Investigative Recherche: Ein Bus nach Mexiko, ein verlorener Pass und 427 alte Menschen: Wie Amerika Menschen aus ihrem Leben schafft

VonTEAM KAIZEN BLOG

23. Oktober 2026

Eine Unterschrift ist das kleinste Stück Wille, das ein Mensch auf Papier bringen kann. Ein Name, eine Linie, ein Ja. Verweigert man sie, behält man etwas für sich. So jedenfalls war es gedacht. Um 3 Uhr morgens weckt ein Beamter Dolores Freixa im Abschiebegefängnis Eloy in Arizona. Sachen packen. Wohin, sagt ihr niemand. Die Wüste liegt noch im Dunkeln, als der Bus anfährt, mit ungefähr 40 Männern und einer weiteren Frau. Die Männer erzählen, sie hätten ihrer Rückkehr nach Mexiko freiwillig zugestimmt. Freixa, die einzige Kubanerin an Bord, hat nichts unterschrieben. Der Bus fährt trotzdem an die Grenze. Dort soll aus einer Fahrt ohne Ziel eine freiwillige Ausreise werden.

Abschiebegefängnis Eloy in Arizona

An der Grenze bleibt sie sitzen. Ein Beamter zeigt ihr eine Erklärung zur freiwilligen Ausreise und fragt, ob die Unterschrift darauf ihre sei. Sie verneint. Auf dem Papier stand bereits eine Unterschrift, die nach ihren Worten nicht von ihr stammt. Immer wieder verlangt sie, nach Arizona zurückgebracht zu werden. Schließlich fährt man sie zurück nach Eloy. Nicht alle hielten durch. Rechtsanwältin Liudmila Marcelo erzählt von einem Mandanten, der sich geweigert habe, den Bus zu verlassen. Andere hätten ihn verlassen und damit ihre Abschiebung hingenommen. Wiederholt seien Unterschriften verlangt worden. Dabei hatte ein Gericht in Massachusetts im Februar Abschiebungen in Drittstaaten ohne vorherige Unterrichtung und ohne Gelegenheit zum Widerspruch untersagt. Trotzdem versuchte ICE nach übereinstimmenden Schilderungen von Betroffenen und Anwälten, Menschen ohne ausreichende Vorwarnung an die mexikanische Grenze zu bringen. Verlegungen von einer Haftanstalt in die nächste. Papiere, die niemand versteht, und dazu Warnungen vor schlimmeren Folgen, falls jemand sich weigere. Freiwilligkeit misst sich in solchen Nächten an der Frage, wie viel Druck ein Mensch erträgt.

Freixas Rückkehr nach Eloy bleibt eine Ausnahme, und ihr Schutz wird dünner. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat die Abschiebungen in Drittstaaten wieder zugelassen. Das Heimatschutzministerium bestreitet ausdrücklich, Menschen zur freiwilligen Ausreise zu drängen. Recherchen zeichnen ein ganz anderes Bild. Auf Fragen nach konkreten Fällen verlangte ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums (DHS) Namen und Geburtsdaten der Betroffenen. Als die Herausgabe verweigert wurde, griff er die journalistische Arbeit an. Es wurde uns mit schweren rechtlichen Maßnahmen gedroht.

Wie kommt eine Frau in diesen Bus? Freixa kam 1980 als 11-Jährige mit der Mariel-Flüchtlingswelle in die Vereinigten Staaten. 2015 wurde sie unter anderem wegen Einbruchs und Diebstahls festgenommen, auch Betrugsdelikte standen in der Akte. Nach verbüßter Strafe ging es Anfang 2026 direkt in Abschiebehaft. Wie viele Kubaner hatte sie unter behördlicher Aufsicht in den USA leben dürfen, weil Kuba sie nicht zurücknahm. Sie musste sich bei ICE melden. Hielt sie die Auflagen ein, durfte sie eine Arbeitserlaubnis beantragen. Jahrzehntelang gehörten die bekannte Adresse und der regelmäßige Gang zur Behörde zu einem geordneten Leben. Heute macht genau diese Adresse sie leicht auffindbar. Gehorsam hinterlässt eine Spur, und die führt zur Tür.

Kuba verweigert die Rücknahme vieler eigener Staatsbürger. Washington hat einen Ausweg gefunden: Andere Länder sollen Menschen aufnehmen, deren Leben seit Jahrzehnten in Amerika stattfindet. Mehr als 25.000 Menschen wurden bereits in 29 Staaten abgeschoben, vielfach in Länder, aus denen sie gar nicht stammen. Unter den bis Mai erfassten Fällen stellten Kubaner die größte Gruppe. Die meisten kamen nach Mexiko. Ihre Angehörigen leben überwiegend in Florida. Ein Sohn in Miami wiegt an der Grenze weniger als ein Formular. Zwischen Juni 2025 und Juli 2026 schoben die USA laut Zahlen aus Informationsfreiheitsanfragen 427 Kubaner über 60 nach Mexiko ab. Ein Land, in dem sie alt geworden sind, schickt sie in eines, das ihnen nichts schuldet.

Unsere Recherchen seit April 2025: Der unsichtbare Exodus geht weiter

„Von einem Rand Amerikas, das sich selbst nicht mehr erkennt – und uns den kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.“

Es beginnt nicht mit einem Knall. Nicht mit Marschmusik oder Fernsehbildern von Mauersegmenten. Es beginnt im Staub. In einem kaum sichtbaren Abdruck eines nackten Fußes, der sich im Grenzsand verliert. In den veränderten Routen der Verzweifelten, die nicht mehr durch die offiziellen Übergänge kommen – weil sie dort längst zur Beute geworden sind. Donald Trumps zweite Präsidentschaft hat ein humanitäres Vakuum geschaffen, das sich nur mit kalter Logik und trockenem Staub messen lässt. Es ist nicht das Schreien der Opfer, das die Tragödie kennzeichnet – es ist ihr Verschwinden.

Seit Februar 2025 ist der Transit zentralamerikanischer Flüchtlinge in eine neue Phase getreten. Die alten Wege – durch Tapachula, Reynosa, Ciudad Juárez – sind zu Fallen geworden. Die Migrationsabkommen mit Mexiko, einst als „Kooperation“ etikettiert, funktionieren heute wie ein System automatisierter Abschreckung. Die Migranten sind nicht mehr auf der Flucht – sie sind auf der Flucht vor der Flucht selbst. Eine stille Katastrophe mit tödlicher Geometrie

Jenseits der offiziellen Routen, jenseits der Buslinien, der NGO-Verzeichnisse und der Grenzstationen, schlängeln sich neue Wege durch die Höllenlandschaft der Sierra Madre, durch Dschungel, Flussbetten und Industriegebiete – oft ohne Wasser, ohne Richtung, ohne Ziel. Diese Routen sind keine Wege mehr, sondern Kalkulationen des Todes.

Nach Angaben unabhängiger Beobachter liegt die Sterblichkeitsrate auf diesen sogenannten „alternativen Routen“ bei über 70 Prozent. Erschöpfung. Verdursten. Gewalt. Verschwinden. Die Geflüchteten sterben, bevor sie jemals das Wort „Asyl“ flüstern konnten. Doch während das Trump’sche Amerika sich rühmt, „die Grenze unter Kontrolle“ zu haben, organisieren sich auf der anderen Seite jene, die nicht zusehen wollen: internationale Journalisten, mutige NGOs, ein Netzwerk von Migrantenschützern, das wie ein letzter lebendiger Nerv durch ein abgestorbenes Staatsgebilde zuckt. Gemeinsam mit Einzelpersonen in Bundesstaaten wie Oaxaca, Chiapas und Baja California retten sie, was zu retten ist. Sie warnen, sie verstecken, sie versorgen.

Nicht selten auch unter Lebensgefahr. Denn in Trumps Amerika ist Hilfeleistung längst kriminalisiert – und in Mexiko zunehmend auch.

Dass die Migrationspolitik Washingtons auf mörderische Weise effizient geworden ist, liegt an einem stillen Komplott mit mexikanischen Behörden. Offiziell bestreitet Mexiko jede „aktive Beteiligung“ – doch die Realität an den Bushaltestellen und Checkpoints spricht eine andere Sprache.

Regelmäßig werden Busse mit Migranten in Guadalajara, Monterrey oder San Luis Potosí gestoppt, angeblich zur „Identitätsprüfung“. Viele der Insassen verschwinden danach spurlos. Was mit ihnen geschieht, weiß niemand genau. Einige tauchen in Lagern auf, andere nicht einmal mehr in Datenbanken.

Villahermosa

Einer von ihnen sitzt in Villahermosa, mehr als 2.900 Kilometer südlich der amerikanischen Grenze, vor einer Unterkunft für Kranke und Migranten. Fidel Forten García, 66 Jahre alt. Sein langer weißer Bart wächst seit dem Tag seiner Festnahme. Ein Kalender, der nicht lügt. Über 40 Jahre lebte er in Phoenix und arbeitete als Mechaniker, seine beiden Kinder kamen dort 1987 und 1989 zur Welt. Nach früheren Verurteilungen führte er seit seiner letzten Haftentlassung 2016 wieder ein geregeltes Leben. 1-mal im Jahr meldete er sich bei der Heimatschutzbehörde. Gerade hatte sein Ruhestand begonnen. Die Rente war noch nicht ausgezahlt.

Forten García

Im Juni 2025 geriet er auf einem Parkplatz an örtliche Beamte. Der Vorwurf: ein Beutel mit Kokainrückständen. Nach einer Woche im Gefängnis des Bezirks Maricopa wurde das Verfahren eingestellt. An der Tür zur Freiheit wartete ICE. 90 Tage verbrachte er danach in Florence, einen Richter sah er in dieser Zeit nicht. Auch er sollte unterschreiben, diesmal eine Erklärung über die Abschiebung nach Mexiko. Er verweigerte es. Gefesselt an Händen und Füßen setzte man ihn trotzdem in einen Wagen. Einen Mitgefangenen habe man nackt und so eng an ein Metallrohr gebunden, dass er kaum Luft bekommen habe. In Nogales lösten sich die Fesseln. Mexikanische Behörden brachten die Männer mit Bussen bis nach Tabasco. Seine Weigerung hat niemand gebraucht.

Im Heim Amparito in Villahermosa wurden nach Angaben seines Leiters Josué Martínez Leal seit März 2025 schon 294 ältere Kubaner betreut. Viele haben chronische Krankheiten. Gültige Ausweise besitzen die wenigsten, und Geld, über das sie verfügen könnten, kaum einer. Von 12 befragten Männern hatte keiner mehr regulären Zugriff auf sein amerikanisches Bankkonto. Die Kürzungen bei Hilfsangeboten und der amerikanischen Entwicklungszusammenarbeit haben die knappe Versorgung weiter zusammengestrichen. In dieser Hitze muss selbst ein Glas Wasser organisiert werden.

Ein Kubaner mit Bauchspeicheldrüsenkrebs wartete hier monatelang auf eine Behandlung. Am 24. Februar starb er im Krankenhaus. Martínez Leal rief die Familie an. Filiberto García, 61, spricht von einer bipolaren Erkrankung und hohem Blutdruck. In der Haftanstalt Krome in Miami habe er einen Schlaganfall erlitten. Nach Mexiko kam er im Rollstuhl, den er noch in Florida bekommen hatte. An Bankguthaben und Sozialleistungen komme er nicht mehr heran. Er glaubt, man habe ihn gezielt abgeschoben, um Renten- und Gesundheitsleistungen zu sparen. Belegt ist das nicht. Schwer genug wiegt, dass er ohne die Mittel zurückbleibt, von denen er lebte.

Lesen Sie auch unseren Artikel: Die Hölle auf Erden – Das Abschiebecenter Krome in Miami

Papier entscheidet auch über Leben und Tod in einem wörtlicheren Sinn. 2025 wurden auf Betreiben des Heimatschutzministeriums und der Sparbehörde unter Elon Musk lebende Menschen in die amerikanische Sterbedatei eingetragen. Für April jenes Jahres wurden 6.300 solcher Einträge bekannt. Mit einem solchen Eintrag kann der Zugang zu Sozialleistungen versiegen. Das Weiße Haus verteidigte die Maßnahme mit Verweisen auf vorbestrafte Migranten und Menschen, die es Terrorverdächtige nannte. Ein Zusammenhang mit den Kontosperrungen der abgeschobenen Kubaner ist nicht nachgewiesen. Ein Mensch kann auf dem Papier sterben, während er noch atmet.

Forten García kennt lange Wege. Nach der Revolution in Havanna geboren, lernte er Autoelektriker. Seine Kritik an den fehlenden Arbeitsmöglichkeiten habe ihn unter staatlichen Verdacht gebracht. 1980 ging er mit rund 125.000 anderen über den Hafen Mariel, in Amerika zuerst durch Auffanglager, später nach Phoenix. Die Verurteilungen gehören zu seiner Geschichte. Mehr als 40 Arbeitsjahre gehören ebenso dazu, wie auch zwei erwachsene Kinder. Sein Gesicht steht trotzdem auf einer Liste besonders gefährlicher Abschiebehäftlinge. Die Behörden führen dort auch Menschen, deren Risiko zuvor als gering oder mäßig galt. Eine Liste kennt kein Leben. Sie kennt Spalten.

Seine Söhne schicken Geld für ein kleines Zimmer nahe Amparito. Davon zahlt er auch die Medikamente, die er braucht, seit ihm 2009 die Schilddrüse entfernt wurde. Mexiko erlaubt manchen Abgeschobenen zunächst 10 Tage Aufenthalt. Danach müssen sie selbst ein Asylverfahren in Gang bringen. Sicher ist dabei nichts, nach den vorliegenden Angaben führen nur etwa 3 Prozent der Asylanträge dort zu einem dauerhaften Aufenthaltsrecht. Regelmäßige Meldungen werden verlangt, Reisen aus dem zuständigen Bundesstaat beschränkt. Kontrollstellen versperren den Weg nach Norden. Forten García möchte wenigstens näher an die Grenze ziehen, um seine Söhne zu sehen. Sein Heimweg besteht aus Papieren, die niemand ausstellt.

Für Menschen, die nach Mexiko gebracht werden, fehlen oft verlässliche Unterkünfte und ärztliche Versorgung. Menschenrechtsbeobachter beschreiben Gefahren durch Erpressung und Menschenhandel. Im August wurden Kubaner aus Südflorida sogar nach Afrika abgeschoben, teils in Länder, vor denen das amerikanische Außenministerium wegen Gewalt und Unsicherheit warnt. Rechtsanwältin Andrea Jacoski erinnert daran, dass eine Abschiebung in Drittstaaten nach amerikanischem Recht möglich sei, der aufnehmende Staat aber sicher sein müsse. Auch Washington spricht von sicheren Ländern. Für die freiwillige Rückkehr ins Herkunftsland gebe es einen kostenlosen Flug und 3.000 Dollar, heißt es aus dem Heimatschutzministerium. Die Vereinbarung mit Mexiko bleibt der Öffentlichkeit verschlossen.

Demonstration vor dem internationalen Flughafen Richmond im Bezirk Henrico County, Virginia, 19. September 2026

Während Forten García auf mexikanische Papiere wartet, wartet Yang Jie (Pseudonym zum Schutz seiner Identität) in Virginia auf einen chinesischen Pass. Der Staat, der Unterschriften verlangt, hat sein Dokument verloren. 1998 kam er als 11-Jähriger mit seinen Eltern aus Shanghai. Er wurde Koch, dann Student der Informatik. Später arbeitete er als Computeringenieur und kaufte ein eigenes Haus. Frühere Verurteilungen lagen nach verbüßten Strafen hinter ihm. Als er 2023 von einem Familienbesuch in China zurückkam, zogen Grenzbeamte am Flughafen Washington Dulles wegen seiner Vorgeschichte seine Daueraufenthaltskarte ein und eröffneten ein Abschiebeverfahren. Im Juli 2025 wurde er vor seinem Haus festgenommen.

Seit über 450 Tagen hält ICE ihn im Abschiebegefängnis Farmville fest. Im Juli 2026 verlor er sein Verfahren, die endgültige Abschiebeanordnung datiert laut Behörde vom 1. Juli. Yang Jie bereitete sich auf ein Land vor, das er seit seiner Kindheit kaum kennt. Seine Eltern, beide über 70, verkauften sein Haus und lösten die amerikanischen Konten auf. Er lernte wieder Chinesisch. Dann habe ICE ihm mitgeteilt, sein chinesischer Pass sei verloren gegangen. Ohne gültige Reisedokumente könne er nicht ausreisen. Zum Verbleib des Passes schwieg die Behörde, sie erklärte nur, er bleibe bis zur Abschiebung in Haft. Bleiben darf er nicht. Gehen kann er nicht.

88 Männer schlafen in seinem Raum, auf 44 Doppelstockbetten. Neun Telefone teilen sich alle, jedes Gespräch ist befristet. Jeden Sonntag ruft Yang Jie trotzdem seinen Freund Patrick Beverly an. Die beiden kennen sich seit 2015 aus einem Restaurant in Richmond und spielen seit Jahren eine Football-Tipprunde, in der jeder eine Mannschaft aus echten Spielern zusammenstellt. Beverly schickt handgeschriebene Spielerlisten ins Gefängnis, vor Saisonbeginn inzwischen über 10 Seiten. Diese Papiere kommen immerhin an. Dienstags gehen sie die Ergebnisse durch. Auf dem Bildschirm fehlt Yang Jie, in der Runde hat er seinen Platz behalten.

In Patrick Beverlys Wohnung steht am 24. September 2026 eine selbst gestaltete Tafel mit den Fotos der Teilnehmer seiner Football-Tipprunde und deren ausgewählten Spielern.

Beverly besucht ihn so oft es nur möglich ist. Bei ihm steht ein lebensgroßer Pappaufsteller seines Freundes. Von einem Mann, dessen Pass nach Angaben der Behörden verschwunden ist, hat er ein Bild bewahrt. Yang Jie sagt, andere Häftlinge müssten Kinder und Ehepartner zurücklassen. Er könne sich glücklich schätzen.

Dolores Freixa sollte eine Erklärung unterschreiben, die sie nie gebilligt hatte. Fidel Forten García verweigerte seine Unterschrift und wurde trotzdem gefahren. Er misst die verlorene Zeit an seinem Bart. Und in Virginia sitzt ein Ingenieur fest, weil die Behörde, die ihn abschieben will, nach seiner Darstellung seinen Pass verloren hat. Eine Unterschrift sollte einmal das kleinste Stück Wille sein. Für diesen Staat ist sie ein Formular, das er auch ohne den Menschen ausfüllt.

Unsere Recherchen zeigen, was hinter diesen Abschiebungen geschieht. Menschen, die seit Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten leben, werden in Länder gebracht, zu denen sie keinerlei persönliche Verbindung haben. Manche verlieren den Zugang zu ihrem eigenen Geld, andere sitzen in Haft, weil notwendige Dokumente fehlen. Schwer kranke ältere Menschen landen in mexikanischen Unterkünften, weit entfernt von ihren Familien. Washington kann Menschen über Grenzen schaffen. Die Jahrzehnte, die sie an einem Ort gelebt haben, verschwinden deshalb noch lange nicht.

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