Orbán verliert die Macht – und klammert sich an die Partei!

Viktor Orbán hat die Wahl verloren, deutlich und ohne Spielraum. Nach sechzehn Jahren an der Regierung steht sein politisches System vor dem Bruch. Seine Partei Fidesz kommt nur noch auf 52 Sitze, während die Bewegung Tisza mit 141 Mandaten eine dominierende Mehrheit erreicht. Orbán reagiert nicht mit Rückzug, sondern mit Verschiebung. Er kündigt an, sein Parlamentsmandat niederzulegen, will aber Parteichef bleiben. Er begründet das damit, dass er nicht im Parlament gebraucht werde, sondern beim Wiederaufbau seines politischen Lagers. Die Kontrolle über die Fraktion soll sein langjähriger Vertrauter Gergely Gulyás übernehmen.
Der Schritt hat eine klare Wirkung: Orbán entzieht sich einer neuen Machtverteilung im Parlament, in dem Peter Magyar künftig den Ton angibt. Magyar, früher selbst Teil von Fidesz, übernimmt voraussichtlich das Amt des Ministerpräsidenten und verfügt mit seiner Mehrheit über die Möglichkeit, zentrale Entscheidungen der vergangenen Jahre rückgängig zu machen. Innerhalb von Fidesz beginnt zugleich eine offene Debatte. Teile der Partei fordern eine Rückkehr zu wirtschaftlichen Themen und ein Ende der dauerhaften Konfrontation mit politischen Gegnern im In- und Ausland. Kritik richtet sich auch gegen das Umfeld Orbáns, insbesondere gegen wirtschaftliche Netzwerke, die vom Staat profitiert haben und den Unmut vieler Wähler verstärkt haben.
Trotz der Niederlage bleibt Orbán innerhalb der Partei ein Machtfaktor. Führende Stimmen betonen, dass Fidesz ohne ihn kaum vorstellbar sei. Doch erstmals seit Jahrzehnten steht die Partei ohne klare Richtung da, während außerhalb ihres Einflusses bereits eine neue Regierung entsteht.
Europa stellt sich auf Dauerkrieg ein – ohne Plan für ein Ende

Europa richtet sich auf einen langen Krieg in der Ukraine ein, während Washington den Fokus auf den Konflikt mit Iran legt. Damit fehlt der entscheidende Druck auf Moskau, und zugleich jede Dynamik für ernsthafte Gespräche zwischen den Kriegsparteien. Weder Russland noch die Ukraine stehen vor einem Durchbruch, militärisch wie politisch ist die Lage festgefahren. In Kiew wächst die Ernüchterung über die Rolle der USA. Präsident Selenskyj hat seine Erwartungen deutlich zurückgeschraubt, weil klare Unterstützung ausbleibt und zentrale Forderungen Russlands in Washington weiter Gehör finden. Gespräche finden nur noch im Hintergrund statt, offizielle Verhandlungen liegen praktisch auf Eis. Vorschläge für neue Formate wurden von Moskau abgelehnt.
Europa reagiert mit Geld und Sanktionen. Die Europäische Union stellt ein umfangreiches Darlehen bereit, gleichzeitig werden neue Strafmaßnahmen gegen Russland vorbereitet und bestehende verschärft. Das soll den Druck erhöhen, doch gleichzeitig wächst die Einsicht, dass dies allein keine Entscheidung herbeiführen wird. Militärisch hält die Ukraine ihre Positionen, während Russland trotz hoher Verluste nur begrenzte Fortschritte erzielt. Beide Seiten sehen deshalb keinen Grund, jetzt nachzugeben. Der Krieg verlagert sich immer stärker in einen Zustand, in dem Zeit, Ressourcen und Ausdauer entscheidend sind.
In europäischen Hauptstädten fehlt inzwischen eine klare Vorstellung davon, wie dieser Krieg beendet werden kann. Unterstützung für die Ukraine bleibt politisch gesetzt, doch eine Perspektive darüber hinaus gibt es nicht. Ohne aktive Rolle der USA bleibt jede Lösung in weiter Ferne, während sich der Konflikt weiter verlängert.
Trump deutet Angriff als Zeichen seiner Bedeutung – und fordert neuen Ballsaal
US-Präsident Donald Trump sagt, die Schüsse beim Dinner der White House Correspondents’ Association heute Abend seien ein klares Beispiel dafür, warum das Weiße Haus einen neuen Ballsaal brauche.
Nach den Schüssen beim Dinner der White House Correspondents’ Association verlagert Donald Trump den Fokus schnell auf sich selbst. Bei einer Pressekonferenz spricht er davon, dass wiederholte Gewalt in seiner Nähe ein Hinweis auf seine eigene Bedeutung sei. Menschen mit Einfluss würden angegriffen, sagt er, und fügt hinzu, er empfinde es fast als Auszeichnung. Der Täter hatte sich laut Polizei durch einen Sicherheitsbereich in Richtung des Ballsaals bewegt, in dem Trump saß. Ein Motiv ist weiterhin unklar. Der Präsident reagiert darauf nicht mit Zurückhaltung, sondern mit einer Mischung aus Selbstdeutung und politischer Forderung. Er erklärt, dass genau solche Vorfälle zeigten, warum ein neuer Ballsaal im Weißen Haus notwendig sei.
Siehe auch unseren Artikel: Schüsse, Sirenen, Chaos – und ein Präsident wird aus dem Saal gerissen
Trump verweist dabei auch auf frühere Vorfälle, darunter ein Attentatsversuch während des Wahlkampfs und eine weitere Bedrohung auf einem Golfplatz. Für ihn gehört die Gefahr zum Amt, auch wenn er einräumt, dass er sie in dieser Form nicht erwartet habe. Gleichzeitig betont er, dass er sich davon nicht beeinflussen lassen wolle. Das Dinner selbst wollte er fortsetzen, doch Sicherheitskräfte brachen die Veranstaltung ab. Trump kündigt an, sie innerhalb von 30 Tagen nachholen zu wollen. Es gehe darum, sich nicht von Gewalt diktieren zu lassen, wie das öffentliche Leben ablaufe.
Seine Aussagen zeigen vor allem eines: Der Angriff wird nicht nur als Sicherheitsproblem behandelt, sondern auch als Teil seiner eigenen politischen Erzählung, in der Bedrohung und Bedeutung eng miteinander verknüpft werden. Ob er sich da nicht irrt.
Al-Qaida-nahe Kämpfer greifen Mali an – koordinierte Angriffe erschüttern das Land
In Mali haben bewaffnete Gruppen gleichzeitig mehrere Städte angegriffen und das Land in einen Ausnahmezustand versetzt. In der Hauptstadt Bamako waren Explosionen zu hören, über Stunden fiel Schussfeuer, während Militärhubschrauber über der Stadt kreisten und der Flughafen zeitweise geschlossen wurde. Auch in Kati, nahe der größten Armeebasis des Landes, kam es zu schweren Gefechten. Weitere Angriffe wurden aus Kidal, Gao, Ségou und Mopti gemeldet. Augenzeugen berichten von Kämpfen in mehreren Stadtteilen, zerstörter Infrastruktur und anhaltenden Detonationen. Selbst das Wohnhaus des Verteidigungsministers wurde beschädigt. Die Straßen in Bamako leerten sich, während Sicherheitskräfte versuchten, die Kontrolle zurückzugewinnen.
Nach Einschätzung mehrerer Quellen stehen hinter den Angriffen dschihadistische Gruppen mit Verbindungen zu Al-Qaida, die offenbar gemeinsam mit Tuareg-Kräften vorgehen. Besonders brisant ist die Lage in Kidal, einer strategisch wichtigen Stadt im Norden, die teilweise unter Kontrolle der Angreifer geraten sein soll. Dort waren zuletzt auch ausländische Kräfte präsent, darunter russische Einheiten, die nach dem Abzug der Wagner-Gruppe die militärische Unterstützung für die Regierung übernommen haben. Berichte sprechen davon, dass sowohl malische Truppen als auch diese Einheiten Ziel der Angriffe wurden.
Die Regierung erklärt die Lage inzwischen als unter Kontrolle, räumt aber ein, dass militärische Operationen weiterlaufen. Beobachter sprechen von der größten koordinierten Angriffswelle seit Jahren. Für die Führung in Bamako ist das ein direkter Test ihrer Stabilität, in einem Land, das seit über einem Jahrzehnt von Konflikten geprägt ist und dessen Sicherheit stark von externer Unterstützung abhängt.
Russische Drohnen schlagen auf NATO-Gebiet ein – Rumänien meldet Einschläge nahe Wohngebieten

In Rumänien sind nach einer russischen Drohnenattacke auf die ukrainische Region Odessa Trümmerteile in Wohngebieten eingeschlagen. In der Stadt Galați stürzten Fragmente in einem bewohnten Viertel ab und wurden später kontrolliert gesprengt. Wenig später wurde ein weiterer Fundort nahe Văcăreni im Kreis Tulcea bestätigt, das Gebiet wurde abgesperrt und von Spezialkräften gesichert. Die Vorfälle stehen im direkten Zusammenhang mit nächtlichen Angriffen Russlands nahe der rumänischen Grenze. Militärangaben zufolge bewegten sich Drohnen in unmittelbarer Nähe des rumänischen Luftraums. Daraufhin stiegen von der Basis Fetești britische Eurofighter-Kampfjets auf, um die Situation zu überwachen.
Anwohner in den Grenzregionen wurden per Warnsystem informiert. Gegen halb drei nachts meldeten Bewohner von Galați den Absturz eines unbekannten Objekts, wenig später bestätigten die Behörden den Drohnenbezug. Das rumänische Verteidigungsministerium reagierte scharf und spricht von einer direkten Gefährdung der regionalen Sicherheit. Die Einschläge auf NATO-Gebiet würden zeigen, dass Russland internationales Recht missachte und bewusst Risiken für die Zivilbevölkerung in Kauf nehme.
Iran kehrt nach Islamabad zurück – Gespräche laufen im Hintergrund weiter

Irans Außenminister Abbas Araghchi wird erneut nach Pakistan reisen. Nach einem Zwischenstopp in Oman und vor einem geplanten Besuch in Russland ist seine Rückkehr nach Islamabad bereits für Sonntag vorgesehen. Ein Teil seiner Delegation ist zuvor nach Teheran zurückgekehrt, um neue Anweisungen einzuholen, die sich direkt auf mögliche Schritte zur Beendigung des Krieges beziehen. Die Gespräche laufen damit weiter, auch wenn es nach außen keine klare Linie gibt. Pakistan bleibt dabei eine zentrale Anlaufstelle für diese Kontakte, während andere Formate ins Stocken geraten sind. Islamabad versucht, sich als neutraler Vermittler zu positionieren, der Gespräche überhaupt erst möglich macht.
Parallel dazu haben Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und Irans Präsident Masoud Pezeshkian telefonisch miteinander gesprochen. Sharif beschreibt den Austausch als konstruktiv und hebt hervor, dass Teheran weiterhin aktiv eingebunden bleibt. Für Pakistan geht es dabei um mehr als nur Diplomatie. Die Regierung betont, dass sie bereit ist, als ehrlicher Vermittler zu agieren, um Stabilität in einer zunehmend angespannten Region zu sichern. Während andere Akteure zögern oder eigene Interessen verfolgen, hält Islamabad die Kommunikationskanäle offen.
Trump bringt staatlichen Einstieg bei Spirit Airlines ins Spiel
Bei einer Nachfrage zur Zukunft von Spirit Airlines reagiert Donald Trump mit einem Vorschlag, der weit über klassische Wirtschaftspolitik hinausgeht. Er stellt offen in den Raum, dass die Regierung selbst einsteigen und die Airline übernehmen könnte. Trump verweist dabei auf eine frühere gescheiterte Fusion und zieht einen direkten Vergleich zur damaligen Entscheidung unter Barack Obama. Sein Fazit fällt knapp aus: Es habe nicht funktioniert. Daraus leitet er die Idee ab, dass der Staat diesmal selbst handeln sollte.
Sein Ansatz ist ungewöhnlich klar formuliert. Kaufen, stabilisieren, später wieder verkaufen. Der mögliche Gewinn soll aus sinkenden Ölpreisen entstehen, die die Kostenstruktur der Airline verändern würden. Damit beschreibt er ein Vorgehen, das eher an einen Investor erinnert als an einen Präsidenten. Der Staat würde in diesem Fall nicht regulieren, sondern direkt eingreifen und unternehmerisch handeln. Ob ein solcher Schritt überhaupt umgesetzt werden könnte, bleibt offen. Doch allein die Aussage zeigt, wie weit sich die wirtschaftspolitischen Vorstellungen verschoben haben. Staatliche Beteiligung wird hier nicht als Hilfe beschrieben, sondern als mögliche Investition. Wie das unter Trump enden dürfte, ist kein Rätsel – das ist ein sicherer Absturz.

Im Trumpversum geht es immer um Trump.
Um seine Genialität, seine Bedeutung, seine Stärke (Ironie)🙈
Was nun genau hinter den Schüssen steckt, weiß noch Keiner.
Deswegen schreibe ich bewusst nicht Attentat.
Und Trump wäre nicht Trump, wenn er das nicht nutzen würde.
Mit seinem Ballsaal wäre das nicht passiert… die Komponente „nationale Sicherheit“
MAGA läuft zur Höchstform auf.
Die irren linksradikalen Demokraten wollen Trumps gute Präsidentschaft beenden.
Umfragewerte werden steigen.
Trump ist der Gewinner.
👍
Staatlicher Einstieg bei Spirit?
Das widerspricht ja der viel zitierten Derugulation des Staates.
Der Staat soll sich doch nicht „einmischen“, der Markt soll es regulieren.
Wenn Trump den staatlichen Einstieg ins Spiel bringt, steckt da viel mehr dahinter.
Er macht nichts aus „Gutherzigkeit“.
Und ob es rechtlich möglich ist?
Danit dürfen sich die Gerichte beschäftigen.
…sehr sehr umstritten das vorhaben und für umsonst gibt es bei trump nicht
Viele dieser Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent finden den Weg nicht in unsere Medien.
Danke für Euren Bericht dazu
…es ist wichtig, diese dinge mehr nach aussen zu tragen
Orban will Macht behalten, aber nicht im offiziellen Fokus stehen.
Man darf ihn und sein Netzwerk nicht unterschätzen.
Leider wird das sicher in Europa wieder versäumt.
…da kann ich dir nur recht geben
Seit Beginn von Trumps 2. Amtszeit gab es keine wirkliche Unterstützung für die Ukraine.
Schmerzhafte Sanktionen gegen Russland?
Fehlanzeige
Öffentlicher Druck auf Putin
Fehlanzeige
Es zeichnete sich von Anfang an ab, dass die Ukraine nichts mehr zu erwarten hat von den USA.
Selbst wenn der Irankonflikt jetzt richtig beendet wäre und der Fokus der USA nicht dort liegen würde, wäre das kein Vorteil für die Ukraine.
Denn Trump würde Putin weiter „schmeicheln“ und Sekensky inter Druck setzen.
Wie löchrich die Sanktionen aus der EU gegen Russland sind, zeigen Eure wertvollen Recherchen.
Und Trump erlaubt Russland schon den zweiten Monat Öl und Gas zu exportieren.
…ja die sanktionen sind viele aus der spassabteilung
„…Die Einschläge auf NATO-Gebiet würden zeigen, dass Russland internationales Recht missachte und bewusst Risiken für die Zivilbevölkerung in Kauf nehme…“
Nicht das Erste Mal und sicher nicht das letzte Mal.
Es gibt außer ein paar scharfen Worten nie eine Konsequenz.
Russland missachtet internationales Recht, so wie das Völkerrecht, seit der Annexion der Krim.
…und das mit wenig folgen