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Donald Trump: Der Dschihad an der Mautstation

VonTEAM KAIZEN BLOG

12. August 2026

Wer in New York dafür ist, dass Autofahrer für die Einfahrt in einen kleinen Teil Manhattans eine bescheidene Gebühr zahlen, ist nach Ansicht des amerikanischen Präsidenten ein radikaler linker Dschihadist. Terrorismus also, für eine Abgabe, wie man sie in vielen Metropolen der Welt längst kennt. So weit ist es gekommen, dass eine Verkehrsgebühr in die Nähe des Heiligen Krieges rückt. Diese vorurteilsschwere Beschimpfung setzte Trump am Dienstagmorgen ins Netz, und sie war nur der Höhepunkt eines längeren Ausbruchs.

Zunächst nahm er sich New Yorks sogenannte Pied-à-Terre-Steuer vor, eine Abgabe auf Zweitwohnungen von mindestens 1 Million Dollar Wert. Ein gefährliches politisches Experiment nannte er sie und behauptete wahrheitswidrig, sie werde die Menschen zu Zehntausenden aus der Stadt treiben. Geschehen ist bislang nichts dergleichen. Dass eine Handvoll wohlhabender Eigentümer für ihre zweite Adresse ein wenig mehr zahlen soll, gilt ihm gleichwohl als Anschlag auf die Zivilisation, und für die Not des Zweitvillenbesitzers, dem sein millionenschweres Absteigequartier in Manhattan etwas teurer zu werden droht, findet dieser Präsident stets die wärmsten Worte.

Erst danach kam er zur Innenstadtmaut. Als Präsident, schrieb er, falle es schwer, tatenlos zuzusehen, wie ein einst geliebter Ort zugrunde gehe; der finanzielle und dann gesellschaftliche Ruin sei zu 100 Prozent sicher, und obendrein verlangten die radikalen linken Dschihadisten nun auch noch eine Maut. So etwas funktioniere in Amerika nicht und müsse sofort gestoppt werden. Beachtlich ist die Genauigkeit, mit der er den Untergang auf 100 Prozent beziffert, als ließe sich das Elend auf die Nachkommastelle berechnen. Aus Bürgern, die weniger Blech und sauberere Luft in der Innenstadt wünschen, werden bei ihm über Nacht Gotteskrieger. Dass sein Beitrag in Großbuchstaben den sofortigen Stopp forderte, passt ins Bild, denn wo das Argument fehlt, hilft die Lautstärke.

Ein Philologe, der im Dritten Reich Tagebuch über die Sprache der Macht führte, hat gezeigt, wie eine Herrschaft jedes Maß verliert, sobald sie alles ins Superlativische steigert und aus dem Andersdenkenden einen Feind macht. Wenn eine Gebühr zum Terror und eine Steuer zum Untergang wird, verliert das Wort sein Gewicht, und übrig bleibt das bloße Geschrei. So wächst das Kleine ins Ungeheure, bis niemand mehr weiß, was ein wirklicher Notstand wäre. Die Formel vom Dschihad an der Mautschranke will keine Zustimmung, sie will Angst. Ein Wort wie Dschihad, achtlos verschleudert, nutzt sich ab, und mit ihm die Wachsamkeit vor dem, was es einmal bezeichnete.

Seine Regierung, kündigte Trump an, werde prüfen, ob der Bund die Katastrophe rechtlich abwenden könne, ehe es für die Millionen zu spät sei, die New York lieben und blühen sehen wollten, statt zuzusehen, wie es zu einem schmutzigen und verkommenen Ort werde, von Verbrechen geplagt und dem Spott wie der Verachtung preisgegeben. Wer die Schwarzmalerei zu Ende hört, ahnt, dass hier weniger eine Stadt beschrieben wird als eine Kulisse für den eigenen großen Auftritt. Das Ganze erschien nur einen Tag, nachdem ein Richter auf Staten Island das Steuergesetz vorübergehend ausgesetzt hatte, eine Aussetzung, die noch am selben Tag wieder blockiert wurde. Selbst die Gerichte kamen mit dem Hin und Her kaum nach, und es drängt sich die Frage auf, wer hier eigentlich das Chaos stiftet, das der Präsident so lautstark beklagt. Über allem tobte ein Mann, der die Ruhe selbst verlor, die er der Stadt zu bringen versprach. Zum Lachen wäre es, wäre der Mann, der so spricht, nicht der mächtigste der Welt. Die Maut kostet ein paar Dollar. Sie zum Heiligen Krieg zu erklären, kostet nur ein Wort, und dieser Präsident hat Worte immer billig zu haben.

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Ela Gatto
29 Tage vor

Trump der alleinige Kämpfer gegen Dschihad, China, Leftist, Woke, Homosexuelle, Transgdnde, Antifa …. = Sarkasmus.

Alles was nicht in seine beschränkte Maga-Sekten-Bubble passt ist gefährlich und muss bekämpft werden.

Diese Steuer ist so gering für Millionäre und Milliardäre.
80% der Zeit stehen diese Wohnungen leer.
Wer sich das leisten jann, kann auch etwas mehr Zweitwohnungssteuer zahlen.
Oder verkauft eben die Wohnung.

Also, wenn Trump die Citymaut so stört, muss er ja nicht in die Stadt fahren.
Wenn man sich New York, insbesondere Manhattan mal anschaut:
Es gibt sehr viele Taxen.
Es gibt sehr viele private Wagen mit Fahrern
Es gibt nur wenige rein private Fahrzeuge, von Menschen, die dort leben.

Der kleine Bereich, dort leben zumeist wohlsituierte Menschen, denen die Maut nicht gar nicht auffällt.
Ie meisten Pendler kommen mit den Zügen oder Fähren. Nur die wohlsituierten kommen mit dem Auto. Peddler zahlen Tickets, da können die, die mit dem Auto kommen, doch einen kleinen Obolus leisten.

Natürlich kommen da kritische Stimmen, dass damit das Geschäft der Parkhäuser geschädigt wird.

Aber wer mal an einem Freitagnachmittag/abend in Manhattan mit dem Auto unterwegs war, weiß, wie extrem der Verkehr ist.
Ich fand Auto fahren nirgends so furchtbar, wie in Manhattan

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