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11. Oktober 2026
21:18 Uhr Sechs US-Senatoren rebellieren gegen Trumps Dieselgeschäft mit Putin und werfen ihm möglichen Gesetzesbruch vor
Vier republikanische und 2 demokratische Senatoren fordern Donald Trump auf, sein umstrittenes Dieselgeschäft mit Wladimir Putin sofort rückgängig zu machen. Trump hatte angekündigt, Russland werde zunächst mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern, im November weitere 500.000 Tonnen und danach zusätzliche Millionen Tonnen. Die Senatoren werfen der Regierung vor, den Kongress übergangen und die gesetzlich vorgeschriebene Begründung nicht vorgelegt zu haben. Bereits 2022 hatte der Kongress Energieimporte aus Russland untersagt, um Moskau die Finanzierung seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu erschweren. Der Republikaner Thom Tillis erklärte, es gebe gute Gründe für die Annahme, dass Trump mit dem Geschäft gegen geltendes Recht verstoße. Zu den Unterzeichnern gehören Susan Collins, Lisa Murkowski, John Curtis, Jeanne Shaheen und Richard Blumenthal. Während Russland weiterhin ukrainische Zivilisten tötet, will Trump russischen Diesel kaufen, angeblich um die hohen amerikanischen Kraftstoffpreise zu senken. Die 6 Senatoren warnen ausdrücklich davor, Putin damit eine finanzielle Rettungsleine zu verschaffen.
10:12 Uhr Trump will Fetterman abwerben: Die Angst um die Senatsmehrheit treibt die Republikaner zu den Demokraten
Donald Trump versucht wenige Wochen vor den Zwischenwahlen, den demokratischen Senator John Fetterman aus Pennsylvania zu einem Parteiwechsel zu bewegen. „Ich würde ihn liebend gern als Republikaner sehen“, erklärte Trump am Samstag. Der Präsident weiß, was auf dem Spiel steht: Seine Partei könnte die Mehrheit im Senat verlieren, die Demokraten benötigen dafür vier zusätzliche Sitze. Fetterman hat sich mit seinen Positionen zu Einwanderung und Israel zunehmend von seiner Partei entfernt und zuletzt auf einem republikanischen Parteitag die Demokraten wegen angeblichen Extremismus und Sozialismus angegriffen. Doch ausgerechnet der Mann, den Trump nun für seine Partei gewinnen will, erklärte bereits im Mai, er wäre ein schrecklicher Republikaner, der weiterhin überwiegend mit den Demokraten stimmen würde. Während Trump um jeden Sitz im Senat kämpft, versucht er nun, einen demokratischen Senator mit öffentlichem Lob auf seine Seite zu ziehen. Eine Antwort Fettermans auf die jüngste Aufforderung liegt bislang nicht vor.
03:22 Uhr Demokraten greifen Trumps Hochburgen an: Der Kampf um den Kongress erreicht tief republikanisches Gebiet
Die Demokraten weiten ihren Wahlkampf vor den Zwischenwahlen am 3. November gezielt auf Wahlkreise aus, die Donald Trump 2024 mit deutlichen Mehrheiten gewann. Insgesamt stehen inzwischen 66 republikanisch gehaltene Sitze auf ihrer Zielliste, darunter 14 neu aufgenommene Bezirke. Die Strategie soll Republikaner zwingen, Geld und Personal auch dort einzusetzen, wo sie sich bislang sicher fühlten. Besonders auffällig ist Tennessee: Dort kandidiert der 31-jährige Demokrat Justin Pearson in einem Wahlkreis, den Republikaner durch eine Neuziehung der Grenzen zu ihren Gunsten verändert haben und in dem Trump mit mehr als 21 Prozentpunkten Vorsprung gewann. Pearson berichtet dennoch von wachsender Unterstützung, auch unter unabhängigen und republikanischen Wählern, die unter hohen Lebenshaltungskosten leiden. In Nevada investierte eine republikanische Organisation bereits fast 750.000 Dollar in Wahlwerbung für einen Kandidaten in einem neu anvisierten Bezirk. Republikaner verspotten die Strategie als kostspielige Selbstüberschätzung, während Wahlforscher bezweifeln, dass die Demokraten genügend Geld für so viele zusätzliche Wahlkämpfe aufbringen können. Für die Mehrheit im Repräsentantenhaus benötigen die Demokraten einen Nettogewinn von 4 Sitzen, doch von insgesamt 435 Wahlkreisen gelten nur rund 50 als tatsächlich umkämpft.
10. Oktober 2026
22:45 Uhr „Ragebait“ ist Jugendwort des Jahres 2026: Die Wut gewinnt
„Ragebait“ ist zum Jugendwort des Jahres 2026 gewählt worden. Mit 36,5 Prozent setzte sich der Begriff knapp gegen „Peak“ (33,8 Prozent) und „Crashout“ (29,7 Prozent) durch. Rund eine Million Jugendliche beteiligten sich laut Verlag an der Abstimmung. Gemeint sind bewusst provokante oder falsche Inhalte, die Menschen wütend machen und zu Reaktionen verleiten sollen. Besonders in sozialen Netzwerken ist die Methode erfolgreich, weil Empörung Kommentare, Likes und Reichweite erzeugt und von Algorithmen belohnt wird. Dass ausgerechnet der „Wutköder“ zum Jugendwort des Jahres gewählt wurde, sagt einiges über eine digitale Öffentlichkeit, in der sich mit Ärger besonders gut Aufmerksamkeit verdienen lässt. Genau auf diese Situation weisen wir seit Monaten hin.
07:17 Uhr Trump bekommt keinen Friedensnobelpreis und erklärt kurzerhand Norwegen zum Schandfleck
Donald Trump hat den Friedensnobelpreis wieder nicht bekommen und diesmal gleich Norwegen dafür verurteilt. Die Entscheidung sei „beschämend“ und habe dem Land einen „unauslöschlichen Fleck“ verpasst. Preisträgerin Navi Pillay nannte er eine „mysteriöse Person“, von der angeblich niemand je gehört habe. Nebenbei erklärte Trump das Nobelkomitee zu einer Ansammlung radikaler Ideologen und „Feinde der Zivilisation“. Als Beleg für seine eigene Friedenswürdigkeit zählte er Konflikte auf, die er nach eigener Darstellung verhindert oder gelöst habe. Beweise dafür lieferte er nicht, Selbstgewissheit dafür reichlich. Der Friedenspreis blieb in Oslo. Der beleidigte Nachhall reiste weiter mit nach Syracuse.
9. Oktober 2026
15:25 Uhr 78 Prozent geben Trump Mitschuld an steigenden Preisen: Selbst Republikaner verlieren das Vertrauen
Eine neue Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt ein massives Problem für Trump vor den Zwischenwahlen: 78 Prozent der Befragten geben seiner Politik zumindest eine Mitschuld an den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Selbst unter Republikanern sagen 64 Prozent, das Weiße Haus trage Verantwortung, 57 Prozent erklären, ihre Kosten stiegen schneller als ihre Einkommen. Besonders schlecht fallen die Werte bei Inflation aus: 68 Prozent aller Befragten und 40 Prozent der Republikaner sind unzufrieden mit Trumps Umgang damit. Benzin kostete am Donnerstag im landesweiten Schnitt 4,36 Dollar pro Gallone, Diesel 6,28 Dollar. Zölle, der Iran-Krieg und steigende Energiekosten werden von vielen als Preistreiber gesehen. Für 54 Prozent ist die Lebenshaltung deutlich teurer geworden, und der Kostendruck ist inzwischen eines der wichtigsten Themen für die Wahlentscheidung. Selbst dort, wo Trump politisch weiter Rückhalt hat, frisst die wirtschaftliche Realität sichtbar an seiner Unterstützung.
05:40 Uhr
Nord Stream wieder im Geschäft: USA und Russland prüfen Gasverkauf nach Europa
Hochrangige Vertreter der USA und Russlands haben darüber gesprochen, einen amerikanischen Investor an den Nord-Stream-Pipelines zu beteiligen und russisches Gas wieder nach Deutschland zu liefern. An den Gesprächen waren unter anderem Jared Kushner und Putins Vertrauter Kirill Dmitriev beteiligt. Ein solches Modell könnte US-Investoren an künftigen Energiegeschäften mit Europa verdienen lassen. Noch stehen massive Hürden im Weg, denn Nord Stream ist von den USA und der EU sanktioniert, Deutschland lehnt eine Wiederinbetriebnahme ab und verweist auf alternative Gasquellen. Vor dem Ukrainekrieg bezog Deutschland mehr als die Hälfte seines Gases aus Russland. Kritiker in Berlin warnen vor einem Geschäft, bei dem Amerikaner und Russen profitieren würden, während Europa die politischen und sicherheitspolitischen Kosten trage. Parallel wird auch über einen möglichen Verkauf von Lukoil-Vermögenswerten an ein Konsortium mit Beteiligung einer US-Bundesinvestitionsagentur sowie Investoren aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten gesprochen.

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Journalisten halten zusammen, und Trumps Justiz macht daraus ein Verbrechen

11. Oktober 2026 TEAM KAIZEN BLOG 2 Kommentare
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