Tausende gehen in New York für Alex Jeffrey Pretti auf die Straße!
In New York haben sich Tausende Menschen versammelt, um gegen die Erschießung von Alex Jeffrey Pretti durch Bundesbeamte zu protestieren. Die Demonstration zog durch mehrere Stadtteile und richtete sich direkt gegen den Einsatz von ICE und die Ausweitung föderaler Gewalt im Inneren. Plakate erinnerten an Pretti, einen 37-jährigen Krankenpfleger aus Minneapolis, der bei einem Einsatz erschossen wurde, obwohl Videoaufnahmen zeigen, dass er ein Mobiltelefon in der Hand hielt. Viele Teilnehmer sprachen von einem Wendepunkt, an dem sich Angst und Wut miteinander vermischen. Die Rufe richteten sich nicht nur gegen einzelne Beamte, sondern gegen eine Politik, die immer häufiger auf bewaffnete Präsenz setzt. In Redebeiträgen wurde die fehlende Aufklärung kritisiert und eine unabhängige Untersuchung gefordert. Die Stimmung war angespannt, aber geschlossen. Immer wieder wurde betont, dass es nicht um Einzelfälle gehe, sondern um ein System, das eskaliert. New York reiht sich damit in eine wachsende Liste von Städten ein, in denen Menschen öffentlich widersprechen. Der Tod von Alex Jeffrey Pretti wirkt weit über Minneapolis hinaus.
Stimmen aus der NBA – Schweigen ist keine Option mehr

Nach einer weiteren tödlichen Schussabgabe in Minneapolis erklärt die Spielergewerkschaft der nordamerikanischen Basketballprofis, dass Schweigen keine Option mehr ist. Die Stadt steht seit Jahren im Zentrum des Kampfes gegen Ungerechtigkeit, und genau dort wurde erneut ein Mensch getötet. Die Spieler machen deutlich, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt werden muss, gerade jetzt, und dass Solidarität mit den Menschen in Minnesota nötig ist, die protestieren und dabei reale Risiken eingehen, um Gerechtigkeit einzufordern. Die Gemeinschaft der NBA-Spieler sei, so heißt es in der Erklärung, wie die Vereinigten Staaten selbst von Menschen aus aller Welt geprägt. Diese Vielfalt sei eine Stärke und kein Makel. Man werde nicht zulassen, dass gezielte Spaltung bürgerliche Freiheiten untergräbt, die eigentlich alle schützen sollen, unabhängig von Herkunft oder Status.
In dem Statement spricht die Spielergewerkschaft den Familien von Alex Pretti und Renee Good ihr tiefes Mitgefühl aus. Zugleich betont sie, dass der Fokus nicht allein auf Trauer liegen dürfe. Entscheidend sei die Sicherheit und das Wohlergehen aller Mitglieder der Gemeinschaft, gerade in einer Zeit, in der staatliche Gewalt immer sichtbarer werde. Dass sich Profisportler geschlossen äußern, ist kein beiläufiger Akt. Es ist eine klare Grenzziehung. Wenn selbst der Sport nicht mehr schweigt, zeigt das, wie tief diese Gewalt bereits in den öffentlichen Raum eingedrungen ist.
Bovino erklärt Kritik zur Mitschuld

Gregory Bovino hat es selbst gesagt. Der hoch umstrittene Leiter der regionalen Grenzschutzbehörde behauptet, Alex Jeffrey Pretti sei gestorben, weil er Politikern und Journalisten geglaubt habe, die ICE nach der Tötung von Renée Good kritisierten. Nicht der Einsatz, nicht die Entscheidungen bewaffneter Beamter, sondern öffentliche Kritik soll nach dieser Logik den Tod verursacht haben.
Bovino richtet seine Worte ausdrücklich an Medien und warnt vor Konsequenzen, wenn ICE weiter angegriffen werde. Damit wird Berichterstattung zur Gefahr erklärt und staatliche Gewalt rhetorisch abgesichert, Kritik kriminalisiert. In dieser Argumentation ist nicht mehr die Waffe das Problem, sondern das Wort. Genau diese Umkehr hat in Deutschland dazu geführt, dass Macht sich gegen Öffentlichkeit abschirmte. Wer das benennt, soll angeblich eskalieren. Wer schweigt, gilt als loyal. Das ist kein Zufall, sondern ein Schritt mehr in Richtung Faschismus.
Tausende versammeln sich vor dem Kapitol in Boise, Idaho
Vor dem Kapitol in Boise haben sich am 25. Januar Tausende Menschen versammelt, um ihre Solidarität mit den Menschen in Minnesota auszudrücken. Die Kundgebung richtet sich gegen die tödlichen Einsätze von ICE und Grenzschutzbehörden und fordert Gerechtigkeit für Alex Pretti, Renée Good und alle weiteren Betroffenen staatlicher Gewalt. Transparente, Sprechchöre und eine dichte Menge prägen das Bild vor dem Regierungsgebäude. Viele Teilnehmer sehen die Proteste als notwendige Antwort auf eine Eskalation, die längst über einzelne Städte hinausgeht. Der Ruf nach Verantwortung verbindet Boise mit Minneapolis und anderen Orten. Die Versammlung versteht sich nicht als lokales Ereignis, sondern als Teil eines landesweiten Widerstands. Es geht um Erinnerung, um Widerspruch und um die Weigerung, Normalität vorzutäuschen. Boise steht an diesem Tag nicht am Rand, sondern mitten im Geschehen.
Republikanische Senatorin zieht eine klare Grenze

Die republikanische Senatorin Lisa Murkowski meldet sich nach der Tötung von Alex Pretti in Minneapolis deutlich zu Wort. Sie spricht von Chaos und einer Tragödie und macht klar, dass der Tod eines US-Bürgers durch ICE nicht einfach hingenommen werden kann. Murkowski stellt Fragen zur Ausbildung der Beamten und zu den Anweisungen, nach denen sie handeln. Sie betont, dass das rechtmäßige Tragen einer Schusswaffe keine Rechtfertigung für tödliche Gewalt ist, insbesondere dann nicht, wenn Aufnahmen nahelegen, dass das Opfer bereits entwaffnet war. Ihre Forderung ist eindeutig: eine umfassende, unabhängige Untersuchung. Zudem müsse der Kongress seine Aufsichtspflichten wahrnehmen und Anhörungen durchführen. ICE-Beamte, so Murkowski, hätten keinen Freibrief. Ihre Worte markieren eine seltene, aber klare Grenze innerhalb der eigenen Partei.
Tausende gehen in Salt Lake City auf die Straße
In Salt Lake City füllen Tausende die Straßen, getragen von der Wut über die ICE-Einsätze in Minnesota und im ganzen Land. Die Demonstration verbindet Orte, die geografisch weit auseinanderliegen, politisch aber eng zusammengerückt sind. Plakate erinnern an Alex Pretti und Renée Good, Namen, die inzwischen über Städte hinweg verstanden werden. Die Menge bewegt sich geschlossen, laut, entschlossen. Es geht nicht um einen einzelnen Einsatz, sondern um ein Vorgehen, das als dauerhaft empfunden wird. Viele sprechen von Angst, andere von Trotz. Die Forderung nach Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt. Die Präsenz zeigt, dass Minnesota kein isolierter Schauplatz ist. Was dort geschah, hallt bis in den Westen nach. Salt Lake City wird für Stunden zum Teil einer landesweiten Antwort. Schweigen ist keine Option mehr. Die Straße übernimmt das Wort.
Walz spricht von organisierter Brutalität
Minnesotas Gouverneur Tim Walz findet klare Worte nach der tödlichen Eskalation. Er spricht von einer Kampagne organisierter Brutalität gegen die Menschen seines Bundesstaates. Nicht von einem Unfall, nicht von einem Missverständnis, sondern von einem Vorgehen mit System. An diesem Tag habe diese Kampagne ein weiteres Leben gefordert. Walz sagt, er habe die Aufnahmen aus mehreren Blickwinkeln gesehen. Was dort zu sehen sei, bezeichnet er als abstoßend. Seine Aussage richtet sich nicht nur gegen einzelne Beamte, sondern gegen eine Praxis, die sich verfestigt habe. Die Videos lassen nach seiner Darstellung keinen Raum für Beschönigung. Es gehe um Gewalt, die sichtbar geworden sei. Um Entscheidungen, die nicht mehr zu rechtfertigen seien. Walz stellt sich damit offen gegen die offizielle Darstellung der Bundesbehörden. Er widerspricht nicht leise, sondern öffentlich. Seine Worte markieren einen Bruch. Und sie machen deutlich, dass dieser Tod politisch nicht folgenlos bleiben soll.
Schweigeminute in St. Paul
Vor dem Spiel der Sirens gegen die Frost in St. Paul wurde eine Schweigeminute für Alex Pretti abgehalten. Die Halle stand still, bevor der erste Puck fiel. Kein Kommentar, keine Einordnung, nur ein Moment des Innehaltens. Der Name Pretti war Anlass, nicht Symbol. Viele Zuschauer blieben stehen, andere senkten den Blick. Es war kein politischer Akt, sondern eine Reaktion auf einen Tod, der über Minneapolis hinaus wirkt. Sport rückte für diesen Augenblick in den Hintergrund. Die Schweigeminute machte sichtbar, wie sehr das Geschehen die Öffentlichkeit erreicht hat. Danach wurde das Spiel fortgesetzt. Der Name blieb.
Marjorie Taylor Greene

„Es ist nichts falsch daran, legal und friedlich zu protestieren und dabei zu filmen. Stellt euch vor, einer unserer MAGA-unabhängigen Journalisten oder auch nur ein MAGA-Unterstützer stünde auf der Straße vor dem Haus eines sogenannten J6-Angeklagten (Sturm des Kapitols), während Bidens FBI dort einen Polizeieinsatz, eine Hausdurchsuchung und eine Festnahme durchführt.
Dann geht Bidens FBI zu dem MAGA-Typen, der alles filmt, stößt eine Frau, die bei ihm steht, zu Boden und besprüht beide mit Bärenspray, wirft anschließend den MAGA-Typen zu Boden, als er versucht, der Frau aufzuhelfen. Dann schlägt Bidens FBI den MAGA-Typen am Boden, entwaffnet ihn und erschießt ihn schließlich. Wie wäre unsere Reaktion gewesen?“
Phil Scott, republikanischer Gouverneur von Vermont: „Genug. Es ist nicht hinnehmbar, …“

„Genug. Es ist nicht hinnehmbar, dass amerikanische Staatsbürger von Bundesbeamten getötet werden, weil sie ihre von Gott gegebenen und verfassungsmäßigen Rechte ausüben, gegen ihre Regierung zu protestieren. Im besten Fall stellen diese föderalen Einwanderungseinsätze ein vollständiges Versagen bei der Koordination angemessener Maßnahmen der öffentlichen Sicherheit, der Polizeiarbeit, der Ausbildung und der Führung dar.
Im schlimmsten Fall handelt es sich um eine gezielte föderale Einschüchterung und Aufstachelung amerikanischer Staatsbürger, die zur Ermordung von Amerikanern führt. Noch einmal: Es reicht. Der Präsident sollte diese Einsätze aussetzen, die Situation deeskalieren und den Fokus der Bundesregierung neu ausrichten – auf tatsächlich kriminelle illegal eingereiste Personen. Bleibt ein Handeln des Präsidenten aus, müssen Kongress und Gerichte eingreifen, um die Verfassungsmäßigkeit wiederherzustellen.“
Stitt stellt die Frage, die niemand beantworten will
Der republikanische Gouverneur von Oklahoma meldet sich zu Wort, ohne Ausflüchte, ohne Beschönigung. Kevin Stitt sagt offen, dass viele Amerikaner nicht mögen, was sie derzeit in Minnesota sehen. Er spricht von schlechten Ratschlägen, die den Präsidenten gerade erreichen, und stellt eine Frage, die bislang bewusst offen bleibt: Was ist das eigentliche Ziel dieser Einsätze, wohin soll das führen. Stitt macht klar, dass es aus seiner Sicht nicht darum gehen kann, jeden einzelnen Menschen ohne US-Pass aus dem Land zu drängen. Damit deutet er an, dass sich politische Rhetorik und reale Praxis gefährlich voneinander entfernen. Die Bilder aus Minnesota wirken weit über den Bundesstaat hinaus, auch in republikanisch regierten Regionen. Stitt benennt ein Unbehagen, das längst nicht mehr nur auf der Straße existiert.
„Wir haben niemanden erschossen“
„Die Leute haben genug. Das ist die dritte Schießerei in weniger als drei Wochen. Wir sind das gesamte letzte Jahr lang unterwegs gewesen, haben etwa 900 Schusswaffen von den Straßen geholt, Hunderte gewalttätige Straftäter verhaftet – und wir haben niemanden erschossen.“
Brian O’Hara benennt einen überprüfbaren Vergleich. Die Polizei von Minneapolis hat im vergangenen Jahr hunderte gewalttätige Festnahmen durchgeführt, nahezu tausend Schusswaffen sichergestellt und Einsätze unter hoher Eskalationslage gefahren. Trotz dieser Belastung kam es zu keiner tödlichen Schussabgabe durch die Stadtpolizei. O’Haras Satz steht als sachliche Feststellung im Raum – und macht deutlich, dass es Alternativen zum tödlichen Einsatz gibt.
