Donald Trump fliegt an Bord der Air Force One von Florida zurück nach Washington und beantwortet Fragen. Der Krieg läuft. Die Ölpreise steigen. Und Trump sagt: „Die Preise werden purzeln, sobald es vorbei ist. Und es wird ziemlich schnell vorbei sein.“ Man glaubt ihm das oder man glaubt es nicht. Beides ändert nichts daran, dass Japan gerade 80 Millionen Barrel Ölreserven freigibt — etwa ein Fünftel seiner gesamten Vorräte. Premierministerin Sanae Takaichi hat das letzte Woche angekündigt. Japan importiert mehr als 90 Prozent seines Rohöls aus dem Nahen Osten, fast alles durch die Straße von Hormus. Wenn die Meerenge geschlossen bleibt, beginnt das Problem in wenigen Wochen spürbar zu werden.
Trump sagte, er fordere andere Länder auf, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu schicken „Weil es ihr Gebiet ist … man könnte sogar argumentieren, dass wir vielleicht überhaupt nicht dort sein sollten, weil wir es nicht brauchen. Wir haben viel Öl.“
Trump hat inzwischen „etwa sieben Länder“ aufgefordert, einer Koalition beizutreten, die die Straße von Hormus überwachen soll. China bekommt laut Trump 90 Prozent seines Öls durch diese Meerenge. Die USA brauchen sie kaum. Trotzdem, sagt Trump, werde man helfen. Er hat China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien genannt. Keir Starmer, der britische Premierminister, hatte zunächst abgelehnt, britische Flugzeugträger in Gefahr zu bringen. Trump merkte sich das. „Wir werden uns erinnern“, sagte er — an die, die kommen, und an die, die nicht kommen.
Das ist Außenpolitik im Jahr 2026. Kein Vertrag, keine Verhandlung. Eine Drohung aus dem Flugzeug.
Währenddessen untersucht die US-Regierung einen Raketenangriff auf eine Grundschule im Iran, der in den ersten Stunden des Krieges stattfand. Mehr als 165 Menschen wurden getötet, viele davon Kinder. Satellitenbilder, Expertenanalysen, ein US-Beamter und vom US-Militär veröffentlichte Informationen deuten darauf hin, dass es ein amerikanischer Angriff war. Veraltete Geheimdienstinformationen spielten laut einem US-Beamten und einer weiteren eingeweihten Person wahrscheinlich eine Rolle. Trump sagt: „Wir wissen es nicht. Das wird untersucht.“
In Dubai schlug eine Drohne in einen Treibstofftank am Flughafen ein — einem der meistfrequentierten Flughäfen der Welt, mitten in der Stadt. Keine Verletzten, meldeten die Behörden. Das Feuer wurde gelöscht. Der Flughafen läuft weiter. Man gewöhnt sich.
Irans Außenminister Abbas Araghchi sieht weiterhin keinen Grund, mit amerikanischen Unterhändlern zu sprechen. Trump sagt, Iran sei noch nicht bereit zu verhandeln — aber „ziemlich nah dran.“ Er fügt hinzu, er wisse nicht einmal, mit wem er verhandle, weil ein Großteil der iranischen Führung getötet worden sei. Das sagt er ohne Pause. Ohne Zögern. Als wäre es eine Verhandlungsposition und nicht eine Beschreibung von Krieg.

Dann ist da noch die Frage der Medien. Trump schreibt von der Air Force One aus in sozialen Netzwerken, er sei „so begeistert“, dass die Bundesbehörde für Kommunikation, die FCC, die Sendelizenzen von Fernsehsendern überprüft, die er für ihre Nahost-Berichterstattung kritisiert. FCC-Vorsitzender Brendan Carr hatte Sender bereits am Samstag aufgefordert, „den Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzerneuerungen anstehen.“ Trump behauptet ohne Belege, US-Fernsehsender arbeiteten mit Iran zusammen, um „Falschmeldungen“ zu verbreiten. „Das ist sehr gefährlich für unser Land“, sagt er.

Ein Foto von Trumps Anwesenheit bei einer Trauerfeier für sechs in Kuwait gefallene Soldaten wurde von einem mit ihm verbundenen politischen Aktionskomitee für Spendenaufrufe verwendet. Auf die Frage, ob das angemessen sei, sagt Trump: „Ja.“ Er habe es nicht gesehen, jemand anders habe es veröffentlicht. Aber: „Es gibt niemanden, der besser zu Militär ist als ich.“ Bei Trump bekommt gar der Tod einen Spendenaufruf — und während eine Untersuchung beginnt, die Ölreserven fließen, fliegt der Präsident nach Hause.
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Trump beginnt einen Krieg.
Ohne Un-Mandat, ohne Zustimmung des Kongress und ohne NATO Partner zu informieren.
Nun lief es nicht schnell.
Iran kämpft und wehrt sich.
Trump ist wie ein Kindergartenkind, dass alle anderen Kinder angepöbelt, geschubst und ihnen Sachen weggenommen hat und sich wundert, dass die sich wehren.
Da rennt er zu den Kitabetreuern und erwartet Hilfe…..
Carny hat es klar gesagt, Spanien und und Australien auch.
Sogar Merz.
China kann Öl von Russland bekommen, wenn die Menge durch die Pipelines auch geringer ist.
Indien kauft auch Öl aus Russland.
Japan braucht seine Marine, genau wie Südkorea. Durch den Abzug der US-Truppen müssen sie verteidigungsfähig bleiben.
Aber das Starmer, nach den Beleidigungen durch Trump, überhaupt darüber nachdenkt Schiffe zu entsenden. So lange noch Krieg herrscht.
Und auch Dänemark, unverständlich.
Vollkommen von Trump diffamiert, dazu die Drohungen gegen Grõnland.
Erhoffen sie sich dafür eine „Garantie“, dass die USA Grönland in Ruhe lassen?
Der Irankrieg ist von den USA und Israel angezettelt worden.
Völkerrechtswidrig.
Es ist kein NATO Bündnisfall!
Und mit Drohungen „um Hilfe zu bitten“ ist eine ausgesprochen schlechte Idee.
Hoffentlich erteilen viele Länder Trump eine Absage.
Und was ich noch erwähnen möchte, für die Ukraine wurde keine Absicherung zum Transport von Gütern erwartet.
Jeder hat sich, außer mit Geld und Waffenlieferungen, zurück gehalten.
Weil „man nicht in den Krieg hineingezogen werden wollte“.
Aber kaum geht es um Öl und damit um viel Geld …………
Was ich auch noch anmerken will.
Wir haben einen Krieg direkt vor der Haustür.
Unsere Verteidigungsfähigkeit zu mindern, indem wir Schiffe aus der Nord- und Ostsee, dem Atlantik und dem Mittelmeer abziehen, halte ich für brandgefährlich.
Gerade im Hiblick auf Trumps und Putins „Verbundenheit“
…es läuft vieles schief in der welt, aber auch weil es zugelassen wird. das macht es sehr gefährlich, wenn eine gesellschaft sich kaum noch wehrt, oder denkt, so weit weg, error, es ist näher als die meisten vermuten wollen