteure gibt.

Rainer Hofmann
Administrator
8 Stunden vor
Antwort auf  Patricia

…wie bereits oben auf alle Themen des Kommentars bezogen, es ist die Geschichte von Brunnen und Krug

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