Machtwechsel unter Bomben – Mojtaba Khamenei übernimmt in einem Land im Krieg!

Neun Tage nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe steht Iran vor einem radikalen Einschnitt. Ajatollah Ali Chamenei ist bei einem Luftangriff getötet worden. In den frühen Morgenstunden verkündeten führende schiitische Geistliche nun seinen Nachfolger: Mojtaba Chamenei, 56 Jahre alt, Sohn des Getöteten. Die Entscheidung fiel inmitten eines offenen Krieges, während Raketen einschlagen und Drohungen aus Washington und Tel Aviv lauter werden. Mojtaba Chamenei gilt seit Jahren als eng vernetzt mit den Revolutionsgarden. Mit seiner Ernennung übernimmt er nicht nur die religiöse Autorität, sondern auch den Oberbefehl über die Streitkräfte. Es ist ein Signal der Kontinuität in einer Phase maximaler Unsicherheit. Die Führung setzt auf Stabilität nach innen, während der Druck von außen wächst.
Menschenmengen versammeln sich im ganzen Iran, nachdem Mojtaba Khamenei als neuer oberster Führer des Landes bekannt gegeben wurde. Pro-Unterstützer feiern die Ernennung des 56-jährigen Sohnes des verstorbenen Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei.
Israel hatte bereits angekündigt, auch einen Nachfolger ins Visier zu nehmen. Donald Trump nannte Mojtaba Chamenei eine „inakzeptable“ Wahl und erklärte in einem Interview, der nächste Revolutionsführer werde ohne amerikanische Zustimmung nicht lange im Amt bleiben. Es ist eine direkte Drohung gegen die Souveränität eines Landes, das sich militärisch unter Dauerbeschuss sieht. Ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht. Das US-Außenministerium forderte amerikanische Diplomaten auf, Saudi-Arabien zu verlassen. Die Sorge vor einer regionalen Ausweitung steigt. Gleichzeitig reagieren die Märkte. Der Ölpreis sprang zum Wochenauftakt um mehr als zehn Prozent und überschritt erstmals seit fast vier Jahren die Marke von 100 Dollar pro Barrel. Trump sprach von einem kurzfristigen Effekt und einem „kleinen Preis“ für Sicherheit und Frieden. Iran bekommt einen neuen Revolutionsführer, während der Krieg weitergeht. Die Entscheidung fiel schnell. Die Folgen könnten lange wirken.
Drohnenangriff auf Wohngebiet in Bahrain – 32 Zivilisten verletzt, Kinder unter den Opfern
Eine iranische Drohne ist in ein Wohngebiet in Bahrain eingeschlagen und hat 32 Zivilisten verletzt. Unter ihnen sind auch Kleinkinder, das jüngste zwei Jahre alt. Der Angriff traf die Insel Sitra, unweit zentraler Energieanlagen. Die Behörden sprechen von einem gezielten Schlag in einem sensiblen Umfeld, in dem Wohnhäuser und Infrastruktur dicht beieinanderliegen. Vier Menschen schweben in Lebensgefahr. Zwei Jungen im Alter von sieben und acht Jahren erlitten schwere Beinverletzungen und mussten operiert werden. Ärzte kämpfen um Stabilität, während die Region weiter unter Spannung steht. Der Angriff zeigt, wie nah militärische Eskalation und ziviler Alltag inzwischen beieinanderliegen.
Bahrain ist strategisch wichtig, auch wegen seiner Lage im Golf und der Nähe zu Energieanlagen. Wenn Drohnen dort Wohngebiete treffen, ist das mehr als ein militärisches Signal. Es verschärft die Lage in einer Region, in der sich die Fronten längst nicht mehr auf einzelne Staaten begrenzen lassen.
Saudi-Arabien warnt Teheran – „Der größte Verlierer“ bei weiterer Eskalation

Saudi-Arabien verschärft den Ton gegenüber Iran und spricht eine klare Drohung aus: Teheran werde der „größte Verlierer“ sein, falls die Angriffe auf arabische Staaten weitergehen. Auslöser war ein neuer Drohnenangriff, der offenbar das riesige Ölfeld Shaybah im Süden des Königreichs ins Visier nahm. Die Anlage gilt als strategisch bedeutend für die Energieversorgung und für die Stabilität der globalen Märkte.
Riad widersprach zugleich den Aussagen des iranischen Präsidenten Masoud Peseschkian, der erklärt hatte, Iran habe seine Angriffe auf die Golfstaaten eingestellt. Das Außenministerium stellte klar, diese Ankündigung sei weder während der Rede noch danach umgesetzt worden. Stattdessen halte Iran seine „Aggression“ aufrecht und berufe sich auf Vorwände ohne tatsächliche Grundlage. Die saudische Erklärung spricht von einer weiteren Eskalation mit schwerwiegenden Folgen für die bilateralen Beziehungen – jetzt und in Zukunft. Damit wächst der Druck in einer Region, in der Energieinfrastruktur zunehmend zum direkten Ziel militärischer Operationen wird.
Katar nimmt über 300 Menschen fest – Vorwurf „irreführende Informationen“

Katar hat nach eigenen Angaben mehr als 300 Personen verschiedener Nationalitäten festgenommen. Der Vorwurf lautet, sie hätten inmitten des Krieges im Nahen Osten öffentliche Unruhe geschürt. Das Innenministerium erklärte, die Betroffenen seien wegen des Filmens, Verbreitens und Veröffentlichens „irreführender Informationen“ in Gewahrsam genommen worden.
Konkrete Details zu einzelnen Fällen nannte die Regierung nicht. Unklar bleibt, welche Inhalte als irreführend eingestuft wurden und auf welchen Plattformen sie verbreitet worden sein sollen. Die Maßnahme fällt in eine Phase wachsender regionaler Spannungen, in der Regierungen zunehmend sensibel auf digitale Kommunikation reagieren. Mit den Festnahmen sendet Katar ein deutliches Signal nach innen: Kontrolle über Information wird als Teil der Sicherheitsstrategie verstanden. Während militärische Auseinandersetzungen die Region erschüttern, verschiebt sich auch der Umgang mit Öffentlichkeit und digitaler Berichterstattung.
Trump nennt Irans neuen Revolutionsführer „Leichtgewicht“ – und beansprucht Mitspracherecht

Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht offiziell auf die Ernennung von Mojtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer Irans. Donald Trump hingegen hatte seine Haltung bereits deutlich gemacht. Den 56-Jährigen, der nie ein gewähltes oder formelles Regierungsamt innehatte, bezeichnete er als „Leichtgewicht“. In einem Interview erklärte Trump, er wolle jemanden sehen, der „Harmonie und Frieden“ nach Iran bringe. Gleichzeitig machte er klar, dass er sich in die Auswahl einbringen wolle. Wörtlich sagte er, er müsse „in die Ernennung eingebunden“ sein – so wie bei Delcy Rodríguez in Venezuela. Rodríguez hatte im Januar die Macht übernommen, nachdem Nicolás Maduro im Zuge einer US-Militäroperation festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht worden war, wo ihm bundesstaatliche Anklagen wegen Drogenverschwörung drohen.
Bereits zuvor hatte Trump betont, ein neuer iranischer Führer werde „nicht lange im Amt bleiben“, wenn er nicht seine Zustimmung habe. Damit erhebt ein amerikanischer Präsident offen Anspruch auf Einfluss bei der Besetzung des höchsten religiösen und politischen Amtes eines souveränen Staates.
Grüne vorn, CDU knapp dahinter – Baden-Württemberg vor schwieriger Regierungsbildung

Die Grünen gewinnen die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU, die auf 29,7 Prozent kommt. Cem Özdemir steht damit an der Spitze und beansprucht den Auftrag zur Regierungsbildung. Sollte eine Koalition gelingen, wäre er der erste Ministerpräsident des Landes mit Migrationshintergrund. Die CDU muss sich trotz deutlicher Zugewinne mit Platz zwei begnügen.
Die AfD verdoppelt bedenklich ihr Ergebnis auf 18,8 Prozent und erreicht ihr bestes Resultat bei einer Landtagswahl im Südwesten. Hier zeigt sich, dass die Aufklärung neben der Politik neue Impulse benötigt. Die SPD stürzt auf 5,5 Prozent ab und rettet sich nur knapp in den Landtag. Spitzenkandidat Andreas Stoch kündigt seinen Rückzug an. FDP und Linke scheitern mit jeweils 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, auch FDP-Landeschef Hans-Ulrich Rülke zieht Konsequenzen. Nun beginnen die Gespräche. Bei den Grünen formiert sich eine Verhandlungsgruppe um Özdemir, die CDU berät in Stuttgart und Berlin. Offiziell verweist die Bundespartei auf Rückenwind aus dem Bund. Doch die Frage, warum der Vorsprung am Ende verloren ging, dürfte intern noch lange nachwirken.
US-Wahnsinn geht weiter: Sechs Tote im Pazifik – US-Militär setzt Angriffe auf kleine Boote fort
Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein Boot angegriffen. Sechs Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Details zu Identität und genauer Funktion des Schiffes wurden zunächst nicht bekannt. Die Operation reiht sich ein in eine Serie von Einsätzen gegen kleine Wasserfahrzeuge, die Washington als Teil eines erweiterten Sicherheitskurses einstuft. Seit Anfang September wurden nach offiziellen Angaben 157 Menschen bei solchen Einsätzen getötet. Die Regierung bezeichnet die Zielpersonen als „Narcoterroristen“ und begründet die Angriffe mit der Bekämpfung grenzüberschreitender Drogenstrukturen. Kritiker stellen jedoch Fragen zur Transparenz, zur Beweislage und zu den rechtlichen Grundlagen dieser Operationen auf hoher See.
Mit jedem weiteren Einsatz steigt die Zahl der Toten. Gleichzeitig wächst die Debatte darüber, wie weit militärische Mittel im Kampf gegen organisierte Kriminalität eingesetzt werden dürfen. Der Pazifik ist damit längst nicht nur Transitroute, sondern Schauplatz eines verdeckten Konflikts geworden.
Republikanischer Senator greift Stephen Miller an – „Großes Problem in dieser Regierung“
Der republikanische Senator Thom Tillis fordert Präsident Donald Trump auf, Stephen Miller zu entlassen. Miller sei „ein großes Problem in dieser Regierung und das von Anfang an“, sagte Tillis und stellte sich damit offen gegen eine der zentralen Figuren der Migrationspolitik. Zugleich räumte der Senator ein, dass seine Partei die öffentliche Debatte über Einwanderung und Abschiebungen verloren habe. Er bekräftigte zwar die Forderung, alle Personen abzuschieben, die während der Biden-Regierung unerlaubt eingereist seien. Doch er mahnte zu einer strategischen Vorgehensweise. Die vorhandenen Ressourcen seien begrenzt, daher müsse man sich zuerst auf die gefährlichsten Personen konzentrieren.
Die Aussagen markieren einen ungewöhnlich offenen Dissens innerhalb der Republikaner. Während das Weiße Haus auf maximale Härte setzt, wächst in den eigenen Reihen die Sorge, dass die aktuelle Linie politisch und organisatorisch an ihre Grenzen stößt.
Weiterer Todesfall im Iran-Krieg – New Yorker Polizist stirbt in Kuwait

Neben den sieben gefallenen US-Soldaten ist ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg bekannt geworden. Ein New Yorker Polizeibeamter, der mit der US-Army-Nationalgarde nach Kuwait entsandt worden war, starb am Freitag nach einem medizinischen Notfall. Lokale Behörden bestätigten den Tod am Samstag. Der Beamte war Teil der Kräfte, die im Zuge des Konflikts in der Region stationiert wurden. Zu den genauen Umständen des medizinischen Zwischenfalls wurden keine weiteren Details veröffentlicht. Unklar ist bislang, ob äußere Faktoren im Einsatzumfeld eine Rolle spielten. Mit jedem weiteren Todesfall wächst die Liste der Opfer, die dieser Krieg fordert – nicht nur durch direkte Kampfhandlungen, sondern auch durch Belastungen, die im Schatten der Frontlinien wirken.
Golf statt Krisenstab – Trump auf dem Platz, während Soldaten sterben
Eine Woche nach Beginn des von ihm ausgerufenen Krieges verbringt Donald Trump den Tag auf dem Golfplatz. Die Kosten trägt der Steuerzahler. Währenddessen sind bereits sieben US-Soldaten und ein New Yorker Polizeibeamter, der mit der US-Army-Nationalgarde nach Kuwait entsandt worden war, ums Leben gekommen, fast 20 weitere wurden verletzt. Die Gefechte dauern an, die Zahl der Opfer steigt.
Das Bild wirkt wie ein Kontrastprogramm zur Lage an der Front. Familien trauern, Verwundete werden versorgt, Militärverbände stehen unter Druck. Im Weißen Haus hingegen herrscht ein anderes Tempo. Ein Präsident, der militärische Entscheidungen verantwortet, sendet mit seinem Tagesablauf ebenfalls ein Signal. Kritik kommt nicht nur aus dem politischen Gegnerlager. In Zeiten bewaffneter Auseinandersetzungen wird von der politischen Führung Präsenz erwartet. Ob Golfspielen in einer solchen Phase angemessen ist, dürfte die Debatte über Verantwortung und Prioritäten weiter anheizen.
Schwarzer Regen über Teheran – Nach Luftschlägen versinkt die Stadt im Ölnebel
Nach den Angriffen auf Öldepots stehen in Teheran nicht nur Industrieanlagen in Flammen. Brennender Treibstoff lief über Straßen, floss in Abwasserkanäle und Entwässerungsrinnen. An mehreren Stellen sollen Abflüsse weiter explodieren, weil sich dort entzündliche Rückstände gesammelt haben. Teile der Stadt gleichen einem Industriebrand unter freiem Himmel.
Am Morgen liegt eine schwere, schwarze Wolke über der Metropole. Augenzeugen berichten von dichten Rauchfahnen, von dunklem Niederschlag, von einem beißenden Geruch, der sich in Wohnungen festsetzt. Das Regenwasser sei schwarz, heißt es aus verschiedenen Vierteln. Was vom Himmel fällt, wirkt nicht wie gewöhnlicher Smog, sondern wie eine Mischung aus verbranntem Öl und feinen Rußpartikeln.
Teheran in der Nacht – Dieser Krieg läuft von allen Seiten und Beteiligten vollkommen aus dem Ruder – Nach Angriffen auf Öllager schossen Flammen auf die Straße, auslaufender Treibstoff strömte in Kanalisation und Abflusssysteme. Die Aufnahmen zeigen, wie schnell sich die Zerstörung auch auf zivile Infrastruktur ausbreitet.
Sollten Raffinerien oder große Lagerstätten getroffen worden sein, könnten die gesundheitlichen Folgen weit über die akute Phase hinausreichen. Feinstaub, giftige Gase und verbrannte Kohlenwasserstoffe dringen in Häuser, Schulen und Krankenhäuser ein. Für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen steigt das Risiko erheblich. Während militärische Stellen von strategischen Zielen sprechen, verändert sich der Alltag in der Hauptstadt spürbar. Straßen sind gesperrt, Menschen tragen Masken, Kliniken bereiten sich auf Atemwegserkrankungen vor. Die Luft selbst wird zum Problem.
Nach den Angriffen auf Öllagerstätten schlugen Flammen auf die Straße über. Treibstoff floss in die Kanalisation und in Entwässerungsrinnen.
Unsere Berichterstattung geht weiter. Wir sind auf dem Weg nach Bandar Abbas und anschließend nach Minab, um die Lage außerhalb der Hauptstadt zu dokumentieren.
