08. November 2026 – Kurznachrichten

VonTEAM KAIZEN BLOG

8. November 2026

Mississippi: Scott Colom fordert Cindy Hyde-Smith auf, ihre Niederlage anzuerkennen

Im weiterhin umkämpften Senatsrennen in Mississippi erhöht der Demokrat Scott Colom den Druck auf die republikanische Amtsinhaberin Cindy Hyde-Smith. Colom führt nach dem bisherigen Auszählungsstand mit 49,0 zu 48,8 Prozent. Noch müssen zwischen 12.000 und 20.000 vorläufige Stimmzettel geprüft werden. Hyde-Smith versucht unterdessen, Einfluss auf den Umgang mit diesen Stimmen zu nehmen. Colom fordert sie nun öffentlich auf, den Wählern zu erklären, auf welchem Weg sie die Wahl überhaupt noch gewinnen könne. Sie werde diese Erklärung nicht liefern, weil sie keine Aussicht mehr auf einen Sieg habe, erklärte er. Jetzt müsse Hyde-Smith die Interessen der Menschen in Mississippi über ihre eigenen politischen Ambitionen stellen. Die endgültige Entscheidung über das knappe Wahlergebnis steht allerdings noch aus.

„Das Ende der Trump-Ära“: Republikaner sprechen von politischer Auslöschung, Trump befördert seinen radikalsten Gefolgsmann

Ron DeSantis spricht von einer politischen Katastrophe mit dem Ausmaß eines Aussterbens. Ted Cruz zieht den Vergleich mit Watergate. Mike Pence nennt die Kongresswahl eine Abrechnung. Aus der Partei, die Donald Trump 10 Jahre lang auf seine Person verpflichtete, kommen plötzlich Worte, die noch vor wenigen Wochen als Verrat gegolten hätten. Die Republikaner haben beide Kammern des Kongresses verloren. Ihre Vertretung auf dem Capitol Hill schrumpft auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Trump hatte die Wahl ausdrücklich zu einer Abstimmung über seine Präsidentschaft gemacht, war für Dutzende Kandidaten aufgetreten und hatte unbedingte Treue verlangt. Die meisten verloren. Seither sucht er die Schuld bei ihnen. Am Freitag ernannte er Stephen Miller zum Stabschef des Weißen Hauses. Eine Niederlage dieses Ausmaßes hätte früher politische Karrieren beendet. Trump beantwortet sie mit der Beförderung des Mannes, der seine umstrittensten Maßnahmen vorangetrieben hat.

Tucker Carlson erklärt bereits das „Ende der Trump-Ära“. John Sununu, der seine Senatswahl in New Hampshire verlor, wirft Trump vor, dessen Familie sei inzwischen an nahezu jedem Geschäft in Washington beteiligt. Viele Menschen könnten deshalb keine Republikaner mehr wählen, solange Trump Präsident sei. Oklahomas Gouverneur Kevin Stitt verlangt einen anständigeren Umgang miteinander. Alex Latcham, dessen Senate Leadership Fund 810 Millionen Dollar für republikanische Wahlkämpfe ausgab, fordert die Parteiführung auf, das Ausmaß der Niederlage endlich einzugestehen. Für diese Erkenntnis wurde sehr viel Geld ausgegeben. In Washington beginnt bereits der nächste Machtkampf: Steve Scalise und Jim Jordan konkurrieren um die Führung der geschlagenen Republikaner im Repräsentantenhaus. Über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth wird nachgedacht. Beim Republikanischen Nationalkomitee will KC Crosbie den Vorsitz übernehmen und Trumps Einfluss auf die Personalentscheidung begrenzen. Trump unterstützt Joe Gruters. Sein Anspruch auf Gehorsam hat die Wahl überlebt.

Die Zahlen aus einer Befragung von rund 80.000 Wählern zeigen, was die republikanische Führung lange übersehen wollte. Unter Parteianhängern unter 30 Jahren unterstützen nur etwa zwei Drittel Trumps Amtsführung, bei den mindestens 65-Jährigen sind es rund 90 Prozent. Jeder dritte jüngere republikanische Wähler macht seine Politik für die Verschlechterung der Wirtschaft verantwortlich. Der Iran-Krieg spaltet die Partei ebenfalls: Rund 60 Prozent der unter 45-Jährigen befürworten den amerikanischen Angriff, unter den Älteren sind es rund 80 Prozent. Fast die Hälfte der unter 30-Jährigen hält die amerikanische Unterstützung Israels für übertrieben. Hinzu kommen die Verluste unter hispanischen Wählern und in den weißen Vorstädten. Für die Präsidentschaftswahl 2028 verlangen Republikaner bereits einen offenen Wettbewerb. JD Vance muss sich mit möglichen Gegenkandidaten auseinandersetzen. Marco Rubio wird ebenfalls genannt. Die Partei sucht nach einer Zukunft jenseits Trumps, während ihr Präsident im Weißen Haus sitzt und die Niederlage noch immer für das Versagen anderer hält.

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