Donald Trump Jr. und Eric Trump wollten aus dem Namen ihrer Familie offenbar das nächste große Geschäft machen. Goldfarbenes „Trump Phone“, patriotische Werbesprüche, amerikanische Produktion, ein Mobilfunkangebot für die treuesten MAGA-Anhänger. Das Projekt sollte zeigen, dass die Familie Trump nicht nur Politik verkauft, sondern inzwischen selbst Smartphones, Mobilfunkverträge und eine Art patriotischen Techniknationalismus. Neun Monate später steht vor allem eine Frage im Raum: Wo sind eigentlich die Telefone? Bereits im Januar 2026 hatten wir offengelegt, dass es diese Telefone überhaupt nicht gibt.
Siehe unsere Recherche dazu: Goldenes Versprechen, leeres Schaufenster – Zocken Trumps ihre eigene Basis ab?
Bereits im Juni 2025 ergaben unsere Recherchen, dass das Telefon nicht in Amerika produziert werden soll: Der große Bluff – Wie Donald Trump mit einem „All-American“-Smartphone aus China und innerparteilichem Zoff ins eigene Netz tappt
Die Wut unter vielen Trump-Anhängern wächst inzwischen sichtbar. Das sogenannte „T1 Phone“ wurde ursprünglich für August 2025 angekündigt. Hunderttausende Unterstützer zahlten Anzahlungen von jeweils 100 Dollar. Nach Berichten sollen fast 600.000 Menschen Geld überwiesen haben. Doch bis heute existiert auf der Website von Trump Mobile nicht einmal ein konkretes Veröffentlichungsdatum.

In sozialen Netzwerken kippt die Stimmung inzwischen offen. Ein Trump-Anhänger fragte in einem inzwischen millionenfach verbreiteten TikTok-Video direkt an Donald Trump Jr. und Eric Trump gerichtet: „Wo zur Hölle ist mein Telefon?“ Er habe im vergangenen Sommer gleich mehrere goldene Trump-Telefone bestellt. Bekommen habe er nichts.
Besonders brisant ist dabei eine Passage auf der Website selbst. Dort heißt es inzwischen ausdrücklich, eine Vorbestellung garantiere nicht einmal, dass das Gerät überhaupt produziert oder zum Verkauf angeboten werde. Genau dieser Satz sorgt inzwischen für massive Empörung. Denn viele Käufer gingen offenbar davon aus, mit ihrer Anzahlung einen festen Platz für das angekündigte Gerät zu sichern.

Im Netz überschlagen sich inzwischen auch Vorwürfe, die weit über bloße Verzögerungen hinausgehen. Einige MAGA-Unterstützer sprechen offen von Betrug. Andere fragen öffentlich, wo die geschätzten 60 Millionen Dollar aus den Anzahlungen geblieben seien. Die Trump Organization reagierte auf entsprechende Presseanfragen bislang nicht öffentlich. Dabei hatte das Projekt ursprünglich bewusst mit nationalistischer Symbolik gearbeitet. Donald Trump Jr. erklärte noch im vergangenen Jahr, man könne diese Telefone in den Vereinigten Staaten bauen. Langfristig sollten alle Geräte in Amerika produziert werden. Auf der Website stand damals gut sichtbar „Made in America“. Genau diese Aussage verschwand jedoch kurze Zeit später nahezu geräuschlos von der Seite.
An ihre Stelle traten deutlich weichere Formulierungen. Das Telefon werde nun „mit amerikanischen Werten entwickelt“, „durch amerikanische Innovation geformt“ und von „amerikanischen Teams“ begleitet. Die eigentliche Produktionsfrage blieb plötzlich offen. Für viele Käufer wirkte das wie ein Rückzug, nachdem offenbar deutlich wurde, wie unrealistisch eine vollständige amerikanische Fertigung tatsächlich wäre. Gerade dieser Punkt trifft viele MAGA-Anhänger besonders empfindlich. Die gesamte politische Bewegung rund um Trump lebt seit Jahren von der Erzählung, Industriearbeitsplätze zurückzuholen, China wirtschaftlich zu bekämpfen und amerikanische Produktion wieder groß zu machen. Nun steht ausgerechnet das Telefon der Präsidentenfamilie selbst unter Verdacht, mit genau diesen Versprechen gespielt zu haben.
Hinzu kommt die technische Realität des Marktes. Hochwertige Smartphones vollständig in den Vereinigten Staaten zu produzieren, ist extrem kompliziert und teuer. Lieferketten, Chips, Displays, Batterien und Fertigungsanlagen hängen seit Jahrzehnten stark von Asien ab. Selbst amerikanische Marken lassen große Teile ihrer Geräte außerhalb der USA herstellen. Genau deshalb sorgte bereits die ursprüngliche Werbung des Trump Phones bei vielen Experten für Zweifel. Die Trump-Söhne hatten das Projekt dennoch offensiv beworben. Donald Trump Jr. erklärte, der Mobilfunkmarkt liefere nur noch mittelmäßige Produkte. Trump Mobile werde deshalb ein „höheres Paket an Produkten“ anbieten. Der Tarifpreis von 47,45 Dollar pro Monat war dabei eine direkte Anspielung auf Donald Trumps Präsidentschaften als 45. und 47. Präsident.
Doch inzwischen kippt selbst unter treuen Anhängern die Stimmung. Unter Artikeln und Videos häufen sich Kommentare von ehemaligen Unterstützern, die sich betrogen fühlen. Manche verweisen darauf, dass sich durch Trumps gesamte Geschäftskarriere Insolvenzen, gescheiterte Projekte und Vorwürfe über irreführende Geschäfte ziehen würden. Andere schreiben offen, niemand hätte überrascht sein dürfen. Besonders heftig diskutiert wird inzwischen die Summe der Anzahlungen. Wenn tatsächlich rund 600.000 Menschen jeweils 100 Dollar überwiesen haben, geht es um ungefähr 60 Millionen Dollar. Genau diese Zahl verbreitet sich inzwischen massenhaft in sozialen Netzwerken. Dort fragen Nutzer inzwischen offen, wo das Geld geblieben sei und warum noch immer kein fertiges Gerät existiert.
Hinzu kommt ein weiterer politischer Faktor. Trump und seine Familie präsentieren sich seit Jahren als Kämpfer gegen Eliten, Konzerne und angeblich korrupte politische Strukturen. Gerade deshalb reagieren viele Anhänger empfindlich, wenn sie selbst das Gefühl bekommen, lediglich Teil eines weiteren Geschäftsmodells geworden zu sein. Für manche MAGA-Unterstützer wirkt die Telefon-Affäre inzwischen wie ein Symbol dafür, wie stark Politik, Merchandising und Geld inzwischen miteinander verschmolzen sind. Die Geschichte entwickelt sich damit zunehmend zu einem Problem, das weit über ein verspätetes Smartphone hinausgeht. Denn hier geht es nicht nur um Lieferprobleme oder Produktionsschwierigkeiten. Es geht um Vertrauen innerhalb einer politischen Bewegung, die sich jahrelang über Loyalität definiert hat. Genau deshalb fällt die Reaktion vieler Anhänger inzwischen so emotional aus.
Während Donald Trump gleichzeitig Richter attackiert, Medien beschimpft und außenpolitisch immer schärfere Töne anschlägt, wächst nun ausgerechnet innerhalb seiner eigenen Anhängerschaft neuer Frust. Die Leute, die das Trump Phone bestellt haben, sind nicht seine politischen Gegner. Es sind genau jene Menschen, die bereit waren, Geld allein wegen seines Namens zu überweisen.
Und genau diese Menschen fragen jetzt öffentlich: Wo ist eigentlich unser Telefon?
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Tja, dumm gelaufen für die Magaisten… Mein Mitleid hält sich in Grenzen und die Hoffnung auf Rebellion steigt – millimeterweise…
… wer diesen knebelvertrag freiwillig unterschrieben hat mit einem maga-lächeln, dumm gelaufen… läuft… 😂
600.000 MAGA sind nur ein Bruchteil der Millionen, die Trump gewählt haben und noch immer unterstützen.
60 Millionen hat sich die Trump Familie eingesackt.
Der üppige Lebensstil muss ja finanziert werden.
Mein Mitleid mit den MAGA?
Geliefert (oder eben nicht geliefert), wie bestellt.