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28. Oktober 2026
06:00 Uhr Nach Wahlniederlage aus Brasilien geflohen: Trump öffnet Flávio Bolsonaro und seiner Familie die Türen der USA
Flávio Bolsonaro hat Brasilien nach seiner Niederlage gegen Präsident Lula da Silva bei der Stichwahl vom 25. Oktober verlassen und ist in die USA gereist. Dabei hatte Brasiliens Oberster Gerichtshof angeordnet, dass der rechtsextreme Senator innerhalb von 24 Stunden seine Reisepässe abgeben müsse. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Geldwäsche, deren Vorwürfe Bolsonaro bestreitet. Nachdem er die Frist verstreichen ließ, wurden seine Pässe für ungültig erklärt. Wie er trotzdem ausreisen konnte, ist ungeklärt; nach Angaben eines hochrangigen Bundespolizisten passierte er keine reguläre Grenzkontrolle. Das amerikanische Außenministerium kündigte bereits Visa für Bolsonaro und seine Familie an. Noch am Montag hatte er versichert, niemals an eine Flucht gedacht zu haben. Lula bezeichnete die Ausreise als beschämend und forderte ihn auf, seine Unschuld in Brasilien zu beweisen. Donald Trump wiederum sprach ohne Belege von einer möglicherweise manipulierten Wahl, während sich die Geschichte von Flávios Vater Jair Bolsonaro wiederholt, der nach seiner Wahlniederlage 2022 ebenfalls in die USA reiste und später wegen eines Putschversuchs zu 27 Jahren Haft verurteilt wurde.
27. Oktober 2026
19:05 Uhr Waffenruhe für eine hungernde Stadt: In Oleschky schweigen die Waffen, während Russland Kiew weiter bombardiert
Nach mehr als 4 Jahren russischer Besatzung gilt seit Dienstag, 3 Uhr, eine örtliche Waffenruhe für das ukrainische Oleschky, vermittelt durch Melania Trump unter Beteiligung von Papst Leo. Die Feuerpause soll bis Sonntag dauern und Hilfslieferungen sowie Evakuierungen ermöglichen. Beide Kriegsparteien erklärten, sie hielten sich daran. Von einst 24.000 Einwohnern leben nur noch wenige Tausend in der zerstörten Stadt. Manche überleben mit einer Tasse Reis oder Buchweizen täglich. Trinkwasser und Medikamente fehlen, die Versorgung mit Strom und Heizung ist weitgehend zusammengebrochen. Verminte Straßen machen selbst die Suche nach Lebensmitteln lebensgefährlich. Vor den Evakuierungen müssen zunächst Straßen entmint werden. Viele zurückgebliebene Menschen sind krank oder hochbetagt und können ihre Heimat kaum noch verlassen. Der ukrainische Politiker David Arachamija sprach von der größten Deeskalation seit 2022. Bis Dienstagabend wurden keine Verstöße gegen die örtliche Waffenruhe gemeldet. Währenddessen griff Russland Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Mindestens 1 Mensch starb, die wichtige Südbrücke und ein Universitätsgelände wurden beschädigt. Präsident Selenskyj berichtete außerdem von Angriffen auf Energieanlagen und Infrastruktur in 10 weiteren Regionen. Moskau bezeichnete seine Angriffe als Schläge gegen militärische Ziele. Anfang November sollen die Verhandlungen in Abu Dhabi weitergehen. Russland verlangt weiterhin die Abtretung der verbliebenen ukrainisch kontrollierten Gebiete von Donezk. In Oleschky hoffen die Menschen zunächst auf Lebensmittel.
05:15 Uhr Microsoft will 60.000 Beschäftigte loswerden: Für künstliche Intelligenz werden Milliarden ausgegeben, beim Personal wird gespart
Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten freiwillige Abfindungen an, mehr als einem Viertel seiner weltweit 223.000 Mitarbeiter. Während der Technologieriese allein 2026 Investitionen von 175 Milliarden Dollar plant, vor allem für künstliche Intelligenz, soll beim Personal gespart werden. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Windows, Xbox und Copilot sowie die Finanz- und Personalabteilungen. Bereits im Juli strich Microsoft 4.800 Stellen, zuvor erhielten rund 9.000 amerikanische Beschäftigte Abfindungsangebote. Das neue Programm gilt für berechtigte Mitarbeiter in den USA, Kanada, Großbritannien und Indien. An der Börse wurde die Nachricht gelassen aufgenommen: Die Microsoft-Aktie legte am Montag um rund 1 Prozent zu.
26. Oktober 2026
19:12 Uhr Kein Friedensnobelpreis für Trump: Jetzt beschimpft er Norwegen als „Drecksland“
Donald Trump hat bei einer Wahlkampfveranstaltung am 25. Oktober 2026 in Port Huron, Michigan, Norwegen als „Drecksland“ bezeichnet. Der amerikanische Präsident erklärte, er wolle keine Einwanderer aus Norwegen mehr in den USA haben, weil ihm das norwegische Nobelkomitee den Friedensnobelpreis verweigert habe. Bereits Anfang Oktober hatte Trump die Entscheidung als „unauslöschlichen Schandfleck“ für Norwegen bezeichnet. Außenminister Espen Barth Eide erinnerte daran, dass das Nobelkomitee unabhängig entscheide und die norwegische Regierung keinen Einfluss auf die Vergabe habe. Eine tatsächliche Änderung der amerikanischen Einwanderungspolitik gegenüber Norwegern wurde bislang nicht angekündigt. Norwegen gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt, sein Staatsfonds erzielte allein im 1. Halbjahr 2026 einen Rekordgewinn von umgerechnet 184,3 Milliarden Dollar. Trump, der bereits Haiti, Libyen und andere Länder mit ähnlichen Beleidigungen überzogen hatte, macht nun die Bevölkerung eines verbündeten europäischen Staates zum Ziel seiner Beschimpfungen, weil eine unabhängige Jury ihm keinen Preis verliehen hat.
05:30 Uhr Trump missbraucht den 11. September für Hetze gegen muslimischen Senatskandidaten
Donald Trump hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Huron, Michigan, den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed mit den Terroristen des 11. September 2001 verglichen. Der Präsident bezeichnete ihn als Dschihadisten und Mitglied der Muslimbruderschaft, ohne Belege vorzulegen. 25 Jahre nach den Anschlägen müsse Michigan verhindern, dass ein solcher Mann in den Senat einziehe, erklärte Trump. Außerdem behauptete er, El-Sayed müsse als einziger Senator vor dem Betreten des Kapitols durch einen Metalldetektor. Im überwiegend weißen Publikum ertönten Rufe wie „Verräter“ und „Abschieben“, obwohl El-Sayed in Michigan geboren wurde. Der republikanische Gegenkandidat Mike Rogers hatte selbst unbelegte Verbindungen zur Muslimbruderschaft behauptet, bezeichnete El-Sayed allerdings nicht als Terroristen. El-Sayed nannte die Zweifel an seiner amerikanischen Loyalität beschämend und verwies auf Trumps finanzielle Verbindungen zum saudischen Umfeld sowie das 400-Millionen-Dollar-Flugzeug aus Katar. Barack Obama verurteilte die Angriffe bereits am Samstag als Versuch, El-Sayed als weniger amerikanisch darzustellen. Am 3. November entscheidet Michigan über einen umkämpften Senatssitz, während Trump die Erinnerung an 9/11 zur politischen Waffe gegen einen muslimischen Amerikaner macht.

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