Das Gift aus dem Regenwald – Fünf Staaten erklären Nawalnys Tod zur Vergiftung!

Zwei Jahre nach dem Tod von Alexej Nawalny im Straflager IK-3 oberhalb des Polarkreises liegt nun eine Feststellung vor, die das offizielle Narrativ Moskaus frontal widerlegt. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande haben nach unabhängigen Laboranalysen übereinstimmend erklärt, dass in aus Russland herausgeschmuggelten Gewebeproben Epibatidin nachgewiesen wurde – ein hochpotentes Neurotoxin aus der Haut südamerikanischer Pfeilgiftfrösche. Die russische Gefängnisbehörde hatte im Februar 2024 von einer „Kombination von Krankheiten“ gesprochen. Schon damals stieß diese Erklärung auf Zweifel. Jetzt erklären fünf europäische Staaten mit hoher Sicherheit: Nawalny wurde vergiftet.

Epibatidin ist kein Alltagsgift. Es handelt sich um ein chloriertes Alkaloid, das auf nikotinische und muskarinische Acetylcholin-Rezeptoren wirkt – also auf jene Signalstellen, die Bewegungen steuern und Schmerzreize übertragen. Die Wirkung ist brutal klar: fortschreitende Lähmung, Bewusstseinsverlust, Atemstillstand. In Laborstudien erreicht die Substanz innerhalb kurzer Zeit hohe Konzentrationen im Gehirn, wird kaum abgebaut und führt bei entsprechender Dosis rasch zum Tod durch Atemversagen. Chemiewaffenexperten, die mit westlichen Regierungen beraten, ordnen die bekannten Abläufe in Nawalnys letzten Stunden genau diesem Muster zu: plötzlicher Zusammenbruch, fehlende Reanimation, rascher tödlicher Verlauf. Die Beschreibung deckt sich mit der pharmakologischen Wirkung eines stark wirksamen nikotinischen Rezeptor-Agonisten wie Epibatidin.
Auch die Herkunft der Substanz wirft Fragen auf. Der sogenannte Phantasmal-Giftfrosch, aus dessen Haut das Alkaloid erstmals isoliert wurde, ist in Ecuador beheimatet und seit den 1980er Jahren geschützt. Tiere in Gefangenschaft produzieren das Gift nicht, weil sie es über ihre natürliche Nahrungskette aufnehmen. Eine nutzbare Menge herzustellen erfordert entweder Zugang zu Wildpopulationen oder eine aufwendige chemische Synthese in spezialisierten Laboren. Das ist keine Substanz, die man zufällig beschafft. Die fünf Staaten wollen ihre Ergebnisse am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz in einer gemeinsamen Erklärung veröffentlichen und die Befunde an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen übermitteln. Der Vorwurf wiegt schwer: Russland habe entgegen seinen Verpflichtungen aus der Chemiewaffen-Konvention weiterhin über entsprechende Fähigkeiten verfügt und diese eingesetzt.
Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Giftanschlägen mit russischem Bezug – vom Nowitschok-Einsatz in Salisbury 2018 gegen Sergej Skripal bis zum Anschlag auf Nawalny 2020, den er nur knapp überlebte. Damals retteten Ärzte in Berlin sein Leben. Dieses Mal gab es kein Entkommen. Julija Nawalnaja hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, ihr Mann sei erneut vergiftet worden. Die jetzt vorliegenden Analysen bestätigen diese Aussage. Der Tod des prominentesten Oppositionspolitikers Russlands erscheint damit nicht als medizinisches Versagen, sondern als gezielter Einsatz eines hochwirksamen Nervengifts in einem staatlichen Gefängnis.
Die politische Bedeutung geht über den Einzelfall hinaus. Wenn ein Vertragsstaat der Chemiewaffen-Konvention ein solches Mittel einsetzt, stellt das nicht nur ein Verbrechen gegen eine Person dar, sondern einen Bruch internationalen Rechts. Fünf europäische Regierungen haben sich nun festgelegt. Damit steht die russische Version nicht mehr nur im Schatten des Zweifels, sondern im offenen Widerspruch zu forensischen Befunden.
Und es geht weiter und weiter: Abschiebung im Schatten – Neun Menschen, ein Flug, kein Ziel

Am 14. Januar hob in Alexandria, Louisiana, ein Flug des Department of Homeland Security ab. Neun Menschen an Bord, gefesselt, angekettet, ohne zu wissen, wohin sie gebracht werden. Fast alle verfügten über gerichtliche Schutzanordnungen, die ihre Abschiebung in die Herkunftsländer untersagten. Wochen später sitzen sie in einem staatlichen Komplex in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns. Keiner von ihnen stammt aus diesem Land. Die Betroffenen berichten, sie hätten erst im Moment des Abflugs erfahren, dass ihr Ziel Kamerun sei. Dort wurde ihnen mitgeteilt, sie dürften das Gelände nur verlassen, wenn sie einer „freiwilligen“ Rückkehr in ihre Heimat zustimmen. Einige flohen vor Krieg, andere vor politischer Verfolgung oder wegen ihrer sexuellen Orientierung. Ein Mann aus Simbabwe, seit 15 Jahren in den USA, vergleicht die Aktion mit einem Schmuggeltransport. Man habe sie „wie Pakete abgeladen“.
Acht der neun Personen verfügten über sogenannte Removal Protections, also gerichtlichen Schutz vor Rückführung in Länder, in denen ihnen Verfolgung droht. Laut ihren Anwälten gibt es keine Hinweise auf Gewaltdelikte. Dennoch wurden sie in ein Drittland verbracht, zu dem es keine öffentlich bekannte Vereinbarung gibt. Das US-Außenministerium verweist auf vertrauliche diplomatische Kontakte, Kameruns Behörden schweigen. Der Vorgang steht für eine Praxis, die zunehmend genutzt wird: Abschiebungen in Drittstaaten, oft gegen finanzielle Gegenleistungen. Recherchen zeigen auf, dass über 40 Millionen Dollar, die in entsprechende Abkommen geflossen sind. Kritiker sehen darin den Versuch, gerichtliche Schutzmechanismen zu umgehen. Ein früherer ICE-Beamter nennt es „klar rechtswidrig“, Menschen in ein Transitland zu bringen, um sie von dort aus zur Rückkehr zu drängen.
Unter den Festgehaltenen sind Frauen aus Ghana, die wegen ihrer sexuellen Orientierung Morddrohungen ausgesetzt waren. Eine 20-Jährige sagt, eine Rückkehr käme einem Todesurteil gleich. Gleichzeitig wächst die Erschöpfung nach Monaten oder Jahren in Haft. Unterstützung für Asyl in Kamerun gebe es nicht, heißt es von internationalen Stellen, die die Fälle begleiten. Nach monatelangem juristischem Ringen und erheblichem Druck konnten in vielenanderen Fällen bereits Menschen aus vergleichbaren Konstruktionen befreit werden. Hier geht es nun um die letzten. Um jene, die mit einem Stempel leben müssen, ohne dass ein Gericht ihre individuelle Geschichte neu geprüft hat. Die Frage ist nicht nur, wohin sie geschickt wurden. Sondern ob Recht noch gilt, wenn es politisch nicht mehr gewollt ist.
🇬🇱 Eis, Tore, Flagge – und eine klare Botschaft aus Mailand

Beim Eishockeyspiel zwischen den USA und Dänemark in Mailand hielten zwei Zuschauer eine große rot-weiße Flagge Grönlands hoch. Vita Kalniņa und Alexander Kalniņš, lettische Fans mit Wohnsitz in Deutschland, wollten damit europäische Solidarität mit Dänemark und der halbautonomen Insel zeigen. Sie entrollten die Flagge während des Aufwärmens und erneut, als Dänemark das erste Tor erzielte. „Für uns als Europäer war es wichtig, dieses Symbol zu zeigen“, sagte Kalniņš. Es sei ein Zeichen europäischer Geschlossenheit gewesen.
Kurz darauf forderte das Stadionpersonal sie auf, die Flagge nicht weiter zu zeigen. Als Begründung wurde Sicherheit genannt, es könne zu aggressiven Reaktionen kommen. Amerikanische Fahnen hingegen blieben im Umlauf. Das Paar gab nach, um das Spiel weiter verfolgen zu können. Die Botschaft, so sagten sie später, sei ohnehin angekommen. Jeder im Stadion habe sie gesehen – und auch die Fernsehzuschauer. Grönland selbst tritt bei den Spielen nicht eigenständig an. Sportler wie die Biathlon-Geschwister Ukaleq und Sondre Slettemark starten für Dänemark. Laut offizieller Regel dürfen bei der Eröffnung nur Fahnen von teilnehmenden Ländern und Territorien gezeigt werden.
Chinas Roboter feiern das Neujahrsfest
In einem Einkaufszentrum im Westen Pekings probten vier humanoide Roboter für das bevorstehende Neujahrsfest. Knapp einen Meter groß, im bunten Löwenkostüm, beugten sie die Knie, drehten die Masken, setzten Schrittfolgen – wieder und wieder, fast synchron. Auch in diesem Jahr widmet eine der großen Tempelmessen der Hauptstadt der Technik eine eigene Bühne. Die Zahl der eingesetzten Maschinen ist deutlich gestiegen. Sie tanzen, führen Kampfkünste vor, rezitieren Peking-Oper, stapeln Bausteine, spielen Fußball oder spießen kandierte Weißdornbeeren auf – ein Klassiker auf chinesischen Straßenmärkten.
Die Organisatoren sprechen von präziseren Bewegungen und einem stärkeren Hightech-Ambiente als im Vorjahr. Unternehmen wie Booster Robotics zeigen rund zwanzig dieser humanoiden Systeme. Sobald der Anpfiff ertönt, übernehmen sie selbstständig Entscheidungen und Bewegungsabläufe, gesteuert durch künstliche Intelligenz statt Fernbedienung. Ganz ohne menschliche Hilfe geht es dennoch nicht. Jemand muss die Kostüme anlegen, eingreifen, wenn ein Roboter auf dem Mini-Spielfeld stehen bleibt. China treibt die Entwicklung solcher Systeme seit Jahren voran. Beim Neujahrsfest verschmelzen Tradition und Technologie nun sichtbar auf einer Bühne – mit Trommelschlägen, Löwenmasken und surrenden Servomotoren.
Marjorie Taylor Greene belastet Donald Trump im Streit um Epstein-Akten
Die ehemalige republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene hat öffentlich erklärt, der Widerstand gegen die Veröffentlichung der Epstein-Akten sei direkt vom Präsidenten ausgegangen. Wörtlich sagte sie, dieser Kampf sei „direkt von Präsident Donald Trump gekommen“ und er habe „am härtesten dafür gekämpft, dass die Dateien nicht veröffentlicht werden“. Greene fügte hinzu, Donald Trump habe das entsprechende Gesetz im Repräsentantenhaus nur deshalb unterzeichnet, weil er keine andere Wahl gehabt habe. Diese Aussage stellt einen bemerkenswerten Bruch dar, da sie aus den eigenen Reihen der Republikaner kommt und die interne Dynamik offenlegt.
Während Teile der Partei Transparenz fordern, deutet Greenes Wortmeldung auf erheblichen Widerstand an der Spitze hin. Der Konflikt um die Akten ist damit längst nicht mehr nur eine juristische Frage, sondern auch ein politischer Machtkampf innerhalb der Republikanischen Partei.
Paris prüft Epstein-Akten – Diplomat im Fokus, Brunel-Verfahren neu bewertet

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungsrichter eingesetzt, um die nahezu drei Millionen Seiten der in den USA veröffentlichten Epstein-Unterlagen auszuwerten. Ziel ist die Prüfung möglicher Straftaten „insbesondere sexueller oder finanzieller Natur“, sofern französisches Recht anwendbar ist. Parallel dazu wurden drei neue Beschwerden bekannt. Im Zentrum steht der französische Diplomat Fabrice Aidan. Sein Name taucht in den Dokumenten mehr als 200 Mal auf. Das Außenministerium erstattete Anzeige. Die Staatsanwaltschaft betont, dass die bloße Nennung keinen Schuldnachweis darstellt. Aidans Anwältin erklärte, ihr Mandant bestreite sämtliche Vorwürfe und stehe für Befragungen zur Verfügung.
Eine weitere Anzeige stammt von einer Schwedin, die Daniel Siad sexuelle Handlungen vorwirft, die sie als Vergewaltigung beschreibt und die 1990 in Frankreich stattgefunden haben sollen. Siad verteidigte im Fernsehen seine Kontakte zu Epstein und erklärte, dieser habe sein Vertrauen ausgenutzt. Eine dritte Beschwerde richtet sich gegen den Dirigenten Frédéric Chaslin wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung im Jahr 2016. Chaslin erklärte öffentlich, seine Begegnungen mit Epstein seien kurz und rein beruflich gewesen. Zusätzlich kündigte die Staatsanwaltschaft an, das 2023 eingestellte Verfahren gegen Jean-Luc Brunel erneut zu prüfen. Der frühere Modelagent und enge Epstein-Vertraute war 2022 in Untersuchungshaft im Gefängnis La Santé tot aufgefunden worden. Gegen ihn hatten mehrere Frauen ausgesagt, darunter Minderjährige zur Tatzeit. Ermittler dokumentierten Aussagen über Alkohol, Isolation und sexuelle Übergriffe.
Siehe auch Auszüge unserer Recherchen zu Jean-Luc Brunel: Jean-Luc Brunel, Epstein – und das perfide Timing des Todes und Schönheit, Macht und der stille Schatten – Trump, Maxwell, Brunel und das System hinter der Fassade
Politisch blieb Frankreich bislang weitgehend ruhig. Doch Jack Lang, ehemaliger Kulturminister, trat vergangene Woche von seinem Amt am Institut du Monde Arabe zurück, nachdem finanzielle Verbindungen zu Epstein geprüft werden. Er erklärte, er vertraue auf „wahre Justiz, nicht digitale“. Die französische Justiz steht nun vor der Aufgabe, aus der Masse der Dokumente konkrete strafrechtliche Konsequenzen zu ziehen.

Ich habe keinem Staat getraut, dass bicht in geheimen Laboren -von denen nur eine handvoll Leute wissen- nicht doch chemische Waffen hergestellt werden.
Sarin etc.
Nun das Froschgift.
Russland hat vermutlich „Schmuggelrouten“ nach Ecuador.
Aber sie verfügen auch über die Möglichkeit so etwas synthetisch herzustellen.
Welche Konsequenz ergibt sich jetzt aus den Beweisen?
Wird es Thema in der UN?
Wird es, auch wenn Russland den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennen, eine Anklage geben?
Haftbefehle und damit Sanktionen?
Trotz dieses erdrückenden Beweises, ist es keine große Schlagzeile.
Nur eine Randnotiz 😞
..ja leider, es sind schon merkwürdige zeiten
Es ist erschreckend, mit welcher Konsequenz ICE richterliche Anordnungen konsequent ignoriert.
Abschiebung in Drittstaaten.
Ohne offizielle Verträge.
Abseits vom Kongress und öffentlicher Kontrolle.
Ihr und andere Organisationen kämpfen für diese Leute.
Richter Boasberg urteilt klar.
Noem macht mit Segen von Trump weiter.😞
Boasberg ist ein TOP, und auch diese akten liegen hier wieder auf dem tisch
Das IOC ist einfach nur noch peinlich und sehr wohl politisch.
Die Buhrufe gegen Vance?
„Wir lassen keine Beleidigungen gegen Athleten zu“.
Ist mir was entgangen? That Vance als Athlet an?
Disqualifikation des Ukrainers, wegen eines Helmes….
Aber T-Shirts der Nazi Olympiade von 1936 verkaufen.
Und jetzt der Verbot der Flagge.
Das IOC ist für mich unten durch!
…olymoia will immer neutral bleiben, aber in den aktuellen zeiten ein nicht richtiger weg
Das Thema Epstein.
Marjorie Taylor Greene scheint dieses Thema wirklich am Herzen zu liegen.
Offener Bruch mit Trump und das Ende ihrer Karriere.
Aber sie bleibt dran.
Soviel Rückgrat hätte ich ihr nie zugetraut.
Und es ist sehr wichtig, dass auch in Frankreich ermittelt wird.
Vor allem der Fall Brunel wieder aufgerollt wird.
..ja das war bei ihr immer so, auch wenn viele ihrer ansichten schon sehr fragwürdig waren, aber sie hat mit maga abgeschlossen und daher sollte man ihr auch eine zweite chance geben