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Russland bemalt seinen Tanklaster mit Bretter und sperrt den Zeugen weg

VonTEAM KAIZEN BLOG

Juni 13, 2026

Ein Bewohner von Kertsch filmte an der Ausfahrt der Stadt einen Tanklaster, der als gewöhnliche Holzfuhre verkleidet war. Die Behörden der annektierten Krim nahmen ihn fest, weil er das Militär enttarnt und in Verruf gebracht habe, und bestätigten damit genau das, was er gefilmt hatte. Der Hintergrund ist eine Treibstoffknappheit mit Rationierung und Schwarzmarkt!

Die Sicherheitskräfte auf der Krim haben einen Bewohner von Kertsch festgenommen, weil er am 12. Juni an der Ausfahrt aus der Stadt einen Tanklaster gefilmt hat, der als gewöhnlicher Lastwagen verkleidet war. Der Vorwurf lautet, er habe das russische Militär enttarnt und in Verruf gebracht, und man zwang ihn, sich vor laufender Kamera zu erklären. Sein Vergehen, in einem Satz, bestand darin, hingesehen zu haben. Von der Festnahme berichtete Oleg Krjutschkow, ein Berater des Oberhaupts der Krim. Der Mann habe die Soldaten enttarnt und in Verruf gebracht, sagte er, und dem Gegner jene Formen und Mittel verraten, mit denen sowohl das Verteidigungsministerium als auch die zivilen Behörden der annektierten Krim eine Verkehrsblockade der Regionen verhindern wollten.

Es geht um ein Video, das am Morgen des 12. Juni in den sozialen Netzen auftauchte. Darauf ist ein Tanklaster zu sehen, der sich als gewöhnlicher Lastwagen mit hölzernen Bordwänden ausgibt, oder dessen Ladefläche so bemalt ist, dass die Fracht von oben wie ein Stapel Bretter wirkt. Aufgenommen wurde der Wagen, wie The Insider feststellte, an der Einfahrt in den bewohnten Teil von Kertsch, von der Seite der Krim-Brücke her. Eine Stimme aus dem Off behauptete, da fahre ein militärischer Tanklaster. Indem die Behörden der Krim die Festnahme des Urhebers meldeten, haben sie genau das bestätigt. Wer eine Tarnung verteidigt, gibt zu, dass es eine Tarnung gab, und wer den Beweis dafür verfolgt, dass etwas verborgen werden sollte, liefert ihn selbst nach. Die Maske fiel nicht, als der Mann sie filmte, sondern als man ihn dafür griff.

Derzeit, so die Agentur TASS, würden Beweise gesammelt, um die Person nach dem Gesetz zur Verantwortung zu ziehen. Welcher Paragraf ihm zur Last gelegt werden soll, ist nicht bekannt. Man hat den Schuldigen, ehe man das Verbrechen benennen kann. Auch die Agentur RIA Krym verbreitet ein Video der Festnahme. Der Mann musste sich vor der Kamera erklären und sagt darin, er habe an der Ausfahrt aus Kertsch einen militärischen Tanklaster von eigentümlicher Form überholt, ihn gefilmt und das Video danach einem Freund im Ausland geschickt. In diesem letzten Halbsatz liegt vermutlich das eigentliche Ärgernis, dass das Bild das Land verließ und das Draußen einen Blick nach drinnen warf.

Die Berichte über die getarnte Treibstofflogistik fallen in eine Zeit, in der das Benzin knapp wird, auf der Krim und in mehreren russischen Regionen. Anfang Juni wurde der Verkauf an mehreren Orten beschränkt, in russischen Gebieten, dazu auf der annektierten Krim und im besetzten Teil des Gebiets Luhansk. Am schwersten traf es die Halbinsel, wo Benzin der Sorte AI-95 nur noch in Mengen von höchstens zwanzig Litern je Person ausgegeben wurde. Daneben entstand ein Schwarzmarkt, auf dem der Liter für etwa 250 Rubel den Besitzer wechselte.

Unschuldig verhaftet

So ergibt sich ein Bild, das die ganze Logik dieses Staates verrät. Er bemalt einen Tanklaster mit dem Anstrich von Brettern, um den Mangel zu verbergen, der ihn dazu zwingt, und sperrt dann den ein, der die Bemalung bemerkt. Eine Holzmaserung über dem Treibstoff ist die kleine Lüge über der großen, dass eine Kriegswirtschaft trockenläuft, während sie Sieg meldet. Am Ende fürchtet ein solcher Staat den Zeugen mehr als den leeren Tank, und es fällt ihm leichter, das Auge zu verhaften als die Knappheit zu beheben. Der Mann von Kertsch hat nichts getan, als zu sehen und zu zeigen, und gerade weil das genügte, um ihn zum Feind zu erklären, hat er recht behalten.

Fortsetzung folgt …

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