Recherchen zeigen: Die verschwundene Spur – Wie Aktenzeichen, Schwärzungen und ein alter Deal viele Fragen zu Trump und Epstein aufwerfen

VonRainer Hofmann

Februar 16, 2026

In unseren Recherchen stießen wir in dem umfangreichen Datenbestand aus Tausenden von Seiten auf ein Aktenzeichen, das mehr erzählt als jede Pressekonferenz: 31E-HQ-C1461253. Wer sich durch die Dateien mit den Kennungen EFTA01683870 und EFTA01246277 arbeitet, stößt auf eine interne FBI-Abfrage, in der wörtlich vermerkt ist, man habe nach Fällen gesucht, die „Jeffrey E. Epstein und Donald J. Trump bezüglich der Ausbeutung Minderjähriger“ betreffen. Nicht „oder“, sondern „und“. Diese Formulierung fällt auf, denn Ermittlungsbehörden wählen ihre Worte in internen Abfragen in der Regel präzise.

https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01683870.pdf + https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA01246277.pdf

Bei unseren Recherchen stiessen wir in den Datensätzen auf zwei Versionen desselben Dokuments: EFTA01683870 und EFTA00129126. Die fortlaufende PDF-Nummerierung legt nahe, dass beide Dateien im internen System 1.257.744 Dokumente auseinander erfasst wurden. Die beiden Versionen desselben Dokuments weisen unterschiedliche Redaktionsmuster auf. Das spricht dafür, dass sie in unterschiedlichen Abschnitten oder Zeitpunkten des Archivsystems eingescannt und indexiert wurden.

https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01683870.pdf + https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA00129126.pdf

Beide Dokumente betreffen eine FBI-Abfrage im Sentinel-System im Zusammenhang mit einer 2016 eingegangenen Anzeige. Auf Seite 3 von EFTA01683870 findet sich wörtlich der Vermerk: „Sentinel query for cases involving Jeffrey E Epstein and Donald J Trump regarding exploitation of minors produced case no.: 31E-HQ-C1461253.“ Die Formulierung verwendet ausdrücklich „and“ und benennt beide Personen in Bezug auf denselben Tatkomplex.

Hier werfen unsere Recherchen zwei forensische Fragen auf: 1. Wenn der Fall geschlossen war – warum existierte er 2016 noch als aktives Match im Sentinel-System? 2. Wurde dieser HQ-Fall nach 2007 offiziell geschlossen – oder lief er intern weiter?

https://www.justice.gov/epstein und dann im Suchfeld 31E-HQ-C1461253 eingeben.

Im Rahmen der Bearbeitung der neuen Anzeige prüfte das FBI, ob ein identischer oder vergleichbarer Sachverhalt bereits unter einer bestehenden Fallnummer geführt wurde. Die Abfrage ergab ein vorhandenes Verfahren unter der Nummer 31E-HQ-C1461253. Die neue Anzeige wurde diesem bestehenden Verfahren zugeordnet, nicht als eigenständiger Fall angelegt. Auffällig ist, dass sich die Schwärzungen der Fallnummer zwischen EFTA01683870 und EFTA00129126 unterscheiden. In einer Version ist die Nummer vollständig sichtbar, in der anderen teilweise oder anders redigiert. Das deutet darauf hin, dass die Schwärzungsprozesse nicht konsistent angewendet wurden.

Hinzu kommt ein dokumentierter OCR-Fehler in EFTA01246277. Dort wurde die Fallnummer visuell als „31E-HQ-C1461253“ dargestellt, im maschinell auslesbaren Text jedoch als „31E-HO-C1461258“ hinterlegt. Da Such- und Schwärzungsprozesse bei digitalisierten Akten regelmäßig auf der OCR-Ebene erfolgen, kann eine fehlerhafte Texterkennung dazu führen, dass Dokumente bei Redaktionsläufen nicht korrekt erfasst oder nicht vollständig geschwärzt werden. Die Kombination aus zwei systemisch weit auseinanderliegenden Dokumentversionen, abweichenden Schwärzungen derselben Fallnummer und einem nachweisbaren OCR-Fehler stellt eine dokumentierte Inkonsistenz in der Aktenführung dar. Weitere Bewertungen ergeben sich erst aus der Gesamtschau der übrigen Unterlagen.

Die Recherche führt zurück ins Jahr 2016. Damals dokumentierte das FBI eine neue Aussage einer Frau, die angab, 1994 im Alter von 13 Jahren von Donald Trump und Jeffrey Epstein sexuell missbraucht worden zu sein. Bei der internen Prüfung suchte die Behörde im Sentinel-System nach bestehenden Verfahren mit vergleichbarem Inhalt, um zu klären, ob ein neues Aktenzeichen vergeben oder ein vorhandenes Verfahren ergänzt werden müsse. Das Ergebnis war ein bereits existierendes Verfahren mit exakt diesem Bezug. Die neue Aussage wurde diesem bestehenden Aktenzeichen 31E-HQ-C1461253 zugeordnet.

Dieses Aktenzeichen taucht auch in einem FBI-Bericht aus dem Jahr 2007 auf, der für eine Grand Jury erstellt wurde. Dort wird der Nichtverfolgungsvertrag beschrieben, den der damalige U.S. Attorney für den Southern District of Florida mit Epstein schloss. Der Deal sah vor, dass Epstein sich schuldig bekennt, eine Haftstrafe von 18 Monaten verbüßt, ein Jahr unter Aufsicht steht und sich als Sexualstraftäter registrieren lässt. In der später öffentlich bekannten Fassung der Anklage erscheint im Wesentlichen Epstein als Angeklagter.

Die vorliegenden FBI-Unterlagen vom 28. November 2007 zeigen, wie weit die Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein damals bereits gediehen waren – und wie sie zugleich politisch eingehegt wurden. Das Dokument ist als „Grand Jury Material“ gekennzeichnet und bezieht sich ausdrücklich auf das im Oktober 2007 geschlossene Non-Prosecution Agreement zwischen dem U.S. Attorney für den Southern District of Florida und Epsteins Verteidigern. Darin wird festgehalten, dass Epstein sich zu einem Anklagepunkt der „solicitation of prostitution“ schuldig bekennen sollte. Vorgesehen waren 18 Monate Haft in einem Staatsgefängnis, ein Jahr Bewährungsaufsicht sowie die lebenslange Registrierung als Sexualstraftäter. Weitere mögliche Straftatbestände oder Beteiligte werden in der öffentlich zugänglichen Fassung nicht weiter ausgeführt – zahlreiche Passagen sind geschwärzt. Gleichzeitig dokumentieren die Akten detaillierte Telefonanalysen, Zeugenaussagen und Hinweise auf minderjährige Opfer sowie auf weitere Personen aus Epsteins Umfeld. Die Unterlagen vermitteln damit ein Bild umfangreicher Ermittlungen – und eines Deals, der das Verfahren auf einen einzigen Anklagepunkt reduzierte.

https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA01246277.pdf

Im Grand-Jury-Bericht vom 28. November 2007 wird jedoch Ghislaine Maxwell namentlich als Mitbeschuldigte in einem Verfahren wegen sexuellen Menschenhandels mit Minderjährigen aufgeführt. Zwei weitere Namen sind geschwärzt. Das steht im Spannungsverhältnis zu einer Erklärung des US-Justizministeriums aus dem Jahr 2025 vor dem Supreme Court, wonach die Regierung zum Zeitpunkt des Non-Prosecution Agreement keine Kenntnis von Maxwells Rolle gehabt habe. Die Akten zeigen jedenfalls, dass ihr Name einen Monat nach Unterzeichnung des Deals in einem FBI-Dokument als Verfahrensbeteiligte geführt wurde.

Auffällig sind auch technische Details. In einer Version eines Dokuments wurde das Aktenzeichen durch automatische Texterkennung fehlerhaft erfasst. Aus „31E-HQ-C1461253“ wurde im OCR-Text „31E-HO-C1461258“. Da Such- und Schwärzungsprozesse auf korrekter maschineller Erkennung beruhen, kann eine fehlerhafte OCR dazu führen, dass bestimmte Stellen bei der Schwärzung übersehen oder inkonsistent behandelt werden. Tatsächlich unterscheiden sich die Schwärzungen des Aktenzeichens zwischen verschiedenen Dokumentversionen.

https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01660193.pdf

Ein weiteres Dokument, EFTA01660193, verwendet das alternative Aktenzeichen 31E-MM-108062, das ebenfalls mit dem 2006–2008-Verfahren in Verbindung steht. Die Schwärzungen wirken dort technisch anders als in späteren Veröffentlichungen; große Textpassagen sind durch weiße Kästen mit schwarzem Rand abgedeckt. Unter Epsteins Namen ist eine weitere Person aufgeführt, deren Name vollständig geschwärzt ist. Dieser Name findet sich in der späteren öffentlichen Anklage nicht wieder.

Der Nichtverfolgungsvertrag enthält eine Passage, in der das Justizministerium zusichert, keine Anklagen gegen „potenzielle Mitverschwörer“ zu erheben. Öffentlich bekannt wurden damals nur die Namen Sarah Kellen, Adriana Ross, Lesley Groff und Nadia Marcinkova. Maxwell tauchte im endgültigen Florida-Verfahren nicht mehr auf – obwohl sie in internen FBI-Unterlagen als Mitbeschuldigte geführt wurde. 2019 meldete sich ein ehemaliger DOJ-Beamter, Harold Webb, mit einem Schreiben zu Wort. Er schilderte, dass nicht allein der damalige Staatsanwalt Alexander Acosta, sondern „Main Justice“ in Washington den Deal maßgeblich gesteuert habe. Webb kam zu dem Schluss, das Justizministerium habe in einem ungewöhnlichen Schritt die Kontrolle übernommen, um das Verfahren in eine bestimmte Richtung zu lenken. Er spekulierte, angesichts der Tragweite könne auch das Weiße Haus eingebunden gewesen sein. Diese Bewertung ist eine persönliche Einschätzung – aber sie stammt aus dem Inneren des Systems.

In dem Schreiben von Harold Webb an die US-Staatsanwaltschaft des Southern District of New York vom 18. Dezember 2020 befindet sich ein handschriftlicher Vermerk mit genau dieser Formulierung: „Für die Akte … Hilfreicher Hinweis darauf, dass Epsteins Nichtverfolgungsvereinbarung (NPA) vom Justizministerium ausgehandelt wurde – was seit 2019 von den Medien ‚verschleiert‘ worden ist.“

Der interne Hinweis stellt klar, dass die Nichtverfolgungsvereinbarung nicht allein auf Ebene der zuständigen Staatsanwaltschaft in Florida zustande kam, sondern vom Justizministerium in Washington verhandelt wurde. Zugleich wird ausdrücklich festgehalten, dass diese Rolle des DOJ in der öffentlichen Darstellung seit 2019 nicht transparent wiedergegeben worden sei.

Seit 2006 haben vier Präsidentschaften den Epstein-Komplex gestreift: Unter George W. Bush begann das Verfahren in Florida. 2016 erhielt das FBI während der Obama-Regierung neue Hinweise. 2020 wurde Maxwell im Southern District of New York angeklagt; kurz zuvor war der dortige U.S. Attorney Geoffrey Berman entlassen worden. 2021 wurde Maxwell unter Präsident Biden verurteilt. Heute, in Trumps zweiter Amtszeit, tobt ein politischer Kampf um die vollständige Freigabe der Akten. Laut Aussage von Pam Bondi habe der Präsident sich auf Exekutivprivileg berufen.

All das beweist keine strafrechtliche Schuld Trumps. Was die Dokumente jedoch zeigen, ist ein Netz aus widersprüchlichen Aussagen, verschwundenen Namen, technisch fehlerhaften Schwärzungen und politischen Eingriffen, die über Jahre hinweg nie vollständig aufgeklärt wurden. Wenn ein Aktenzeichen sowohl in einem Grand-Jury-Bericht als auch in einer späteren Anzeige mit Bezug auf dieselben Personen auftaucht, dann ist das kein Randdetail. Es ist ein Hinweis darauf, dass die Geschichte größer ist als das, was öffentlich verhandelt wurde.

Ob Donald Trump strafrechtlich verantwortlich ist, kann nur ein Gericht entscheiden. Bis heute gibt es keine rechtskräftige Verurteilung gegen ihn im Zusammenhang mit Epstein. Aber die Frage – und das zeigen die Recherchen der letzten Tage, in denen wir rund 12.000 Seiten analysiert und mit unseren Unterlagen abgeglichen haben –, warum bestimmte Mitbeteiligte aus Dokumenten verschwanden, warum interne Kenntnisstände und spätere Erklärungen nicht zusammenpassen und warum Schwärzungen so uneinheitlich ausfallen, bleibt nicht nur bestehen, sondern zeigt sehr deutlich, dass bestimmte Informationen nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen.

Korruption zeigt sich selten in einem einzigen Beweisstück. Sie zeigt sich in Mustern. In Aktenzeichen, die zweimal auftauchen. In Namen, die erst genannt und dann gelöscht werden. In Deals, die ungewöhnlich großzügig ausfallen. Wer Transparenz verspricht, muss vollständige Transparenz liefern. Solange zentrale Dokumente nur fragmentarisch sichtbar sind, bleibt die Geschichte unvollständig. Und genau das ist der eigentliche Skandal.

Unsere Recherchen werden unbeirrt weitergehen. In diesem Fall ist Augenschließen nicht angesagt. Familien, die weiterhin ihre Töchter suchen, haben ein Recht zu erfahren, was aus ihren Kindern geworden ist. Opfer haben mehr als nur einen Anspruch auf Gerechtigkeit. Die Dimensionen dieses Falls gehen weit über die USA hinaus, und wer denkt, dass das alles nur Vergangenheit war, der täuscht sich sehr.

Fortsetzung folgt …

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Sonja Gang
Sonja Gang
10 Stunden zuvor

Je mehr man über diese Akten zu lesen bekommt, desto mysteriöser wird es.

Enttäuschend, dass so viele Präsidenten nicht auf vollständige Aufklärung bestanden.
Was muss dahinter stehen, wenn man den Schutz von Kindern weniger wichtiger wiegt als den der Täter?

Auch die Tatsache, dass sich Epstein als Täter, bei diesen Deal wohl fast „freiwillig“ verurteilen ließ, um andere zu schützen, spricht Bände!

Hört man auf die Stimmen der missbrauchten Mädchen, dann weiß man allerdings wer noch mit drin hängt.
Da wird Trump klar und deutlich benannt.

Auch die Rolle des FBIs ist schändlich!
Unter Trump ist das FBI eh nur noch ein Witz.

Dieses Verschleiern macht nichts besser.
Im Zweifel geht es gar nicht „nur“ um Missbrauch, sondern um noch viel perversere Machenschaften.
z.B. Snuff Filme gibt es schließlich weil es dafür Kunden gibt …..
Nun stelle man sich vor, wie Personen von Rang und Namen an solchen Filmen mitwirkten. Das wäre mehr als „nur“ ein Skandal…..

Ich hatte vor Jahren mal eine Aussage eines dieser missbrauchten Mädchen im Netz gelesen.
Sie schilderte wie verschworen diese Gesellschaft war und das es durchaus zu Tötungen kam. Dazu gab es im Keller wohl einen Metzgertisch. Sie beschrieb alles sehr genau. Hier sollen Mädchen die ungehorsam waren, zu alt wurden oder wenn jemand Gefallen am Töten hat, ermordet worden sein.
Sie erzählte, dass auch Abtrünnige dieser „Elite“, also die, die aussagen wollten, hier getötet wurden.
Schade, dass ich diesen Bericht nicht abgespeichert habe – mir auch nicht gemerkt habe wer es veröffentlichte…. wobei ich Bild und Co nicht lese!
Heute finde ich den Beitrag nicht mehr… Vielleicht such ihr mal und werdet fündig?
Damals ging ich davon aus, dass nach diesem Bericht eine Lawine ins Rollen kommt.

Wie auch immer, die Tragweite Epstein wird ein riesiger Sumpf sein.

Lili Fullerton-Schnell
Lili Fullerton-Schnell
3 Stunden zuvor
Antwort auf  Sonja Gang

Danke für die Infos. Mich interessiert derzeit vorrangig, was mit den Mädchen passiert ist, welche Schrecklichkeiten sie erdulden mussten. Habe nur eine Nachricht dazu aus dem Politik-Teil der „Zeit“, 12. 2. 26. Wenn dazu viel bekannt würde, dann gäbe es endlich breitenwirksam gr. Aufschreie.

Sonja Gang
Sonja Gang
47 Minuten zuvor
Antwort auf  Rainer Hofmann

Betroffene gibt es ja noch reichlich.
Augenzeugen von „Besuchern“, Dienstpersonal, eventuell Ärzte, ehemalige Ermittler etc. muss es auch noch geben.
Vielleicht haben die Frauen noch Kleidung/ „Andenken“, Geschenke von damals… Heute kann man daran immer noch DNA sichern.

Werden die Mädchen/ Frauen befragt?
Wäre das ein Anfangsfaden?

Was sagen Bush und Obama zum Fall Epstein?
Sie müssen sich doch erklären, warum sie hier nichts in die Wege geleitet haben.

Gibt es so was wie eine Arbeitsgruppe Epstein?
Es ist ja unsinnig, zu kostenintensiv, zu zeitintensiv, wenn „jedes“ Journal im Alleingang sucht.

Da ich selbst Betroffene bin – und meine Anzeigen alle im Sande verliefen, weiß ich wie sehr wir Opfer auch im Nachgang noch verleumdet werden, mit Dreck beschmissen werden.
Ich weiß aus eigener Erfahrung wie viele Zeugen es gibt – wo sich die Polizei / Staatsanwaltschaft aber nicht mal die Mühe machte die benannten Zeugen zu befragen. Der Grund ist immer der Selbe! Den Opfern wird nicht geglaubt.
Ich weiß wie sehr die Täter ihr Netz aufbauen… Meine Mutter sagte zu mir: “ Du kannst hingehen wohin Du willst, Dir wird niemand glauben, dafür habe ich vorgebaut!

Meine Mutter verbreitete die Lüge, dass ich geistig nicht auf der Höhe bin und darum Geschichten erfinde – das gehört zum Krankheitsbild.
Völler Empörung kamen dann Rückmeldungen, dass meine Mutter Recht hatte, mit ihrer Warnung.
Dann kam meine Mutter zu mir und verhöhnte mich auch noch!
Ich lernte dazu – und sagte niemandem mehr etwas von meinem Leid.
Wie sehr hätte ich mir einen netten Journalisten gewünscht, der mich befragt hätte! Alles was ich mir wünschte war, dass meine kleine Stadt erfährt was mir meine Eltern antun! Das sie vor Gericht landen und all den Hohn ernten der über mich ausgegossen wurde.

Die Beweisbarkeit ist ein hohes Gut.
Nur, bei solchen Taten, geschickt eingefädelt, ist das so einen Sache mit der Beweisbarkeit.
Im Fall Epstein wird es Beweise geben, weil es hier viele Kinder ( heute Frauen) betraf.Es werden Muster sichtbar – alles was bei einem Einzeltäter viel schlechter zu beweisen ist.
Organisiertes Verbrechen,in diesem Ausmaß, muss zwangsläufig Spuren hinterlassen.

Carolina
Carolina
7 Stunden zuvor

Ich wundere mich, dass nicht einer der an der „Aufklärung“ beteiligten, das kotzen bekommt und Trump weiterhin loyal dient. Denen ist der Schutz von all den Opfern scheiß egal.

Sonja Gang
Sonja Gang
6 Stunden zuvor
Antwort auf  Carolina

Genau das stützt meinen Verdacht, dass es hier um mehr geht!

Was würde die Männer/ Frauen bei einem Missbrauch denn real erwarten?
Sexueller Missbrauch wird in der Regel recht lasch bestraft – 3-4 Jahre. Oft genuf sogar aus Bewährung.
Ich staune immer wieder, wie lasch sogar schwerer und langjähriger Missbrauch verurteilt wird.

Bei Epsteins Klienten sprechen wir von sehr reichen und einflussreichen Männern – die kaufen sich eh frei.
Außer dem Verlust von Ansehen , ein „paar“ Geldscheinen und eventuell einer kleinen Strafe erwartet solche Täter oft wenig.
Die Krux ( weiß ich aus eigener Erfahrung, denn auch ich kann mich zu diesen missbrauchten Kindern zählen) ist, dass Opfer beweisen müssen was man mit ihnen machte. Welches Kind kann so was beweisen?

Die Welt vergisst schnell.
Was heute eine Skandal ist, ist morgen bereits wieder vergessen.
Auch das wissen die Täter –
es gab Zeiten, da reichte schon eine Gerücht aus um Politiker zu stürzen.
Trump ist ein verurteilter Sexualtäter – er wurde wegen einer Vergewaltigung einer erwachsenen Frau angeklagt und verurteilt – Hat es ihm geschadet?

Also, wegen sexuellen Missbrauch würden so viele Menschen nicht schweigen, von diesen Weichspüldeal mal ganz abgesehen.

Es ist schon allerhand, dass man für bandenmäßigen Missbrauch = schwere kriminelle Handlungen, einen Deal aushandelt, der nur einen Täter obligatorisch verurteilt – und Mittäter und Mitwisser unbehelligt laufen lässt.

Gucken wir mal kurz in die Vergangenheit – Stichwort Nixen – selbst hier wurde aufgeräumt und alles veröffentlicht- in deutlich kürzerer Zeit.

Das nährt den Verdacht, dass es bei Epstein um viel, viel mehr gehen muss.
Hier muss man der Spur des Geldes folgen.
***** Ganz vorne steht: Woher hatte Epstein das viele Geld um so ein Netz auf dieser einsamen Insel aufzubauen?
Aus eigener Leistung hat er es zumindest nicht geschafft.
Was ich auch auffällig finde: Man hört von Männern wie Gates, Andrew aus England, Clinton, von Politikern aus Norwegen usw., ich lese aber nichts von russischen Oligarchen o.ä.????????

Ja, das stimmt. Jeffrey Epstein arbeitete von 1974 bis 1976 als Lehrer für Mathematik und Physik an der renommierten Dalton School in Manhattan, New York. 

******* Hier sind einige Details zu dieser Phase:

  • Ohne Abschluss: Er wurde im Alter von 21 Jahren von Schulleiter Donald Barr eingestellt, obwohl er selbst keinen Universitätsabschluss besaß.
  • Auffälliges Verhalten: Ehemalige Schüler erinnerten sich an ihn als charismatisch, aber auch als „schmierig“; er soll bereits damals eine unangemessene Aufmerksamkeit gegenüber Schülerinnen gezeigt haben.
  • Karrieresprung: Über die Kontakte zu den wohlhabenden Eltern seiner Schüler (insbesondere Alan Greenberg von Bear Stearns) gelang ihm 1976 der Wechsel in die Finanzwelt. 

Er wurde schließlich wegen mangelhafter Leistungen entlassen, was den Startpunkt für seinen Aufstieg zum Investmentbanker markierte. 

Ela Gatto
Ela Gatto
1 Stunde zuvor
Antwort auf  Sonja Gang

So lange in diversen US-Staaten Eheschließungen mit unter 18 jährigen, unter 16 jährigen und sogar unter 14 jährigen legal sind, muss man sich nicht wundern, warum Missbrauch oft sehr lasch bestraft wird

Sonja Gang
Sonja Gang
6 Stunden zuvor

Epstein war Matheleher woher bekam er das viele Geld?

Übersicht mit KI

Jeffrey Epstein gelang der Aufstieg vom Lehrer zum Multimillionär durch ein Netzwerk aus einflussreichen Kontakten, geschicktes Networking und fragwürdige Finanzgeschäfte. Obwohl er nie einen Hochschulabschluss machte, unterrichtete er Anfang der 1970er Jahre Mathematik und Physik an der elitären Dalton School in New York. 

Hier sind die Hauptquellen seines Reichtums:

  • Beziehungen durch Nachhilfe: An der Dalton School unterrichtete er Kinder von Wall-Street-Größen. Dies verschaffte ihm Zugang zur Elite. Auf Empfehlung eines Elternteils erhielt er einen Job bei der Investmentbank Bear Stearns, wo er zum Partner aufstieg.
  • Verwaltung von Vermögen (Wexner-Verbindung): Epstein gründete seine eigene Firma und spezialisierte sich darauf, Steuern und Vermögen für Superreiche zu verwalten. Sein wichtigster Kunde war Leslie Wexner, der Gründer von L Brands (u.a. Victoria’s Secret). Epstein erhielt umfassende Vollmachten über Wexners Vermögen und steuerte dessen Finanzen über ein Jahrzehnt.
  • „Finanz-Berater“ der Elite: Er positionierte sich als diskreter Vermögensverwalter für Milliardäre (wie Leon Black) und bot Dienstleistungen im Bereich Steuervermeidung und Nachlassplanung an.
  • Fragwürdige Geschäfte & Betrugsvorwürfe: Spätere Untersuchungen und Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass Epstein seinen Reichtum teilweise durch Scams, Täuschung und den Missbrauch von Vollmachten bei Kunden wie Wexner aufbaute.
  • Steuervorteile: Durch spezielle Finanzkonstrukte auf den Amerikanischen Jungferninseln, wo er ein Anwesen besaß, profitierte er von massiven Steuervorteilen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Epstein von einem „Mathelehrer“ zu einem „Finanzierer“ wurde, indem er Verbindungen zu sehr wohlhabenden Menschen nutzte, um sich deren Vertrauen – und letztlich deren Geld – zu sichern. 

Patricia
Patricia
6 Stunden zuvor

Letztlich erscheint mir der eigentliche Skandal ein System, das vorgibt, ein Rechtsstaat zu sein und sich gleichzeitig nicht dem Recht verpflichtet fühlt. Sondern den Machthabern, Mächtigen und dem allmächtigen Gott: Geld. Was darunter sichtbar wird ist ein wabernder Sumpf, an dem alle irgendwie beteiligt sind: Politik, Justiz, Geheimdienst. Das gilt ebenso für das Verhalten der gegenwärtigen US-Regierung.Eine kriminelle Parallelwelt aus Seilschaften, die um nichts besser ist als die Drogenkartelle. Wieviel sexuelle und moralische Perversion steckt hinter dieser im großen Maßstab gelebten Pädophilie und dem Kinderhandel zu Missbrauchszwecken. Wieviel verdunkelte Kriminalität und Korruption kursiert unter den Mächtigen dieser Welt, die das Schicksal von Millionen Menschen bestimmen? Offenbar gibt es eine Art Unrechtsbewusstsein unter ihnen, sonst würde nicht so eine Panik vor der Veröffentlichung der Akten herrschen. Das heißt, die Taten werden im vollen Bewusstsein ihrer Kriminalität und bei voller Schuldfähigkeit begangen. Juristisch also voll schuldfähig.

Natürlich sind nicht alle so, möchte man vage hoffen und wie ein Mantra aufsagen. Aber es entwirft ein unendlich trostloses Bild. Was freilich nicht wirklich neu ist, nur aktualisiert. Aber es wird einem selten mit einer solchen Wucht vor Augen geführt. Mit welcher Berechtigung werden vor diesem Hintergrund andere für wesentlich geringere Vergehen hart bestraft? Niemand, der auch nur ansatzweise die Bestrafung be- oder verhindert, darf sich anmaßen, Recht über andere zu sprechen. Diese Dokumente haben eine unfassbare Dimension, nicht nur politisch, sondern vor allem auch moralisch. Man kann sich unschwer die Gesellschaft vorstellen, die einen Gott brauchte, um zehn moralische Gebote aufzustellen, die eigentlich selbstverständlich sind. Deus pecuniae ist dafür untauglich.

Tretet bitte weiter in die Fußstapfen von Bob Woodward und Carl Bernstein. Obwohl Watergate dagegen fast amateurhaft wirkt.

Ela Gatto
Ela Gatto
1 Stunde zuvor

Epstein schwebt wie ein böser Geist über den Beteiligten.

Maxwell will sich ja auf den damaligen Florida-Deal berufen.
Obwohl sie in dem Verfahren nicht aufgeführt wurde.

2006 begann das Verfahren, unter George W. Bush Jr.,in Florida.
Es kam zu einem Deal und einer Verurteilung mit einer lächerlich kurzen Haftstrafe.

2016, kurz vor Ende von Obamas Amtszeit, kamen neue Hinweise auf, die das FBI untersuchte.

Während Trumps 1. Amtszeit tat sich in Bezug auf Aufklärung nicht sehr viel.

Maxwell wurde dann während Bidens Amtszeit verurteilt.

In Trumps 2. Amtszeit bekam Maxwell eine Verlegung und ständigen Freigang.
Die Veröffentlichung der Akten wird trotz richterlicher Anordnung verschleppt.

Namen sind inconsistent geschwärzt.

Opfer werden nicht gehört.

Danke, dass Ihr dran bleibt und versucht den Opfern zu Gerechtigkeit zu verhelfen.

Epstein wird boch einige Jahre ein präsentes und brisantes Thema bleiben.

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