Der Vater befiehlt das Pentagon, die Söhne kassieren: Über 6 Milliarden für Firmen der Trump-Brüder

VonTEAM KAIZEN BLOG

8. Oktober 2026

Firmen, hinter denen Donald Trump Jr. und Eric Trump mit ihrem Geld stehen, haben beim US-Verteidigungsministerium Aufträge von mehr als sechs Milliarden Dollar eingesammelt. Zu diesem Resultat kamen wir mit unseren Recherchen. Das Ministerium gehorcht dem Vater, das Geld landet bei den Söhnen. Näher kann ein Staat der eigenen Familie kaum etwas zuschieben. Dieses Haus wacht über Krieg und Rüstung des Landes.

Vieles davon läuft über 1789 Capital, eine Wagniskapitalfirma, 2023 von Trump-treuen Spendern gegründet und seit 2024 mit Trump Jr. als Partner. In dieser Woche verkündete der Präsident eine milliardenschwere Finanzierung für die KI-Rüstungsfirma Anduril, gut ein Jahr nachdem sich 1789 Capital dort für 2,5 Milliarden Dollar eingekauft hatte. Der Vater gibt das Geschäft bekannt, der Fonds des Sohnes zählt den Gewinn. So schließt sich ein Kreis, der im Weißen Haus beginnt und im Vermögen der Söhne endet.

Das Schema wiederholt sich. Der Drohnenteile-Hersteller Unusual Machines aus Florida bekam im Vorjahr den Zuschlag, die US-Armee mit Motoren zu beliefern, wenige Monate nachdem er Trump Jr. zum Berater gemacht hatte. Das Drohnenunternehmen Powerus, an dem beide Söhne beteiligt sind, erhielt in diesem Jahr einen Auftrag der US-Luftwaffe, dessen Höhe niemand nennen wollte. Vor dem Einstieg der Brüder hatte keine der beiden Firmen je einen Staatsauftrag gesehen. Vulcan Elements, ein Hersteller von Magneten aus seltenen Erden, bekam nach Geld von 1789 Capital ein Pentagon-Darlehen über 620 Millionen Dollar. Die Reihenfolge erzählt die Geschichte von selbst. Erst kommt der Name eines Trump, dann der Auftrag. Zufall ist das keiner.

Foundation Future Industries, ein Roboterbauer mit Eric Trump als oberstem Strategieberater, erhielt im April einen Pentagon-Auftrag über 24 Millionen Dollar. Kurz darauf prahlte der Sohn vor einem Wirtschaftssender, das werde den USA helfen, das Rennen mit China um kampftaugliche Roboter zu gewinnen. Die Selbstbedienung trägt hier das Vaterland vor sich her.

Dafür taugt das Verteidigungsministerium am besten. Niemand prüft seine Milliarden so streng wie andere Ausgaben, und Kürzungen bringen schnell den Vorwurf ein, man stehe gegen die Truppe. In diesem Schatten gedeiht das Geschäft der Familie, getarnt als Wettlauf mit China und als Dienst an der Nation. Ein Auftrag fürs Vaterland lässt sich schwerer hinterfragen als ein Scheck an den Sohn. Bestechen muss hier niemand, es genügt, den richtigen Namen in die Papiere zu schreiben, und die Kasse springt auf.

Ein Sprecher der Brüder weist jeden Verdacht zurück. Sie seien erfahrene Geschäftsleute, die seit Jahrzehnten investierten, lange bevor ihr Vater nach einem Amt gegriffen habe. Ihre Entscheidungen beruhten allein auf eigenem Urteil, auf Vergaben und Behördenverfahren nähmen sie keinen Einfluss. Das alles als unredlich darzustellen sei eine bewusste Verdrehung der Tatsachen. Nur erklärt diese Auskunft nicht, warum die Aufträge erst nach den Namen der Söhne kamen. Unabhängiges Urteil erklärt keinen Vertrag, der erst mit dem Familiennamen anläuft.

Die Recherchen ergaben nun genaue Zahlen, und wir haben diese weitergereicht. Im Repräsentantenhaus schrieben die Demokraten, Trump und seine Söhne hätten Milliarden eingestrichen, während die Amerikaner kaum über die Runden kämen, nackte Korruption und Amtsmissbrauch. Phillips O’Brien, Professor für strategische Studien in St. Andrews, meinte, der Kongress müsse die Rüstungsausgaben einfrieren oder kürzen, um die Selbstbedienung der Familie auszutrocknen. Diese Geschäfte weiter zu finanzieren, sei für die Sicherheit des Landes zerstörerisch. Sarah Longwell, einst republikanische Meinungsforscherin und aus der Partei ausgetreten, sprach von einem Präsidenten und einer Familie von beispielloser Korruptheit. Ein früherer Zeitungsredakteur, Mark Jacob, nannte die Aufträge eine tiefe Korruption, wie man sie vor einem verurteilten Straftäter im Weißen Haus nicht geduldet hätte. So wird das Verteidigungsministerium zur Hauskasse, und die nationale Sicherheit reicht die Rechnung an die eigene Verwandtschaft weiter. Die Amerikaner zahlen zweimal, mit ihren Steuern und mit einer Verteidigung, die nach Blutsverwandtschaft vergeben wird, nicht nach Eignung.

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