In Palm Beach County hat man nun endgültig Ordnung geschaffen: Ein Abschnitt des Southern Boulevard trägt ab sofort den Namen des Präsidenten. Genau jener Abschnitt, der vom Flughafen direkt zu Trumps Anwesen Mar-a-Lago führt. Der Weg nach Hause, nun auch offiziell beschildert. Passender kann man die Vorstellung von eigener Bedeutung in der Welt kaum markieren.
Trump zeigte sich bei der Zeremonie im Ballsaal seines Clubs sichtlich gerührt. Es sei eine „sehr wichtige Strecke“, sagte er, genutzt von vielen Menschen – wichtigen und weniger wichtigen, wobei ihm das, wie er betonte, letztlich egal sei. Entscheidend ist offenbar etwas anderes: dass sie alle über seinen Namen fahren. Besonders stolz machte ihn das Straßenschild selbst. Nachts beleuchtet, gut sichtbar, „Donald J. Trump Boulevard“. Wer das sehe, werde erfüllt sein von Stolz, erklärte der Präsident. Nicht auf ihn, selbstverständlich nicht. Sondern auf das Land. Dass diese beiden Dinge in seiner Welt kaum zu trennen sind, blieb unausgesprochen.
Der neue Boulevard ist weniger Infrastruktur als Denkmal. Kein historisches Erbe, kein nationales Ereignis, sondern eine Ehrung auf Zuruf – vom Flughafen direkt zur eigenen Haustür. Größenwahn muss nicht laut sein. Manchmal reicht ein Straßenschild.
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