Die Vereinigten Staaten und Israel haben Iran mit einem koordinierten Großangriff getroffen. In Teheran stieg Rauch über Regierungsvierteln auf, Explosionen wurden aus Isfahan, Ilam, Shiraz und weiteren Regionen gemeldet. Iranische Medien berichteten von Einschlägen nahe den Büros von Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei. Ob sich der 86-Jährige dort aufhielt, blieb unklar. Außenminister Abbas Araghchi erklärte später im US-Fernsehen, Khamenei und Präsident Masoud Pezeshkian seien „soweit ich weiß“ am Leben.
Für Washington ist es bereits der zweite direkte Militäreinsatz gegen die Islamische Republik binnen acht Monaten. Präsident Donald Trump begründete den Schlag mit Irans fortgesetztem Atomprogramm und Raketenentwicklungen mit möglicher Reichweite bis in die Vereinigten Staaten. Gleichzeitig wandte er sich direkt an die iranische Bevölkerung und forderte sie auf, „euer Schicksal selbst in die Hand zu nehmen“ und die seit 1979 herrschende Führung zu stürzen. Es war eine militärische Operation – und ein politischer Aufruf.
Teheran reagierte umgehend. Nach israelischen Angaben wurden Dutzende Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Ein Teil wurde abgefangen, doch die Armeeführung warnte, der Schutzschirm sei nicht lückenlos. Parallel richteten sich iranische Angriffe gegen US-Stützpunkte sowie gegen mehrere Staaten am Golf. Saudi-Arabien meldete Attacken auf Riad und den Osten des Landes, sprach von einem „offenen und feigen Angriff“ und erklärte, er sei abgewehrt worden. In Bahrain schlug eine Rakete nahe der Nationalen Sicherheitsbehörde ein. Kuwait berichtete von einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen mit Verletzten und Sachschäden. In Irbil im Nordirak wurden Raketen und bewaffnete Drohnen abgefangen; das Gasfeld Khor Mor stellte den Betrieb ein, große Teile der Region verloren Strom.
Pakistan verurteilte sowohl die Angriffe Israels und der USA auf Iran als auch die iranischen Schläge gegen Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Premierminister Muhammad Shehbaz Sharif telefonierte mit Kronprinz Mohammed bin Salman und erklärte, Pakistan werde unter allen Umständen an der Seite Saudi-Arabiens stehen. Ägyptens Präsident Abdel-Fattah el-Sissi warnte in einem Gespräch mit dem saudischen Kronprinzen vor einer weiteren Eskalation. Außenminister Badr Abdelatty führte Konsultationen mit Kollegen aus Saudi-Arabien, der Türkei, Deutschland und Frankreich und sprach von schweren Folgen für die Stabilität der Region.
Die Europäische Union kündigte ein außerordentliches Sicherheitstreffen an. Ursula von der Leyen erklärte, eine weitere Eskalation müsse verhindert werden. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer betonte, sein Land habe sich nicht an den Angriffen beteiligt, jedoch Luftverteidigung zum Schutz eigener Kräfte und Verbündeter gestellt. Er verurteilte die iranische Führung scharf, forderte aber zugleich eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Auch Frankreich und Deutschland riefen gemeinsam mit London zur Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen Washington und Teheran auf. China zeigte sich „sehr besorgt“ und verlangte ein sofortiges Ende der militärischen Aktionen. Der UN-Sicherheitsrat setzte eine Dringlichkeitssitzung an, Generalsekretär António Guterres verurteilte Angriffe und Gegenangriffe gleichermaßen.
In Washington entbrannte sofort eine verfassungsrechtliche Auseinandersetzung. Senator Tim Kaine sprach von einem „kolossalen Fehler“ und verlangte eine Abstimmung über die Kriegsvollmachten. Hakeem Jeffries erklärte, Iran sei ein gefährlicher Akteur, doch außerhalb zwingender Notlagen müsse der Präsident vor einem präventiven Militäreinsatz die Zustimmung des Kongresses einholen. Jim Himes nannte das Vorgehen einen Krieg ohne klares strategisches Ziel. Aus dem Umfeld des Außenministeriums hieß es, führende Abgeordnete seien vorab informiert worden, allerdings ohne Hinweis auf das volle Ausmaß der Operation.
Ökonomisch richtet sich der Blick auf die Straße von Hormus, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert wird. Vor dem Wochenende hatte Brent bei 72,87 Dollar je Barrel geschlossen, ein Sieben-Monats-Hoch. Analysten erwarten im Fall größerer Störungen deutliche Preissprünge, im Eskalationsfall auch darüber hinaus.
Während über Israel Raketen abgefangen wurden, blieb der Alltag im Westjordanland bemerkenswert ruhig. In Ramallah standen Menschen an Marktständen, obwohl keine Sirenen vor möglichen Trümmern warnen. Israel schloss Kontrollpunkte, Tankstellen verzeichneten lange Schlangen. In Argentinien erhöhte Präsident Javier Milei die Sicherheitsstufe, besonders für jüdische Einrichtungen und kritische Infrastruktur.
Neue Explosionen wurden nahe Shiraz gemeldet. Iran betont sein Recht auf Selbstverteidigung. Die NATO erklärte, man beobachte die Lage genau. Die Fronten sind offen, die Rhetorik ist scharf, und jeder weitere Schritt trägt das Risiko, aus einem Schlagabtausch einen Flächenbrand zu machen.
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Ich unterstütze das islamistische Terrorregime im Iran unter keinen Umständen.
Dennoch ist es ein souveräner Staat, der ohne UN-Mandat, völkerrechtswidrig angegriffen wurde.
Wir können uns nicht aussuchen, für wen die Souverenität gilt und für wen nicht.
Das Gleiche gab es vor kurzem in Venezuela.
Auch da gab es einen kurzen Aufschrei.
Dann wurde abgewiegelt und schön geredet, weil Madura ein Diktator war.
Heute spricht Keiner mehr über Maduro oder Venezuela.
Ich störe mich auch daran, wenn Länder einseitig die Verteidigung Iran’s verurteilen.
Sie wurden ohne kriegerische Provokation angegriffen.
Es ist ihr Recht sich zu verteidigen.
Auch wenn ich die Art und Weise verurteile, da unbeteiligte Zivilisten in Ländern betroffen sind, die nicht an den Angriffen beteiligt waren.
Die ganze Region kann „explodieren“.
Trump hat schon mal did Zündschnur angezündet und Israel hat Öl dazu gegeben.
Und Europa, die NATO und die UN, werden wieder verurteilen, mahnen und dann zum Tagesgeschäft übergehen.
Heimlich denken sicher Einige „lass die USA und Israel machen, dann gibt es bald ein Terrorregime weniger“