03. Februar 2026 – Kurznachrichten

VonTEAM KAIZEN BLOG

Februar 3, 2026

Epstein-Opfer fordern Abschaltung von Justiz-Website nach Datenpanne!

Wir haben die betroffenen Daten ebenfalls umgehend unkenntlich gemacht. Uns hat es im ersten Moment regelrecht die Sprache verschlagen, als wir auf ungeschwärzte Namen und Bilder gestoßen sind. Aus Respekt vor den Betroffenen und aus journalistischer Verantwortung heraus haben wir sofort gehandelt und jede identifizierende Information entfernt.

Opfer von Jeffrey Epstein haben einen Bundesrichter in New York aufgefordert, die Website des US-Justizministeriums vorübergehend abzuschalten, nachdem ihre Namen und sensible Daten veröffentlicht wurden. Bundesrichter Richard M. Berman, der seit Jahren mit dem Epstein-Komplex befasst ist, ordnete eine Anhörung für Mittwoch an und sprach von erheblicher Dringlichkeit. Anwälte der Betroffenen erklärten, das Leben von fast hundert Überlebenden sei durch die Offenlegung aus der Bahn geworfen worden. In Millionen freigegebener Akten seien tausendfach Namen nicht geschwärzt worden. Die Justizministerin Pam Bondi räumte Fehler ein und verwies auf technisches oder menschliches Versagen. Tausende Dokumente seien inzwischen offline genommen worden und würden erneut bearbeitet. Die Unterlagen sollen nachträglich geschwärzt und rasch wieder online gestellt werden. Die Freigabe der Akten war gesetzlich vorgeschrieben und sollte den Schutz der Opfer gewährleisten. Genau dieser Schutz sei nun gebrochen worden, sagen die Anwälte. Betroffene berichten von Medienbelästigung, öffentlicher Bloßstellung und finanziellen Risiken. In einem Fall seien sogar Bankdaten veröffentlicht worden. Die Anwälte sprechen von einem akuten Notfall, der richterliches Eingreifen erfordere. Neben der Abschaltung verlangen sie einen unabhängigen Kontrolleur für die Freigaben. Ob das Gericht diesen Schritt geht, entscheidet sich in der Anhörung.

Ana Reyes stoppt Abschiebekurs – Gericht friert Schutzstatus für Haitians ein!

Die Bundesrichterin Ana Reyes hat der Trump-Regierung in letzter Minute einen juristischen Riegel vorgeschoben und den geplanten Entzug des Schutzstatus für rund 350.000 Haitians vorläufig gestoppt. Die Entscheidung fiel nur Stunden bevor der Status auslaufen sollte und verschaffte tausenden Familien zumindest eine kurze Atempause. Der Beschluss erging am U.S. District Court for the District of Columbia in Washington. Das konkrete Aktenzeichen des Verfahrens ist bislang nicht öffentlich benannt, die einstweilige Verfügung ist jedoch sofort wirksam und bindend. Reyes ordnete an, dass die Beendigung des Temporary Protected Status bis auf Weiteres keinerlei rechtliche Wirkung entfaltet. Arbeitserlaubnis, Aufenthalt und Schutz vor Inhaftierung oder Abschiebung bleiben damit vorerst bestehen, solange das Verfahren anhängig ist. In ihrer ausführlichen Begründung stellte die Richterin fest, dass die Kläger mit hoher Wahrscheinlichkeit obsiegen werden. Sie schrieb, es sei substantiell wahrscheinlich, dass die Entscheidung des Heimatschutzministeriums bereits vorgeprägt gewesen sei und von einer feindseligen Haltung gegenüber nichtweißen Migrants getragen wurde. Diese Feststellung ist juristisch scharf und politisch brisant. Das Gericht hielt fest, dass eine solche Vorgehensweise den gesetzlichen Prüfmaßstab unterläuft und zentrale Schutzpflichten missachtet.

In Springfield, Ohio, wo eine große haitianische Community lebt, wurde der Beschluss mit Gebeten, Gesang und spürbarer Erleichterung aufgenommen. Viele sprechen nicht von einem Sieg, sondern von einem Aufschub vor dem sozialen Absturz. Aus dem Heimatschutzministerium kam umgehend Gegenwehr. Die Entscheidung wurde als Aktivismus diffamiert, der Schutzstatus als missbrauchtes Instrument dargestellt. An der Realität vor Ort ändert diese Rhetorik jedoch nichts. Haiti ist weiterhin von massiver Gewalt, Vertreibung und Hunger geprägt. Für viele Betroffene würde eine Rückkehr nicht Sicherheit bedeuten, sondern akute Lebensgefahr. In Springfield leben zahlreiche Kinder mit US-Staatsbürgerschaft, deren Eltern ohne Schutzstatus jederzeit festgesetzt werden könnten. Vollmachten für den Fall der Trennung gehören längst zum Alltag vieler Familien. Nach rassistischen Aussagen im Wahlkampf und anschließenden Drohungen hat sich die Angst in der Community weiter verfestigt. Der gerichtliche Eingriff bremst diesen Kurs, er beendet ihn nicht. Wie lange der Schutz anhält, entscheidet sich nun im weiteren Verfahren vor dem Bundesgericht.

Wenn Clowns in die Kirche gehen

Ein gewöhnlicher Gottesdienst war es nicht, der Anfang Februar die Bänke der All Saints Church füllte. Zwischen Gesang, Gebet und Bibellesung saßen Menschen mit weiß geschminkten Gesichtern, roten Nasen und bunten Kostümen. Anlass war der jährliche Grimaldi Service, der seit 80 Jahren an Joseph Grimaldi erinnert, einen Künstler des 19. Jahrhunderts, der das Bild des modernen Clowns entscheidend geprägt hat. Ohne ihn gäbe es das typische Make-up nicht, keine überzeichnete Mimik, keinen Slapstick, der bis heute Zirkusse und Bühnen füllt. Was einst als stilles Gedenken an im Krieg gefallene Clowns begann, ist zu einem festen Termin im Londoner Kalender geworden, der Gläubige, Neugierige und Fans der Clownkunst zusammenbringt.

Die Prozession bestand aus etwa dreißig Clowns, doch im Laufe des Gottesdienstes saßen weit mehr von ihnen zwischen den Kirchenbänken, eingebettet in eine mehrere hundert Menschen starke Gemeinde. Es wurde gemeinsam gebetet, gelacht und auch erinnert, an Verstorbene ebenso wie an schwere Zeiten. Die Geistlichen betonten, dass Freude und Glaube sich nicht ausschließen. Zwischendurch hupte ein Gummihorn, Kinder zündeten Kerzen an, später gab es Kuchen mit Grimaldis Gesicht. Der Gottesdienst blieb ruhig, aber nie steif, getragen von der Idee, dass Lachen auch Raum braucht, wenn Trauer da ist. Am Ende verwandelte sich die Kirche kurz in einen Spielort, mit Einrädern, kleinen Nummern und viel Kinderlachen. Grimaldis Name fiel kaum noch, doch genau darin lag seine Präsenz.

Trump nennt sich Crypto-Fan und zieht gleichzeitig Abstand zur eigenen Firma

Das Wall Street Journal berichtete, dass die königliche Familie von Abu Dhabi Hunderte Millionen Dollar in World Liberty investiert hat. Warum haben Sie diese Investition angenommen?

Trump: Davon weiß ich nichts. 🤣🤣🤣 – Ich weiß nur, dass Krypto eine große Sache ist. Mein Sohn kümmert sich darum. Meine Familie kümmert sich darum.

Donald Trump hat im Weißen Haus betont, er sei ein großer Crypto Mensch, wolle mit dem Geschäft seiner Familie aber nichts zu tun haben. Anlass waren Berichte über massive Investitionen aus Abu Dhabi in World Liberty Financial, ein Crypto Projekt, an dem die Trump-Familie fast die Hälfte hält. Trump erklärte, seine Söhne führten das Unternehmen, er selbst sei nicht involviert. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass er den Start des Projekts kurz vor der Wahl 2024 öffentlich begleitet hatte. Die Distanzierung wirkt damit eher formell als realistisch.

Nach Recherchen floss aus dem Golfstaat ein dreistelliger Millionenbetrag in das Unternehmen. Wenige Wochen später sagte die US-Regierung zu, dem Emirat Zugang zu hochentwickelten KI-Chips in großer Stückzahl zu ermöglichen. Ein direkter Zusammenhang wird offiziell bestritten, doch zeigen die Recherchen gegenteiliges auf. Trump verteidigte Crypto grundsätzlich und argumentierte geopolitisch. Wenn die USA es nicht machten, würde China es tun. Zur Unterstützung verwies er auf seinen Finanzminister. Was offen bleibt, ist die politische Grenze zwischen Staatsmacht, Technologiepolitik und familiären Geschäftsinteressen. Genau diese fehlende Transparenz prägt den Vorgang.

Hegseth warnt Iran: Verhandeln oder andere Mittel

Kriegsminister und Ex-FOX-Moderator Pete Hegseth hat erklärt, die US-Streitkräfte seien auf ein mögliches Vorgehen gegen Iran vorbereitet, betonte jedoch zugleich, dass die Trump-Regierung diesen Weg nicht anstrebe. Iran werde keine nukleare Waffenfähigkeit erhalten, sagte Hegseth, und stellte klar, Teheran habe eine Wahl: Verhandlungen über das Atomprogramm oder andere Optionen. Weder er noch Donald Trump wollten eine militärische Eskalation, ein Regimewechsel stehe derzeit nicht zur Debatte. Aufgabe des Militärs sei es, vorbereitet zu sein, nicht Entscheidungen vorwegzunehmen. Parallel laufen diplomatische Bemühungen, bei denen Türkei versucht, ein Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern zu vermitteln. Gleichzeitig verstärken die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten und haben unter anderem eine Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region verlegt. Die Botschaft ist eindeutig: Gespräche werden angeboten, Druck bleibt sichtbar aufgebaut.

Trump reagiert auf Epstein-Fragen mit Angriff auf Grammy-Moderator

„Als Epstein noch lebte, also vor etwa zehn Jahren, hat sich niemand für ihn interessiert. Jetzt fällt das alles wirklich auf sie zurück, weil Bill Clinton ein so großer Teil davon ist. Es stellt sich heraus, dass es die Demokraten waren, die mit Epstein konspiriert haben“

Donald Trump hat die Debatte um Jeffrey Epstein erneut genutzt, um Verantwortung umzulenken und Kritiker persönlich anzugreifen. Epstein habe zu Lebzeiten niemanden interessiert, sagte Trump, jetzt schlage die Sache zurück, weil Bill Clinton eine große Rolle gespielt habe. Es seien die Demokraten gewesen, die mit Epstein konspiriert hätten, erklärte er ohne jeden Nachweis.

„Trevor Noah hat gesagt, ich hätte Zeit auf der Insel von Jeffrey Epstein verbracht. Das habe ich nicht. Er ist ein Leichtgewicht, dieser Typ, ich halte ihn für schrecklich. Er hat bei den Grammys einen schrecklichen Job gemacht. Nicht so schlimm wie Jimmy Kimmel, aber sehr nah dran“

Gleichzeitig bestritt Trump, jemals auf Epsteins Insel gewesen zu sein, und reagierte auf entsprechende Aussagen von Trevor Noah mit offener Verachtung. Noah, der die Grammy-Verleihung moderiert hatte und dort auf Trumps Epstein-Verbindungen angespielt hatte, sei ein Leichtgewicht und schrecklich, sagte Trump. Seine Moderation bei den Grammys habe er miserabel gemacht. Nur Jimmy Kimmel sei noch schlechter gewesen. Eine inhaltliche Einordnung eigener Kontakte zu Epstein blieb erneut aus. Stattdessen wich Trump auf Spott, Schuldzuweisungen und persönliche Angriffe aus.

Clintons geben nach – Aussage zu Epstein-Ermittlungen vor dem Kongress

Bill Clinton und Hillary Clinton haben sich bereit erklärt, im Rahmen der Epstein-Ermittlungen vor dem House Oversight Committee auszusagen. Die Entscheidung fiel nur wenige Tage bevor das Repräsentantenhaus darüber abstimmen sollte, sie wegen Missachtung des Kongresses strafrechtlich zu belangen. Monatelang hatten die Clintons die Vorladungen als unzulässig zurückgewiesen und erklärt, es gehe um einen politisch motivierten Angriff. Erst als auch mehrere Demokraten im Ausschuss mit den Republikanern stimmten, kippte die Lage. Der Schritt markiert einen vollständigen Rückzug nach außen hin unbeugsamer Positionen. Die Anwälte erklärten, man werde zu Befragungen an einvernehmlich festgelegten Terminen erscheinen. Im Gegenzug baten sie darum, auf das geplante Missachtungsverfahren zu verzichten.

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der republikanische Ausschussvorsitzende James R. Comer, der die Ermittlungen gezielt vorantreibt. Er wies frühere Angebote der Clintons zurück, etwa zeitlich begrenzte Aussagen oder schriftliche Erklärungen. Auch der Versuch, den Themenrahmen auf Epstein zu beschränken, wurde abgelehnt. Comer erklärte offen, er wolle Fragen zu Clintons persönlicher Beziehung zu Jeffrey Epstein und zu möglichen Einflussnahmen nach dem Ende seiner Präsidentschaft stellen. Nachdem er jede Einschränkung verweigert hatte, akzeptierten die Clintons schließlich alle Bedingungen. Es gibt nun weder Zeitlimits noch thematische Schranken. Der einzige verbleibende Punkt betrifft den Ort der Aussagen.

Politisch ist der Vorgang heikel, weil die Ermittlungen erkennbar dazu dienen, den Fokus von Trumps eigenen Epstein-Verbindungen wegzuschieben. Clinton hat eingeräumt, Epstein gekannt und mehrfach dessen Privatjet genutzt zu haben, bestreitet jedoch Besuche auf dessen Insel und erklärt, den Kontakt vor Jahrzehnten abgebrochen zu haben. Hillary Clinton wiederum betont, Epstein nie getroffen zu haben, wurde dennoch in das Verfahren einbezogen. Innerhalb der Demokraten wächst darüber offen Unmut. Mehrere Abgeordnete kritisierten, dass es weniger um Aufklärung als um öffentliche Vorführung gehe. Dennoch war die Bereitschaft, sich nicht schützend vor die Clintons zu stellen, größer als erwartet. Am Ende blieb ihnen nur der Gang vor den Ausschuss.

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Ela Gatto
Ela Gatto
8 Stunden zuvor

Die Clinton’s sollen Aussagen.
Es ist gut, dass für sie keine „Ausnahme“ gemacht wird.
Aber das Einknicken der Demokraten hier eine Anhörung zuzulassen, die weit über Epstein hinaus geht, ist beschämend.

Dass es keine Zeitlimits oder noch schlimmer keinen Themenrahmen ist in meinen Augen nicht akzeptabel.

MAGA freut es.
Haben sie die Clinton’s mal wieder im Visier.
Ihr heiliger Donny ist ja ganz unschuldig und die Demokraten waren es.

Das dem wohl nicht so ist, zeigt, wie sehr Trump um sich schlägt wenn man ihn mit Epstein in Verbindung bringt.
Wie ein wütender Hund, dem man den Knochen klauen will.

Und die ungeschwärzten Daten der Opfer waren kein Versehen. Keine Datenpanne.
Es war Absicht um die Opfer bloß zustellen.
Druck auf sie auszuüben.

Ich hoffe, dass die Opfer dagegen klagen (können).

Und dass der Richter erst Mittwocb dazu eine Anhörung terminiert hat… ohne Worte.
Bei so etwas muss es doch die Option „Gefahr im Verzug“ mit einer vorläufigen Anordnung geben.
Nicht eine Terminierung 2 Tage später.
Ohne Worte 😞

Ela Gatto
Ela Gatto
8 Stunden zuvor

Trump bedient sich seit dem ersten Tag der 2. Amtszeit seiner Präsiddntschaft an Geldern.

Er nutzt das Amt für viele private Deals.

Darauf angesprochen weiß er von nichts.
Er „weiß offensichtlich von vielen Dingen nichts“.🤔

Das rückt für mich den Fokus auf seine geistliche Gesundheit 🤣
Wer so wenig Überblick hat, ist wohl sehr ungeeignet für den Posten.

Ela Gatto
Ela Gatto
8 Stunden zuvor

Eine sehr mutige Richterin die die Abschiebung der Haitianer erstmal gestoppt hat.

Auch wenn alle wissen, dass es nur ein Aufschub ist.

Die Abschiebemaschinerie rollt weiter.
ICE macht weiter Razzien, setzt Menschen und auch Kinder fest.
In der Regel ihne gesetzliche Grundlage.

Ela Gatto
Ela Gatto
8 Stunden zuvor

Die Clowns in der Kirche, sehr lustig. 🤣
Eine witzge Tradition.

Ich oute mich mal: Ich habe schon als Kind keine Clowns gemocht.

Ela Gatto
Ela Gatto
8 Stunden zuvor

Hegseth bekommt schon bei diesen Drohungen gegen andere Länder feuchte Träume.

Er will endlich einen „richtigen“ Krieg, wo er sich austoben kann.

Bis dahin muss er sich mit den Drohungen begnügen.
In Gedanken hat er aber wahrscheinlich ganz Tehran platt gebombt 🙈😞

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