Fünfmal entzogen, nie gedient — jetzt will Trump die Medal of Honor und schickt andere in den Krieg

VonRainer Hofmann

April 12, 2026

Es gibt eine bestimmte Art von Mensch, der andere in die Pflicht nimmt, die er selbst nie erfüllt hat. Man nennt das nicht Heuchelei — das Wort ist zu klein. Es ist eher eine Weltanschauung: dass Regeln für jene gelten, die keine Möglichkeit haben, sich ihnen zu entziehen.

Donald Trump wurde während des Vietnamkriegs fünfmal vom Wehrdienst zurückgestellt. Viermal als Student, einmal wegen eines Fersensporns — einer Erkrankung, die Millionen Menschen haben, ohne je einen Arzt aufzusuchen. Andere seines Jahrgangs gingen. Manche kamen nicht zurück. Trump ging zur New York Military Academy, einer Privatschule mit militärischem Dresscode. Das ist nicht dasselbe. Das weiß er. Das wissen wir alle.

Jetzt unterschreibt er eine Regelung, die achtzehnjährige Männer automatisch für den Militärdienst erfassen soll. Nicht mehr die eigene Entscheidung, nicht mehr die Hand, die sich selbst meldet — sondern staatliche Datenbanken, die Namen übertragen, bevor der junge Mensch überhaupt weiß, dass er gefragt werden könnte. Die Pflicht existierte schon. Neu ist, dass sie nun keine Lücke mehr lässt. Keine Ausweichbewegung. Kein Fersensporn.

Und als wäre das nicht genug, denkt Trump darüber nach, sich selbst mit der Medal of Honor auszuzeichnen. Der höchsten militärischen Ehrung der Vereinigten Staaten. Mehr als 3.500 Menschen haben sie seit 1861 erhalten — alle im aktiven Dienst, alle unter Einsatz ihres Lebens, keiner ohne militärischen Hintergrund. Trump hat keinen.

Ich sitze mit diesem Gedanken und weiß nicht, ob ich lachen oder schweigen soll. Vielleicht ist das die eigentliche Frage: Was sagt es über eine Gesellschaft, wenn sie einen solchen Moment nicht mehr als Skandal empfindet, sondern als Nachricht unter anderen?

Die Vereinigten Staaten führen Krieg. Trump hat Operationen gegen Iran ausgeweitet, Venezuela angegriffen, Drohungen gegen Mexiko, Kolumbien, Kuba, Panama und Grönland in die Welt gesetzt. Veteranen hat er intern als Verlierer bezeichnet. Und nun sollen Achtzehnjährige automatisch erfasst werden — von einem Mann, der selbst nie stand, wo er andere jetzt hinschickt, und der sich dafür die höchste Auszeichnung des Landes verleihen möchte.

Vielleicht ist das die vollständige Definition von Macht: nicht nur zu entscheiden, wer geht — sondern auch selbst zu bestimmen, wer ein Held war.

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Mosu
Mosu
1 Stunde vor

Wie armselig muss dieser Mensch sein und seine ganze Entourage, können die überhaupt noch in den Spiegel schauen 😖

Lea
Lea
1 Stunde vor

Dieser Mann ist eine einzige Katastrophe!

Anja Blum
Anja Blum
1 Stunde vor

Ein Fausthieb ins Geschichte, einen Tritt ins Kreuz und eine Beschämung sondergleichen für jeden verdienten Soldaten. Nicht daß ich fassungslos wäre, dieses Tier bringt mich zum würgen! Wohin bewegt sich Amerika, wenn der Bürger und die Entscheidungsträger stumm bleiben, angesichts dieser Blasphemie?

Ela Gatto
54 Minuten vor

Mister Bone spurs will die Medal of Honor.
Selbst verliehen versteht sich.
Er will sie, er bekommt sie (wahrscheinlich)

Jeder Veteran sollte Angesichts dieser Blasphemie auf die Barrikaden gehen und ihm ihre Medallion vor die Füße werfen.

Ein Mann, der sich feige dem Vietnamkrieg entzog (dank des Geldes seines Vaters) will sich die Medal of honor verleihen… interessant wird da die Begründung aufgrund welcher Verdienste 🙈

Barron Trump sollte schon mal seine Tasche packen… oder hat er dann auch einen Fersensporn?
Auch seine beiden anderen Söhne sind perfekt geeignet.
Einer tönt doch immer, wie toll Waffen sind….

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