„Donald, ich flehe dich an!“ – Trumps irre Medikamenten-Story und was wirklich dahintersteckt

VonRainer Hofmann

Januar 7, 2026

Donald Trump ist wieder einmal in seinem Element. In einer Szene, die wohl eher an ein Schuldrama erinnert als an internationale Diplomatie, erzählt der Präsident der Vereinigten Staaten, wie Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ihn angefleht haben soll: „Donald, ähhhhh… du hast einen Deal. Ich würde so gerne meine Medikamentenpreise um 200 % erhöhen. Es wäre mir eine Ehre. Was immer du willst, Donald, bitte. Bitte, Donald! Ich flehe dich an!“

So klingt es, wenn sich das politische Selbstbild Trumps mit einer französischen Präsidentenrolle vermischt, die nur in seinem Kopf existiert. Die Pointe: Die französische Regierung hat die Darstellung als „unrealistisch“ zurückgewiesen. Macron kann Medikamentenpreise in Frankreich weder festsetzen noch erhöhen. Das übernehmen in Frankreich unabhängige Fachkommissionen – unter Einhaltung sozialer Vorgaben und Preisobergrenzen.

Wenn man alles einmal ausblendet und sich beim Betrachten dieser Bilder einfach nur die Frage stellt: „Wie kann so ein Spinner Präsident von Amerika werden?“, ist es mit normalem Menschenverstand kaum zu erklären und sagt mehr über die ethische und gesellschaftliche Notlage der aktuellen Zeiten aus, als jedes noch so gute Buch.

Tatsächlich sind die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente in Frankreich im internationalen Vergleich niedrig geblieben, zuletzt sogar leicht gesunken. Die Behauptung eines 200-prozentigen Anstiegs hat keinen Bezug zur Realität. Auch in bilateralen Gesprächen zwischen Frankreich und den USA war das Thema zuletzt kein relevanter Punkt. Bleibt die Frage, warum Trump diese Geschichte verbreitet. Ist es gezielte Ablenkung von innenpolitischem Druck? Oder der Versuch, sich als globaler Entscheider über Leben, Tod und Tablettenpreise zu inszenieren? In jedem Fall passt sie ins Muster: Die Welt als Bühne, in der jeder andere Staatschef entweder kniet, kuscht oder schweigt – während Trump spricht.

Nur dass diesmal selbst eingefleischte Anhänger in Europa leise lachen mussten. Denn wer glaubt, dass Emmanuel Macron um Preissteigerungen bettelt, hat entweder sehr schlechten Zugang zu Informationen – oder sehr guten Zugang zu Trumps Redenschreiber. Und so steht diese Satire für eine Realität, in der man nicht mehr weiß, ob man lachen, weinen oder einfach nur den Stecker ziehen soll. Ein Land, das einst Führung versprach, stolpert grinsend in den eigenen Abgrund.

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Observer
Observer
21 Stunden zuvor

Trump’s Stecker ziehen…

Muras R.
Muras R.
18 Stunden zuvor
Antwort auf  Observer

Ja, sofort! Meine mentale Gesundheit ist aktuell in akuter Gefahr. Ich weiß nur nicht wie man diese Schurkenadministration und ihre Hintermänner „vom Netz nehmen“ kann

Anja
Anja
17 Stunden zuvor
Antwort auf  Observer

Trump‘s Stecker ziehen wird nicht reichen. Da muss man den ganzen Saustall ausmisten.

Silke
Silke
9 Stunden zuvor

Trump erregt bei mir nur noch Übelkeit. Wann wird sich Amerika endlich erheben und für seine Demokratie kämpfen, statt diesem widerlichen Brandstifter und seiner Verbrecherbande in den Allerwertesten zu kriechen?

Ela Gatto
Ela Gatto
4 Stunden zuvor

Das ist so absurd und peinlich… Trump sonnt sich in seiner Parallelwelt, in der ihm Jeder wirklich Jeder die Füße küsst und ihn anbettelt ihm Geld und Deals zu geben.

Wie kann man als normal denkender Mensch ihn noch unterstützen?
Jeder andere Opa wäre schon längst in der Psychiatrie oder im Pflegeheim … und der rennt mit dem Atomkoffer rum und start die Welt in den Abgrund.

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