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Zwei Spiele am Tag, im geschenkten Jet

VonTEAM KAIZEN BLOG

Juni 18, 2026

FIFA-Chef Gianni Infantino lässt sich von der staatlichen Qatar Airways, einem Sponsor im geschätzten Wert von 487,5 Millionen Dollar, für das ganze Turnier einen Privatjet stellen, um zwei Spiele am Tag zu erreichen, und überlässt am Ende dem Präsidenten den Pokal, der den Spielern gehört!

Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, bereist seine Weltmeisterschaft in einem Privatjet, den ihm die staatliche Qatar Airways für die Dauer des Turniers gestellt hat. Es ist eine Gabe im Rahmen eines Vertrags, dessen Wert die Beratungsfirma GlobalData Sport auf 487,5 Millionen Dollar schätzt, und mit deren Hilfe der Schweizer zwei Spiele am Tag erreichen will. Zur Eröffnung Katars war er in San Francisco, beim 1:1 gegen seine eigene Schweiz, danach flog er fast tausendsechshundert Kilometer nach Vancouver, um Australien gegen die Türkei zu sehen.

Auf dem internationalen Parkett fühlt Infantino sich wohl, und das gehört zum Amt, denn die FIFA zählt zweihundertelf Mitgliedsstaaten, achtzehn mehr als die Vereinten Nationen. Doch in einem ist er einzig, in der Hingabe, mit der er Präsidenten und Fürsten umwirbt, auch die Regierungschefs. Trump nennt ihn einen großen Freund, und im Weißen Haus war der Schweizer während dessen zweiter Amtszeit häufiger zu Gast als jeder Würdenträger der Welt, vielleicht von Dana White abgesehen, dem Herrn der Käfigkämpfe.

Den Zuschlag für Katar 2022 hat nicht er erteilt, doch kaum jemand hat mehr getan, das Land zu rechtfertigen, und dasselbe gilt für Saudi-Arabien, das die Weltmeisterschaft 2034 ausrichten wird. Dass nun ausgerechnet die staatliche Fluglinie Katars ihm den Jet stellt, ist von einer Folgerichtigkeit, die keiner Erklärung bedarf. Es ist die kommerziellste Weltmeisterschaft der Geschichte, die erste über eine ganze Erdhälfte, in Kanada und den Vereinigten Staaten, dazu Mexiko, mit erwarteten Einnahmen von dreizehn Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie zuletzt. Ein Drittel davon kommt aus dem Sponsoring, und die FIFA schützt ihre Geldgeber mit Hingabe, benennt Stadien für die Dauer des Turniers um, deren Namensrechte längst vergeben sind, und deckt noch den flüchtigsten Blick auf das Zeichen einer fremden Firma zu. Zu ihren obersten Partnern zählen Aramco und Adidas, ADI Predictstreet, Coca-Cola, Hyundai mit KIA, Lenovo und Visa, nicht zuletzt aber Qatar Airways.

Infantino will ein Erbe hinterlassen, das sich mit dem von Joao Havelange oder Jules Rimet messen kann, den großen Verwaltern der hundertzweiundzwanzigjährigen Geschichte der FIFA. Dazu greift er auch nach dem Vereinsfußball. Die Klub-Weltmeisterschaft des Jahres 2025, gewonnen von Chelsea, war zugleich die Generalprobe und eine Wette über eine Milliarde Dollar, der UEFA und ihrer Champions League die Krone des wichtigsten Vereinswettbewerbs zu entreißen.

Am 19. Juli, wenn im MetLife Stadium in New Jersey der Pokal überreicht wird, soll Trump dabei eine große Rolle spielen, und der FIFA ist es recht, wenn er es ist, der ihn dem siegreichen Kapitän in die Hände gibt. So war es schon beim Endspiel der Klub-Weltmeisterschaft, als der Präsident neben Infantino stand, half, den Pokal zu Reece James zu tragen, und an dessen Seite blieb, als der ihn hob. Man habe ihm gesagt, der Präsident werde den Pokal überreichen und dann abtreten, erzählte James, er habe das auch gedacht, doch dann habe der Mann offenbar bleiben wollen. Auch diesmal soll Trump entscheiden dürfen, ob er stehen bleibt, während die Weltmeister den Pokal in die Höhe recken. Beim 4:1 der amerikanischen Elf gegen Paraguay am Freitag in Los Angeles fehlte er noch, doch beim Turnier, sagt er, werde er erscheinen, wann, ist nicht gesagt.

So fügt sich ein Bild. Ein Funktionär, der die Mächtigen umwirbt und sich von ihnen umwerben lässt, fliegt im Jet des einen über das Turnier und reicht dem anderen den Pokal, der den Spielern gehört. Die FIFA, die noch das kleinste fremde Zeichen auf dem Rasen verhängt, nimmt das größte Geschenk eines Staates ohne Zögern an und nennt es eine Partnerschaft. Eine Gabe ist es nur dem Namen nach, denn was 487,5 Millionen kostet, schenkt niemand, und wer einem Verband einen Jet stellt, kauft sich die Stunde, in der dessen Präsident neben dem Präsidenten steht. Am Ende eines Spiels, das Millionen lieben, weil es das ehrlichste der Welt ist, steht ein Mann, der den Platz nicht räumt, und ein anderer, der ihm dafür dankt. Den Pokal aber heben, wie eh und je, die, die gespielt haben, und für einen Augenblick gehört das Spiel wieder ihnen.

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Ela Gatto
17 Stunden vor

Die korrupteste WM aller Zeiten.

Der korrupteste Ar***kriecher aller Zeiten ist Infantino.

Er trat an mit dem Versprechen, die Korruption in der FIFA zu beenden (komisch erinnert mich an Trumps Wahlversprechen) und macht sie zum korruptesten Verein überhaupt.

Und der Moment der Pokalüberreichung, der der siegreichen Mannschaft gehören sollte, wird zu einer Trump-Show.

Und wie immer, werden alle artig mitspielen. 🤮

Zuletzt bearbeitet am 17 Stunden vor von Ela Gatto
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