Trump gab Netanyahu kurz vor der Waffenstillstandsankündigung am Dienstag grünes Licht, den Krieg im Libanon fortzusetzen. Dann kam der Waffenstillstand mit Iran. Dann kamen die Bomben auf Beirut. In den 24 Stunden nach der Ankündigung eskalierte Israel seine Angriffe auf den Libanon massiv. Mindestens 254 Menschen starben, nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes.
Dann rief Steve Witkoff Netanyahu an und bat ihn, die Angriffe zu beruhigen.
Das war das Wort. Beruhigen. Für einen Krieg, den dieselbe Regierung Stunden zuvor noch freigegeben hatte.
Netanyahu antwortete mit einer Ankündigung. Israel werde kommende Woche Verhandlungen mit dem Libanon aufnehmen – in Washington, im Außenministerium. US-Botschafter Michel Issa führt die amerikanische Seite, Israels Botschafter in den USA Yechiel Leiter, die israelische. Das ist die diplomatische Antwort auf Witkoffs Bitte.
Die militärische Antwort lief parallel weiter.
Iran sagt, der Libanon war Teil des Waffenstillstandsdeals. Pakistan, das vermittelt hatte, sagt dasselbe. Die USA und Israel sagen, die Vereinbarung gelte nicht für Israels Offensive gegen Hisbollah. Iran droht, die Gespräche in Islamabad platzen zu lassen oder die Straße von Hormus geschlossen zu halten, solange Israel den Libanon weiter angreift.
Drei Positionen. 254 Tote. Ein Waffenstillstand, der je nach Standpunkt entweder gilt oder nicht gilt.
Und dann noch das:
Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für den Iran-Krieg, Jean Arnault, ist am Donnerstag in Teheran mit dem stellvertretenden Außenminister Majid Takht-Ravanchi zusammengetroffen, während er derzeit mehrere vom Konflikt betroffene Länder bereist. UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, Arnault habe sich dabei die „Positionen zum weiteren Vorgehen“ angehört, während ein fragiler Waffenstillstand seit einem Tag hält. Zudem traf Arnault Vertreter des Iranischen Roten Halbmonds, die ihm bei einem Rundgang Schäden durch die wochenlangen US-israelischen Angriffe zeigten, darunter eine zerstörte Universität sowie einen beschädigten Wohnblock. Auf die Frage, ob Arnault oder andere UN-Vertreter eine Rolle bei den anstehenden Verhandlungen in Pakistan spielen werden, sagte Dujarric, die Vereinten Nationen stünden derzeit mit allen Seiten im Austausch über „die strukturelle Rolle“, die sie zur Beendigung des Konflikts einnehmen könnten.
Das ist der zweite Tag dieses Friedens.
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Solange Pakistan offen in einer Pressekonferenz Israel sein Existenzrecht abspricht und Israel bei den Gesprächen in Islamabad nicht dabei ist, sehe ich keine guten Erfolgsaussichten.
Derweil fühlt sich Israel nicht dazu beflissen die Angriffe im Südlibanon wirklich einzuschränken.
Israel will die Hisbollah vernichten, so wie die Hamas.
Wieviele Menschen dabei sterben ist egal.
Genau das ist das allergrößte Problem, meiner Meinung nach.
Das weder der Regierung im Iran, in Israel, in den USA und den Terrororganisationen Hamas, Hisbollah und Huthi Menschenleben wichtig sind.
Es geht um Macht(erhalt), Kontrolle und Geld.😩