Heimlich auf Band: Trumps eigener Kandidat gibt Trump die Schuld am Absturz in Texas

VonTEAM KAIZEN BLOG

8. Oktober 2026

In einem geschlossenen Raum, vor Spendern und Lobbyisten, fragte jemand Ken Paxton, was seinen Wahlkampf nach unten ziehe. Der republikanische Senatsbewerber in Texas, zugleich Generalstaatsanwalt des Staates, antwortete offen: „Es ist der Krieg, es sind die Benzinpreise, es ist der Diesel.“ Bei über sechs Dollar für die Gallone Diesel spürten die Leute den Druck. Die Aufnahme war nicht fürs Publikum gedacht, und gerade deshalb steht darin, was Trumps Partei nach draußen verschweigt. Texas, der sicherste Besitz der Republikaner, gerät ins Rutschen, und schuld ist der Krieg des eigenen Präsidenten. Im Öl-Staat trifft die Leute ausgerechnet der Treibstoff, ein Hohn, den im Saal niemand überhört.

Transkript

Frage: Was sind also die Themen, die Sie nach unten ziehen? Ich meine, was denken die Leute? Was denken sie über die Zölle? Sehen sie da einen Zusammenhang? Was beschäftigt sie?

Ken Paxton: Es ist der Krieg. Der Krieg, die Benzinpreise, der Diesel. Wenn Diesel bei über 6 Dollar pro Gallone liegt, meine ich, wir haben viele Lastwagen, die mit Diesel fahren. Wir spüren das.

Ken Paxton: Ich würde sagen, das ist wahrscheinlich das größte Problem, und natürlich treibt das die Lebensmittelpreise und alles andere nach oben. Alles hängt irgendwie damit zusammen. Das ist also bei weitem unser größtes Problem. Und ich denke, das ist der Grund, warum wir es im Moment schwer haben.

Frage: Und wie reagieren Sie darauf?

Ken Paxton: Ich habe einen Plan vorgelegt, der helfen würde. Das ist im Grunde das Beste, was ich tun kann. Mein Plan sieht erstmals eine Steuervergünstigung bei der Geburt vor und [unverständlich].

Ken Paxton: Man könnte den Abzug für medizinische Kosten und Versicherungsprämien auf 25.000 Dollar erhöhen, für jedes [unverständlich]. Außerdem einen Abzug von 5.000 Dollar für gesundes Leben, damit wir den Menschen helfen können, gesünder zu bleiben, etwa durch Mitgliedschaften im Fitnessstudio, Ernährungsprogramme oder sogar GLP-1-Medikamente. Das würde helfen, diese Kosten abzudecken.

Ken Paxton: Dann würde ich die Kindersteuergutschrift verdoppeln. Auch dabei geht es darum, den Menschen, die Unterstützung brauchen, mehr Geld zu geben. Und dann [unverständlich] dem Trump-Rat erlauben, [unverständlich].

Ken Paxton: Das ist also gewissermaßen der Anfang meines größeren Vorschlags. Ich versuche einfach herauszufinden, auf welche Weise ich den Menschen helfen kann. Das ist der einzige Bereich, in dem ich etwas tun kann, indem ich Gesetze vorschlage.

Ken Paxton: Ich kann den Krieg nicht stoppen, richtig? Ich habe keine Kontrolle über die Benzinpreise. So viele Faktoren in diesem Rennen um ein Bundesamt liegen außerhalb meiner Kontrolle. Ich treffe diese Entscheidungen nicht. Und ich weiß nicht, Sie wissen schon, ich weiß nicht, was hinter einigen dieser Entscheidungen steckt.

Für deinen Artikel würde ich daraus als knappes Protokoll diese Fassung nehmen:

Frage: Was zieht Ihren Wahlkampf nach unten? Was beschäftigt die Menschen?

Ken Paxton: „Es ist der Krieg. Es sind die Benzinpreise, es ist der Diesel.“ Bei Dieselpreisen von über 6 Dollar pro Gallone spürten die Menschen die Belastung deutlich.

Ken Paxton: Das sei wahrscheinlich das größte Problem. Die hohen Treibstoffpreise trieben auch Lebensmittelpreise und andere Kosten nach oben. Das sei „bei weitem“ das größte Problem seines Wahlkampfs.

Frage: Wie reagieren Sie darauf?

Ken Paxton: Er habe einen Plan mit Steuererleichterungen, höheren Abzügen für medizinische Kosten und Versicherungsprämien, einem Abzug für gesundheitsbezogene Ausgaben sowie einer Verdoppelung der Kindersteuergutschrift vorgeschlagen.

Ken Paxton: „Ich kann den Krieg nicht stoppen. Ich habe keine Kontrolle über die Benzinpreise.“ Viele Faktoren in diesem bundesweiten Rennen lägen außerhalb seiner Kontrolle. „Ich treffe diese Entscheidungen nicht.“

Die Sorge ums Bezahlbare sei „mit großem Abstand unser größtes Problem“, sagte Paxton, und der Grund, warum die Zahlen nicht stimmten. Als ein Gast einwarf, den Krieg könne er ja nicht beenden, antwortete er nur: „Richtig.“ So vieles in diesem Rennen lasse sich nicht steuern, fügte er hinzu, er treffe die Entscheidungen nicht und wisse nicht einmal, was hinter manchen stecke. Ein Kandidat, der zugibt, dass er nichts in der Hand hält, beschreibt ohne Absicht seine ganze Partei. Mehr Ohnmacht hat selten einer über das Amt gestanden, um das er wirbt.

Dabei läge die Macht, die er vermisst, in Reichweite. Käme Paxton in den Senat, könnte er für eine Resolution zu den Kriegsvollmachten stimmen, die Trump zwänge, den Krieg zu beenden. Begonnen hat ihn der Präsident im Februar, ohne den Kongress zu fragen. Der Mann, der den Krieg für seinen Absturz verantwortlich macht, stünde als Senator genau an der Stelle, ihn zu stoppen. Lieber reiht er sich weiter hinter dem ein, der ihn anrichtet. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn über Krieg und Frieden entscheidet in dieser Partei nur einer.

Schon die dritte heimliche Aufnahme ist es in wenigen Wochen. In einer klagte Paxton, er habe die Hoheit über seine eigene Botschaft verloren, sie werde ihm aus Washington diktiert. In einer anderen gab er zu, dass Trumps großer Parteitag in Dallas die Zahlen gedrückt habe. „Als wir das machten, fielen unsere Zahlen. Bei allen fielen sie. Im Moment, ja, nicht gut.“ Vor den Mikrofonen steht er treu zum Präsidenten, auf Band sagt er die Wahrheit.

Freund und Gegner kommen zum selben Schluss. Der demokratische Stratege David Axelrod meinte, gleich nach dem Krieg und den Zöllen könne sich die Krönung Paxtons zum Senatsbewerber als Trumps schlimmste politische Entscheidung erweisen, die er am meisten bereue. John Huffman, früher republikanischer Bürgermeister von Southlake, schrieb, Trump höre es ungern, doch Paxtons Befund stimme. Der Krieg und die Preise machten den Republikanern das Jahr schwer. In einem gewöhnlichen Jahr hätte sogar ein so beschädigter Mann wie Paxton Texas geholt. Dass es diesmal anders aussieht, liegt an keinem Gegner, es liegt an dem Mann, dem Paxton seine Nominierung verdankt.

Für Trump ist die Nachricht bitter. Sein eigener Kandidat in Texas macht ihn verantwortlich, auf Band, und das zum dritten Mal. In dieser Partei führt der Aufstieg nur über die Treue zu ihm, und dieselbe Treue zieht die Treuen jetzt nach unten. Lauter als jede Kampagne des Gegners spricht das Flüstern aus dem Spenderzimmer.

So sieht eine Partei aus, die einem Mann alles überließ und nun seinen Krieg nicht mehr aufhalten kann, während er sie unter Wasser zieht. In Washington gibt man den Ton vor, in Texas trägt man ihn und schweigt. Am Tag die Treue, in der Nacht die Wahrheit. Dazwischen steht ein Diesel für 6 Dollar, den keine Loyalität billiger macht. Im November tritt Paxton gegen den Demokraten James Talarico an. Die Festung Texas bekommt Risse von innen, und der Riss trägt den Namen dessen, dem hier noch alle folgen.

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