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29. Oktober 2026
21:22 Uhr Trump will Demokratin von der Wahl ausschließen: In Alaska droht ein Streit um die Macht im US-Senat
In Alaska droht 5 Tage vor den Kongresswahlen ein Streit, der die Kontrolle über den amerikanischen Senat wochenlang ungeklärt lassen könnte. Republikanischer Gouverneur Mike Dunleavy ordnete Ermittlungen gegen das Umfeld der demokratischen Kandidatin Mary Peltola an. Ihre Mitarbeiter sollen 2 weitere Kandidaten angeworben haben, um dem republikanischen Senator Dan Sullivan Stimmen abzunehmen. Besonders brisant: Einer der Kandidaten heißt ebenfalls Dan Sullivan. Peltolas Wahlkampfteam und die Demokratische Partei bestreiten eine Beteiligung. Trump erklärte, er könne kaum glauben, dass Peltola überhaupt zur Wahl zugelassen werde. Seine Regierung versucht bereits gerichtlich, eine mögliche Bestätigung ihres Wahlsiegs zu verhindern. Wahlrechtsexperten sehen bislang keine ausreichende rechtliche Grundlage dafür. Während Trump in South Carolina Wahlkampf macht und Kamala Harris in Georgia für die Demokraten wirbt, haben bereits 41,4 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben. Trumps Zustimmungswert liegt inzwischen bei lediglich 32 Prozent.
06:12 Uhr Wahl verloren, nach Miami geflüchtet: Bolsonaro erklärt sich zum rechtmäßigen Führer Brasiliens, Trump empfängt ihn
Flavio Bolsonaro hat die brasilianische Präsidentschaftswahl gegen Luiz Inácio Lula da Silva mit rund 4,5 Millionen Stimmen Unterschied verloren. Am Mittwoch landete er dennoch in Miami und erklärte sich zum rechtmäßigen Führer Brasiliens. Zuvor hatte er sich in einer inzwischen gelöschten Erklärung sogar als gewählten Präsidenten bezeichnet. Bolsonaro verließ Brasilien heimlich, nachdem er sich geweigert hatte, seine Reisepässe gemäß einer Anordnung des Obersten Gerichtshofs abzugeben. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Geldwäsche, die Vorwürfe bestreitet er. Donald Trump gewährte ihm und seiner Familie Einreisevisa, Argentiniens Präsident Javier Milei half bei der Ausreise. Bolsonaro behauptet einen Wahlbetrug, legte dafür jedoch keinerlei Beweise vor. Als Begründung führt er eine zweistündige Verlängerung der Stimmabgabe an, während der lediglich rund 35.000 Stimmen abgegeben wurden, etwa 0,03 Prozent aller Stimmen. Brasiliens Wahlgericht, internationale Beobachter und selbst Bolsonaros eigene Partei erkennen Lulas Sieg an. Ausgerechnet aus den USA, wo bereits sein wegen eines Putschversuchs zu 27 Jahren Haft verurteilter Vater Jair Bolsonaro nach seiner Wahlniederlage 2022 Zuflucht gesucht hatte, beansprucht nun auch der Sohn die Macht über ein Land, dessen Wähler ihn abgewählt haben.
28. Oktober 2026
17:15 Uhr Trump droht, Deutschland bremst: Kanada rückt näher an die EU, doch die geplante Sondermitgliedschaft ist vorerst vom Tisch
Kanada und die Europäische Union wollen ihre Zusammenarbeit erheblich vertiefen, haben den umstrittenen Begriff einer „assoziierten Mitgliedschaft“ jedoch aus der geplanten Gipfelerklärung gestrichen. Vor dem Treffen in Montreal am Donnerstag, 29. Oktober, setzte sich insbesondere Deutschland gegen die Bezeichnung durch, weil dafür bislang jede rechtliche Grundlage fehlt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Idee vor 6 Wochen ins Gespräch gebracht. Kanadas Premierminister Mark Carney sucht angesichts von Donald Trumps Strafzöllen größere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Unabhängigkeit von den USA. Trump bezeichnete die mögliche Sondermitgliedschaft bereits als „lächerlich“ und drohte mit Handelsbeschränkungen gegen Europa, sollte er darin einen „feindseligen Akt“ erkennen. Carney erklärte am Dienstag, entscheidend seien die konkreten Vorteile für die Kanadier, während die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen noch 1 Jahr dauern dürften. Eine endgültige Gipfelerklärung soll am Mittwoch bis 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit ausgehandelt werden.
06:00 Uhr Nach Wahlniederlage aus Brasilien geflohen: Trump öffnet Flávio Bolsonaro und seiner Familie die Türen der USA
Flávio Bolsonaro hat Brasilien nach seiner Niederlage gegen Präsident Lula da Silva bei der Stichwahl vom 25. Oktober verlassen und ist in die USA gereist. Dabei hatte Brasiliens Oberster Gerichtshof angeordnet, dass der rechtsextreme Senator innerhalb von 24 Stunden seine Reisepässe abgeben müsse. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Geldwäsche, deren Vorwürfe Bolsonaro bestreitet. Nachdem er die Frist verstreichen ließ, wurden seine Pässe für ungültig erklärt. Wie er trotzdem ausreisen konnte, ist ungeklärt; nach Angaben eines hochrangigen Bundespolizisten passierte er keine reguläre Grenzkontrolle. Das amerikanische Außenministerium kündigte bereits Visa für Bolsonaro und seine Familie an. Noch am Montag hatte er versichert, niemals an eine Flucht gedacht zu haben. Lula bezeichnete die Ausreise als beschämend und forderte ihn auf, seine Unschuld in Brasilien zu beweisen. Donald Trump wiederum sprach ohne Belege von einer möglicherweise manipulierten Wahl, während sich die Geschichte von Flávios Vater Jair Bolsonaro wiederholt, der nach seiner Wahlniederlage 2022 ebenfalls in die USA reiste und später wegen eines Putschversuchs zu 27 Jahren Haft verurteilt wurde.
27. Oktober 2026
19:05 Uhr Waffenruhe für eine hungernde Stadt: In Oleschky schweigen die Waffen, während Russland Kiew weiter bombardiert
Nach mehr als 4 Jahren russischer Besatzung gilt seit Dienstag, 3 Uhr, eine örtliche Waffenruhe für das ukrainische Oleschky, vermittelt durch Melania Trump unter Beteiligung von Papst Leo. Die Feuerpause soll bis Sonntag dauern und Hilfslieferungen sowie Evakuierungen ermöglichen. Beide Kriegsparteien erklärten, sie hielten sich daran. Von einst 24.000 Einwohnern leben nur noch wenige Tausend in der zerstörten Stadt. Manche überleben mit einer Tasse Reis oder Buchweizen täglich. Trinkwasser und Medikamente fehlen, die Versorgung mit Strom und Heizung ist weitgehend zusammengebrochen. Verminte Straßen machen selbst die Suche nach Lebensmitteln lebensgefährlich. Vor den Evakuierungen müssen zunächst Straßen entmint werden. Viele zurückgebliebene Menschen sind krank oder hochbetagt und können ihre Heimat kaum noch verlassen. Der ukrainische Politiker David Arachamija sprach von der größten Deeskalation seit 2022. Bis Dienstagabend wurden keine Verstöße gegen die örtliche Waffenruhe gemeldet. Währenddessen griff Russland Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Mindestens 1 Mensch starb, die wichtige Südbrücke und ein Universitätsgelände wurden beschädigt. Präsident Selenskyj berichtete außerdem von Angriffen auf Energieanlagen und Infrastruktur in 10 weiteren Regionen. Moskau bezeichnete seine Angriffe als Schläge gegen militärische Ziele. Anfang November sollen die Verhandlungen in Abu Dhabi weitergehen. Russland verlangt weiterhin die Abtretung der verbliebenen ukrainisch kontrollierten Gebiete von Donezk. In Oleschky hoffen die Menschen zunächst auf Lebensmittel.
05:15 Uhr Microsoft will 60.000 Beschäftigte loswerden: Für künstliche Intelligenz werden Milliarden ausgegeben, beim Personal wird gespart
Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten freiwillige Abfindungen an, mehr als einem Viertel seiner weltweit 223.000 Mitarbeiter. Während der Technologieriese allein 2026 Investitionen von 175 Milliarden Dollar plant, vor allem für künstliche Intelligenz, soll beim Personal gespart werden. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Windows, Xbox und Copilot sowie die Finanz- und Personalabteilungen. Bereits im Juli strich Microsoft 4.800 Stellen, zuvor erhielten rund 9.000 amerikanische Beschäftigte Abfindungsangebote. Das neue Programm gilt für berechtigte Mitarbeiter in den USA, Kanada, Großbritannien und Indien. An der Börse wurde die Nachricht gelassen aufgenommen: Die Microsoft-Aktie legte am Montag um rund 1 Prozent zu.

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Trump verwechselt seinen General mit einer Frau und verhalf Bolsonaros Sohn zur Flucht

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Schlechte Tage für die Rechten: Erst der AfD-Hack, jetzt ICE – Daten von 41.000 Mitarbeitern enthüllt, Datenbank bei uns einsehbar

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