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23. Juli 2026 – Kurznachrichten

VonTEAM KAIZEN BLOG

23. Juli 2026

6 Milliarden für einen Verein der Arbeiterstadt: Bezos, Trump und das Ende einer Idee

Es gibt Käufe, die mehr sind als ein Geschäft, weil sie zwei Welten aufeinanderstoßen lassen, die nichts gemein haben. Jeff Bezos, mit einem Vermögen von fast 257 Milliarden Dollar der viertreichste Mann der Erde, will in den Fußball einsteigen, und ausgerechnet beim FC Liverpool. Einer Quelle zufolge hat er sich einem Kreis von Investoren angeschlossen, der 30 Prozent des Klubs übernehmen möchte. Man sei, heißt es, voll entschlossen, auch wenn das Vorhaben noch am Anfang steht. Angeführt wird der Kreis von Amit Bhatia, dem Schwiegersohn des Stahlmagnaten Lakshmi Mittal. Mittal wiederum posierte beim Endspiel der Weltmeisterschaft mit Donald Trump und spendet den Stahl für dessen protzigen Ballsaal im Weißen Haus. Schon diese Verbindung wirft ein Licht auf das Ganze. Bhatia besitzt zusammen mit Mittal bereits den Londoner Zweitligisten Queens Park Rangers, und in dieser Woche zog er sich aus dessen Leitung zurück, um die Regeln der Premier League für einen Einstieg bei Liverpool nicht zu verletzen. Wer sich so bewegt, meint es ernst.

Hier beginnt der eigentliche Riss. Liverpool ist nicht irgendein Verein. Der legendäre schottische Trainer Bill Shankly formte den Klub in den 1960er Jahren, steckte die Mannschaft in ihr ganz rotes Trikot und verstand das Zusammenspiel auf dem Feld als eine Form des Sozialismus. Jeder für alle, keiner über den anderen. Aus dieser Haltung wuchs die Treue der Anhänger, die das Anfield-Stadion bis heute füllen, und mit ihr der Ruhm eines Vereins, der 20 Mal englischer Meister wurde und 6 Mal Europas höchste Klubtrophäe gewann. Karl Marx, der einen Teil seines Lebens im England der Fabriken verbrachte, hat die Ware als ein Ding beschrieben, das seinen eigenen Ursprung verschleiert, sobald es einen Preis trägt. Auf dem Etikett steht der Wert, verschwunden ist die Arbeit, aus der er entstand. Genau das droht hier. Ein Klub, dessen Wert aus der Treue von Arbeitern und ihren Enkeln erwuchs, wird zur Beteiligung, deren Preis man in Milliarden misst, und niemand fragt mehr, woraus dieser Wert einst wuchs. Der rote Kittel des Bill Shankly wird zum Anlageobjekt.

Denn Bezos passt in dieses Erbe wie die Faust aufs Auge, und das ist noch freundlich gesagt. Der 62-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren sichtbar dem Präsidenten angenähert. Seine Zeitung, die Washington Post, die er 2013 für 250 Millionen Dollar kaufte, hat er umgebaut, Personal entlassen und den Meinungsteil scharf nach rechts gerückt, als Antwort auf Trumps Forderung nach Gefolgschaft aus dem Silicon Valley. Mindestens 75 Millionen Dollar warf er in einen gefälligen Film über Melania Trump, von denen ein großer Teil direkt an die First Lady floss. Und bei Trumps zweiter Amtseinführung stand er zwischen den anderen Milliardären des digitalen Zeitalters, ein Bild, das mehr sagt als jede Erklärung.

Man muss den Anhängern von Liverpool die amerikanische Führung nicht erst erklären, sie haben sie erlitten. 2007 übernahmen die US-Geschäftsleute George Gillett und Tom Hicks den Klub und führten ihn binnen 3 Jahren an den Rand des Bankrotts. Erst als die Gläubiger vor dem High Court eine Notlage abwenden mussten, kam John W. Henry mit seiner Fenway Sports Group und kaufte den Verein 2010 für 350 Millionen Dollar. Verkaufte diese Gruppe nun 30 Prozent zum heutigen Wert, wäre es eine schwindelerregende Rendite, denn der Klub wird auf rund 6 Milliarden Dollar taxiert. Selbst der niedrigere Wert überträfe die 5,4 Milliarden, für die 2022 der Londoner Klub Chelsea den Besitzer wechselte.

So schließt sich der Kreis auf bittere Weise. Ein Verein, geboren aus dem Gedanken, dass keiner über dem anderen steht, wird zum Spielball jener, die über allem stehen wollen. Zwar ist der Handel nicht sicher, Vertraute der Gespräche betonen, ein Abschluss stehe nicht fest, und Liverpool, Bezos und Bhatia schweigen auf Anfrage. Doch schon die Möglichkeit sagt genug über eine Zeit, in der alles einen Preis findet, auch das, was einst als unverkäuflich galt. Shankly sagte einmal, der Fußball sei wichtiger als Leben und Tod. Er irrte. Für die neuen Eigentümer ist er eine Zeile in der Bilanz, und die kennt weder das eine noch das andere.

Der zweite Mann, der in Frankreich stirbt, bevor er über Epstein aussagen muss

Am Montag fand man Daniel Siad tot in einem Haus in Colombes, einem Vorort nordwestlich von Paris. Wie er starb, prüfen die Behörden noch. Sicher ist nur, was er nun nicht mehr wird: ein Zeuge. Siad arbeitete 30 Jahre als Model-Scout und lernte Jeffrey Epstein nach eigenen Angaben zu Beginn der 2000er Jahre kennen. Über 15 Jahre habe er ihm etwa ein Dutzend Models vermittelt, sagte er im Mai in einem Interview, negative Rückmeldungen habe er nie erhalten, sein Verhältnis zu Epstein sei rein geschäftlich gewesen. Viele Informationen, Unterlagen und Recherchen zeichnen ein anderes Bild. Ihren Resultaten zufolge hat Siad wiederholt versucht Epstein mit jungen Frauen zusammenzubringen, darunter eine, die er selbst als 15 Jahre alt bezeichnete, und weitere, die er als minderjährig beschrieb. Er räumte die Arbeit für Epstein ein und bestritt jedes Unrecht. Seine Anwältin Ménya Arab-Tigrine erklärte am Mittwoch, ihr Mandant habe seine Unschuld stets beteuert. Ein Gericht wird darüber nicht mehr befinden.

Im Februar hatte die Pariser Oberstaatsanwältin Laure Beccuau ihn als einen jener genannt, die im Rahmen zweier Ermittlungsverfahren zum Umfeld Epsteins befragt werden könnten. Am Mittwoch teilte sie mit, was inzwischen zusammengetragen wurde. 24 Frauen seien als Opfer oder Zeuginnen von Taten ermittelt worden oder hätten sich selbst gemeldet, Taten, die mutmaßlich von Daniel Siad oder anderen Beschuldigten begangen wurden. Mit 16 von ihnen sei bereits gesprochen worden. Für eine sofortige Festnahme, fügte sie hinzu, habe die Ermittlung bislang nichts hergegeben.

Man lese diese 2 Sätze nebeneinander. 24 Frauen auf der einen Seite, kein Haftgrund auf der anderen. Es ist die Arithmetik eines Verfahrens, das schneller altert als seine Beschuldigten. Gesondert davon liegt die Anzeige einer Schwedin vor. Ebba P. Karlsson, früher selbst Model, wirft Siad vor, sie 1990 in Frankreich vergewaltigt zu haben. Auf einer Website, die sie mitgegründet hat, um Berichte von Betroffenen öffentlich zu machen, schreibt sie, er habe sie in einem Poolhaus hinter einer Villa an der Côte d’Azur vergewaltigt. Er habe nie in seinem Leben eine Frau vergewaltigt, sagte Siad im Mai. Auch dieser Satz steht nun unwiderlegt und unbewiesen im Raum, für immer.

Es ist nicht der erste Todesfall dieser Art. 2022 fand man Jean-Luc Brunel, den französischen Modelagenten und Vertrauten Epsteins, tot in seiner Gefängniszelle. Er war wegen der Vergewaltigung Minderjähriger angeklagt. Auch er hatte nichts mehr zu sagen.

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Schönheit, Macht und der stille Schatten – Trump, Maxwell, Brunel und das System hinter der Fassade

So schließt sich in Frankreich zum zweiten Mal eine Akte, ohne sich je geöffnet zu haben. Die Ermittlung werde fortgesetzt, versicherte Beccuau, um alle Beteiligten zu benennen. Das ist richtig und notwendig, doch es ändert nichts an dem, was mit jedem dieser Toten verlorengeht. Ein Verfahren richtet über Taten, aber es lebt von Menschen, die sprechen. Wo der Beschuldigte stirbt, bevor er befragt wird, endet nicht nur seine Verantwortung. Es endet auch die Aussicht jener 24 Frauen, jemals zu hören, was geschehen ist und wer es zu verantworten hatte. Die Toten schweigen, und die Lebenden bleiben mit ihren Fragen zurück.

Erst kürzt man dem Säugling die Krankenversorgung, dann legt man ihm ein Sparbuch in die Wiege

Seit dem 4. Juli können amerikanische Eltern ein Konto eröffnen, das den Namen des Präsidenten trägt. Wer zwischen 2025 und 2028 geboren wird, bekommt vom Finanzministerium 1.000 Dollar. Endlich gebe der Staat unseren Kindern Geld zurück, rief Trump am Mittwoch in Georgia. Mehr als 7 Millionen Konten seien aktiv. Sehen wird das Kind davon zunächst nichts. Das Geld geht an private Verwalter, wandert in Indexfonds und bleibt bis zum 18. Geburtstag gesperrt. Ein Säugling wird Anleger, bevor er sitzen kann. Wozu das dienen soll, sagen die Förderer selbst. Man wolle mehr Amerikanern einen Anteil am Aktienmarkt geben und damit die wachsende Beliebtheit demokratischer Sozialisten bremsen, jener also, die Konzerne höher besteuern wollen, damit Essen und Arztbesuch bezahlbar werden. Das Kind soll nicht satt werden. Es soll Aktionär werden. Zustimmung im Voraus gekauft, Stückpreis 1.000 Dollar.

Der Zeitplan verrät den Rest. Ein Versprechen, fällig in 18 Jahren, kostet heute nichts als die Ankündigung. In der Gegenwart aber leben die Kinder, für die es gedacht ist, und dieselbe Gegenwart hat dasselbe Gesetz geregelt, das die Konten schuf. Es kürzte Medicaid und die Lebensmittelhilfe, jene Programme also, die vor allem Kindern zugutekommen. Man nimmt dem Säugling den Arzt und legt ihm dafür ein Papier in die Wiege, das er als Erwachsener aufschlagen darf. Auch die versprochene Gerechtigkeit hält nicht. Man gleiche das Spielfeld aus, erklärt das Ministerium, nun könne jeder für sein Kind vorsorgen, nicht nur Familien mit Treuhandvermögen. Nur bekommt die 1.000 Dollar auch, wer seinem Kind längst ein Bildungssparkonto und ein Wertpapierdepot eingerichtet hat. Ein Zuschuss, der bei allen gleich hoch ausfällt, schließt keine Lücke. Er rückt sie nur eine Stelle nach rechts.

Ob das Geld überhaupt kommt, ist die nächste Frage. Masaki und Kristina McLellan aus New Jersey beantragten das Konto für ihre Tochter Maya am 6. Juli. Der Antrag wurde abgelehnt, erst ein Anruf bei der Hotline schaltete ihn frei. 10 Tage werde es dauern, hieß es. Dann waren es 4 Wochen. Das Ministerium nennt den Fall ungewöhnlich, spricht von üblicher Bearbeitungszeit wie bei einer Steuererstattung und versichert, die Mehrheit warte 1 bis 2 Tage. Zugleich preist es die Konten als erfolgreichstes staatlich gestütztes Sparprodukt der amerikanischen Geschichte. Rick Jackson, republikanischer Bewerber um das Gouverneursamt in Georgia und Vorstandschef eines Gesundheitskonzerns, will die 1.000 Dollar aus Landesmitteln verdoppeln. Zieht das Parlament nicht mit, zahle er eben selbst. Wahlkampf mit dem Kleinkind als Empfangsstelle.

Der Zeitpunkt des Jubels ist kein Zufall. Vor den Zwischenwahlen billigen nur 33 Prozent der Erwachsenen Trumps Wirtschaftspolitik. Er hatte sinkende Preise versprochen, seine Zölle und der Iran-Krieg haben sie getrieben. Da kommt ein Geschenk gelegen, dessen Rechnung erst in 18 Jahren aufgeht. Bezahlen wird sie ein Kind, das heute nicht zum Arzt kann. Und wenn es das Konto endlich öffnen darf, ist der Mann, dessen Name darauf steht, längst nicht mehr zu befragen.

Frankreich zählt fast 5.800 Hitzetote – der tödlichste Sommer seit 2003

Frankreich erlebt das schwerste Hitzedesaster seit mehr als 20 Jahren. Nach neuen Berechnungen der Gesundheitsbehörden starben während der außergewöhnlichen Hitzewelle zwischen dem 17. Juni und dem 2. Juli mindestens 5.764 Menschen mehr, als unter normalen Bedingungen zu erwarten gewesen wären. Insgesamt registrierten die betroffenen Regionen 21.674 Todesfälle, fast 36 Prozent mehr als statistisch üblich. Nur die Katastrophe des Sommers 2003 forderte mit rund 15.000 Toten noch mehr Opfer. Die diesjährige Hitzewelle begann ungewöhnlich früh, erfasste nahezu das gesamte Land und traf Frankreich zu einer Zeit, als Schulen, Betriebe und das öffentliche Leben noch im normalen Betrieb liefen. Am 24. und 25. Juni wurden landesweit die höchsten jemals gemessenen Durchschnittstemperaturen registriert.

In vielen Regionen stieg das Thermometer deutlich über 40 Grad, selbst die Nächte brachten kaum noch Abkühlung. Mehr als die Hälfte aller zusätzlichen Todesfälle ereignete sich innerhalb von nur drei Tagen. Besonders hart traf es den Großraum Paris, wo fast 2.000 Menschen mehr starben als erwartet. Krankenhäuser kämpften mit einer Welle hitzebedingter Notfälle, Leichenhallen waren überfüllt und Bestattungsunternehmen fanden zeitweise keine freien Plätze mehr. Fast die Hälfte der Verstorbenen starb im Krankenhaus, rund ein Drittel zu Hause, die übrigen überwiegend in Pflegeeinrichtungen. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hitzetoten noch höher liegt. Extreme Hitze löst häufig Herzinfarkte oder andere akute Erkrankungen aus, die später als eigentliche Todesursache eingetragen werden. Die Hitzewelle verschwindet dann aus der Statistik. Die Menschen nicht.

Russland soll Iran bei Angriffen auf CIA-Stützpunkte geholfen haben

Der Krieg im Nahen Osten bekommt eine neue, gefährliche Dimension. Nach Informationen aus amerikanischen Geheimdienstkreisen prüfen die USA, ob Russland Iran bei den Drohnenangriffen auf Einrichtungen der CIA im Persischen Golf unterstützt hat. Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen: Hat Moskau Zieldaten geliefert oder modernste Drohnentechnik bereitgestellt? Eine endgültige Bewertung gibt es noch nicht. Doch die Ermittler halten die Präzision der Angriffe und die technische Entwicklung der iranischen Drohnen für auffällig. Bereits im März trafen iranische Drohnen mindestens zwei CIA-Standorte, darunter die CIA-Vertretung innerhalb der US-Botschaft in Riad sowie eine weitere Einrichtung im Osten des Irak.

Nach weiteren Recherchen hat sich der Verdacht erhärtet, dass vermutlich noch weitere CIA-Objekte angegriffen wurden. Tote oder Verletzte gab es nicht.

Besonders brisant sind Hinweise auf das russische Satellitennavigationssystem Kometa-M. Es gilt als deutlich präziser und störsicherer als vergleichbare iranische Technik und soll die Treffgenauigkeit der Shahed-Drohnen erheblich verbessert haben. Nach Einschätzung westlicher Nachrichtendienste könnte Russland zudem bei der Zielaufklärung geholfen haben. Einige Analysten halten es für unwahrscheinlich, dass Iran allein über ausreichend präzise Informationen zu derart sensiblen CIA-Standorten verfügte. Neue Nahrung erhielten diese Vermutungen nach den iranischen Raketenangriffen vom Wochenende auf eine US-Luftwaffenbasis in Jordanien, bei denen zwei amerikanische Soldaten getötet wurden. Bereits zuvor hatte eine Recherche gezeigt, dass Iran für die Aufklärung amerikanischer Militärstandorte auch chinesische Satellitendaten genutzt haben soll. Sollte sich nun zusätzlich eine direkte russische Unterstützung bestätigen, wäre aus einer Partnerschaft im Hintergrund längst eine gemeinsame Front gegen die Vereinigten Staaten geworden.

Pastor Scott Winters verklagt OpenAI – ChatGPT soll lebensgefährliche Fehldiagnosen gegeben haben

Der Pastor Scott Winters aus Florida wirft OpenAI vor, ihn mit medizinischen Ratschlägen beinahe das Leben gekostet zu haben. Winters hat vor dem Obersten Gericht Kaliforniens Klage gegen das Unternehmen und dessen Chef Sam Altman eingereicht. Nach seiner Darstellung spielte ChatGPT über Monate seine Beschwerden herunter, stellte eigene Diagnosen, schlug Behandlungen vor und riet immer wieder davon ab, einen Arzt aufzusuchen. Besonders verstörend sei ein Satz gewesen, den der Chatbot mehrfach wiederholt habe: Gott habe den menschlichen Körper nicht für ständige Defekte geschaffen. Als Angehörige und Gemeindemitglieder ihn drängten, endlich ins Krankenhaus zu gehen, soll ChatGPT ihm geantwortet haben, die meisten Menschen würden seine Genesung zu Hause einfach nicht verstehen. Winters vertraute den Antworten. Sein Zustand verschlechterte sich immer weiter. Schwindelanfälle zwangen ihn sogar dazu, Predigten abzubrechen. Er verbrachte immer mehr Zeit im Sessel, während der Chatbot nach Angaben der Klage weiterhin erklärte, seine Beschwerden seien harmlos.

Am 13. Juli 2025 wurde Winters schließlich mit einer massiven Lungenembolie auf die Intensivstation eingeliefert. Ärzte vermuten, dass sich die Blutgerinnsel durch die wochenlange Bewegungslosigkeit gebildet hatten. Winters verlangt nun Schadenersatz und fordert, den Dienst ChatGPT Health auszusetzen, bis unabhängige Fachleute dessen Sicherheit bestätigt haben. OpenAI verweist darauf, dass ChatGPT keine medizinische Diagnose oder Behandlung ersetzen soll und entsprechende Hinweise in den Nutzungsbedingungen stehen. Gleichzeitig kommt die Klage zu einem Zeitpunkt, an dem eine wissenschaftliche Untersuchung zu dem Ergebnis gelangte, dass keine der getesteten Chatbots derzeit für die unmittelbare medizinische Beratung von Patienten geeignet ist. Es ist der erste bekannte Fall, in dem ein Nutzer behauptet, durch medizinische Empfehlungen eines Chatbots beinahe gestorben zu sein. Zudem laufen bereits weitere Verfahren gegen OpenAI. In Florida ermittelt die Justiz seit April in einem anderen Fall, nachdem ChatGPT einen späteren Schützen unter anderem zu Waffenwirkung und passender Munition beraten haben soll.

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