Ein Land auf Alarmstufe – und Reisende zahlen den Preis

VonRainer Hofmann

November 28, 2025

Marco Rubio sagt offen, was in Washington längst beschlossen ist: Die USA wollen härter aussortieren. Visa sollen nicht nur vor der Einreise verweigert werden können, sondern auch danach – sobald Behörden behaupten, jemand gefährde amerikanische Interessen. Und als ob das nicht deutlich genug wäre, erklärt Rubio, kein Mensch habe ein Recht auf ein Visum. Wer kommen will, müsse beweisen, warum er es verdient. Punkt.

Wir haben das Recht, Visa bereits vor der Einreise zu verweigern und sie nach der Einreise zu widerrufen, wenn die Anwesenheit einer Person unsere nationale Sicherheit oder unsere Interessen gefährdet. Genau das haben wir vor!“

Die Regierung will diese Linie in die Praxis umsetzen. Trump nutzt den Anschlag in Washington, um all das durchzusetzen, was er immer durchsetzen wollte. Es geht nicht um Sicherheit, es geht um ein Klima, in dem Misstrauen zur Norm wird und Ausgrenzung zur Methode. Genau deshalb werden die Kontrollen ab nächster Woche drastisch verschärft. Wer in die USA muss, sollte vorbereitet sein und sich auf längere Wartezeiten einrichten. Die Beamten prüfen inzwischen routinemäßig Mobiltelefone. Nicht heimlich, sondern offen. Fotos, Chats, Social-Media-Apps, politische Beiträge – alles kann zum Problem werden, wenn es nicht ins Bild passt, das die Regierung sehen will. Wir können nur raten; nutzen sie ein Prepaid-Handy, auf dem nur das Nötigste gespeichert ist. Alles andere sollte man zu Hause lassen.

Trump verkauft das als Schutzmaßnahme. In Wahrheit nutzt er die Angst nach dem Anschlag, um eine Politik zu verschärfen, deren Ziel nie Sicherheit war, sondern Ausgrenzung. Menschen werden nicht als Besucher gesehen, sondern als Risiko. Herkunft, Sprache, Name – sie werden zu Kriterien, die darüber entscheiden können, ob jemand in ein Flugzeug steigen darf oder nicht.

Wer demnächst fliegt, sollte die Nummer seiner Botschaft griffbereit haben. Und wer unsicher ist, kann uns gerne schreiben. Die USA sind dabei, eine Grenze zu bauen, die im Kopf beginnt und am Flughafen endet. Und wer sie überqueren will, muss besser vorbereitet sein als je zuvor.

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Nicola Wachweger
Nicola Wachweger
8 Stunden zuvor

Dann kann ich eine Reise nach New York wohl vergessen.Ich habe inzwischen zuviel Sorge am Flughafen abgegriffen zu werden, weil ich im Internet ja schon einiges geschrieben habe. Meine Großmutter hat in New York gelebt und ist dort gestorben.Vielleicht habe ich zu viel Angst, aber diese Unsicherheit ist einfach da.😞

dorothea rosenberger
dorothea rosenberger
7 Stunden zuvor
Antwort auf  Nicola Wachweger

Hi Nicola, bin vor ca 4 Wochen aus Deutschland eingereist und hatte nicht das geringste Problem. Auswärtiges Amt müsste hier doch für Infos gute Quelle sein.

dorothea rosenberger
dorothea rosenberger
7 Stunden zuvor

Ah, bin über JFK eingereist!

Frank Schwalfenberg
7 Stunden zuvor

Dann wird die Preiserhöhung für Touris, die die Nationalparks besuchen wollen, wahrscheinlich nicht viel bringen.

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