Live: Tödlicher ICE-Einsatz in Minneapolis

VonTEAM KAIZEN BLOG

Januar 25, 2026

Zum Artikel: Schüsse im Gedränge – Minneapolis am Rand der Eskalation – Das war Mord

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Kaizen Live
Sonntag, 25.01.2026 · 02:00

Riesige Menschenmenge in Whittier Park versammelt

In Minneapolis haben sich im Whittier Park, nur wenige Blocks von dem Ort entfernt, an dem Bundesbeamte den 37-jährigen Alex Pretti erschossen, große Menschenmengen versammelt. Hunderte von Menschen kamen zusammen, um an der Stelle zu stehen, an der der tödliche Schuss fiel, und immer mehr Menschen schließen sich den Versammelten an.

Am Ort der tödlichen Schüsse versammelten sich am Samstagabend Hunderte Menschen zu einer stillen Mahnwache für Alex Jeffrey Pretti. Kerzen brannten, Blumen lagen auf dem Asphalt, viele standen schweigend beisammen, als die Dunkelheit über den Tatort fiel. Die Stimmung war ruhig, aber schwer, getragen von Trauer und einer wachsenden Erschöpfung über das, was als Normalität einzusickern droht. Menschen aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden kamen zusammen, nicht aus Protest, sondern um Präsenz zu zeigen. Einige Geschäfte in der Nähe blieben geöffnet, boten Wärme, Wasser, Kaffee, einen kurzen Schutz vor der Kälte. Worte fielen leise, oft gar nicht. Die Frage, warum das wieder geschehen konnte, hing unausgesprochen in der Luft. Minneapolis trauerte nicht nur um einen Mann, sondern um das Gefühl von Sicherheit, das weiter bröckelt.

Die politische Reaktion folgte wenige Stunden später in Washington. Mehrere demokratische Senatorinnen und Senatoren kündigten an, einem neuen Finanzierungspaket für das Heimatschutzministerium nicht zuzustimmen. Auslöser ist der tödliche Einsatz in Minneapolis, der das Vertrauen weiter beschädigt hat. Nach Jacky Rosen erklärte auch Catherine Cortez Masto, sie werde keine Mittel bewilligen, die diese Behörde in der bisherigen Form weiterarbeiten lassen. Weitere Stimmen schlossen sich an. Damit steigt das Risiko, dass es erneut zu einem teilweisen Stillstand der Regierung kommt. Was lange als taktisches Druckmittel galt, wird nun offen als Konsequenz gezogen. Die Botschaft ist klar: Nach diesem Wochenende soll es kein Weiter so geben.

Die Situation bleibt extrem angespannt, während die Proteste im ganzen Viertel weitergehen und immer wieder neue Menschen eintreffen.

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Sonntag, 25.01.2026 · 01:30

Waffenrechtsgruppe zweifelt offizielle Darstellung an

Nach dem tödlichen Schuss auf Alex Jeffrey Pretti in Minneapolis hat sich auch eine Waffenrechtsorganisation zu Wort gemeldet und deutliche Zweifel an der Darstellung der Bundesbehörden geäußert. Die Gruppe erklärte, viele entscheidende Fakten seien weiterhin ungeklärt, bislang gebe es jedoch keinerlei Hinweise auf eine Absicht, Beamte anzugreifen. Gefordert wird eine umfassende Untersuchung sowohl auf Ebene des Bundesstaates als auch auf Bundesebene. Zugleich betonte die Organisation, dass friedliche Bürgerinnen und Bürger in Minnesota das Recht haben, Waffen zu besitzen und zu tragen, auch bei Protesten oder bei der Ausübung ihrer Grundrechte. Dieses Recht ende nicht automatisch dadurch, dass jemand legal bewaffnet sei. Bundesbehörden hatten erklärt, Pretti sei bewaffnet gewesen und habe sich einer Entwaffnung widersetzt. Videoaufnahmen von Unbeteiligten zeigen jedoch keinen sichtbaren Einsatz einer Waffe. Der Polizeichef von Minneapolis bestätigte zudem, dass Pretti über eine gültige Trageerlaubnis verfügte. Damit wächst der Widerspruch zwischen offizieller Darstellung und dem, was öffentlich einsehbar ist.

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Samstag, 24.01.2026 · 23:20

Nationalgarde in Minneapolis im Einsatz

Die Nationalgarde ist bereits in Minneapolis vor Ort. Gouverneur Tim Walz hat die Truppen aktiviert, die sowohl am Ort der Schießerei als auch an einem Bundesgebäude eingesetzt werden, vor dem es seit Tagen zu Protesten und angespannten Konfrontationen kommt. Die Nationalgarde unterstützt dort die örtliche Polizei bei der Sicherung der Lage.

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Samstag, 24.01.2026 · 23:10

Nationalgarde rückt ein – Minneapolis weiter unter Spannung

Nach dem tödlichen Schuss eines Bundesbeamten in Minneapolis hat der Gouverneur von Minnesota die Nationalgarde aktiviert. Die Entscheidung fiel angesichts wachsender Proteste nach dem Tod des 37-jährigen Alex Jeffrey Pretti, der von einem Beamten der Grenzpolizei erschossen wurde. Pretti, Intensivpfleger auf einer Intensivstation, wurde von seinen Eltern identifiziert. Der Beamte, der den Schuss abgab, ist seit acht Jahren im Dienst. Die Nationalgarde unterstützt nun die örtliche Polizei sowohl am Tatort als auch an einem Bundesgebäude, vor dem es seit Tagen zu angespannten Konfrontationen kommt. Der Vorfall ereignete sich nur gut eine Meile entfernt von jener Stelle, an der Anfang Januar Renee Good bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde getötet wurde. Seitdem stehen Minneapolis und St. Paul unter Dauerprotest. Mit der Aktivierung der Nationalgarde erreicht die Lage eine neue Eskalationsstufe. Die Stadt erlebt erneut, wie schnell tödliche Gewalt, politische Entscheidungen und öffentlicher Zorn ineinandergreifen.

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Samstag, 24.01.2026 · 22:45

ICE über Minnesota – Hegseth eskaliert öffentlich

Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich demonstrativ hinter die Einwanderungsbehörde ICE gestellt und die politische Führung Minnesotas frontal angegriffen. In einem Beitrag auf der Plattform X dankte er den Einsatzkräften und erklärte, man stehe hundertprozentig hinter ihnen. Zugleich griff er die Verantwortlichen des Bundesstaates scharf an und beschimpfte Demonstrierende auf den Straßen. Seine zentrale Botschaft formulierte er unmissverständlich: ICE sei wichtiger als Minnesota. Die Wortwahl markiert eine weitere Verschärfung des Tons aus Washington inmitten einer ohnehin angespannten Lage. Besonders brisant ist die Aussage, weil Hegseth selbst in Minnesota geboren und aufgewachsen ist. Während vor Ort Proteste, Trauer und Forderungen nach Aufklärung wachsen, setzt die Bundesregierung damit auf offene Konfrontation. Beobachter sehen darin keinen Versuch der Beruhigung, sondern ein bewusstes Signal, die Bundesbehörden über lokale Politik und öffentliche Kritik zu stellen.

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Samstag, 24.01.2026 · 22:10

Rosen zieht rote Linie bei ICE-Finanzierung

Die demokratische Senatorin Jacky Rosen aus Nevada hat angekündigt, gegen jedes Haushaltsgesetz zu stimmen, das Mittel für die Einwanderungsbehörde ICE enthält. Die Entscheidung fiel nach dem tödlichen Schuss eines Bundesbeamten in Minneapolis und markiert eine deutliche Verschärfung der innerparteilichen Debatte. Rosen, die als moderat gilt und in der Vergangenheit mehrfach mit Republikanern gestimmt hatte, spricht von Machtmissbrauch, der nicht länger hingenommen werden dürfe. Das Vorgehen von ICE in Minneapolis und in anderen Teilen des Landes sei unamerikanisch und dürfe nicht zur Normalität werden. Ihrer Ansicht nach ist eine klare politische Begrenzung der Behörde überfällig. Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der im Senat über ein umfangreiches Finanzierungspaket beraten wird, das auch das Heimatschutzministerium umfasst und einen drohenden Regierungsstillstand verhindern soll. Mit ihrer Ankündigung erhöht Rosen den Druck auf die eigene Partei und signalisiert, dass es für sie keine Zustimmung ohne Konsequenzen geben wird.

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Samstag, 24.01.2026 · 21:50

Top-Demokrat fordert Amtsenthebung von Noem

Der ranghöchste Demokrat im Heimatschutzausschuss des US-Repräsentantenhauses, Bennie Thompson, hat offen die Amtsenthebung von Heimatschutzministerin Kristi Noem gefordert. Anlass sind die widersprüchlichen und aus seiner Sicht beschönigenden Aussagen der Regierung zum tödlichen Einsatz von Bundesbeamten. Thompson warf der Trump-Regierung vor, Grundrechte nur dann zu respektieren, wenn es politisch passe, und sprach von einem Staatsverständnis, das mit demokratischen Prinzipien nicht vereinbar sei. Besonders scharf kritisierte er, dass Meinungsfreiheit und Waffenrecht selektiv ausgelegt würden. Zugleich rief er die demokratische Fraktion im US-Senat dazu auf, einem kürzlich verabschiedeten Finanzierungsgesetz für das Heimatschutzministerium die Zustimmung zu verweigern. Die Vorgänge bezeichnete Thompson als unamerikanisch und erklärte, das Repräsentantenhaus müsse unverzüglich Schritte einleiten, um Noem ihres Amtes zu entheben.

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Kaizen Live
Samstag, 24.01.2026 · 21:30

Am Ort der Schießerei haben Menschen begonnen, Blumen und Kerzen niederzulegen. Immer mehr Menschen kommen zusammen.

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Ela Gatto
Ela Gatto
1 Stunde zuvor

Bitte passt gut auf Euch auf!!!
Derzeit ist Eure Arbeit noch gefährlicher als sonst.

Es passiert ein Mord auf offener Strasse.
MAGA beschuldigt das Opfer, diffamiert das Recht auf freie Meinungsäußerjng, ja sogar ihren hoch und heilig in den Himmel gelobten 2. Verfassungszusatz.
Der gilt wohl nur für Republikaner.

Noems Ministerium schiebt die Schuld, nur wenige Minuten nach den tödlichen Schüssen, dem Opfer zu.
Obwohl sie zu dem Zeitpunkt unmöglich alle Fakten hätte kennen können.
Wieder das bekannte Muster. ICE und Konsorten sind amerikanische Patrioten, die ihr Land von kriminellen Illegalen befreien.
Kritik wird als antiamerikanisch, ja sogar als Inlandsterrorismus angesehen.

Wake und Frey werden beschuldigt. Sie hätten kooperieren sollen.

Deutschland 1933.

Die nächste Anne Frank heißt dann vielleicht Maria Martinez.

Hoffentlich weiß die Nationalgarde noch, worauf sie ihren Eid geschworen haben und beschützen die Bevölkerung vor dieser SS.

Danke dass Ihr live berichtet.
Hier steht im Lauftext nur „Bundesbeamte erschießen in Minnesota einen Mann, laut Heimatschutzbehörde war er bewaffnet“.
Kein Wort dazu, dass es Mord war. Due Schlagzeile impliziert „der hatte eine Waffe, also selber Schuld“.

Wie lange wollen die Regierungen in Europa ind den verbliebenen westlichen Demokratien boch schweigend zusehen?
Hitler konnte man auch nicht aussitzen.

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