Trump hat eine Frist gesetzt. Bis Montag soll die Straße von Hormus offen sein. Sonst, schreibt er in einem Posting voller Kraftausdrücke, würden Iran Kraftwerke und Brücken getroffen. Sie würden in der Hölle leben. So steht es da, von einem amtierenden Präsidenten, öffentlich, ohne Umschweife.

Iran hat geantwortet. Wer iranische Zivilinfrastruktur angreife, werde eine Antwort auf seine eigene bekommen. Die Drohung steht gegen die Drohung. Beide sind konkret. Beide haben Fristen.

Die Trümmer gehören zum Laden in Teheran einer Familie in dritter Generation
Dazwischen liegt alles andere.
Aufnahmen vom Ort des Geschehens scheinen zerstörte Flugzeuge zu zeigen, darunter mindestens zwei Maschinen, zudem gibt es Berichte, dass auch Hubschrauber zerstört worden sein könnten
In Isfahan wurden amerikanische Flugzeuge abgeschossen. Zwei C-130-Transportmaschinen, zwei Black-Hawk-Hubschrauber – bei einer Rettungsaktion für einen abgeschossenen US-Piloten. Iran zeigt Bilder. Schwarzer Rauch über Wüstenland. Ein regionaler Geheimdienstvertreter sagt, zwei Maschinen seien wegen technischer Defekte von der eigenen Besatzung gesprengt worden. US-Zentralkommando schweigt. Der Pilot wurde gerettet. Trump schreibt, er sei schwer verletzt, tief in den Bergen gefunden worden, während iranische Kräfte in großer Zahl nach ihm suchten.
Was in Isfahan genau passiert ist, weiß niemand vollständig. Das ist der Zustand dieses Krieges.
Fünf Wochen. Täglich Angriffe auf Teheran. Und trotzdem feierten armenische Christen Ostern in der Kathedrale St. Sarkis in der iranischen Hauptstadt. Familien umarmten sich, Kinder tauschten bemalte Eier. Erzbischof Sepuh Sargsyan richtete seinen Appell an jene, die diesen Krieg begonnen haben – sie mögen aufschauen, dorthin, wo Liebe und gegenseitiger Respekt ihren Ursprung hätten. Juanita Arakel, 40, Englischlehrerin, sagte: Ob wir wollen oder nicht, wir haben kleine Kinder, die nicht verstehen, was passiert. Sie brauchen das Gefühl von Normalität. Die Kathedrale stand noch. Die Stadt drumherum nicht mehr überall.

Iran erlebt den längsten nationalen Internetausfall, der je gemessen wurde. 37 Tage ohne Netz, länger als jeder vergleichbare Fall weltweit, dokumentiert von der Überwachungsorganisation NetBlocks. Was in Iran passiert, erfährt die Welt nur noch in Bruchstücken.
Und jetzt kommt das nächste Bruchstück.
Planet Labs, einer der wichtigsten Anbieter von Satellitenbildern, hat seinen Nutzern mitgeteilt, dass die US-Regierung die Veröffentlichung von Aufnahmen aus dem Nahen Osten gestoppt hat. Bilder, die nach dem 9. März 2026 entstanden sind, werden zurückgehalten – bis Kriegsende, auf unbestimmte Zeit, mit Ausnahmen nur für dringende Fälle im öffentlichen Interesse. Satellitenbilder waren das letzte verlässliche Werkzeug unabhängiger Berichterstattung aus Regionen, die für Journalisten kaum zugänglich sind. Auch dieses Werkzeug ist jetzt beschränkt.
Der Krieg wird unsichtbarer, während er größer wird.
In Beirut traf ein israelischer Angriff ohne Vorwarnung ein dreistöckiges Wohnhaus im Stadtteil Jnah, direkt gegenüber dem staatlichen Rafic-Hariri-Universitätskrankenhaus. Kurz zuvor hatte es einen anderen Angriff in der Nähe gegeben, der angekündigt worden war. Dieser nicht.

Im südlibanesischen Kfar Hatta, einem Ort voller Vertriebener aus dem Süden des Landes, tötete ein israelischer Angriff sieben Menschen, darunter ein vierjähriges Mädchen. Die israelische Armee hatte die gesamte Stadt zuvor zur Evakuierung aufgefordert. Nicht alle konnten gehen.
Israel sagt, es habe in 24 Stunden 120 Ziele in Iran getroffen, darunter Luftverteidigungsanlagen sowie Drohnen- und Raketensysteme. Iran schoss nach eigenen Angaben erneut Raketen auf Israel, Sirenen heulten, Abfangsysteme wurden aktiviert.
Die Vereinigten Arabischen Emirate melden, seit Kriegsbeginn 507 ballistische Raketen, 24 Marschflugkörper und 2.191 Drohnen abgefangen zu haben. Allein am Sonntag waren es 60 Geschosse, darunter neun ballistische Raketen. In Abu Dhabi steht die Petrochemiefabrik Borouge in Flammen, ein Gemeinschaftsunternehmen der Abu Dhabi National Oil Company und des österreichischen Konzerns Borealis. In Kuwait brennen Raffinerie- und Petrochemieanlagen, die Kuwait Petroleum Corporation spricht von erheblichen Schäden. In Bahrain wurden in 24 Stunden 13 Drohnen abgefangen, eine petrochemische Anlage stand in Flammen.
Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty hat am Sonntag mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff, dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi sowie seinen türkischen und pakistanischen Kollegen telefoniert. Er warnte vor einer beispiellosen Explosion im Nahen Osten. Pakistan bietet sich als Vermittler an und ist bereit, Friedensgespräche auszurichten. Oman traf sich mit Iran, um Vorschläge für einen freien Durchgang durch die Straße von Hormus zu besprechen. Zwei Tage vor Trumps Frist.
Senator Tim Kaine sagte in einem Interview, Pete Hegseths Aussage vom vergangenen Monat – kein Pardon, keine Gnade für unsere Feinde – sei wirklich gefährlich. Sie ermutige dazu, amerikanische Gefangene schlecht zu behandeln.
Hegseth hat sich dazu nicht geäußert.
Dienstag kommt.
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Und wieder einmal eine kurze Frist.
48 Stunden.
Hatten wir das nicht schon einmal?
Was ist passiert?
Trump hatte die Frist verlängert, weil der Iran nicht eingeknickt ist.
Es wird diplomatisch schwierig.
Eine faschisten-evangelikalen Truppe auf der einen Seite, und ein radikales Mullah Regime auf der anderen Seite.
Was Beide vereint?
Das ihnen Menschenleben egal sind.
Es geht nur um Macht und Kontrolle.
Und Keiner will das aufgeben.
Die Menschen sterben weiter, die Weltwirtschaft geht den Bach runter und zieht Millionen Menschen mit in ddn Abgrund 😞
…es ist schlicht wahnsinn, was der kerl treibt …