FBI-Direktor Kash Patel meldet auf X, man habe Anschläge auf die Käfigkämpfe am Weißen Haus vereitelt und mehrere Personen festgenommen. Was geplant war, sagt er nicht, die Anklage soll erst später folgen, und so soll man an eine Gefahr glauben, die einem niemand beschreibt!
Am Dienstagmorgen meldete der Direktor der Bundespolizei FBI, Kash Patel, auf der Plattform X, man habe geplante Anschläge auf die Käfigkämpfe vereitelt, die am vergangenen Wochenende zu Trumps achtzigstem Geburtstag auf dem Südrasen des Weißen Hauses ausgetragen wurden, mehrere Personen seien in Gewahrsam. Worin die Gefahr bestand, sagte er nicht. Die Einzelheiten, hieß es, sollten folgen, sobald die Anklage am selben Tag entsiegelt werde.

Erfahren habe das FBI von der möglichen Bedrohung am 10. Juni, vier Tage vor dem Spektakel. Dem raschen Handeln des FBI und seiner Partner sei es zu danken, schrieb Patel, auch dem des Justizministeriums, in einer Aktion über mehrere Bundesstaaten, dass nun mehrere Personen in Gewahrsam seien und die angeblich geplanten Angriffe kalt gestoppt worden seien. Fünf Menschen seien festgenommen worden, unter ihnen aus Ohio und Missouri, dazu aus Kalifornien, sagte ein mit dem Fall vertrauter Beamter, der nur unter dem Schutz der Anonymität sprach, weil die Sache noch nicht öffentlich war.
Der Geheimdienst habe rund um die Uhr gearbeitet, um die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte dessen Direktor Sean Curran in einer eigenen Mitteilung.
Bemerkenswert ist die Reihenfolge. Zuerst die Meldung am Morgen mit dem vereitelten Anschlag und dem kalten Stoppen, dazu die Namen der Bundesstaaten aus anonymem Mund, und erst danach, irgendwann am selben Tag, die Anklage, die das alles belegen soll. Man verkündet den Sieg, ehe man die Beweise zeigt, und der Bürger soll an eine Gefahr glauben, die ihm niemand beschreibt. Was geplant war und womit, bleibt offen. Kommt uns sehr bekannt vor, ohne ihm direkt sofort etwas zu unterstellen.
„Mehr als einmal mussten wir Menschen aus der Haft holen, denen man Taten vorwarf, die nie geschehen waren, und wir sahen zu, wie man Täter für ein Verbrechen suchte, das von Anfang an erfunden war.“
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Trump selbst, der seinen Achtzigsten am Sonntag bei den Kämpfen feierte und sie mit den Feiern zum zweihundertfünfzigsten Jahr der Unabhängigkeitserklärung verband, sprach am Dienstag aus dem französischen Évian-les-Bains, wo er am Gipfel der Sieben teilnahm. Über den verhinderten Plan, sagte er, sei er nicht unterrichtet worden. Der Gastgeber des Spektakels, dessen Geburtstag der Anlass war, erfährt vom Anschlag auf sein eigenes Fest aus der Ferne, oder gibt zumindest vor, ihn nicht zu kennen.
So fügt sich das Bild zusammen. Ein Regime, das auf dem Rasen seines Amtssitzes einen Käfig errichtet und das Volk zum Zweikampf lädt, liefert sich den Schatten gleich mit, die abgewendete Gefahr, die den Aufwand rechtfertigt. Der Anschlag, der nicht geschah, gehört zur Inszenierung wie die Kämpfe, die geschahen, und beide verlangen denselben Glauben an das, was man uns zeigt. Vielleicht gab es den Plan, vielleicht waren es fünf gefährliche Menschen, das wird die entsiegelte Anklage erweisen müssen. Bis dahin bleibt nur das Wort, das dem Beweis vorauseilt, und die alte Erfahrung, dass die Macht, die ein Schauspiel braucht, auch dessen Bedrohung zu schätzen weiß.
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