US-Blockade gegen Iran verschärft sich – Trump droht: „Oder wir machen es zu Ende“

Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran tritt in eine neue Phase ein. In der Nacht griffen amerikanische Streitkräfte erstmals Ziele nördlich von Teheran an, bombardierten Raketenstellungen in der Provinz Semnan und schossen auf einen Öltanker, der nach Angaben des US-Zentralkommandos die neue Seeblockade vor der iranischen Küste durchbrechen wollte. Eine Rakete traf den Schornstein des Schiffes und setzte es außer Gefecht. Der Iran antwortete noch vor Tagesanbruch mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Bahrain, Jordanien und Kuwait, wo sich amerikanische Stützpunkte befinden. Über Schäden oder Opfer machten die betroffenen Staaten zunächst keine Angaben. Nach iranischen Regierungsangaben wurden seit Beginn der neuen amerikanischen Angriffe mehr als 35 Menschen getötet und über 300 verletzt.
Im Mittelpunkt steht erneut die Straße von Hormus. Nachdem Teheran die wichtigste Ölroute der Welt zu Beginn des Krieges praktisch geschlossen hatte, versucht Washington nun mit einer neuen Seeblockade den Druck zu erhöhen. Gleichzeitig droht die iranische Revolutionsgarde, sämtliche Energieexporte aus der Region zu stoppen. Öl und Gas werde entweder für alle fließen oder für niemanden, erklärte sie. Donald Trump behauptete erneut, Teheran wolle eine Friedensvereinbarung schließen. Man werde sehen, ob es zu einer Einigung komme oder ob man „es einfach zu Ende bringe“, sagte der Präsident. Gleichzeitig erklärte er, der Iran habe mit der Freilassung einer amerikanisch-iranischen Staatsbürgerin einen ersten guten Willen gezeigt. Aus Teheran gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Mit jedem weiteren Angriff wächst die Gefahr, dass aus dem befristeten Waffenstillstand endgültig wieder ein offener Krieg wird. Die Kämpfe haben längst die Hauptstadtregion erreicht, der Ölpreis ist bereits deutlich gestiegen, und selbst amerikanische Militärexperten gehen davon aus, dass eine gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus zehntausende Soldaten und eine wesentlich größere Flotte erfordern würde. Der Konflikt entwickelt sich damit immer weiter zu einem Krieg, dessen Ende niemand mehr seriös vorhersagen kann.
67 Millionen Jahre alt – Ein T. rex erzielt 50 Millionen Dollar

67 Millionen Jahre lag er unter der Erde, wenige Minuten brauchte der Hammer von Sotheby’s. Das Skelett des Tyrannosaurus rex „Gus“ wurde in New York für 50,1 Millionen Dollar versteigert. Noch nie hat ein Dinosaurierfossil einen höheren Preis erzielt. Wer den Rekord bezahlt hat, bleibt geheim. Damit übertrifft Gus selbst den bisherigen Spitzenreiter. Erst 2024 brachte ein Stegosaurus 45 Millionen Dollar. Der berühmte Tyrannosaurus „Stan“, dessen Skelett 2020 weltweit Schlagzeilen machte, wechselte damals für 32 Millionen Dollar den Besitzer. Innerhalb weniger Jahre ist aus Fossilienhandel ein Markt geworden, in dem Summen fließen, die früher nur Meisterwerke der Kunst erzielten.
Entdeckt wurde Gus 2021 auf einer Ranch im amerikanischen Bundesstaat South Dakota. Seinen Namen erhielt er nach dem Besitzer des Grundstücks. Der ausgewachsene Räuber war rund 3,8 Meter hoch und 11,5 Meter lang. Erhalten sind etwa 61 Prozent seines Skeletts, darunter ein außergewöhnlich gut erhaltener Schädel, beide Füße und mehrere Knochen, die bei Tyrannosauriern nur selten gefunden werden. Nach Angaben des Auktionshauses zählt Gus zu den größten und am besten erhaltenen Tyrannosaurus-Skeletten, die jemals entdeckt wurden. Gerade dieser Erhaltungszustand erklärt den Rekordpreis. Für Wissenschaftler sind solche Funde unbezahlbar. Für private Sammler offenbar ebenfalls – nur in einer anderen Währung.
Mit jedem neuen Rekord wächst allerdings auch die Sorge vieler Paläontologen. Fossilien dieser Größenordnung verschwinden immer häufiger in Privatsammlungen und stehen der Forschung nicht mehr zur Verfügung. Ein Tier, das die Erde 67 Millionen Jahre überdauerte, verschwindet damit möglicherweise erneut – diesmal hinter den Türen eines unbekannten Besitzers.
53 Milliarden Dollar – Stripe greift nach PayPal

Im Markt für digitales Bezahlen bahnt sich einer der größten Übernahmeversuche seit Jahren an. Stripe und der Finanzinvestor Advent International haben PayPal ein gemeinsames Kaufangebot vorgelegt. Geboten werden 60,50 Dollar je Aktie. Der gesamte Konzern wäre damit mehr als 53 Milliarden Dollar wert. Nach den vorliegenden Informationen wurde das Angebot Anfang Juli eingereicht. Rund 50 Milliarden Dollar sollen über Bankkredite finanziert werden. Bereits im April hatten beide Unternehmen erstmals Kontakt zu PayPal aufgenommen, damals jedoch ohne Reaktion. Nun soll in den kommenden Wochen ein neuer Anlauf folgen. Ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, ist offen.
Sollte die Übernahme gelingen, entstünde einer der größten Anbieter für Online-Zahlungen weltweit. Gemeinsam würden Stripe und PayPal Transaktionen im Wert von rund 3,7 Billionen Dollar pro Jahr abwickeln. Stripe ist vor allem bei Händlern stark vertreten, während PayPal auf rund 430 Millionen Kundenkonten, den Bezahldienst Venmo und seine eigene Zahlungsplattform zurückgreifen kann. Für Stripe steckt dahinter mehr als Größe. Das Unternehmen könnte deutlich mehr Zahlungen über die eigene Infrastruktur leiten und sich damit unabhängiger von Visa und Mastercard machen. Gleichzeitig würde der Ausbau eigener Angebote rund um digitale Währungen zusätzlichen Rückenwind erhalten.
PayPal gehörte einst zu den Pionieren des digitalen Bezahlens. In den vergangenen Jahren geriet das Unternehmen jedoch zunehmend unter Druck durch Apple Pay und Google Pay. Der neue Vorstandschef Enrique Lores baut den Konzern seit März umfassend um und will mit Hilfe Künstlicher Intelligenz in den kommenden Jahren rund 1,5 Milliarden Dollar einsparen. An den Finanzmärkten gilt das aktuelle Angebot allerdings nicht als letzte Zahl. Analyst Andrew Jeffrey von William Blair hält es für wenig wahrscheinlich, dass die neue PayPal-Führung zu diesen Bedingungen verkauft. Sollte Stripe den Kauf wirklich erzwingen wollen, könnte der Preis nach Einschätzung des Analysten noch auf rund 70 Dollar je Aktie steigen. Damit würde aus einem 53-Milliarden-Dollar-Angebot schnell einer der teuersten Technologiekäufe der vergangenen Jahre werden.
Russland will Migranten künftig per Pflicht-Handy überwachen

Wer künftig als Arbeitsmigrant nach Russland kommt und länger bleiben will, soll zuerst ein Mobiltelefon kaufen. Nicht freiwillig, sondern auf Anordnung des Staates. Das kündigte der stellvertretende Innenminister Igor Subow im Föderationsrat an. Auf dem Gerät wird ein elektronisches Profil eingerichtet. Von diesem Moment an sollen die Behörden jederzeit wissen, wo sich der Betroffene aufhält. Nach den Plänen darf ein Migrant seinen Aufenthaltsort künftig nicht mehr unkontrolliert wechseln. Der Umzug in eine andere Stadt oder Region soll nur noch nachvollziehbar möglich sein. Über dasselbe Telefon will der Staat künftig auch Mitteilungen verschicken, etwa wenn Dokumente ablaufen oder eine Behörde einen persönlichen Termin verlangt.
Ganz neu ist das System nicht. Bereits seit September 2025 müssen Arbeitsmigranten aus visafreien Staaten im Großraum Moskau die Anwendung „Amina“ installieren. Sie übermittelt den Standort an das Innenministerium. Bleiben die Geodaten länger als drei Arbeitstage aus, verliert der Betroffene seinen Migrationsstatus. Nach Angaben des russischen Innenministeriums traf dieses Schicksal bis Mitte Dezember bereits mehr als 139.000 Menschen. Sie wurden aus dem Migrationsregister gestrichen, weil ihre Standortdaten nicht mehr übermittelt wurden. Mit der nun angekündigten Ausweitung wird aus einem regionalen Pilotprojekt ein landesweites Kontrollsystem. Das Telefon wird damit nicht nur Kommunikationsmittel, sondern Voraussetzung für den Aufenthalt im Land. Wer sich dem entzieht oder nicht mehr geortet werden kann, riskiert künftig unmittelbar seinen rechtlichen Status in Russland.
Trump verhängt neue Strafzölle gegen Brasilien – Bolsonaro bleibt der Schatten im Hintergrund

Donald Trump greift erneut zu Strafzöllen gegen Brasilien. Ab kommender Woche erhebt seine Regierung 25 Prozent auf tausende brasilianische Produkte. Öl, Erdgas, Kaffee, Rindfleisch, Orangen und Flugzeugteile bleiben zwar ausgenommen, Ethanol dagegen wird zusätzlich belastet. Offiziell begründet Washington den Schritt mit unlauteren Handelspraktiken, Korruption, unzureichendem Schutz geistigen Eigentums und Benachteiligungen amerikanischer Unternehmen. Dabei exportieren die Vereinigten Staaten seit Jahren mehr nach Brasilien, als sie von dort einführen. Trotzdem wirft Washington der Regierung in Brasília vor, eigene Industrien abzuschirmen und amerikanische Firmen wie Visa oder Apple beim digitalen Zahlungsverkehr zu benachteiligen. Selbst Brasiliens Kampf gegen die Abholzung des Regenwaldes taucht erneut als Vorwurf auf, obwohl die Zerstörung der Wälder zuletzt deutlich zurückging.
Der Streit hat jedoch längst eine politische Ebene erreicht. Bereits im vergangenen Jahr setzte Trump Strafzölle ein, um den früheren Präsidenten Jair Bolsonaro zu unterstützen, der inzwischen wegen seines Versuchs, nach der verlorenen Wahl 2022 an der Macht zu bleiben, zu einer jahrzehntelangen Haftstrafe verurteilt wurde. Damals nahm Trump viele der wichtigsten brasilianischen Exportgüter wieder von den Zöllen aus. Kurz nach dem Urteil gegen Bolsonaro verschwanden die meisten Maßnahmen erneut. Im Februar erklärte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten Trumps damalige Notstandsregelung für rechtswidrig. Jetzt nutzt seine Regierung ein anderes Handelsgesetz, um dieselben Zölle erneut einzuführen. Brasilien kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an und will den Streit vor die Welthandelsorganisation bringen.
Die Entscheidung trifft das Land mitten im Präsidentschaftswahlkampf. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Sein Gegner ist Flávio Bolsonaro, der Sohn des früheren Präsidenten. Während Lula Trump vorwirft, Brasiliens Souveränität anzugreifen, versucht Flávio Bolsonaro inzwischen Abstand zu den Strafzöllen zu gewinnen. Noch vor wenigen Wochen hatte er in Washington um Unterstützung für seine politische Bewegung geworben. Jetzt bittet er die amerikanische Regierung, mit den neuen Zöllen wenigstens bis nach der Wahl zu warten.
Selenskyj entlässt Verteidigungsminister Fedorow – Proteste beginnen noch in derselben Nacht

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nach nicht einmal sechs Monaten im Amt entlassen. Eine Begründung lieferte er zunächst nicht. Die Entscheidung traf die Ukraine ausgerechnet in einer Phase, in der Russland an der Front zuletzt an Tempo verlor und ukrainische Drohnenangriffe den Nachschub der russischen Armee erheblich beeinträchtigten. Der 35-jährige Fedorow galt als Architekt der technischen Modernisierung der Streitkräfte. Er trieb digitale Beschaffungssysteme voran, reformierte den Einkauf von Drohnen, Munition und Militärfahrzeugen und verwies in seiner Abschiedsbotschaft auf 22 erreichte Ziele. Dazu zählt auch, dass der Internetdienst Starlink für russische Truppen eingeschränkt wurde.
Seine Entlassung löste noch am Mittwochabend scharfe Kritik aus. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich innerhalb weniger Stunden Aufrufe zu Protesten, während Russland gleichzeitig neue Luftangriffe auf ukrainische Städte flog. Politische Beobachter sprechen von einer Entscheidung, die viele im Land nicht nachvollziehen können. Selenskyj selbst äußerte sich zunächst nicht zu den Gründen. Stattdessen schlug er den bisherigen Chef des staatlichen Gaskonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, als neuen Ministerpräsidenten vor. Nach Angaben aus dem Parlament soll Innenminister Ihor Klymenko das Verteidigungsministerium übernehmen.
In einer Erklärung forderte Selenskyj mehr Geschlossenheit zwischen Armee und Verteidigungsministerium. Das wird als Hinweis auf Spannungen zwischen Fedorow und Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj verstanden. Gleichzeitig vermuten Unterstützer Fedorows, seine Reformen hätten einflussreichen Gruppen geschadet, die durch neue Vergabeverfahren ihre bisherigen Vorteile verloren hätten. Ob der Präsident seine Entscheidung noch einmal überdenken muss, bleibt offen. Bereits im vergangenen Jahr nahm Selenskyj nach landesweiten Protesten und massivem Druck westlicher Partner ein umstrittenes Gesetz zur Korruptionsbekämpfung zurück. Nun richtet sich der Blick erneut auf die Straße.

Drohungen „bis zur Vernichtung“ und Strafzölle.
Was anderes kann (und will) Trump nicht.
Gebug knicken ein.
Leider.
Der Rest bucket und schweigt.
Selbst bei einer Drohung Trumps ein ganzes Volk auszulöschen… keine Reaktionen 😞
Trump hat die Waffenruhe selber als beendet erklärt.
Die logische Folge ist, dass der Kriegszustand wieder eintritt und er die Erlaubnis des Kongresses braucht.
Also eiert er rum, droht, spricht von Verhandlungen, aber erwähnt nicht, dass der Krieg immer noch besteht.
Und Bolsenaro Jr ist genau wie sein Vater.
Korrupt und Machtbesessen.
Alleine die Aussage „wartet bis nach der Wahl mit den Zöllen“ sagt doch schon alles.
Hoffentlich bekommen das genug Brasilianer mit.
Einen weiteren Faschisten an der Macht braucht es nicht auf dem amerikanischen Kontinent.
Milei reicht schon.
Die Macht geht oft vom Volk aus.
Auch in einem vom Krieg zerstörtem Land.
Ich kann zu Selenskys Entscheidung, dem entlassenen Verteidigungsminister und dem neuen Minister gar nichts sagen.
Aber das Volk muss weiter gegen Russland bestehen.
Das geht nur, wenn man das Volk einbezieht.
Ich habe die gleichen Bedenken wie die Archäologen.
Zu viele dieser wervollen Fundstücke landed hinter Tresortüren von irgendwelchen Reichen.
Die keine Ahnung vom Thema haben, aber in engen Kreisen gerne damit prahlen.
Solch Fundstücke sollten Forschern und Interessierten (in Museen) zugänglich sein.
Hoffentlich platzt der PayPal Deal.
Das Letzte was wir brauchen ist eine weitere Konzentration von Diensten auf weniger Anbieter.
Russland will die Kontrolle über jeden Migranten im Land.
Ohne wenn und aber.
Standorte, abgleichen mit anderen Migrantenstandorten…. das sollte Jedem bewusst sein, der nach Russland migrieren will.
Jetzt sind es die Migranten.
Bald alle Russen, wenn es gut funktioniert