Trump sperrt die Presse aus, Zuckerberg dreht ihr die Reichweite ab

byTEAM KAIZEN BLOG

30. September 2026

Ein Daumen tippt auf „Teilen“. Der Artikel dahinter bleibt ungeöffnet. Die Überschrift reist allein weiter, zu Freunden und in fremde Gruppen, mit einer Behauptung, deren Beleg niemand angesehen hat. Der Beweis liegt einen Fingerbreit entfernt, hinter einem einzigen Klick, und niemand hebt ihn auf. Auf Facebook genügt das. Dort ist die Überschrift bereits die ganze Welt.

Wie oft das geschieht, haben Forscher gezählt. S. Shyam Sundar von der Pennsylvania State University und Eugene Cho Snyder vom New Jersey Institute of Technology legten dazu eine Studie vor. Zum Team gehörten Mengqi Liao von der University of Georgia und weitere Wissenschaftler. Die Arbeit erschien 2025 in der Fachzeitschrift Nature Human Behaviour und wertete mehr als 35 Millionen öffentliche Facebook-Beiträge aus. Rund 75 Prozent der weitergeleiteten Nachrichtenlinks wurden geteilt, ohne dass die Nutzer den Artikel vorher auch nur angeklickt hatten. Extreme und politisch genehme Inhalte wanderten besonders häufig ungelesen weiter. Bei 2.969 als falsch eingestuften Links entfielen 76,94 Prozent der Weiterverbreitung auf konservative Nutzer, 14,25 Prozent auf liberale. Ein großer Teil dieser Falschmeldungen stamme aus konservativen Quellen, betonen die Autoren. So entsteht eine politische Öffentlichkeit, in der die Schlagzeile siegt, bevor jemand den ersten Satz gelesen hat.

Diese Maschine gehört Mark Zuckerberg. Mit Facebook und Instagram entscheidet sein Unternehmen Meta für Milliarden Menschen mit, welche Inhalte sichtbar werden und welche an Reichweite verlieren. Seit Monaten rückt Zuckerberg sichtbar immer näher an Donald Trump heran, an einen Präsidenten, der kritische Medien aussperrt und vor Gericht zieht. Öffentlich greift er sie ständig an. Bei jedem Präsidenten und jedem Technologieunternehmen wäre eine solche Nähe eine Machtfrage. Hier trifft der Mann, der die Tür zum Pressesaal verriegelt, auf den Mann, der festlegt, welche Tür im Nachrichtenstrom überhaupt noch aufgeht. Beide Männer verwalten Zugänge.

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Welche Seite von dieser Ordnung zehrt, wurde gemessen. Jingyuan Yu und Emese Domahidi von der Technischen Universität Ilmenau haben es untersucht. Mit ihnen arbeiteten Duccio Gamannossi degl’Innocenti von der Universität Padua und Fabiana Zollo von der Ca‘ Foscari Universität Venedig. Ihre 2026 veröffentlichte Studie erfasst mehr als 400.000 Beiträge von 3.277 Politikern. Diese stammen aus Deutschland und Italien. Hinzu kommen Großbritannien und die USA. In Deutschland führten 8,2 Prozent der von AfD-Politikern geteilten Links zu Falschinformationen. Bei der Linken waren es 0,2 Prozent, bei CDU/CSU 0,1 Prozent. Republikanische Politiker in den USA kamen auf 4,6 Prozent, Demokraten auf 1,0 Prozent. Die höchsten Werte fanden die Autoren bei weit rechts stehenden und konservativen Abgeordneten in politisch stark gespaltenen Ländern. Eine Meinung über rechte Kommunikation ließe sich bequem bestreiten. Diese Verteilung wurde gezählt.

Link zum NBC-Artikel: Wie Mark Zuckerberg Meta nach rechts ausrichtete

Mohsen Mosleh und Qi Yang stießen in einer großen Analyse, erschienen in Nature, auf denselben Befund. Beteiligt waren auch Tauhid Zaman und Gordon Pennycook. David Rand und weitere Forscher gehörten ebenfalls zum Team. Zunächst werteten sie rund 9.000 politisch aktive Twitter-Nutzer im Umfeld der US-Wahl 2020 aus. Danach prüften sie das Ergebnis an 7 weiteren Datensätzen aus insgesamt 16 Ländern. Die Daten stammten von Twitter und Facebook, hinzu kamen Umfrageexperimente. Konservativ oder republikanisch orientierte Nutzer teilten durchweg erheblich mehr Links zu oftmals minderwertigen Nachrichtenquellen als liberal oder demokratisch orientierte. Neben Fachleuten bewerteten auch politisch ausgewogene Laiengruppen die Qualität der Quellen. Zur Probe urteilten sogar ausschließlich republikanische Laien. Der Abstand blieb. Für die Plattformen selbst lässt sich das trotzdem kaum wegreden. Die Autoren mahnen, diese Nutzer nicht mit der gesamten Bevölkerung gleichzusetzen, doch das Teilen von demokratischen oder davor warnenden Berichten ist in den Kellergewölben angekommen. Lesen ja, mehr aber auch meistens nicht.

Dazu kommt die Mechanik der Reichweite. Joe Watson und Sander van der Linden haben sie vermessen. Mit Michael Watson und David Stillwell untersuchten sie 95.282 Nachrichtenartikel, dazu mehr als 579 Millionen Beiträge auf Facebook und Twitter. Links zu negativ formulierten Artikeln teilten Nutzer 1,91-mal so häufig wie Links zu weniger negativ formulierten. Wut und Angst starten mit eingebautem Vorsprung. Feindbilder erst recht. Eine sorgfältige Recherche, die einordnet und Zweifel stehen lässt, läuft gegen Inhalte an, deren emotionale Bauart schon besser zur Logik sozialer Netzwerke passt.

Link zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-024-71263-z

Facebook hat Millionen Menschen daran gewöhnt, Nachrichten nicht mehr zu suchen, sondern auf sie zu warten. Schon frühere Untersuchungen zeigten, dass über 62 Prozent der Facebook-Nachrichtennutzer Informationen dort überwiegend zufällig fanden. Heute sagt nicht einmal die Hälfte der Nutzer, dass Nachrichten überhaupt ein Grund für ihren Besuch auf Facebook sind, trotzdem begegnen sie ihnen ständig im Feed. Wer den Algorithmus kaum versteht, überlässt ihm damit einen Großteil der eigenen Auswahl. Eine Studie von An Hu und Min Ou zeigte 2025, dass Menschen erst dann stärker selbst nach Nachrichten suchen, wenn ihnen bewusster wird, wie die Plattform vorsortiert.

Die Studien stammen aus verschiedenen Jahren und von verschiedenen Teams. Sie laufen dennoch auf dasselbe hinaus. Die Plattform bevorzugt, was schnell erregt, und rechte Absender liefern davon überdurchschnittlich viel. Trump und seine politischen Verbündeten profitieren von einem Informationsumfeld, in dem emotionale und extreme Inhalte strukturell leichter zirkulieren als langwierige Recherche. Vereinfachtes kommt obendrein schneller an. Meta wiederum bestimmt mit seinen Empfehlungs- und Reichweitensystemen, was Milliarden Menschen häufiger zu sehen bekommen und was nicht, unabhängig davon, ob der jeweilige Nutzer diese Informationen wünscht und markiert hat. Der Mensch sieht, was ihm gezeigt wird, und hält es für das, was geschieht.

Das Reuters Institute der Universität Oxford beleuchtet dieselbe Bewegung von der anderen Seite. Laut seinem Digital News Report 2026 verlieren klassische Medien in vielen Ländern weiter an Reichweite. Soziale Netzwerke und Videoplattformen gewinnen an Einfluss und sind inzwischen weltweit erstmals die meistgenutzte Quelle für Nachrichten. 54 Prozent nutzen sie für Nachrichten, die eigenen Webseiten und Apps der Medien kommen auf 51 Prozent. Dasselbe gilt für politische Persönlichkeiten und andere Akteure außerhalb klassischer Redaktionen. Das Institut beschreibt eine weitere Abkehr von direktem Nachrichtenkonsum hin zu Plattformen, auf denen professionelle Medien um Aufmerksamkeit mit Netzprominenten und anderen Anbietern konkurrieren. Besonders auffällig: 12 Prozent beziehen Nachrichten inzwischen ausschließlich über soziale Netzwerke und Videoplattformen, doppelt so viele wie 2020. Facebook bleibt mit 43 Prozent die größte einzelne Plattform für Nachrichten. Besonders heikel ist der passive Konsum. Das Reuters Institute schreibt ebenfalls, dass die meisten Menschen auf Facebook, Instagram und TikTok Nachrichten nicht gezielt suchen, sondern ihnen begegnen, während sie wegen etwas völlig anderem dort sind. Damit entscheidet immer stärker der Empfehlungsmechanismus, welche Nachricht überhaupt vor ihnen auftaucht.

Link zu der Studie: https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/digital-news-report/2026

Selbst dort, wo Desinformation im Netz insgesamt weniger Menschen erreicht als große Nachrichtenangebote, zeigt Facebook einen hässlichen Sonderfall. In Frankreich und Italien fand das Institut einzelne Falschmeldungsseiten, die bei den Interaktionen auf Facebook mit etablierten Nachrichtenmarken mithielten oder sie übertrafen. Eine einzige untersuchte Seite in Frankreich erzeugte im Durchschnitt mehr als 11 Millionen Interaktionen im Monat, rund 5-mal so viele wie etabliertere Nachrichtenangebote in diesem Vergleich. Außerhalb von Facebook war ihre Reichweite deutlich kleiner. Die Zahl der Interaktionen erzählt dort vor allem von der Plattform selbst. Über das Interesse der Menschen draußen sagt sie wenig. Ein Zwerg wirft dort den Schatten eines Riesen.

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America has reached yet another absolute low: A state visit is now being broadcast live across the country by the far-right outlets Real America’s Voice and Steve Bannon’s WarRoom, while established news organizations have to fight for access to the president.

Ausgerechnet jetzt hat Meta die Faktenprüfung in den USA noch weiter zurückgefahren. Stattdessen setzt das Unternehmen stärker auf Hinweise, die Nutzer selbst verfassen. Was damit passiert dürfte den meisten Lesen bekannt sein: Sehr wenig bis nichts. Die Prüfer gehen, die Verbreitung bleibt. Nach Trumps Wahlsieg kündigte Meta an, wieder mehr politische Inhalte zu zeigen, wie das Reuters Institute festhält. Trump empfängt Zuckerberg im Weißen Haus und hat Meta in seine freiwillige KI-Vereinbarung eingebunden. Er setzt auf möglichst wenig staatliche Regulierung. Zuckerberg gehört zu jenen, die einen marktorientierten, weniger regulierten Kurs vertreten. Eine geheime Absprache zwischen beiden ist nicht notwendig. Sie wäre auch überflüssig.

Donald Trump, Mark Zuckerberg, Washington D.C. am 29. September 2026

Trumps Regierung treibt den Ausbau von KI- und Rechenzentren politisch stark voran, während Zuckerberg davon unmittelbar profitiert. Das ist ein weiterer Punkt, an dem gemeinsame wirtschaftliche Interessen zwischen beiden wichtiger werden.

Reporter ohne Grenzen warnt seit Jahren vor dieser Entwicklung bei Meta. Zugleich spricht die Organisation von systematischen Angriffen Trumps auf die Pressefreiheit und beschreibt beides nebeneinander. Auf der einen Seite stünden Trumps Attacken auf kritische Medien. Auf der anderen stehe Metas Rückzug aus der Faktenprüfung, verbunden mit einer geringeren Sichtbarkeit journalistischer Inhalte. Dazu komme ein Kurs, den Zuckerberg selbst als Meinungsfreiheit ausgibt. Grotesker geht es kaum noch. Bereits Anfang 2025 schrieb Reporter ohne Grenzen ausdrücklich, dieser Kurs diene dazu, Trump Loyalität zu bekunden. Er erschwere den Zugang zu verlässlichen Informationen und unabhängigem Journalismus.

Links zu Reporter ohne Grenzen:

„Meta’s ten-year war of attrition against journalism“
10 Januar 2025: RSF zeichnet dort 10 Jahre Meta-Politik gegen professionellen Journalismus nach und spricht von einer technischen, wirtschaftlichen und politischen Struktur, die Qualitätsjournalismus auf den Plattformen zurückdränge.

RSF fordert Druck auf Meta durch Werbekunden
27. Januar 2025: RSF spricht hier von einem „relentless assault on journalism“, also einem anhaltenden Angriff auf den Journalismus, und fordert Werbekunden ausdrücklich auf, Meta unter Druck zu setzen. Algorithmen sollten verlässliche journalistische Quellen bevorzugen, Journalisten klar von Netzprominenten unterschieden und authentische journalistische Inhalte gegenüber manipulierten Inhalten gestärkt werden.

Aktueller Streit um Meta und Nachrichten in Kanada
26. August 2026: RSF erinnert daran, dass Meta seit 2023 Nachrichteninhalte auf Facebook und Instagram in Kanada weitgehend blockiert, statt sich am gesetzlichen Vergütungsmodell zu beteiligen. Im Februar 2026 forderte eine Gruppe unabhängiger lokaler Fernsehsender die kanadische Aufsicht auf, Meta zu Verhandlungen zu zwingen. Der Konflikt ist weiterhin ungelöst.

Reporter ohne Grenzen zog bereits 2021 gegen Facebook vor Gericht und warf dem Unternehmen betrügerische Geschäftspraktiken vor, weil es ein sicheres Informationsumfeld verspreche, während Hass, Drohungen gegen Journalisten und Desinformation millionenfach verbreitet würden. Seitdem warnt RSF immer wieder vor Metas Umgang mit Journalismus und Informationsfreiheit.

Wie fest diese Maschine greift, zeigt sich an den Jüngsten. Werden Jugendliche bewusst in eine schädliche Nutzung hineingezogen? Darüber streiten inzwischen Gerichte. 29 US-Bundesstaaten werfen Meta vor, Facebook und Instagram gezielt so gestaltet zu haben, dass Kinder möglichst lange hängen bleiben. Genannt werden unter anderem das endlose Weiterwischen und die automatische Wiedergabe. Hinzu kämen stark personalisierte Empfehlungen. Meta habe bekannte Risiken für Depressionen und Selbstverletzungen in Kauf genommen, um die Nutzung hochzuhalten, behaupten die Staaten. Selbst die Gefahr des Suizids zählen sie dazu. Meta bestreitet, Kinder absichtlich abhängig gemacht zu haben. Ein Gericht in New Mexico ging 2026 jedoch sehr weit. Meta habe durch süchtig machende Gestaltung und unzureichenden Schutz Minderjähriger eine öffentliche Gefahr geschaffen, stellte es fest, und ordnete unter anderem 567 Millionen Dollar für einen Fonds zur psychischen Gesundheit Jugendlicher an. Auch die EU wirft Meta inzwischen offiziell vor, suchtfördernde Funktionen nicht ausreichend kontrolliert zu haben. Ein Kind, das nicht aufhören kann zu wischen, ist für dieses Geschäft der vollkommene Nutzer.

Australien greift den Algorithmus an
Facebook soll nicht länger allein bestimmen, was Nutzer zuerst sehen.
Australien geht inzwischen an die Stelle, an der Facebooks Macht tatsächlich sitzt: den Empfehlungsalgorithmus. Ein 2026 eingebrachter Gesetzentwurf soll Nutzer berechtigen, algorithmisch empfohlene Inhalte jederzeit vollständig abzuschalten. Ein Parlamentsausschuss verlangt darüber hinaus, dass Menschen ihren persönlichen Algorithmus verändern, zurücksetzen oder ganz ausschalten können. Die Entscheidung darüber, was ein Mensch liest, soll damit wenigstens teilweise wieder bei ihm selbst liegen. Das ist ein Frontalangriff auf ein Geschäftsmodell, das davon lebt, nicht nur Inhalte bereitzustellen, sondern ihre Reihenfolge und Sichtbarkeit zu bestimmen.

Der rechte Scharfmacher braucht oft 12 Wörter. Der Journalist braucht Dokumente und Quellen, vor allem braucht er Zeit. Facebook entscheidet anschließend, welcher von beiden zuerst bei einer Million Menschen landet. Für rechtskonservative Kräfte ist eine Plattformwelt mit weniger Faktenprüfung und geschwächtem Berufsjournalismus günstiges Gelände. Für eine Demokratie ist sie brandgefährlich. Ein Präsident, der kritische Medien angreift und ihnen den Zugang entzieht, trifft auf einen Plattformbetreiber, dessen Systeme emotionale und extreme Inhalte nachweislich überproportional belohnen können. Minderwertige Quellen eingeschlossen. Fährt derselbe Betreiber die journalistische Kontrolle zurück und rückt zugleich an eine Regierung heran, die unabhängigen Journalismus regelmäßig als Gegner behandelt, entsteht eine Gefahrenzone für das ganze Gemeinwesen. Solange Facebook von seinen Nutzern getragen wird und das Einfache über die Demokratie siegt, haben die rechten Kanäle weiter Zulauf.

Manche Bilder sagen mehr als viele Worte. Dieses von gestern gehört dazu.

Diese Verbindung braucht harte öffentliche Kontrolle und unabhängigen Journalismus. Sie braucht politischen und gesellschaftlichn Widerstand gegen jede weitere Ballung von Informationsmacht in den Händen weniger. Unabhängiger Journalismus wiederum lebt nur, solange Leser ihn tragen, gerade dann, wenn ihm keine Plattform Reichweite schenkt. Auch wir klagen gegen Meta (Facebook).

Warum wir klagen:

Anyone who wants to make sure right-wing populism isn’t simply allowed to roll on unchecked, that violations of human rights and international law are documented, that we stand up to the Trump regime, that deaths in ICE custody don’t just disappear into a case file, that innocent people aren’t left sitting in ICE detention centers, that right-wing populism is stopped in Europe too, that the Iran war is properly examined, and that when it comes to climate change, facts matter more than the volume of those who deny them, is directly supporting that work by supporting us. Every single day, we’re fighting against a bitter headwind - and we keep going anyway.

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Irgendwo tippt in diesem Moment ein Daumen auf „Teilen“. Der Artikel dahinter bleibt zu. Geteilt werden vor allem rechtspopulistische Inhalte, während der Widerspruch dagegen kaum noch Verbreitung findet. Weiter wandert er meist nur, wenn er sich selbst ins Maßlose steigert, mit überzogenen Behauptungen, die weder aufklären noch etwas bewirken. Bei Verweisen auf journalistische Texte außerhalb der Plattform steht es noch schlechter. Im Weißen Haus ist derweil eine Tür verriegelt. Eine Gesellschaft, die nur noch Überschriften liest, hat über sich geurteilt, bevor sie den Text kennt. Der Daumen gehört keinem Präsidenten und keinem Unternehmer. Er ist das Einzige in dieser Rechnung, das noch zögern kann. Und irgendwann bleibt die Frage: Wie erklären Sie Ihren Kindern und Enkeln eigentlich, was aus dieser Welt geworden ist?

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