15. Mai 2026 – Kurznachrichten

VonTEAM KAIZEN BLOG

Mai 15, 2026

Die Drohnenhändler – Wie hinter russischen Baumarktmarken ein Netzwerk für Kampfdrohnen entstand!

Hinter bekannten russischen Marken für Elektrowerkzeuge, Stromgeneratoren und Gartentechnik steht offenbar ein weit größeres Geschäft als bisher öffentlich bekannt war. Eigene Recherchen zeigen, dass ein Firmengeflecht rund um die Marken Hüter, Resanta und Wichr Verbindungen zur Entwicklung und Produktion russischer Kampfdrohnen unterhält, die im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht die Familie des Unternehmers Wiktor Podtschufarow. Über mehrere Firmen und Beteiligungen führen die Spuren zu Drohnensystemen mit den Namen „Groza“, „Sowa“, „Sanoza“, „Slon“ und „Notschnaja Wedma“. Gleichzeitig tauchen dieselben Personen und Firmen auch im Umfeld von Software für Drohnensteuerung und Artilleriekoordination auf.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Moskauer Unternehmen „Instrotech“, früher unter dem Namen „Vertikal“ bekannt. Die Firma wird mit den Marken Hüter und Resanta in Verbindung gebracht. Über das Unternehmen „Technoinvest“ bestehen weitere Verbindungen zu „Kreuss“, das Produkte unter der Marke Wichr vertreibt.

Aus genau diesem Umfeld führen die Spuren weiter zu militärischen Projekten. Mit derselben Unternehmensgruppe verbunden ist nach unseren Recherchen auch die Produktionsvereinigung „Globus“. Dort wurden die Marke „Groza“ sowie Patente zur Unterdrückung feindlicher Drohnen registriert. Wiktor Podtschufarow taucht dabei nicht allein auf. Auch seine Söhne Iwan und Grigori Podtschufarow sowie Anna Sucharewa erscheinen in verschiedenen Firmenstrukturen und Beteiligungen. Grigori Podtschufarow wird mit „Technoinvest“ verbunden, das zeitweise vollständige Anteile an „Instrotech“ beziehungsweise „Vertikal“ hielt. Gleichzeitig bestanden personelle Überschneidungen mit der Produktionsvereinigung „Globus“.

Anna Sucharewa wiederum steht im Umfeld der Firma „Media Effekt“. Dieses Unternehmen hält Patente für die Programme „Glas“ und „Groza“. Dabei handelt es sich um Software zur Steuerung von Drohnen und zur Zielerfassung für Artillerieeinheiten. Iwan Podtschufarow wird mit der Firma „Wysota“ verbunden. Dort ist die Marke „Sowa“ registriert – der Name einer Aufklärungsdrohne, die nach unseren Recherchen an russische Streitkräfte geliefert wird.

Unter dem Namen „Groza“ entstehen inzwischen mehrere unterschiedliche Systeme. Dazu gehören FPV-Drohnen ebenso wie schwere Angriffsdrohnen. Besonders hervorgehoben wird die Kampfdrohne „Sanoza“, die laut Entwicklerangaben bis zu zehn Kilogramm Nutzlast transportieren kann. Hinzu kommen der Lastenkopter „Slon“ und der Hexakopter „Notschnaja Wedma“, der in Russland offen als Gegenstück zu ukrainischen „Baba-Jaga“-Drohnen beschrieben wird. Die „Notschnaja Wedma“ soll mit Wärmebildkameras ausgestattet sein und mehrere Minen transportieren können. Parallel dazu wird die Software „Glas/Groza“ inzwischen offenbar sogar an russischen Militärhochschulen unterrichtet. Russische staatsnahe Medien und militärnahe Telegram-Kanäle berichten regelmäßig über Einsätze der Systeme im Krieg gegen die Ukraine.

Operator einer Supercam S350-Drohne. Drohnen dieses Typs können gemeinsam mit dem neuen Steuerungssystem eingesetzt werden.

Auffällig ist außerdem, wie stark sich die Eigentümerstrukturen inzwischen abschotten. Viele der beteiligten Firmen wurden in nichtöffentliche Aktiengesellschaften umgewandelt. Dadurch wird es erheblich schwieriger nachzuvollziehen, wer tatsächlich hinter einzelnen Unternehmen steht und wie die finanziellen Verbindungen verlaufen. Immer wieder tauchen dabei dieselben Firmennamen auf – „Vertikal“, „Technoinvest“, „Kreuss“, „Globus“, „Media Effekt“, „Nowotech“ und „Wysota“. Zusammengenommen ergibt sich daraus das Bild eines wirtschaftlichen Netzwerks, das über Jahre zivile Technikprodukte vertrieb und inzwischen offenbar tief in militärische Entwicklungen eingebunden ist.

„Im Einsatz“

Besonders bemerkenswert ist dabei auch die Nähe zu gesellschaftlichen und politischen Machtstrukturen in Russland. Öffentlich bekannte Aufnahmen zeigen Wiktor Podtschufarow gemeinsam mit dem Metropoliten Georgi der Metropolie Nischni Nowgorod und Arsamas. Solche Kontakte gelten in Russland häufig als Zeichen enger Verbindungen zwischen Wirtschaft, regionalen Eliten und patriotischen Projekten rund um den Krieg. Der Fall zeigt vor allem, wie stark sich Russlands Kriegswirtschaft verändert hat. Viele Systeme entstehen längst nicht mehr nur in klassischen Staatskonzernen. Stattdessen wachsen rund um zivile Technologieunternehmen neue militärische Strukturen heran. Firmen, die früher vor allem Generatoren, Werkzeuge oder Gartentechnik verkauften, entwickeln heute Kampfdrohnen, Aufklärungssysteme und Software für Artillerieeinsätze.

Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung dieser Recherchen. Der Krieg wird nicht mehr nur von staatlichen Rüstungsriesen getragen. Immer häufiger entstehen militärische Technologien in einem Umfeld aus Privatfirmen, Markenunternehmen und Familiennetzwerken, die nach außen weiterhin wie gewöhnliche zivile Handelsunternehmen wirken.

FBI-Chef Kash Patel taucht am Pearl Harbor Memorial zum Schnorcheln auf – und das FBI verschweigt den Ausflug

Als Kash Patel im vergangenen Sommer nach Hawaii reiste, veröffentlichte das FBI stolz Bilder von Besuchen im Honolulu Field Office und Treffen mit lokalen Sicherheitsbehörden. Was in den offiziellen Mitteilungen fehlte, war jener Teil der Reise, der inzwischen selbst in Washington für Kopfschütteln sorgt. Patel nahm wenige Tage später an einem sogenannten „VIP-Schnorchelausflug“ rund um die USS Arizona teil – jenes versunkene Kriegsschiff in Pearl Harbor, das bis heute die sterblichen Überreste von mehr als 900 amerikanischen Soldaten enthält.

Die Tour wurde laut internen Regierungs-E-Mails gemeinsam mit dem Militär organisiert. Teilnehmer wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, das Wrack unter keinen Umständen zu berühren. Genau solche Besuche sind normalerweise streng eingeschränkt. Rund um die USS Arizona sind Schnorchel- und Tauchgänge für die Öffentlichkeit praktisch verboten. Das Gebiet gilt als militärischer Friedhof und als einer der sensibelsten Erinnerungsorte der Vereinigten Staaten.

Besonders brisant ist dabei, dass das FBI den Ausflug in keiner einzigen Pressemitteilung erwähnte. Ebenfalls verschwiegen wurde, dass Patel nach seinem offiziellen Terminplan noch einmal für zwei zusätzliche Tage nach Hawaii zurückkehrte. Kritiker werfen ihm inzwischen vor, dienstliche Reisen und private Aktivitäten immer stärker miteinander zu vermischen. Bereits zuvor war Patel wegen seines Umgangs mit Regierungsflugzeugen und auffälliger Auslandsreisen unter Druck geraten.

Selbst ehemalige Militärangehörige reagierten irritiert. Marine-Veteran Hack Albertson erklärte, ein solcher Ausflug wirke „wie ein Junggesellenabschied in einer Kirche“. Pearl Harbor sei kein gewöhnlicher Ort, sondern ein Grabmal. Andere Angehörige von Pearl-Harbor-Überlebenden zeigten sich zwar weniger empört, fragten jedoch offen, warum normale Familienmitglieder keinen vergleichbaren Zugang erhalten. Die Reise fand unmittelbar nach Patels Besuch in Neuseeland statt, wo er die erste eigenständige FBI-Niederlassung des Landes eröffnete. Schon dort hatte es Ärger gegeben, nachdem bekannt wurde, dass Patel den Sicherheitsbehörden dort funktionslose 3D-gedruckte Pistolen schenkte – obwohl deren Besitz nach lokalen Waffengesetzen illegal sein kann.

Lesen Sie auch unseren Artikel: Diplomatie im Kugelhagel – Wie FBI-Chef Kash Patel Neuseeland mit 3D-Pistolen vor den Kopf stieß

Nun sorgt der nächste Vorfall für neue Fragen über das Verhalten des FBI-Direktors.

Trump verteidigt plötzlich hunderttausende chinesische Studenten – und bringt seine eigene Bewegung gegen sich auf

Donald Trump hat mit wenigen Sätzen genau jene politische Basis irritiert, die jahrelang jede Härte gegenüber China gefeiert hat. Während Teile der republikanischen Rechten weiterhin gegen chinesische Studenten, Visa und Universitäten mobilisieren, stellte sich Trump nun offen gegen Forderungen nach einem Ausschluss chinesischer Studierender aus den Vereinigten Staaten. Rund 500.000 chinesische Studenten an amerikanischen Hochschulen einfach zu verbieten, wäre „sehr beleidigend“ für China, erklärte Trump. Noch bemerkenswerter war jedoch der zweite Satz. Wer eine halbe Million Menschen aus dem Universitätssystem entferne, werde zusehen, wie dieses System zusammenbreche.

Damit verteidigt ausgerechnet jener Präsident plötzlich die enorme wirtschaftliche Bedeutung chinesischer Studenten für amerikanische Hochschulen. Viele Universitäten finanzieren inzwischen ganze Bereiche über internationale Studiengebühren, insbesondere aus China. Gerade große Forschungsuniversitäten wären ohne diese Einnahmen finanziell deutlich schwächer aufgestellt. Politisch wirkt Trumps Aussage dennoch wie ein offener Widerspruch zu seiner eigenen jahrelangen Rhetorik. Noch während seiner ersten Amtszeit sprach er regelmäßig von chinesischer Spionage an Universitäten, warnte vor Technologiediebstahl und verschärfte Visa-Regeln für chinesische Studierende und Wissenschaftler. Im republikanischen Lager fordern Hardliner bis heute massive Einschränkungen.

Nun argumentiert Trump plötzlich fast wie Universitätsleitungen und Wirtschaftsvertreter, die seit Jahren vor einem Verlust chinesischer Studenten warnen. Genau deshalb dürfte die Aussage in Teilen des MAGA-Lagers für erheblichen Ärger sorgen. Denn während dort weiter ein harter wirtschaftlicher und politischer Konfrontationskurs gegenüber Peking gefordert wird, erklärt Trump inzwischen offen, dass amerikanische Universitäten auf chinesische Studenten praktisch angewiesen sind.

„Ich habe den Trump-Kult geglaubt“ – Immer mehr frühere Anhänger wenden sich öffentlich gegen ihn

Die Zahl ehemaliger Trump-Wähler, die sich öffentlich von Donald Trump distanzieren, wächst weiter. In TV-Sendungen, sozialen Netzwerken, Kommentarspalten und Diskussionsforen tauchen inzwischen immer häufiger Beiträge auf, die noch vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen wären. Einer dieser Beiträge verbreitet sich derzeit besonders stark. Ein früherer Hardcore-Republikaner sagt jetzt, er müsse sich bei ganz Amerika entschuldigen. Er könne nicht glauben, dass er Donald Trump so lange unterstützt habe. Trump zerstöre die amerikanische Verfassung.

Der Mann beschreibt auch seine frühere Begeisterung für die Bewegung. Er sei auf zahlreiche Trump-Veranstaltungen gegangen und habe stolz die rote „Make America Great Again“-Kappe getragen. Heute schäme er sich dafür. Selbst die Erinnerung daran, diese Mütze getragen zu haben, könne er kaum noch ertragen. Solche Aussagen wären früher im MAGA-Umfeld sofort als Verrat abgestempelt worden. Inzwischen häufen sie sich jedoch sichtbar. Besonders auffällig ist dabei, dass viele dieser früheren Unterstützer ihre Abkehr nicht mit einzelnen politischen Entscheidungen begründen, sondern mit einem allgemeinen Gefühl von Ernüchterung. Viele schreiben offen, sie hätten Trump geglaubt, ihm vertraut und seine Erzählungen übernommen – bis sie irgendwann das Gefühl bekamen, selbst Teil eines politischen Kults geworden zu sein.

Gleichzeitig bleibt wichtig, soziale Medien nicht mit der gesamten amerikanischen Gesellschaft gleichzusetzen. Online wirken Konflikte oft größer und lauter, als sie außerhalb digitaler Plattformen tatsächlich sind. Trump besitzt weiterhin eine enorme Anhängerschaft. Trotzdem zeigen genau solche öffentlichen Abrechnungen, dass die Risse innerhalb seiner früher nahezu geschlossenen Bewegung größer werden.

Rubio widerspricht indirekt Trump – und nennt die Ukraine Europas stärkste Armee

Marco Rubio hat mit wenigen Sätzen einen bemerkenswerten Kontrast zur Linie Donald Trumps geschaffen. Während Trump seit Monaten immer stärker auf Druck gegenüber Kiew und schnelle Verhandlungen mit Moskau setzt, sprach Rubio nun ungewöhnlich offen über die tatsächliche Lage an der Front. Russland verliere jeden Monat fünfmal so viele Soldaten wie die Ukraine, erklärte er. Gleichzeitig bezeichnete er die ukrainischen Streitkräfte als die stärkste und schlagkräftigste Armee Europas. Gerade dieser zweite Satz sorgt in Washington für Aufmerksamkeit. Denn er steht im direkten Gegensatz zu jener Darstellung, die aus dem Trump-Lager immer häufiger zu hören ist. Dort wird die Ukraine oft als militärisch erschöpft dargestellt, als Staat ohne langfristige Perspektive und als Land, das sich früher oder später auf russische Bedingungen einlassen müsse. Rubio beschreibt dagegen ein völlig anderes Bild – eine kampferfahrene Armee, die trotz jahrelangem Krieg weiter standhält und Russland enorme Verluste zufügt.

Besonders brisant ist dabei die politische Ebene. Rubio gehört nicht zu den klassischen Trump-Gegnern innerhalb der Republikanischen Partei. Genau deshalb wirken seine Aussagen wie ein indirekter Widerspruch gegen den Kurs des Weißen Hauses. Denn wer öffentlich erklärt, die Ukraine verfüge über die stärkste Armee Europas und füge Russland massive Verluste zu, stellt automatisch die Frage, warum Washington gleichzeitig immer stärker auf Zugeständnisse gegenüber Moskau drängt.

Lesen Sie auch unseren Artikel: Der Aufstand gegen Johnson – Wie Republikaner gemeinsam mit Demokraten die Ukraine-Abstimmung erzwingen

Im republikanischen Lager wächst genau darüber inzwischen der Streit. Ein Teil fordert weiterhin maximale Unterstützung für Kiew und sieht Russland militärisch zunehmend geschwächt. Andere wollen den Krieg möglichst schnell beenden – selbst wenn das am Ende territoriale Verluste für die Ukraine bedeuten würde. Rubios Aussagen zeigen, wie tief diese Spaltung inzwischen reicht.

Chef der US-Grenzpolizei tritt plötzlich zurück – mitten in neuen Vorwürfen

Michael Banks, einer der wichtigsten Köpfe hinter Donald Trumps verschärfter Abschiebungs- und Grenzpolitik, ist überraschend als Chef der US Border Patrol zurückgetreten. Offiziell gab sich Banks in Interviews gelassen. Er habe das Schiff wieder „auf Kurs gebracht“, erklärte er bei Fox News. Jetzt sei die Zeit gekommen, die Verantwortung weiterzugeben und wieder mehr Zeit mit Familie und Privatleben zu verbringen.

Doch der abrupte Rücktritt fällt genau in einen Moment, in dem in Washington Vorwürfe über mögliche Verbindungen zu Prostitutionsaffären kursieren. Details dazu sind bislang unklar. Trotzdem sorgt die Kombination aus plötzlichem Abgang und den gleichzeitig auftauchenden Anschuldigungen bereits für erhebliche Unruhe innerhalb der Sicherheitsbehörden.

Banks galt als einer der loyalsten Vollstrecker von Trumps harter Grenzpolitik. Unter seiner Führung wurden Abschiebungen ausgeweitet, neue Grenzmaßnahmen umgesetzt und der Druck auf Migranten massiv erhöht. Für viele Republikaner war er deshalb ein Symbol der kompromisslosen Linie gegen illegale Einwanderung. Genau deshalb trifft sein Rücktritt das Trump-Lager politisch empfindlich. Hinzu kommt, dass die Trump-Regierung die Grenzpolitik regelmäßig als Frage von Moral, Ordnung und nationaler Disziplin inszeniert. Wenn ausgerechnet ein zentraler Vertreter dieser Linie nun unter dem Schatten persönlicher Vorwürfe zurücktritt, entsteht schnell ein Problem der Glaubwürdigkeit.

Bislang äußerten sich weder das Heimatschutzministerium noch Banks selbst ausführlich zu den Anschuldigungen. Trotzdem wächst bereits der Druck nach Aufklärung. Denn in Washington gilt inzwischen als auffällig, wie plötzlich und geräuschlos einer der wichtigsten Männer hinter Trumps Grenzoffensive verschwand.

Trump glaubt Xi Jinping – doch rund um Iran wachsen die Zweifel an China weiter

Donald Trump erklärt nach seinem Besuch in China, Xi Jinping habe ihm zugesichert, keine Waffen an Iran zu liefern. Der chinesische Präsident habe sogar Hilfe bei möglichen Verhandlungen mit Teheran und bei der Öffnung der Straße von Hormus angeboten, sagte Trump im Gespräch mit Fox News. „Wenn ich irgendwie helfen kann, möchte ich helfen“, zitierte Trump den chinesischen Staatschef. Doch genau diese Aussagen treffen auf Berichte westlicher Geheimdienste und Recherchen, die ein deutlich komplizierteres Bild zeichnen. Bereits im April berichtete CNN unter Berufung auf amerikanische Geheimdienstinformationen, China bereite neue Lieferungen von Luftabwehrsystemen an Iran vor. Demnach könnten tragbare Flugabwehrraketen über Drittstaaten verschickt werden, um die Herkunft zu verschleiern. Trump drohte damals offen mit „großen Problemen“ für China, sollte Peking diesen Schritt tatsächlich gehen.

Zusätzlichen Druck erzeugten später Berichte der Financial Times über einen chinesischen Satelliten, den der iranische Revolutionsgarden-Komplex Ende 2024 erhalten haben soll. Nach Angaben der Zeitung nutzte der Iran das System zur Beobachtung amerikanischer Militärstandorte im Nahen Osten – vor und nach Raketen- sowie Drohnenangriffen. Genannt wurden unter anderem Ziele in Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain und im Irak. Peking weist sämtliche Vorwürfe zurück. Das chinesische Außenministerium sprach von unbelegten Behauptungen und warf westlichen Staaten vor, gezielt Gerüchte gegen China zu verbreiten. Gleichzeitig verschärften die Vereinigten Staaten zuletzt ihre Sanktionen gegen mehrere chinesische Firmen, denen Washington vorwirft, Iran mit Satellitenbildern unterstützt zu haben.

Hinzu kommt ein weiterer Vorwurf, der bereits im Mai für Aufsehen sorgte. Recherchen zeigten, dass die chinesische Firma Harxon Antennen für russische Drohnen unter dem Deckmantel ziviler Agrartechnik geliefert haben soll. Die Systeme landeten laut den Recherchen schließlich in der russischen Alabuga-Produktion, wo Drohnen auf Basis iranischer Shahed-Technologie gebaut werden. Genau deshalb begegnen inzwischen viele Beobachter den neuen Zusicherungen aus Peking mit erheblicher Skepsis. Unsere Recherchen dazu laufen weiter und …

Fortsetzung folgt …

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