Straße von Hormus: Ein Tanker brennt, Teheran droht weiter – und der Krieg ist längst nicht vorbei

Während in Iran Hunderttausende Abschied vom getöteten Revolutionsführer Ali Khamenei nehmen, brennt in der Straße von Hormus erneut ein Tanker. Das Flüssiggas-Schiff wurde am frühen Dienstag vor der omanischen Küste von einem Geschoss getroffen. Flammen schlugen aus der Backbordseite, der Brand konnte eingedämmt werden, größere Umweltschäden blieben nach bisherigen Erkenntnissen aus. Doch der Angriff zeigt, dass der Waffenstillstand den Krieg nicht beendet hat. Er hat ihn lediglich verlagert.
Das iranische Staatsfernsehen erklärte, der Tanker habe Warnungen ignoriert und sei deshalb angegriffen worden. Eine offizielle Verantwortung übernahm Teheran zwar nicht, ließ aber keinen Zweifel daran, dass nur die von Iran vorgegebenen Schifffahrtsrouten als sicher gelten. Bereits vergangene Woche hatte das gemeinsame Oberkommando der Streitkräfte angekündigt, alle Tanker müssten künftig den von Iran vorgeschriebenen Kurs nutzen. Jede Einmischung amerikanischer Streitkräfte werde schnell und entschlossen beantwortet.
Für Washington ist das ein gefährliches Signal. Donald Trump drängt weiter auf ein Abkommen mit Teheran, das die vollständige Öffnung der Meerenge, Einschränkungen des iranischen Atomprogramms und ein dauerhaftes Ende des Krieges sichern soll. Gleichzeitig verschärfte er am Montag den Ton. Iran müsse endlich einen Vertrag unterschreiben, andernfalls werde man den Krieg beenden. Brücken und Energieversorgung könnten innerhalb einer Stunde zerstört werden, erklärte Trump im Weißen Haus. Die Verhandlungen liegen jedoch vorerst auf Eis. Erst nach der Beisetzung Khameneis sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Währenddessen zieht sich die Trauerfeier quer durch Iran. In Ghom strömten Hunderttausende zur Dschamkaran-Moschee. Transparente zeigen Khamenei und seinen Sohn Mojtaba, den neuen Revolutionsführer, der sich nach Berichten über seine Verwundung weiterhin versteckt hält. An mehreren Trauerorten tauchten Drohungen gegen Donald Trump auf. Auf Mauern schrieben Besucher offen den Satz: „Wir werden Trump töten.“
Der Angriff auf den Tanker macht deutlich, wie schnell die Lage erneut außer Kontrolle geraten kann. Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels passiert die Straße von Hormus. Allein am vergangenen Wochenende durchquerten mehr als hundert Schiffe die Meerenge auf unterschiedlichen Routen. Solange Iran versucht, die Kontrolle über diese Wasserstraße militärisch durchzusetzen, bleibt jeder Tanker eine mögliche Zielscheibe. Der Waffenstillstand hält auf dem Papier. Auf See riecht es längst wieder nach Krieg.
Rassismus nach der Niederlage – Mbappé geht auf Paraguays Senatorin los

Die Weltmeisterschaft hat ihren nächsten politischen Eklat. Nach Frankreichs 1:0-Sieg gegen Paraguay im Achtelfinale und dem entscheidenden Elfmeter von Kylian Mbappé entgleiste die Debatte vollständig. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla veröffentlichte in den sozialen Medien mehrere rassistische Angriffe gegen den französischen Kapitän. Sie verspottete seine Herkunft, sein Aussehen, seine Erziehung und seine Bildung. Aus einem Fußballspiel wurde binnen Stunden ein internationaler Streit. Mbappé reagierte öffentlich und ungewöhnlich scharf. Amarilla sei eine abscheuliche Frau, schrieb er, die ihres Amtes im paraguayischen Parlament unwürdig sei. Mit ihrem unverhohlenen Rassismus habe sie erreicht, dass die ganze Welt nicht mehr über den historischen Lauf Paraguays bei dieser Weltmeisterschaft spreche, sondern nur noch über ihren Hass.
Der Druck wurde schnell größer. Die Regierung Paraguays distanzierte sich ausdrücklich von den Aussagen der Senatorin und erklärte, ihre Äußerungen stünden im Widerspruch zu den Werten des Landes und repräsentierten weder die Regierung noch das paraguayische Volk. Auch der französische Fußballverband sprach von abscheulichen und inakzeptablen Aussagen und kündigte rechtliche Schritte an. Präsident Emmanuel Macron stellte sich demonstrativ hinter seinen Kapitän und erklärte, Mbappé habe seine volle Unterstützung. Sportministerin Marina Ferrari schrieb, wer Mbappé angreife, greife Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit an. Am Abend versuchte Amarilla die Wende. In einem offenen Brief erklärte sie, ihr Problem richte sich gegen Mbappé und nicht gegen Frankreich. Sie löschte ihre Beiträge und erklärte, sie bereue ihre Beleidigungen. Gleichzeitig verlangte sie jedoch eine Entschuldigung von Mbappé, warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seiner Wortwahl vor und drohte mit einer Klage, sollte er seine Aussagen nicht zurücknehmen.
Schon vor dem Spiel hatte Paraguays früherer Nationaltorhüter José Luis Chilavert Frankreich als afrikanische Mannschaft bezeichnet. Nun steht das Land erneut wegen rassistischer Aussagen weltweit in den Schlagzeilen. Aus einem Achtelfinale ist innerhalb weniger Tage ein Fall geworden, der weit über den Fußball hinausreicht. Nicht der Sieg Frankreichs bestimmt die Schlagzeilen, sondern die Frage, wie tief der Rassismus selbst auf der politischen Bühne noch immer sitzt.
Nord Stream: London weist Millionenklage ab – Das Gericht nennt den Ukrainekrieg die Ursache

Fast vier Jahre nach den Explosionen in der Ostsee hat ein Londoner Gericht eine Entscheidung getroffen, die weit über einen Versicherungsstreit hinausreicht. Nord Stream AG scheiterte mit der Forderung nach 579 Millionen Euro gegen mehrere Versicherer. Der High Court entschied, dass die Schäden an den Pipelines unmittelbar oder mittelbar mit Russlands Krieg gegen die Ukraine zusammenhängen. Genau deshalb greife die Kriegsklausel der Versicherungsverträge, und genau deshalb müsse niemand zahlen. Bemerkenswert ist, worauf das Urteil ausdrücklich verzichtet. Das Gericht beantwortet nicht die bis heute offene Frage, wer die Sprengungen tatsächlich verübte. Russland, die Ukraine, die USA oder mit der Ukraine verbundene nichtstaatliche Akteure wurden als mögliche Täter betrachtet. Entscheidend sei allein, dass jede dieser denkbaren Varianten ohne den russischen Angriff auf die Ukraine nicht denkbar gewesen wäre. Für das Versicherungsrecht reicht dieser Zusammenhang aus.
Richterin Clare Moulder beschreibt mehrere mögliche Motive. Sollte die Ukraine oder eine ihr nahestehende Gruppe verantwortlich gewesen sein, hätte das Ziel darin liegen können, Russlands Gaseinnahmen und damit die Kriegsfinanzierung zu treffen. Sollte Russland selbst hinter der Sprengung stehen, wäre ein mögliches Motiv gewesen, Deutschland und die Europäische Union unter Druck zu setzen, ihre Unterstützung für die Ukraine zu verringern und den Einfluss auf Europas Energieversorgung zu erhalten. Selbst für eine mögliche Beteiligung der USA sieht das Gericht einen unmittelbaren Bezug zum Krieg. Gleichzeitig stellt das Urteil klar, dass daraus keine Schuldzuweisung folgt. Weder Russland noch die Ukraine oder die Vereinigten Staaten werden für die Explosionen verantwortlich gemacht. Die Frage nach dem Täter bleibt offen. Das Gericht entscheidet ausschließlich darüber, ob der Versicherungsvertrag greifen muss.
Eine weitere Feststellung dürfte dennoch Aufmerksamkeit erhalten. Auch die Delle an einer Leitung von Nord Stream 2, die zeitweise auf einen Anker zurückgeführt worden war, bewertet das Gericht mit hoher Wahrscheinlichkeit als Folge derselben Anschläge. Die Ankertheorie hält das Urteil für äußerst unwahrscheinlich. Nach Einschätzung der Sachverständigen wurden die Leitungen mit gerichteten Sprengladungen auf Hexogen-Basis zerstört. Parallel dazu gewinnt auch das strafrechtliche Verfahren in Deutschland an Fahrt. Anfang Juli erhob die Bundesanwaltschaft erstmals Anklage. Der 50-jährige Ukrainer Serhij Kusnezow soll die Operation koordiniert haben. Nach Auffassung der Ermittler gehörten außerdem vier Taucher, ein Sprengstoffexperte und der Kapitän der Segeljacht Andromeda zu dem Kommando, das die Sprengsätze an den Pipelines angebracht haben soll. Ob diese Version am Ende Bestand haben wird, müssen die Strafgerichte klären. Das Londoner Urteil beantwortet diese Frage bewusst nicht. Es zieht lediglich eine andere Grenze. Für die Versicherer zählt nicht, wer den Sprengsatz legte. Entscheidend ist, dass der Krieg die Ursache war.
Zwölf Jahre Haft für 1.240 Rubel – Russisches Gericht verschärft Urteil gegen demenzkranke Ukrainerin
Es sind manchmal die kleinsten Beträge, hinter denen sich die größte Härte verbirgt. Ein Moskauer Berufungsgericht hat die Haftstrafe gegen die 68-jährige Ukrainerin Halyna Bechter von elf auf zwölfeinhalb Jahre erhöht. Die Frau lebt im von Russland besetzten Teil des Gebiets Saporischschja. Verurteilt wurde sie wegen angeblichen Hochverrats. Der Vorwurf: Im Juli 2023 überwies sie von ihrem Konto bei einer ukrainischen Bank umgerechnet 1.240 Rubel zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte. Während die Staatsanwaltschaft sogar sechzehn Jahre Haft verlangte, verschärfte das Gericht das Urteil mit der Begründung, die Tat sei während der Mobilmachung begangen worden und wiege deshalb besonders schwer. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Was den Fall besonders bedrückend macht, ist der Zustand der Angeklagten. Nach Angaben ihrer Verteidigung leidet Bechter inzwischen an einer fortschreitenden Demenz. Hinzu kommt Kachexie, eine schwere Form körperlicher Auszehrung. Bereits Mitgefangene berichteten vor Monaten, die Frau habe aufgehört, selbstständig zu essen, Briefe zu schreiben oder sich um sich selbst zu kümmern. Sie habe Menschen nicht mehr erkannt und sich im Alltag kaum noch orientieren können. Nun erklären ihre Anwälte, ihr Gesundheitszustand habe sich in der Untersuchungshaft in Simferopol weiter dramatisch verschlechtert. Mit dem Urteil ordnete das Gericht außerdem die Einziehung ihres Mobiltelefons an, konfiszierte den überwiesenen Geldbetrag zugunsten des russischen Staates und verfügte die Vernichtung ihrer Bankkarte.
Der Fall steht nicht allein. In den besetzten ukrainischen Gebieten verfolgen russische Behörden inzwischen zahlreiche Menschen wegen kleiner Überweisungen über ukrainische Banken. Schon wenige tausend Rubel reichen aus, um den Vorwurf der Unterstützung der ukrainischen Armee zu erheben. Besonders häufig trifft es ältere Frauen. Menschenrechtsorganisationen und auch Recherchen zeigen seit Langem auf, dass die Zahl politisch motivierter Strafverfahren in den neu besetzten Gebieten der Ukraine deutlich höher liegt als innerhalb Russlands selbst. Vorwürfe wie Hochverrat, Terrorismus oder Sabotage nehmen dort stetig zu. Der Fall von Halyna Bechter zeigt, wohin diese Entwicklung führen kann. Eine schwer kranke Frau, ein Geldbetrag von umgerechnet wenigen Euro und ein Urteil, das ihr womöglich den Rest ihres Lebens hinter Gittern nimmt.
Marine Le Pen vor dem Urteil – Frankreich entscheidet über mehr als nur eine Kandidatur

Am Dienstag richtet sich der Blick Frankreichs auf einen Gerichtssaal. Dort entscheidet sich nicht nur das politische Schicksal von Marine Le Pen, sondern möglicherweise auch der Verlauf der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Das Berufungsgericht urteilt über ihre Verurteilung wegen der Veruntreuung von Geldern des Europäischen Parlaments. Sollte das Urteil bestehen bleiben, dürfte Le Pen von der Präsidentenwahl ausgeschlossen bleiben. Sollte es aufgehoben werden, stünde ihrem vierten Anlauf auf den Élysée-Palast kaum noch etwas im Weg. Die 57-Jährige gilt seit Jahren als stärkste Herausforderin des politischen Establishments. Umfragen sehen sie ebenso wie den 30-jährigen Parteivorsitzenden Jordan Bardella an der Spitze des Bewerberfeldes. Präsident Emmanuel Macron darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Noch nie schien der Weg für den Rassemblement National so offen wie heute.
Le Pen bereitet ihre Anhänger bereits auf eine Niederlage vor. Was auch immer geschehe, sagte sie vor wenigen Tagen, sie werde nicht verschwinden und weiter für ihre Überzeugungen kämpfen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie selbst dann nicht kandidieren werde, falls das Gericht ihre Strafe zwar abschwäche, sie aber eine elektronische Fußfessel tragen müsste. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, über Jahre Mitarbeiter ihrer Partei mit Geldern bezahlt zu haben, die eigentlich für Assistenten im Europäischen Parlament bestimmt waren. Persönlich bereichert haben soll sie sich nach Auffassung der Ermittler nicht. Es geht um den Umgang mit mehreren Millionen Euro öffentlicher Mittel zwischen 2004 und 2016.
Le Pen bezeichnet das Verfahren seit Langem als politisch motiviert und spricht von einer Jagd auf ihre Person. Millionen Franzosen würden in Wahrheit von der Wahl ausgeschlossen, erklärte sie nach ihrer ersten Verurteilung. Ihre Wortwahl erinnert auffallend an Donald Trump, der seine eigenen Strafverfahren ebenfalls als politische Verfolgung bezeichnete. Sollte das Urteil bestätigt werden, dürfte Jordan Bardella endgültig zum neuen Gesicht der französischen Rechten werden. Der langjährige Ziehsohn Le Pens vertritt in vielen Fragen dieselbe Linie, setzt jedoch andere Akzente, etwa bei der Rentenpolitik. Für Frankreich endet damit womöglich nicht nur die Karriere einer Politikerin. Es könnte auch das Ende einer Familie sein, die die französische Rechte seit mehr als fünfzig Jahren geprägt hat. Am Dienstag entscheidet deshalb kein Gericht nur über Marine Le Pen. Es entscheidet auch darüber, wer Frankreich im kommenden Jahr überhaupt regieren kann.
Das Balkan-Vakuum – Trumps Rückzug verändert Europas gefährlichste Bruchlinie

Fast drei Jahrzehnte lang hielten amerikanische Soldaten, Diplomaten und Milliardeninvestitionen eine Ordnung zusammen, die nie wirklich stabil war. Nun beginnt Washington, sich Schritt für Schritt zurückzuziehen. Die angekündigte Verkleinerung der NATO-Truppe im Kosovo und der offene Streit mit Europa über die Zukunft Bosniens markieren weit mehr als eine neue außenpolitische Linie. Sie verändern das Machtgefüge einer Region, in der jeder Zentimeter politischer Unsicherheit sofort neue Spannungen erzeugt. Die Regierung Donald Trump erklärt offen, dass die Zeit des amerikanischen Staatsaufbaus vorbei sei. Die Staaten des westlichen Balkans sollten ihre Probleme künftig selbst lösen. Washington wolle keine dauerhafte Aufsicht mehr finanzieren, sondern sich auf wirtschaftliche Interessen, Energieprojekte und strategische Partnerschaften konzentrieren. Das klingt nach Eigenverantwortung. Tatsächlich stellt es ein Modell infrage, auf dem der Frieden seit den Kriegen der neunziger Jahre beruhte.
Bosnien und Herzegowina sowie der Kosovo waren nie abgeschlossene Friedensprojekte. Beide Konflikte wurden eingefroren, nicht gelöst. Die Vereinigten Staaten sorgten über Jahrzehnte dafür, dass niemand die bestehenden Grenzen ernsthaft infrage stellte. Genau dieser Sicherheitsanker beginnt nun zu wanken. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo bis heute nicht an. In Bosnien überwacht eine internationale Verwaltung seit fast dreißig Jahren die Einhaltung des Dayton-Abkommens. Ohne diese äußere Kontrolle gerät das gesamte Konstrukt unter Druck. Besonders deutlich wird das in Bosnien. Die amerikanische Regierung hob im vergangenen Jahr die Sanktionen gegen Milorad Dodik auf, den Präsidenten der Republika Srpska und engsten Verbündeten Moskaus in der Region. Gleichzeitig trat der Hohe Repräsentant Christian Schmidt zurück. Bis heute konnten sich Europa und die Vereinigten Staaten nicht einmal auf einen gemeinsamen Nachfolger einigen. Ausgerechnet die Garantiemächte des Dayton-Abkommens streiten inzwischen selbst über dessen Zukunft.
Auch im Kosovo wächst die Unsicherheit. Die NATO plant, ihre KFOR-Truppe von derzeit rund 4.700 Soldaten auf etwa 3.000 bis 3.500 zu verkleinern. Offiziell spricht niemand darüber, welche Kontingente betroffen sein werden. Aus diplomatischen Kreisen heißt es jedoch seit Monaten, dass die Initiative maßgeblich aus Washington stammt. Dabei war die Truppe erst 2023 um eintausend Soldaten verstärkt worden, nachdem es im serbisch dominierten Norden zu schweren Ausschreitungen gekommen war und Belgrad seine Armee in Alarmbereitschaft versetzte. Militärisch mögen knapp sechshundert amerikanische Soldaten im Kosovo überschaubar wirken. Politisch sind sie weit mehr als eine Zahl. Die Vereinigten Staaten stellen entscheidende Fähigkeiten innerhalb der NATO, führen wichtige Kommandostrukturen und betreiben mit Camp Bondsteel eine der größten amerikanischen Militärbasen Europas. Fällt dieser Pfeiler kleiner aus, verändert sich automatisch das Kräfteverhältnis in der gesamten Region.
Washington verfolgt inzwischen andere Prioritäten. Im Mittelpunkt stehen Energieprojekte, Flüssiggas, neue Gasleitungen, Kerntechnik und der Versuch, den russischen Einfluss auf den Energiemarkt des Balkans zurückzudrängen. Gleichzeitig sollen chinesische Investitionen und politische Netzwerke zurückgedrängt werden. Wirtschaft wird damit zum wichtigsten außenpolitischen Werkzeug. Sicherheit tritt sichtbar in den Hintergrund. Genau darin sehen viele Fachleute den größten Widerspruch. Einerseits sollen Russland und China zurückgedrängt werden. Andererseits wird genau jene amerikanische Präsenz reduziert, die diesen Einfluss jahrzehntelang begrenzte. Europa steht damit vor einer Aufgabe, auf die es nur unzureichend vorbereitet ist. Die Europäische Union verfügt über Geld, Institutionen und Programme. Ob sie aber die politische Autorität und militärische Abschreckung der Vereinigten Staaten ersetzen kann, bleibt völlig offen.
Hinzu kommt, dass Bosnien selbst kaum zusammengewachsen ist. Bosniaken, Serben und Kroaten verfolgen weiterhin sehr unterschiedliche politische Ziele. Nationalistische Töne bestimmen vielerorts den Alltag. Milorad Dodik spricht immer wieder offen über eine Loslösung der Republika Srpska. Gleichzeitig reist er regelmäßig nach Moskau und pflegt inzwischen auch enge Kontakte in das Umfeld Donald Trumps. Der jüngste Besuch von Donald Trump Jr. bei der Familie Dodik zeigt, wie stark sich die politischen Linien inzwischen verschoben haben. Europa könnte schon bald vor einer weiteren Belastungsprobe stehen. Im Herbst muss der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über die Verlängerung des EUFOR-Mandats in Bosnien entscheiden. Sollte Russland das Mandat blockieren, stünde die europäische Sicherheitsarchitektur vor ihrer vielleicht größten Bewährungsprobe seit dem Ende der Jugoslawienkriege. Genau deshalb warnen Beobachter davor, die amerikanische Rolle vorschnell zu verkleinern.
Am Ende geht es nicht nur um den Balkan. Es geht um eine grundsätzliche Frage westlicher Außenpolitik. Dreißig Jahre lang garantierten die Vereinigten Staaten eine Ordnung, die nie aus eigener Kraft tragfähig wurde. Wer sich nun zurückzieht, spart vielleicht Geld und Personal. Gleichzeitig entsteht ein Raum, den andere Mächte längst ausfüllen wollen. Geschichte zeigt immer wieder dieselbe Regel. Ein Machtvakuum bleibt niemals lange leer.

Der Balkan.
Die USA wollen sich auf wirtschaftliche Interessen, strategische Partnerschaften und Energieprojekte konzentrieren.
So, wie in Albanien? Wogegen die Menschen zu tausenden protestieren.
Hauptsache Deals, die Trump ind seine Entourage noch reicher machen.
Keine Deals, kein „Schutz“ durch die USA.
Das ist das altbekannte Prinzip der Erpressung..
Russland wird die Verlängerung des EUFOR Mandates blockieren.
Denn ein instability Balkan ist die offene Tür für Russland.
Wàhrend beim NATO Gipfel noch über den Iran und die Ukraine geredet wird, plant Putin (er ist leider ein Stratege) schon längst den nächsten Schritt.
Wie menschenverachtend Russland in den besetzten ukrainischen Gebieten mit denUkrainern umgeht.
Keiner, nicht mal alte und kranke Menschen sind sicher.
Und gegen die russische Justiz zu kämpfen, gleicht einem Selbstmord.
Wie oft werden Anwälte, nur weil sie Jemanden verteidigt haben, verhaftet und selbst verurteilt.
Ich hoffe sehr, dass die Ära LePen gerichtlich beendet wird.
Der Faschismus verschwindet deswegen nicht, aber die Geschichte lehrt uns, dass ohne entsprechende Anführer und Aufrührer die Gefahr geringer ist.
Ein wegweisendes und aehr gutes Urteil aus London.
Der Ukraine-Krieg ist Schuld.
Die Kriegsklausel greift.
Nord Stream Betteiber gehen leer aus.
Und damit das Konsortium, dass russlandnah ist.
Trumps Drohungen von der Auslöschung des Iran, dann wieder zurück rudern.
Angreifen, auf Deals drängen.
All das ist keine Grundlage für einen Friedensvertrag.
Trump verdient gut am Irankrieg.
Echtes persönliches Interesse an der Beendigung hat er nicht.
Und für seine Bevõlkerung treibt es die Preise. Aber, wie Trump sagte „I don’t care“
Diese WM ist mit Abstand die korrupteste, politischte und rassistischste der gesamten WM Geschichte.
Erst Trumps Friedenspreis.
Dann die Repressalien gegen die iranische Manschaft
Die Einreiseverweigerung gegen ein Schiedsrichter
Der Anruf Trumps bei Infantino wegen der roten Karte
Und nun noch diese rassistischen Äußerungen aus Paraguay
Boycott FIFA
Boycott WM
Aber die Leute behaupten immer noch, dass es nur um Fusball geht und der nicht politisch sei 🤬