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24. Oktober 2026
19:35 Uhr Frankreich steht wieder auf: Hunderttausende gegen Macron, Soldaten auf den Straßen von Paris
Demonstrationen in Frankreich
Frankreich erlebt den nächsten Aufstand gegen steigende Lebenshaltungskosten und eine Politik, die immer mehr Menschen den Alltag unbezahlbar macht. Am Samstag gingen nach Angaben des Innenministeriums 410.000 Menschen auf die Straße, die Gewerkschaften sprechen von doppelt so vielen. Allein in Paris demonstrierten 110.000 Menschen überwiegend friedlich, während die Regierung 70.000 Polizisten und Gendarmen mobilisierte und Soldaten über die Champs-Élysées schickte. Geschäfte wurden verbarrikadiert, der Louvre und andere Museen geschlossen, mehr als 20 Metrostationen stillgelegt. In Marseille brannten Mülltonnen, in Lyon, Bordeaux und Grenoble kam es zu Zusammenstößen, andernorts setzte die Polizei Tränengas ein. Bis zum frühen Nachmittag wurden 135 Menschen festgenommen, zahlreiche bereits nach vorsorglichen Durchsuchungen. Die Proteste, die vor Wochen mit Schülern begannen, haben inzwischen Belgien und Italien erreicht. In Orléans demonstrierten Menschen zugleich gegen Marine Le Pens rechtsextreme Partei. „Wir vergießen Tränen um Geschäfte, aber nicht um Menschen, die das ganze Jahr über ärmer werden“, sagte eine 22-jährige Studentin. Jean-Luc Mélenchon kündigte weiteren Widerstand an, sollte Präsident Macron nicht einlenken. Frankreich verfügt über Soldaten, Wasserwerfer und gepanzerte Polizeieinheiten. Gegen die steigenden Rechnungen seiner Bürger helfen sie wenig.
10:50 Uhr Trumps Kriege werden an der Supermarktkasse bezahlt: Jetzt droht den Republikanern die Rechnung
Donald Trump wollte Amerika wieder groß machen. Nun bezahlen die Amerikaner seine Außenpolitik an der Zapfsäule und im Supermarkt. 78 Prozent machen seine Politik für steigende Preise verantwortlich, während die Einkommen nicht mithalten. Der Krieg gegen Iran treibt die Energiekosten, seine Zölle verteuern Waren. Ausgerechnet Trump, der neue Auslandskriege verhindern wollte, führt seit fast 8 Monaten einen Krieg, den die Mehrheit der Bevölkerung ablehnt. Um Benzin billiger zu machen, lockerte er Sanktionen gegen russischen Diesel und drängte die Ukraine, russische Raffinerien zu verschonen. Vor den Kongresswahlen am 3. November verspricht er, Iran vorerst nicht erneut anzugreifen. Seine Zustimmung ist inzwischen auf 31 Prozent gefallen, selbst republikanische Kandidaten gehen auf Distanz. Die Demokraten könnten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen, auch der Senat ist umkämpft. Doch selbst eine Niederlage seiner Partei müsste Trump außenpolitisch kaum bremsen. Washington fürchtet inzwischen eine unangenehme Möglichkeit: Ein Präsident, der keine Wiederwahl mehr gewinnen kann, könnte sich nach dem Verlust seiner parlamentarischen Mehrheit erst recht außerhalb Amerikas austoben.
05:00 Uhr Hegseth erklärt chinesische Kulturinstitute zur Gefahr für Amerika: Das Pentagon sieht Propaganda und geistige Unterwanderung
Das amerikanische Verteidigungsministerium hat die chinesisch finanzierten Konfuzius-Institute an US-Universitäten offiziell als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft. Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptet, unter wechselnden Namen und mit neuen Satzungen seien 80 chinesische Propagandastellen an 30 Hochschulen entstanden. Ihr Auftrag bestehe darin, geistiges Eigentum zu stehlen und die Gedanken amerikanischer Studenten zu beeinflussen. In einer Videobotschaft erklärte Hegseth, das Pentagon habe innerhalb der vergangenen 2 Monate sämtliche dieser Einrichtungen systematisch zerschlagen. Washington wirft den Konfuzius-Instituten bereits seit Jahren vor, chinesische Staatspropaganda zu verbreiten. Belege für die neuen Anschuldigungen legte Hegseth in seiner Erklärung nicht vor. Die chinesische Botschaft in Washington reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Aus Sprach- und Kulturzentren wird damit in der Fantasie des Pentagon ein Sicherheitsfall, bei dem bereits die Nähe zu China unter dem Verdacht politischer Einflussnahme steht.
23. Oktober 2026
14:45 Uhr Spionage für Moskau: Ukrainer soll deutsche Rüstungsindustrie und NATO-Verteidigung ausgespäht haben
Ein ukrainischer Staatsbürger sitzt in Deutschland wegen des Verdachts auf Spionage für Russland in Untersuchungshaft. Der Mann, von den Ermittlern als Vadym Y. bezeichnet, soll Informationen über die deutsche Rüstungsproduktion und militärisches Personal gesammelt haben. Im Visier standen laut Bundesanwaltschaft auch militärische Einrichtungen, die an der Sicherung der NATO-Ostflanke beteiligt sind. Seit mindestens Juli 2025 habe der Beschuldigte über einen Mittelsmann Kontakt zu einem russischen Geheimdienst unterhalten. Neben öffentlich zugänglichen Informationen soll er gezielt Angaben von Vertretern der europäischen Rüstungsindustrie beschafft haben. Beamte des Bundeskriminalamtes nahmen ihn in Brandenburg fest, ein Gericht ordnete am Freitag Untersuchungshaft an. Bundeskanzler Friedrich Merz warnte unterdessen, Deutschland müsse mit weiteren Spionagefällen dieser Art rechnen.
02:50 Uhr 240 Milliarden Dollar schwer und Angst vor 5 Prozent Steuer: Für Zuckerberg wird sogar die Aktienstruktur geändert
240 Milliarden Dollar Vermögen reichen Mark Zuckerberg offenbar nicht, um eine mögliche Steuerrechnung ohne Aufregung hinzunehmen. Kalifornien will im November über eine einmalige Vermögensteuer von 5 Prozent für Milliardäre abstimmen. Zuckerberg erwog deshalb, den Bundesstaat zu verlassen. Nun hat Meta mit seinem eigenen Vorstandschef eine Vereinbarung geschlossen: Neue Aktien ohne Stimmrecht sollen ihm ermöglichen, Milliarden für eine mögliche Steuerzahlung aufzubringen, während seine Kontrolle über das Unternehmen unangetastet bleibt. Dafür verpflichtet er sich, weitere 8 Jahre am Unternehmenssitz zu wohnen. Die Steuer wurde noch gar nicht beschlossen, doch für den Mann mit 240 Milliarden Dollar Vermögen wird bereits vorgesorgt. Andere Steuerzahler müssen ihre Rechnungen aus den Mitteln begleichen, die ihnen zur Verfügung stehen. Zuckerberg erhält dafür eine eigens vereinbarte Lösung seines Unternehmens. Wie weit der Einfluss eines Milliardärs reicht, zeigt sich manchmal besonders deutlich, wenn er gebeten werden könnte, einen Teil seines Vermögens abzugeben.

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