Islamabad unter Druck – Irans Delegation ist eingetroffen

VonTEAM KAIZEN BLOG

April 11, 2026

Islamabad – In Islamabad laufen die Vorbereitungen für Gespräche, die über Krieg oder Pause entscheiden könnten. JD Vance ist in Pakistan, um die amerikanische Delegation anzuführen. Parallel trifft eine iranische Delegation unter Führung von Mohammad Bagher Ghalibaf ein. Beide Seiten sprechen von Verhandlungen, doch schon vor Beginn stehen Bedingungen im Raum. Teheran macht klar, dass Gespräche nur stattfinden, wenn Israels Angriffe im Libanon gestoppt werden und blockierte iranische Gelder freigegeben werden.

Irans Delegation ist eingetroffen

Hybrides Gesprächsformat: Die Gespräche am Samstag sollen eine Kombination aus direktem Dialog und von Pakistan vermittelten Sitzungen sein. Das Serena Hotel ist für die Delegationen reserviert, der Zugang wird auf einem Umkreis von drei Kilometern durch das Militär abgesperrt.

Während in Islamabad verhandelt werden soll, eskaliert die Lage in Beirut weiter. Israel hat die libanesische Hauptstadt mit schweren Luftangriffen getroffen, mehr als 300 Menschen wurden an einem einzigen Tag getötet. Zwei Tage später durchsuchen Bewohner noch immer die Trümmer ihrer Häuser. Gleichzeitig schlagen weitere Angriffe ein. In Nabatieh wurden Sicherheitskräfte getroffen, 13 Offiziere starben. Israel spricht davon, Raketenstellungen angegriffen zu haben.

Donald Trump versucht, Druck aufzubauen und gleichzeitig Verhandlungen zu ermöglichen. Er erklärte, Iran habe kaum Einfluss, außer den Schiffsverkehr zu behindern. Wörtlich sagte er, Iran habe „keine Karten, außer einer kurzfristigen Erpressung der Welt über internationale Wasserwege“. Gleichzeitig äußerte er die Erwartung, die Straße von Hormus bald wieder zu öffnen, notfalls auch ohne Zustimmung Teherans.

JD Vance führt die amerikanische Delegation an
JD Vance und die US-Delegation traf am Vormittag in Islamabad ein

Genau dort liegt der Hebel. Iran kontrolliert die Straße von Hormus und hat den Verkehr massiv eingeschränkt. Vor dem Krieg passierten täglich mehr als 100 Schiffe die Meerenge, aktuell sind es nur noch wenige. Die Folge ist spürbar. Der Ölpreis ist deutlich gestiegen, Märkte reagieren nervös, Lieferketten geraten unter Druck. Dieser Engpass bestimmt die Dynamik der Gespräche stärker als jede militärische Lagebeschreibung.

Auch außerhalb Irans und Israels weitet sich der Konflikt aus. Kuwait meldet Drohnenangriffe, die Teheran zurückweist. Gleichzeitig setzt die libanesische Hisbollah den Beschuss fort. Naim Qassem warnte die libanesische Regierung davor, Zugeständnisse zu machen, äußerte sich jedoch nicht klar zu möglichen direkten Gesprächen mit Israel.

Parallel öffnen sich neue Gesprächskanäle. Benjamin Netanjahu hat direkte Verhandlungen mit dem Libanon genehmigt. Joseph Aoun bestätigte Gespräche in Washington. Ziel ist es, die Hisbollah zu entwaffnen und die Lage dauerhaft zu stabilisieren. Doch auch hier gilt, dass alles an einer Bedingung hängt. Ohne Ruhe im Süden des Libanon wird es keine tragfähige Lösung geben.

Die Opferzahlen steigen weiter. Im Iran sollen mehr als 3.000 Menschen getötet worden sein. Im Libanon sind es fast 2.000, mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht. In Israel starben Zivilisten, ebenso in den Golfstaaten und im Westjordanland. Auch amerikanische Soldaten wurden getötet.

Während die Delegationen sich auf Gespräche vorbereiten, bleibt die Lage offen. Worte werden formuliert, Positionen festgelegt, Bedingungen gestellt. Gleichzeitig fallen weiter Bomben. Das Ergebnis dieser Gespräche wird nicht allein am Verhandlungstisch entschieden, sondern auch dort, wo der Krieg noch nicht aufgehört hat.

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Ela Gatto
1 Monat vor

Israel wird bomben, so lange es „möglich“ ist.

Israel hat Gaza monatelang bombardiert um die Hamas zu eleminieren.
Die Hamas ist immer noch nicht entwaffnet und wird sich wahrscheinlich neu strukturieren.

Libanon hat es bis heute nicht geschafft die Hisbollah zu entwaffnen.
Man hat sie mehr oder weniger kritiklos gewähren lassen.
Auch die jetzigen Angriffe Israel’s treffen vor allem Zivilisten 😞

Die Hisbollah wird sich genau so wenig entwaffnen (lassen), wie die Hamas.
Die Angriffe Israel’s schüren nur mehr Hass in dieser fragilen Region.

Waffenruhe/Frieden zwischen zwei Akteuren wird die Region nicht dauerhaft befrieden.

Aber Trump geht es ohnehin nur um Öl, Uran und die Strasse von Hormus (vielleicht bei der möglichen Maut mit abkassieren)
Und darum zu zeigdn, dass er jedes Land in die knie zwingen kann.

Man darf gespannt sein.

Worst Case?
Ein Anschlag auf den Ort der Friedensverhandlungen mit vielen hochrangigen Toten.

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