In Minneapolis haben Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE versucht, das Konsulat von Ecuador ohne Erlaubnis zu betreten. Nicht im Verborgenen, nicht aus Versehen, sondern am helllichten Tag, vor einer Tür, über der unübersehbar steht, dass es sich um eine diplomatische Vertretung handelt. Ein Ort mit klar definiertem Schutzstatus wurde behandelt wie ein x-beliebiges Verwaltungsgebäude. Ein Mitarbeiter des Konsulats rannte zur Tür, stellte sich den Beamten entgegen und machte unmissverständlich klar, dass ihnen der Zutritt verwehrt ist. Das war kein politisches Statement, sondern die Anwendung geltenden Rechts. Die Antwort eines ICE-Beamten war keine Einsicht, sondern eine Drohung. Er kündigte an, den Mitarbeiter zu ergreifen, sollte dieser ihn berühren. Erst danach zogen sich die Beamten zurück.
Damit war der Vorfall nicht beendet, sondern eskaliert. Ecuadors Außenministerium legte formell Protest ein. Der Versuch, ein Konsulat ohne Zustimmung zu betreten, gilt als schwerer Verstoß gegen internationale Regeln. Diplomatische Räume sind kein Graubereich, sie sind eindeutig geschützt. Wer sie antastet, stellt nicht nur Personal, sondern staatliche Beziehungen infrage. Dass dies in Minneapolis geschah, ist bezeichnend. Die Stadt erlebt seit Wochen eine Ausweitung föderaler Eingriffe, eine Verschiebung dessen, was sich Behörden offenbar herausnehmen. Der Schritt vor die Tür eines Konsulats markiert dabei eine neue Stufe. Hier ging es nicht mehr um Durchsetzung, sondern um Machtdemonstration.

Das ecuadorianische Außenministerium bestätigt, dass am Morgen des 27. Januar 2026 ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE versucht hat, ohne Erlaubnis das ecuadorianische Konsulat in Minneapolis zu betreten. Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr vormittags. Mitarbeiter des Konsulats verhinderten umgehend den Zutritt und stellten damit den Schutz der anwesenden ecuadorianischen Staatsangehörigen sicher. Gleichzeitig wurden die vorgesehenen Notfallprotokolle des Außenministeriums aktiviert.
Als Reaktion auf den Vorfall reichte Ecuadors Außenministerin unverzüglich eine formelle Protestnote bei der US-Botschaft ein. Ziel ist es, sicherzustellen, dass sich ein solcher Versuch des Eindringens in ecuadorianische Konsulate in den Vereinigten Staaten nicht wiederholt.
Die Tür blieb geschlossen. Doch der Vorgang zeigt, wie brüchig rechtliche Grenzen geworden sind, wenn sie im Weg stehen. Was bleibt, ist ein diplomatischer Schaden – und die Erkenntnis, dass selbst eindeutig geschützte Orte nicht mehr selbstverständlich respektiert werden.
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Ist es nicht derselbe Geist der Anmaßung, wie ihn die Entführung Maduros aus dem Staatsgebiet Venezuelas gezeigt hat?
…aber zu 100% in das Schwarze getroffen
Für diesen Staat gelten ganz offensichtlich die internationalen Regeln nicht mehr.
…es kommt zu wenig internationaler Druck
Da versucht die ICE Schlägertruppe ins ecuadorianische Konsolut einzudringen und außer Ecuador regt sich keiner darüber auf?
Consulate besitzen absolute Immunität.
Daran halten sich sogar China und Russland (was die im geheimen ausspionieren steht auf einem anderen Blatt).
Für ICE gilt weder nationales noch internationales Recht.
Wo bkeibt eine Eingabe bei der UNO?
Wo bleibt der Aufschrei in der NATO oder EU?
Kein Wort wurde darüber verloren.
In welche Botschaft versuchen sie als nächstes einzudringen.
Wenn man nicht einmal in der Botschaft sicher ist?
Übrigens, wenn ICE sich schon auf dem Gelände des Konsulates befunden hätte, wäre eine Verhaftung illegal und die Sicherheitskräfte des Konsulates hätten entsprechend ihr Land, denn das ist eine Botschaft, verteidigen können.