28. Mai 2026 – Kurznachrichten

VonTEAM KAIZEN BLOG

Mai 28, 2026

Wenn die Liebe zum Krieg zur Empfehlung wird!

Donald Trump hat seinen Verteidigungsminister, er bevorzugt Kriegsminister, Pete Hegseth gelobt, und er hat dafür Worte gewählt, die man zweimal hören muss. Man habe großartige Leute, sagte er, Hegseth sei wie aus einer perfekten Besetzung. Und dann der Satz, der hängen bleibt. Er liebe den Krieg. Das klingt nach der Anpreisung eines Films, nach einem Trailer für den nächsten Actionhelden. Nur geht es hier nicht um Kino. Es geht um den Mann, der an der Spitze des größten Militärs der Welt steht. Es war einmal das Mindeste, was man von einem Verteidigungsminister erwartete, dass er den Krieg vermeiden will. Dass er ihn fürchtet. Dass er ihn für das letzte Mittel hält und nicht für das erste. Jetzt soll es ein Lob sein, dass einer ihn liebt. Der Satz fällt so beiläufig, dass man ihn fast überhört, und das ist vielleicht das Schlimmste daran. Worte zeigen, was ein Land für normal hält. Wer die Liebe zum Krieg zur Eignung erklärt, hat etwas vergessen, das man nicht vergessen darf. Der Krieg hat keinen Abspann. Es stehen am Ende keine Schauspieler auf. Erstaunlich, wie leicht dieser Satz über die Lippen geht. Noch erstaunlicher, wie wenige zusammenzucken. Ein Fortschritt der Sprache ist das gewiss. Ein Fortschritt der Zivilisation eher nicht.

Amerikas neuer Krieg auf See – Raketen gegen Fischerboote und eine Spur aus Rauch über dem Pazifik

Wieder steigt schwarzer Rauch über einem kleinen Boot im östlichen Pazifik auf. Wieder veröffentlicht das US-Südkommando ein Video, das eine Explosion zeigt, Sekunden später nur noch Feuer auf offenem Meer. Zwei Männer sterben. Einen Tag zuvor traf es bereits ein anderes Boot. Ein Mann wurde getötet, zwei Überlebende trieben anschließend im Wasser, während die Küstenwache Such- und Rettungsmaßnahmen einleitete. Die Regierung Donald Trump nennt all das einen Krieg gegen Drogenkartelle. Doch je länger diese Operation läuft, desto größer wird die Frage, was dort draußen eigentlich wirklich geschieht.

Lesen Sie auch unsere Recherchen: Trump spricht offen über Gewalt jenseits von Grenzen – und Regierungsunterlagen, die uns vorliegen – Eine investigative Recherche

Seit September lässt Washington mutmaßliche Drogenschmugglerboote in der Karibik und im Pazifik bombardieren. Nach aktuellen Zahlen starben inzwischen mindestens 196 Menschen. Das eigentliche Problem beginnt jedoch an einem anderen Punkt. Das Militär hat bis heute öffentlich kaum Beweise vorgelegt, dass die zerstörten Boote tatsächlich Drogen transportierten. Videos zeigen Explosionen. Namen der Toten, Ladungen oder unabhängige Untersuchungen fehlen dagegen fast vollständig. Genau deshalb wächst inzwischen auch innerhalb der Vereinigten Staaten der Druck. Der Pentagon-Generalinspekteur prüft mittlerweile selbst, ob die amerikanischen Streitkräfte bei den Angriffen überhaupt die vorgeschriebenen Zielverfahren eingehalten haben. Dabei geht es um die sogenannte sechsphasige Zielkette des Militärs – von der Zielauswahl bis zur abschließenden Bewertung eines Angriffs. Die Behörde untersucht allerdings ausdrücklich nicht die eigentliche Rechtmäßigkeit der Einsätze. Genau darin liegt der nächste Sprengsatz. Denn Kritiker werfen Washington längst vor, faktisch außergerichtliche Tötungen auf offener See durchzuführen.

Die Trump-Regierung weist das zurück und spricht von einem bewaffneten Krieg gegen lateinamerikanische Kartelle. Aus Sicht des Weißen Hauses seien die Gruppen verantwortlich für die amerikanische Überdosis-Krise und damit legitime militärische Ziele. Doch diese Argumentation verschiebt die Grenze zwischen Militär und Strafverfolgung immer weiter. Aus mutmaßlichen Schmugglern werden plötzlich militärische Gegner. Aus Polizeiarbeit wird Raketenkrieg. Besonders verstörend wirkt dabei die Normalisierung dieser Bilder. Kleine Boote werden inzwischen fast routinemäßig aus der Luft zerstört, während Politiker in Washington darüber sprechen, als handle es sich um gewöhnliche Militäreinsätze. Die Zahl der Angriffe steigt weiter. Menschenrechtsorganisationen, Militärjuristen und mehrere demokratische Abgeordnete warnen längst davor, dass die Vereinigten Staaten damit eine völlig neue Form grenzüberschreitender Gewalt etablieren könnten – ohne Kriegserklärung, ohne Gerichtsverfahren und häufig ohne öffentliche Beweise.

Der Pazifik wird damit zunehmend zu einem Ort, an dem Verdacht offenbar genügt, um ein Todesurteil auszulösen. Genau das verändert inzwischen auch den Blick auf die amerikanische Außenpolitik selbst. Denn während Washington anderen Staaten regelmäßig Rechtsstaatlichkeit predigt, entstehen nun immer mehr Videos, die zeigen, wie Boote innerhalb von Sekunden in Feuerbälle verwandelt werden. Die Frage, wer dort tatsächlich an Bord war, bleibt danach oft irgendwo zwischen Rauch, Militärsprache und politischer Rechtfertigung zurück.

Trumps Partei gehorcht ihm jetzt – aber Amerika vielleicht nicht mehr

Donald Trump formt die Republikanische Partei inzwischen vollständig nach seinem eigenen Bild. Wer ihm widerspricht, verliert Vorwahlen. Wer sich ihm unterordnet, steigt auf. Der jüngste Beweis dafür kam aus Texas, wo Generalstaatsanwalt Ken Paxton den langjährigen Senator John Cornyn aus dem Rennen drängte. Trump feierte den Sieg während seiner Kabinettssitzung wie einen persönlichen Triumph und erklärte, das Ergebnis sei nur der Auftakt für die Zwischenwahlen im November gewesen. Doch hinter der öffentlichen Euphorie wächst in der Partei längst die Angst, dass genau diese totale Kontrolle am Ende zum Problem werden könnte. Denn während Trump seine Macht innerhalb der Republikaner festigt, kippt die Stimmung im Land zunehmend gegen seine zweite Amtszeit. Die Preise steigen weiter, die Folgen seiner Zölle treffen Verbraucher und Landwirtschaft, der Krieg gegen Iran belastet Ölmarkt und Benzinpreise und selbst republikanische Strategen geben inzwischen offen zu, dass die Partei mit diesem Kurs in einen schwierigen Herbst steuert. Besonders alarmierend wirkte dabei Trumps eigener Satz über die Zwischenwahlen. Iran habe geglaubt, man könne ihn aussitzen, sagte er. „Mir sind die Zwischenwahlen egal.“

Genau dieser Satz hallt nun durch Washington. Denn viele Republikaner wissen längst, dass die Wahlen für ihre Partei alles andere als egal werden. Im Repräsentantenhaus verfügen sie nur über eine hauchdünne Mehrheit. Demokraten sehen bereits die Chance, mehrere Wahlkreise zurückzuerobern. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Trump Kandidaten unterstützt, die in republikanischen Vorwahlen zwar populär sind, in landesweiten Abstimmungen aber deutlich angreifbarer werden. Ken Paxton gilt dafür als perfektes Beispiel. Gegen ihn liefen über Jahre Ermittlungen wegen Wertpapierbetrugs, hinzu kamen Affären, ein Amtsenthebungsverfahren und eine hohe Vergleichszahlung, um einen Strafprozess zu vermeiden. Trotzdem machte Trump ihn nun zum Gesicht der Partei in Texas.

Innerhalb der Republikaner sorgt das längst für offene Spannungen. Mehrere Strategen warnen hinter verschlossenen Türen, dass Trump wirtschaftliche Sorgen der Bevölkerung kaum noch ernst nehme. Der Präsident bezeichnete steigende Preise mehrfach als Schwindel und sprach bei höheren Benzinkosten von „Peanuts“. Gleichzeitig drängt seine Regierung auf Milliardenprojekte wie den geplanten Ballsaal am Weißen Haus oder einen milliardenschweren Fonds für angeblich politisch verfolgte Unterstützer, zu denen womöglich sogar Beteiligte des Kapitolsturms gehören könnten.

Währenddessen sitzen die Republikaner auf riesigen Wahlkampfkassen, wissen aber offenbar selbst kaum, wie dieses Geld eingesetzt werden soll. Das Trump-nahe Komitee MAGA Inc. verfügte zuletzt über mehr als 356 Millionen Dollar, doch laut mehreren Parteistrategen fehlt bislang jede klare Linie für den eigentlichen Wahlkampf. Statt Wirtschaft, Inflation oder Alltagssorgen dominieren weiter Iran, persönliche Loyalität und interne Machtkämpfe die politische Debatte.

Die Demokraten beobachten diese Entwicklung inzwischen mit sichtbarer Hoffnung. In Iowa wollen sie die Folgen der Zölle und steigender Dieselpreise zum Wahlkampfthema machen. Im texanischen Rio-Grande-Tal setzen sie auf wirtschaftliche Schäden durch Trumps harte Einwanderungspolitik. Gleichzeitig werfen sie den Republikanern vor, Wahlkreise neu zuzuschneiden, weil man ahne, wie fragil die eigene Mehrheit inzwischen geworden sei.

So entsteht zunehmend ein Bild, das selbst viele Republikaner nervös macht. Trump bekommt tatsächlich die Partei, die er immer wollte – loyal, abhängig und auf seine Person ausgerichtet. Doch genau darin liegt womöglich das Risiko. Denn eine Partei kann Vorwahlen gewinnen und trotzdem das Land verlieren. Und während Trump weiter Stärke demonstriert, wächst im Hintergrund längst die Sorge, dass die Zwischenwahlen weniger zu einem Triumphzug als zu einer Abrechnung über Krieg, Preise und politischer Wut werden könnten.

Trump droht jetzt Oman – und der Nahe Osten rutscht weiter Richtung Kontrollverlust

Donald Trump saß bei der Kabinettssitzung im Weißen Haus und sprach plötzlich über Oman, als wäre der langjährige Verbündete der Vereinigten Staaten ein feindlicher Staat. Falls Oman sich „nicht ordentlich verhalte“, werde man das Land „auseinandernehmen“, sagte der amerikanische Präsident vor laufenden Kameras. Wenige Sekunden zuvor hatte er noch erklärt, die Straße von Hormus werde künftig unter amerikanischer Kontrolle stehen und niemand dürfe sie allein beherrschen. Dass Oman seit Jahrzehnten einer der wichtigsten Vermittler zwischen Washington und Teheran ist, schien in diesem Moment kaum noch eine Rolle zu spielen. Gerade das macht diese Aussagen so explosiv. Oman gilt seit Jahren als einer der wenigen Staaten im Nahen Osten, die gleichzeitig enge Beziehungen zu den USA und funktionierende Kontakte nach Iran besitzen. Das Sultanat half bereits bei der Atomvereinbarung von 2015 und spielt auch jetzt wieder eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Genau diesem Land droht Trump nun öffentlich mit Bombardierungen.

Parallel dazu verschärfte der Präsident erneut seine Rhetorik gegen Iran. Teheran verhandle „auf leerem Raum“, behauptete Trump. Armee, Marine und Luftwaffe des Landes seien praktisch zerstört worden. Doch genau diese Darstellung steht im Widerspruch zu mehreren Geheimdienstbewertungen, nach denen Iran einen großen Teil seiner militärischen Fähigkeiten längst wiederhergestellt hat – darunter Raketenarsenale und Abschussanlagen. Trotzdem kündigte Trump an, Verteidigungsminister Pete Hegseth werde Iran „fertigmachen“, falls Teheran nicht nachgebe. Im Zentrum des Konflikts steht weiter die Straße von Hormus. Rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports läuft normalerweise durch diese Meerenge. Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen Ende Februar ist die Lage dort jedoch massiv eskaliert. Iran fordert inzwischen nicht nur ein Ende der amerikanischen Seeblockade gegen iranische Häfen, sondern auch die Anerkennung iranischer Hoheitsrechte über die Region. Washington wiederum verlangt die Aufgabe hoch angereicherten Urans und weitreichende Einschränkungen des iranischen Atomprogramms.

Die Gespräche stecken inzwischen sichtbar fest. Trump lehnte einen iranischen Gegenvorschlag offenbar bereits ab. Gleichzeitig versucht das Weiße Haus weiter, militärischen Druck und diplomatische Gespräche miteinander zu verbinden. Genau daraus entsteht jedoch zunehmend der Eindruck einer Regierung, die gleichzeitig verhandeln und drohen, Frieden ankündigen und Eskalation vorbereiten will. Besonders gefährlich wirkt dabei inzwischen die Sprache selbst. Ein amerikanischer Präsident spricht offen darüber, einen Verbündeten zu bombardieren, während die Weltwirtschaft von genau jener Region abhängig bleibt, über die gerade verhandelt wird. Ölpreise, Schifffahrt, Iran, Israel und die amerikanische Innenpolitik verschmelzen dadurch immer stärker zu einer einzigen Krisenzone. Und während Washington weiter erklärt, man wolle Stabilität erreichen, wächst im Hintergrund längst die Sorge, dass die Kontrolle über diese Entwicklung bereits verloren gegangen sein könnte.

Der Vogel mit dem viel zu langen Schwanz – und warum Schönheit älter ist als die Menschheit

Vor 121 Millionen Jahren lief irgendwo im Gebiet des heutigen Nordostchina ein kleiner Vogel durch die Wälder der Kreidezeit, dessen Schwanz fast doppelt so lang war wie sein eigener Körper. Jetzt haben Forscher diesen Fund beschrieben und ihm den Namen Plumadraco bankoorum gegeben – der „gefiederte Drache“. Was zunächst wie eine kuriose Randnotiz aus der Urzeit klingt, erzählt in Wahrheit etwas viel Größeres über Evolution, Balz und Eitelkeit lange vor dem Menschen. Der Vogel gehörte zu den Enantiornithen, jener gewaltigen Vogelgruppe der Kreidezeit, die später gemeinsam mit den Dinosauriern verschwand. Besonders auffällig sind zwei Schwanzfedern von fast 30 Zentimetern Länge. Der Körper des Tieres selbst maß dagegen nur knapp 15 Zentimeter. Damit hält der Fund einen Rekord unter allen bislang bekannten Vertretern dieser ausgestorbenen Vogelgruppe.

Noch interessanter ist allerdings die Funktion dieser Federn. Sie halfen nicht beim Fliegen. Im Gegenteil. Die breiten Federstrukturen erzeugten zusätzlichen Luftwiderstand und machten das Tier wahrscheinlich langsamer und anfälliger. Genau deshalb gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich um reinen Schmuck handelte – vermutlich genutzt bei Paarungsritualen, um Weibchen zu beeindrucken. Der Schwanz war also weniger Werkzeug als öffentliche Selbstdarstellung. Die außergewöhnlich gute Erhaltung des Fossils erlaubt dabei einen seltenen Blick auf Details, die bislang kaum sichtbar waren. Die Federstruktur wird zum Ende hin immer dünner und flexibler. Dadurch könnten die Spitzen beim Bewegen leicht geflackert oder geschimmert haben – ähnlich wie bei heutigen Pfauen. Schon vor über hundert Millionen Jahren scheint Evolution also nicht nur auf Überleben, sondern auch auf Wirkung gesetzt zu haben.

Hinzu kommt ein weiterer Hinweis, der erstaunlich modern wirkt. Die Forscher vermuten, dass wahrscheinlich die Weibchen unauffälliger aussahen, während die Männchen den auffälligen Schmuck trugen. Hintergrund sind Hinweise darauf, dass diese frühen Vögel offene Bodennester bauten. Wer dort Eier ausbrütet, darf nicht auffallen. Auffällige Farben und riesige Schwänze wären für brütende Tiere ein enormes Risiko gewesen. Direkte Beweise dafür fehlen zwar noch. Trotzdem verändert der Fund bereits jetzt den Blick auf die Frühgeschichte der Vögel. Komplexe Balzrituale, optische Reize und sexuelles Imponiergehabe entstanden offenbar viel früher, als viele Forscher bislang annahmen. Lange bevor Menschen Kunst, Kleidung oder Statussymbole entwickelten, liefen bereits kleine gefiederte Wesen durch urzeitliche Wälder und versuchten offenbar genau dasselbe wie heute noch viele Arten auf diesem Planeten – Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wenn künstliche Intelligenz das Wasser trinkt – und ganze Dörfer dafür verschwinden

In der indischen Küstenstadt Visakhapatnam entsteht gerade eines der größten Projekte der neuen digitalen Welt. Google baut dort ein gigantisches Zentrum für künstliche Intelligenz, Milliardeninvestitionen fließen in Serveranlagen, Unterseekabel und Stromnetze. Die Regierung feiert das Projekt als Eintrittskarte in die Zukunft. Für viele Bewohner beginnt dagegen etwas völlig anderes. Sie verlieren ihr Land, ihre Felder und möglicherweise ihr Wasser. Besonders bitter wirkt der Konflikt, weil viele Menschen dort mit künstlicher Intelligenz kaum etwas verbinden können. Einige kennen weder Gemini noch ChatGPT. Was sie kennen, sind trockene Wasserleitungen und tägliche Versorgungsprobleme. In manchen Vierteln fließt Leitungswasser weniger als eine Stunde pro Tag. Genau in dieser Region entsteht nun ein Datenzentrum, das im Vollbetrieb so viel Strom verbrauchen könnte wie sechs Millionen Menschen in Indien innerhalb eines Jahres.

Die Regierung von Andhra Pradesh überhäuft Google gleichzeitig mit gewaltigen Vergünstigungen. Wasser wird für zehn Jahre um 25 Prozent billiger angeboten, Grundstücke ebenfalls. Hinzu kommen Steuererleichterungen, Zuschüsse für Strominfrastruktur und Rabatte auf Energiepreise. Laut internen Unterlagen summieren sich die staatlichen Hilfen über zwanzig Jahre auf rund 2,3 Milliarden Dollar. Während arme Familien um ihre Existenz kämpfen, erhält einer der wertvollsten Konzerne der Welt Milliardenunterstützung aus öffentlichen Mitteln. Für die Bauern rund um die Baustellen bedeutet das Projekt oft das Ende eines ganzen Lebensabschnitts. Familien, die dort seit Jahrzehnten Cashews und Mangos anbauen, werden umgesiedelt. Manche erhalten Entschädigungen von mehreren zehntausend Dollar, andere kleinere Ersatzgrundstücke. Doch viele Bewohner sagen offen, dass Geld ihre Zukunft nicht sichere. Sie fürchten, nach wenigen Jahren ohne Land, ohne stabile Arbeit und ohne langfristige Perspektive dazustehen.

Google verspricht dagegen Fortschritt, Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen erklärt, die Anlagen würden zunächst überwiegend luftgekühlt betrieben und deshalb deutlich weniger Wasser benötigen als klassische Rechenzentren. Zudem kündigt Google Projekte zur Wiederauffüllung von Wasserreserven, moderne Trinkwassersysteme und Ausbildungsprogramme an. Auch Fischer sollen mit Navigations- und Wettertechnik unterstützt werden. Trotzdem wächst der Widerstand. Menschenrechtsgruppen sprechen von einer gefährlichen Verbindung aus Konzernmacht und staatlicher Unterstützung. Sie werfen der Regierung vor, die Bevölkerung kaum über Umweltfolgen informiert zu haben. Kritiker sehen darin inzwischen ein weltweites Problem. Nicht nur Indien, auch Malaysia, Indonesien, Kenia oder die Philippinen erleben derzeit einen rasanten Ausbau riesiger Rechenzentren. Überall locken Regierungen mit Milliardenhilfen, obwohl Wasserknappheit und instabile Stromnetze längst Realität sind.

Der eigentliche Konflikt reicht deshalb weit über Indien hinaus. Die künstliche Intelligenz der reichen Technologiekonzerne braucht immer größere Mengen an Energie, Fläche und Infrastruktur. Bezahlt wird der Preis dafür jedoch oft an Orten, die ohnehin bereits unter Druck stehen. Während im Silicon Valley über digitale Zukunft gesprochen wird, verlieren irgendwo Bauern ihre Felder und Slumbewohner ihre ohnehin knappen Wasserreserven.

Genau darin liegt inzwischen die vielleicht größte Frage dieser neuen Technologie. Wem gehört der Fortschritt eigentlich noch, wenn ganze Regionen dafür umgebaut werden müssen? Und was bedeutet künstliche Intelligenz für Menschen, deren Alltag nicht aus Algorithmen besteht, sondern aus der Sorge, ob morgen überhaupt noch Wasser aus dem Hahn kommt?

Ehemalige Bundesrichter werfen Trump-System möglichen Justizbetrug vor

35 ehemalige Bundesrichter wollen jetzt erreichen, dass ein Gericht in Florida ein bereits abgeschlossenes Verfahren rund um Donald Trump und die amerikanische Steuerbehörde wieder öffnet. Der Vorwurf ist schwer. Die pensionierten Richter halten die ungewöhnliche Einigung zwischen Trump und der Regierung für möglicherweise betrügerisch und sprechen offen von einer Manipulation des Justizsystems. Im Mittelpunkt steht jener milliardenschwere Fonds des Justizministeriums, den Trump gemeinsam mit seinen Verbündeten geschaffen hat und der angeblichen Opfern eines „politisierten“ Rechtssystems Entschädigungen zahlen soll. Der Fonds umfasst fast 1,8 Milliarden Dollar und sorgt seit Tagen selbst unter Republikanern für Unruhe. Offiziell erklärte das Justizministerium zwar, Trump selbst werde daraus kein Geld erhalten. Gleichzeitig enthält die Vereinbarung jedoch einen hochsensiblen Zusatz. Die Steuerbehörde darf keine offenen Steuerforderungen mehr gegen Trump, seine Familienmitglieder oder seine Unternehmen verfolgen, sofern diese Ansprüche vor der Einigung entstanden sind.

Genau an diesem Punkt schlagen die ehemaligen Richter Alarm. In ihrem Schreiben erklären sie, die Beteiligten hätten das Gericht womöglich bewusst im Unklaren gelassen. Das Verfahren gegen die Steuerbehörde sei eingestellt worden, ohne dass die eigentliche Vereinbarung dem Gericht vollständig offengelegt worden sei. Die Richter sprechen von „beispiellosen Umständen“ und warnen davor, dass das Vertrauen in die amerikanische Justiz massiv beschädigt werden könne. Das ursprüngliche Verfahren hatte Trump gemeinsam mit seinen Söhnen und dem Familienunternehmen geführt. Hintergrund waren veröffentlichte Steuerunterlagen, die ein ehemaliger Berater der Steuerbehörde an Medien weitergegeben hatte. Trump forderte Milliardenentschädigungen. Die zuständige Richterin Kathleen Williams hatte bereits damals Zweifel geäußert, ob überhaupt ein echter Rechtsstreit vorliege, weil Trump gleichzeitig Kläger und Präsident der Behörden war, gegen die sich die Klage richtete.

Nun argumentieren die ehemaligen Richter, das Verfahren sei möglicherweise genutzt worden, um dem Präsidenten und seiner Familie private Vorteile zu verschaffen. Besonders brisant ist dabei der Vorwurf, dass ein vom Präsidenten kontrollierter Fonds Milliarden an Steuergeldern verteilen solle, ohne klare verfassungsrechtliche Grundlage oder Zustimmung des Kongresses. Genau diese Konstruktion sorgt inzwischen auch im Senat für massive Spannungen. Selbst republikanische Senatoren sollen den amtierenden Justizminister Todd Blanche bereits mit kritischen Fragen konfrontiert haben. Mehrere geplante Abstimmungen über zusätzliche Milliarden für Einwanderungsbehörden wurden zuletzt verschoben, weil der Widerstand gegen den Fonds innerhalb der Partei zunahm. Hinter den Kulissen wächst offenbar die Sorge, dass hier ein System entsteht, in dem politische Loyalität und staatliche Entschädigungen immer stärker ineinander übergehen.

Trump selbst verteidigt das Projekt weiter öffentlich. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, er hätte selbst ein Vermögen erstreiten können, helfe nun aber lieber anderen Menschen, die angeblich Opfer einer „korrumpierten und politisierten Biden-Regierung“ geworden seien. Doch genau diese Argumentation lässt die Lage immer gefährlicher wirken. Denn inzwischen geht es längst nicht mehr nur um Steuerakten oder ein einzelnes Gerichtsverfahren. Es geht um die Frage, ob ein amerikanischer Präsident staatliche Macht, Justizvereinbarungen und Milliardenfonds miteinander verknüpfen darf, während unabhängige Gerichte möglicherweise erst im Nachhinein erfahren, was tatsächlich beschlossen wurde.

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Ela Gatto
24 Minuten vor

Zitat: „Trump bekommt tatsächlich die Partei, die er immer wollte – loyal, abhängig und auf seine Person ausgerichtet.“

Aber was bleibt in der Partei, wenn Trump abtritt?
Gerade biologisch könnte das schneller kommen, als man denkt.

Was macht eine Partei, die ihr „goldenes Kalb“ verloren hat?
Und dessen umstriitene Kandidaten ins Amt wollen?

dieMidterms, so sie stattfinden, werden extrem eng.
Alleine durch die Neuzuschneidung der Wahlkreise zu Ungunsten von Schwarzen und Demokraten, ist noch lange nicht sicher, dass die Demokraten Stimmen gut machen.

Man darf nicht vergessen, diese Kandidaten wurden gewählt, nicht ernannt.
Und in knapp 5 Monaten werden diese Menschen erneut diese Kandidaten wählen.

Fraglich, ob die Demokraten dem gute Kandidaten entgegen setzen können.
Gerade in den tiefroten Staaten ist das mehr wie fraglich.

Ela Gatto
13 Minuten vor

Spätestens, als sich Hegseth selber die Bezeichnung Kriegsminister verliehen hat, war klar, wo die Reise hingehen wird.

Erst Venezuela.
Aber das war zu kurz und glatt 🙈

Nun der Iran.

Hegseth werde den Iran fertig machen, wenn sie keinen vernünftigen Deal machen.

Ein Präsident, der den Friedensnobelpreis beansprucht, lobt seinen Minister dafür, dass den Krieg liebt.
Zynischer geht es kaum.

Gleichzeitig drohte er dem Oman.
Recht drastisch.
Kam dazu eine Reaktion vom Oman?
Aber vielleicht hat Demenz-Donny auch Oman und Iran verwechselt?

Trumps Verhalten lässt für mich nur den Schluss zu, dass er keinen Frieden, sondern eine Unterwerfung, inklusive der Kontrolle der Strasse von Hormus will.
Und Hegseth darf sich austoben um dieses Ziel zu erreichen 😞

Ela Gatto
11 Minuten vor

Wieder ein Boot, wieder Tote.
Wieder keinerlei Beweise, dass es Drogenschmuggler waren.

Menschenleben werden einfach ausradiert.

Denen, die diese Befehle geben und auch denen, die sie wider besseren Wissens ausführen, wünsche ich für den Rest ihres Lebens furchtbare Alpträume!

Aber die restliche Welt schweigt zu den Tötungen.
Sie finden nicht einmal mehr den Weg in die Nachrichten😞

Zuletzt bearbeitet am 9 Minuten vor von Ela Gatto
Ela Gatto
1 Minute vor

Zitat: „was bedeutet künstliche Intelligenz für Menschen, deren Alltag nicht aus Algorithmen besteht, sondern aus der Sorge, ob morgen überhaupt noch Wasser aus dem Hahn kommt“

KI nutzt vor allem Denen, die Gewinn daraus ziehen.

Für Viele ist es nur eine Spielerei.
Bilder erstellen. Texted zusammen fassen lassen. Vielleicht auch gewisse Routinearbeiten erleichtern.

Aber KI säat nicht, bewässert nicht, bewirtschaftet nicht, erntet nicht.
KI schützt nicht vor Wasser- und Stromknappheit.
KI kostet Jobs
KI zahlt keine Rechnungen.

In Indien wird Google mit Milliarden unterstützt (sicher auch um Trump zu gefallen).
Die Familien konnen selber zusehen, wie sie klar kommen.

In den USA regt sich Widerstand gegen KI Zentren.
Hoffentlich setzt sich der Trend fort.

In Indien fehlt es wahrscheinlich an der Vernetzung um sich zur Wehr zu setzen.

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