Elon Musk sollte Washington das Sparen beibringen. Sein Department of Government Efficiency trat mit dem Versprechen an, den Bundesapparat zu verkleinern und Verschwendung zu beseitigen. Gegen Betrug und Missbrauch wollte DOGE ebenfalls vorgehen. Musk stellte Einsparungen von 1 Billion Dollar in Aussicht. Die neue Schätzung des Government Accountability Office sieht deutlich weniger heroisch aus. 2025 habe die Bundesregierung 9,5 Milliarden Dollar für bezahlte administrative Freistellungen ausgegeben. Deren Nutzung sei gegenüber 2023 um 435 Prozent gestiegen und habe damit mehr als das 6-Fache des damaligen Niveaus erreicht. 6,7 Milliarden Dollar dieser Summe entfielen auf DOGEs Programm der aufgeschobenen Rücktritte. Rund 139.963 Bundesbeschäftigte hätten das Angebot angenommen. Sie konnten ihren Rücktritt erklären und bis zu ihrem Ausscheiden weiterbezahlt werden, obwohl sie nicht mehr arbeiteten. Milliarden flossen also weiter, während die betreffenden Stellen bereits auf dem Weg aus der Verwaltung waren. Genau diese Personalpolitik sollte dem Steuerzahler eigentlich Geld sparen.

Trump und Musk haben die Zahl der Bundesbeschäftigten seit dem Amtsantritt im Januar 2025 um 12 Prozent reduziert. Der Personalbestand wurde kleiner. Ein entsprechender Nachweis für die behaupteten Einsparungen fehlt jedoch. Die Trump-Regierung behaupte, mehr als 200 Milliarden Dollar gespart zu haben. Belegt worden sei diese Summe bislang nicht. Zugleich sei das Bundesdefizit gestiegen. Der Iran-Krieg habe die Staatsausgaben erhöht, ebenso die im vergangenen Jahr beschlossenen republikanischen Steuersenkungen. Auf dem Papier war der Personalabbau schnell sichtbar. In den Behörden blieb die Arbeit. Nach Angaben der Partnership for Public Service seien mehr als 20.000 Stellen, die durch das Rücktrittsprogramm frei geworden waren, später erneut besetzt worden. Mehrere Behörden hätten zuvor erfahrene Beschäftigte verloren. Die Bundesregierung begann anschließend, neue Kräfte anzuwerben und richtete den Blick stärker auf Menschen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn. Die Regierung setzte bei der Neubesetzung stärker auf Berufseinsteiger. Wo vorher langjährige Fachkenntnis saß, begann damit teilweise wieder der Aufbau von Erfahrung. Auch dieser Teil taucht in Musks großer Sparzahl nicht auf.
Damit wurde aus dem Sparprogramm ein ziemlich teurer Kreisverkehr. Beschäftigte wurden dafür bezahlt, ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Danach suchte die Bundesregierung erneut Personal für einen Teil der frei gewordenen Stellen. Fast 140.000 Menschen nahmen das Rücktrittsangebot an. Mehr als 20.000 Stellen wurden später wieder besetzt. Der Staat konnte Menschen aus der Personalstatistik streichen. Die Aufgaben in den Behörden verschwanden deshalb noch lange nicht. Patty Murray, demokratische Senatorin aus dem Bundesstaat Washington, griff die Bilanz am Dienstag scharf an. Trump habe Milliarden ausgegeben, um erfahrene und dringend benötigte Fachleute aus der Regierung zu drängen. Dies sei „die teuerste vorstellbare Art gewesen, die Regierung schlechter zu machen“, erklärte sie. Die Bewertung stammt von Murray. Die 9,5 Milliarden Dollar für bezahlte Freistellungen stammen aus der Schätzung des Government Accountability Office.

Musk hatte für DOGE 1 Billion Dollar Einsparungen versprochen. Die Regierung reklamiert inzwischen mehr als 200 Milliarden Dollar für sich. Ein Beleg für diese Summe sei bislang nicht vorgelegt worden. Auf der anderen Seite stehen 6,7 Milliarden Dollar für das Rücktrittsprogramm und insgesamt 9,5 Milliarden Dollar für bezahlte administrative Freistellungen im Jahr 2025. Dazu kommt die Tatsache, dass mehr als 20.000 der zuvor frei gewordenen Stellen später wieder besetzt wurden. DOGE sollte zeigen, wie viel Geld Washington verschwende. Gerade deshalb wiegt diese Rechnung schwer. Ein Programm, das mit radikaler Effizienz warb, führte zu einem sprunghaften Anstieg bezahlter Freistellungen. Beschäftigte gingen, Behörden verloren Erfahrung und neue Leute wurden gesucht. Nicht jede frei gewordene Stelle wurde ersetzt, doch mehr als 20.000 eben doch. Die versprochene Sparmaschine fraß während des Umbaus selbst Milliarden.
Die Zahlen der Vorlage tragen den Widerspruch bereits in sich. 1 Billion Dollar Einsparungen hatte Musk angekündigt. Mehr als 200 Milliarden Dollar beansprucht die Trump-Regierung als Erfolg, ohne die Summe bewiesen zu haben. keine Recherche kam nur in die Nähe dieser Summe. Das Gegenteil ist der Fall. Für 2025 stehen dagegen 9,5 Milliarden Dollar bezahlte Freistellungen in der Schätzung des Government Accountability Office. Davon entfallen 6,7 Milliarden auf DOGEs Rücktrittsprogramm. So sieht die Rechnung aus, nachdem das große Sparen begonnen hatte.
Die 9,5 Milliarden Dollar sind dabei nur ein Teil der Rechnung. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus 2025 wurden rund 177 Milliarden Dollar an Bundeszuschüssen gestrichen oder eingefroren. Betroffen sind alle 50 Bundesstaaten und der District of Columbia. Besonders hart traf es Gesundheit und Ernährung. Auch Umweltprogramme sowie Katastrophenhilfe verloren Geld. Das States United Democracy Center und Grant Witness haben die Kürzungen zusammengetragen. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht. Damit wird aus DOGE langsam eine ziemlich groteske Spargeschichte. Milliarden fließen dafür, Beschäftigte loszuwerden, während gleichzeitig Milliarden aus Programmen verschwinden, die tatsächlich Leistungen finanzieren. Ein Teil der freigewordenen Stellen wird später wieder besetzt. Musk hatte 1 Billion Dollar Einsparungen versprochen. Die Trump-Regierung beansprucht mehr als 200 Milliarden Dollar für sich. Belegt ist diese Summe bis heute nicht. Die belegbaren Milliarden stehen dagegen schwarz auf weiß auf der anderen Seite der Rechnung.
Und genau deshalb gehört die AfD in diesen Artikel erwähn. Auch sie verkauft tiefgreifende inkompetente Kürzungen als politischen Befreiungsschlag. Washington zeigt bereits, was passiert, wenn man Verwaltung wie Sperrmüll behandelt und später feststellt, dass jemand die Arbeit doch machen muss. So sieht Sparen made by Trump aus. Und wer in Deutschland glaubt, dieselbe Idee werde durch die AFD plötzlich klüger, sollte vielleicht zuerst diese Rechnung lesen.
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